Craig Thompson :
"Blankets"
2003, Top Shelf Production
2015, Carlson Graphic Novel Paperback, Ha,burg
Aus dem Amerikanischen von Claudia Fliege
Gelettert von Hartmut Klotzbücher
582 Seiten
ISBN 978-3-551-71377-3
Mit wunderschönen fantasievollen Schwarz-Weiß-zeichnungen werden Kindheit und Jugend in Michigan von Craig und Phil aus der Sicht von Craig erzählt. Die Eltern sind frömmelnde strenge Kirchgänger, für des gottgewollt ist unter Entbehrungen und Strenge zu leben. Die Brüder schaffen sich aus Leintüchern eine Geheimwelt, und die Brüder beginnen getrennt von einander zu zeichnen. In der Pubertät lernt Craig Raina kennen, die eine bildhübsche fröhliche junge Frau ist. 14 Tage darf Craig bei ihr, ihren Adoptivgeschwistern und den Eltern deren Scheidung läuft, in Wisconsin verbringen. Raina hat einen wunderschönen Quilt für Craig geschneidert. Craig zieht nach New York und lernt ohne die engstirnige Religion zu leben und zeichnet nun beruflich.
Die Geschichte ist autobiographisch, wobei der Autor und Illustrator in der Familie seine Schwester quasi unterschlägt.
Die Zeichnungen faszinieren. Die Magie die sich zwischen Craig und Raina entwickelt wird mit beispielsweise schönen gebogenen Engeln gezeichnet.
Oft geht in dem Buch um Schnee - leichten, dicken, fluffigen, störenden, bezaubernden, schweren, durch Wind gewirbelten, auf den Bäumen liegenden ...
Der Zauber der Liebe, die zarten Gesichter von Graig und Rainer, der Zauber der Natur sind schön eingefangen.
Als Gegenüber sind pubertierende Jungs und Mädchen mit Anbaggersprüchen, Alkohol mit breiten Mündern und Fratzen statt Gesichtern gezeichnet.
Menschlich bleiben Craigs Eltern als bigott auf der Strecke während die Eltern von Raina mit der Krankheit der Adoptvkinder überfordert sind.
Mich haben die Linien und vielen Engel bezaubert, die Art wie Raum in der Landschaft gemacht wird.
Viel Freude beim Lesen, beim Durchblättern des dicken Buches !
Craig Matthew Thompson wurde am 21. September 1975 in Michigan geboren. anfänglich zeichnete er beruflich Logos und für Werbungen. 1999 erschien seine erste Graphic Novel " Good-bye, Chunky Rice". 2003 erschien "Blankets" als sein zweite Arbeit, später "Carnet de Voyage" '(ein Reisetagebuch) 2011 "Habibi" und 2015 "Space Dumplins"
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Freitag, 31. Januar 2020
Craig Thompson : "Blankets"
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Dienstag, 13. August 2019
Doris Gercke : "Beringers Auftrag"
Doris Gercke :
"Beringers Auftrag" - Ein Milena - Proháska - Krimi
Original 2003 Ullstein Verlag München
2016, Haymon Verlag Innsbruck
333 Seiten
ISBN 978-3-7099-7855-9
Der ehemalige Kommissar Beringer beschließt sich von der schönen Rechtsanwältin Milena Prohaska beruflich und privat zu trennen, und nimmt daher den Auftrag aus Hamburg zu verschwinden und Kaliningrad einem dubiosen Auftrag nachzugehen, an. Im Hintergrund ziehen der mächtige, undurchsichtige Politiker Waller und ein dubioser reicher mächtiger Geschäftsmann Alik/Usbeck die Fäden. Im Hamburg läßt sich Milena auf eine Affäre mit Waller ein, in Kaliningrad zeigt der Milizsoldat Wadim, daß es auch ehrliche Polizisten und Soldaten in Kaliningrad gibt. In beiden Städten werden aus Machtgründen Menschen, die als kleine Rädchen gesehen werden, rücksichtslos umgebracht und deren Familien bedroht. Am Schluß sind zwar einige böse Ränkeschmiede auch tot, Zufriedenheit stellt sich allerdings nicht ein.
Orte der Handlung sind Hamburg, und Kaliningrad. Das Kaliningrad hier ist trostlos, mit trostlosen Bauten und Menschen ohne Hoffnung; das Hotel für Beringer ist ordentlich, aber auch hier ist die Hoffnungslosigkeit greifbar.
Während Milena versucht Unterlagen zurückzubekommen und mit den Mächtigen und Bösen mitzuspielen, allerdings Waller falsch einschätzt, begleitet Beringer Wadim im zur Witwe eines ermordeten Soldaten, zu einer Abtreibungsklinik, und Wami rettet ihn später aus Verhandlungen in einem U-boot.
Die Stimmung ist dicht und grau. Auch wenn Milena kraftvoll auftritt und aktiver Sexualität offen gegenüber ist, ist spürbar wie ihr die Kraft ausgeht.
Das Ende habe ich mit sehr gemischten Gefühlen gelesen. Der Kriminalroman ist trotz der Traurigkeit, die wie eine Wolke über der Geschichte liegt, sehr gut erzählt und zieht in den Bann. Gutes hineinfallen in den Roman !
Biographie der Autorin ist 11. September 2015 (Bella Block ermittelt in "Giorgia").
"Beringers Auftrag" - Ein Milena - Proháska - Krimi
Original 2003 Ullstein Verlag München
2016, Haymon Verlag Innsbruck
333 Seiten
ISBN 978-3-7099-7855-9
Der ehemalige Kommissar Beringer beschließt sich von der schönen Rechtsanwältin Milena Prohaska beruflich und privat zu trennen, und nimmt daher den Auftrag aus Hamburg zu verschwinden und Kaliningrad einem dubiosen Auftrag nachzugehen, an. Im Hintergrund ziehen der mächtige, undurchsichtige Politiker Waller und ein dubioser reicher mächtiger Geschäftsmann Alik/Usbeck die Fäden. Im Hamburg läßt sich Milena auf eine Affäre mit Waller ein, in Kaliningrad zeigt der Milizsoldat Wadim, daß es auch ehrliche Polizisten und Soldaten in Kaliningrad gibt. In beiden Städten werden aus Machtgründen Menschen, die als kleine Rädchen gesehen werden, rücksichtslos umgebracht und deren Familien bedroht. Am Schluß sind zwar einige böse Ränkeschmiede auch tot, Zufriedenheit stellt sich allerdings nicht ein.
Orte der Handlung sind Hamburg, und Kaliningrad. Das Kaliningrad hier ist trostlos, mit trostlosen Bauten und Menschen ohne Hoffnung; das Hotel für Beringer ist ordentlich, aber auch hier ist die Hoffnungslosigkeit greifbar.
Während Milena versucht Unterlagen zurückzubekommen und mit den Mächtigen und Bösen mitzuspielen, allerdings Waller falsch einschätzt, begleitet Beringer Wadim im zur Witwe eines ermordeten Soldaten, zu einer Abtreibungsklinik, und Wami rettet ihn später aus Verhandlungen in einem U-boot.
Die Stimmung ist dicht und grau. Auch wenn Milena kraftvoll auftritt und aktiver Sexualität offen gegenüber ist, ist spürbar wie ihr die Kraft ausgeht.
Das Ende habe ich mit sehr gemischten Gefühlen gelesen. Der Kriminalroman ist trotz der Traurigkeit, die wie eine Wolke über der Geschichte liegt, sehr gut erzählt und zieht in den Bann. Gutes hineinfallen in den Roman !
Biographie der Autorin ist 11. September 2015 (Bella Block ermittelt in "Giorgia").
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Freitag, 28. Dezember 2018
Nona Fernándenz : "Die Toten im trüben Wasser des Mapocho"
Nona Fernándenz :
"Die Toten im trüben Wasser des Mapocho"
Roman
original "Mapocho"
2003
Aus dem chilenischen Spanisch von Anna Gentz
2012, Septime Verlag Wien
254 Seiten + 2 Seiten Anmerkungen der Übersetzerin
ISBN 978-3-902711-09-0
Rucia sucht nach dem Unfalltod ihrer Mutter in Europa zurück in Santiago de Chile nach ihrem Bruder Indio. Der Vater war vor vielen Jahren festgenommen worden - er lebt als Schriftsteller für die Regierung und schreibt die Geschichte um bzw betont manche gewünschte Aspekte mehr und andere dafür weniger. Mutter und Kinder waren nach des Vaters Abholung durch das Militär aus dem Land verschwunden; sie weiß im Gegensatz zu ihren Kindern daß der Vater lebt und Schecks für das Überleben schickt.
Bei ihren Wanderungen durch ihr ehemals bekannte Viertel Santiagos schieben sich ihre Gegenwart, ihre Erinnerungen und Erinnerungen (und Schmerzen) des Viertel übereinander. Dazu kommen Erinnerungen an die - verbotene sexuelle - Annäherung zwischen ihrem Bruder und ihr, die die Mutter zu verhindern suchte. Die Selbstverstümmelung des Bruders an Händen und Augen hindern ihn nicht daran weiterhin zu malen, und auch zu sehen.
Am Schluß fällt viel wie ein Kartenhaus zusammen.
Der Roman hat vier Teile, es für mich emotional nicht logischer wird, aber einige Puzzleteile verzahnen sich etwas.
Der Roman ist faszinierend in dem Liebe, Familie, Gesellschaft, Brutalität, Flucht, Aggression, Selbstaggression, Schmerz, Vernichtung, chilenische Geschichte der Indigenios, namenloses Militär, Besuch des Teufels in Chile, durcheinander gemischt werden.
Unter die Haut gehen die Liebe von Indio zu Rucia, bzw ihrem Bauchnabel. Die vorhandenen Erotikschilderungen sind sinnlich-saftig.
Unter die Haut gehen auch die Stellen mit Grausamkeiten des Militärs an den Menschen die in einem Stadion eingeschlossen sind, das später - mit den Menschen - in Flammen aufgeht.
Die zwei kreativen Gestalten im Buch scheitern : Der Vater - Fausto - der als Instrument der Diktatur die Landesgeschichte fälscht, und nicht mehr zu seinen eigenen Geschichten für Kinder oder seinem Roman kommt. Indio der offenbar grandios malt und darstellt, aber weder in Europa, noch zurück in Chile anerkannt wird, und dessen Werk komplett zerbröselt.
Rucia versucht zu kitten und scheitert ebenso.
In Summe ein sehr faszinierender Roman, für den ich auf Grund seiner Dichte länger gebracht habe, um ihn zu lesen. Viel Freude bei diesen gedanklichen Ausflügen !
Nona Fernándenz wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und freischaffende Schriftstellerin.
"Die Toten im trüben Wasser des Mapocho"
Roman
original "Mapocho"
2003
Aus dem chilenischen Spanisch von Anna Gentz
2012, Septime Verlag Wien
254 Seiten + 2 Seiten Anmerkungen der Übersetzerin
ISBN 978-3-902711-09-0
Rucia sucht nach dem Unfalltod ihrer Mutter in Europa zurück in Santiago de Chile nach ihrem Bruder Indio. Der Vater war vor vielen Jahren festgenommen worden - er lebt als Schriftsteller für die Regierung und schreibt die Geschichte um bzw betont manche gewünschte Aspekte mehr und andere dafür weniger. Mutter und Kinder waren nach des Vaters Abholung durch das Militär aus dem Land verschwunden; sie weiß im Gegensatz zu ihren Kindern daß der Vater lebt und Schecks für das Überleben schickt.
Bei ihren Wanderungen durch ihr ehemals bekannte Viertel Santiagos schieben sich ihre Gegenwart, ihre Erinnerungen und Erinnerungen (und Schmerzen) des Viertel übereinander. Dazu kommen Erinnerungen an die - verbotene sexuelle - Annäherung zwischen ihrem Bruder und ihr, die die Mutter zu verhindern suchte. Die Selbstverstümmelung des Bruders an Händen und Augen hindern ihn nicht daran weiterhin zu malen, und auch zu sehen.
Am Schluß fällt viel wie ein Kartenhaus zusammen.
Der Roman hat vier Teile, es für mich emotional nicht logischer wird, aber einige Puzzleteile verzahnen sich etwas.
Der Roman ist faszinierend in dem Liebe, Familie, Gesellschaft, Brutalität, Flucht, Aggression, Selbstaggression, Schmerz, Vernichtung, chilenische Geschichte der Indigenios, namenloses Militär, Besuch des Teufels in Chile, durcheinander gemischt werden.
Unter die Haut gehen die Liebe von Indio zu Rucia, bzw ihrem Bauchnabel. Die vorhandenen Erotikschilderungen sind sinnlich-saftig.
Unter die Haut gehen auch die Stellen mit Grausamkeiten des Militärs an den Menschen die in einem Stadion eingeschlossen sind, das später - mit den Menschen - in Flammen aufgeht.
Die zwei kreativen Gestalten im Buch scheitern : Der Vater - Fausto - der als Instrument der Diktatur die Landesgeschichte fälscht, und nicht mehr zu seinen eigenen Geschichten für Kinder oder seinem Roman kommt. Indio der offenbar grandios malt und darstellt, aber weder in Europa, noch zurück in Chile anerkannt wird, und dessen Werk komplett zerbröselt.
Rucia versucht zu kitten und scheitert ebenso.
In Summe ein sehr faszinierender Roman, für den ich auf Grund seiner Dichte länger gebracht habe, um ihn zu lesen. Viel Freude bei diesen gedanklichen Ausflügen !
Nona Fernándenz wurde 1971 in Santiago de Chile geboren. Sie ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und freischaffende Schriftstellerin.
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Donnerstag, 5. Januar 2017
Esmahan Aykol : "Bakschisch"
Esmahan Aykol :
"Bakschisch"
Roman
original "Kelepir Ev"
2003, Everest Yayinlari, Istanbul
Aus dem Türkischen von Antje Bauer
2004, Diogenes Verlag, Zürich
329 Seiten
ISBN 3-257-06443-8
Kati Hirschel, Buchhändlerin im Kuledibi (einem Stadtteil Istanbuls), ist im zweiten Band auf Mördersuche. Ein Mann dem sie einen Aschenbecher wegen einer Wohnung an den Kopf geworfen hatte, ist ermordet worden und sie war die erste Verdächtige. Quelle und Unterstützung ist ein ehemaliger Freund, der Polizist Batuhan. Gespräche mit Verwandten des ermordeten Osman wie ein Bruder, eine Ex-Freundin und die jetzige schwangere Freundin sind wiederholte Gesprächspartner, bis sie auf die Ursache des Sterbens an einer an sich harmlosen Schutzverletzung.
Parallel wird geschildert wie Wohnungen deren Eigentümer nicht mehr ermittelbar sind, unter der Hand neue Eigentümer finden und wie Bakschisch zu verteilen ist.
Witzig und humorvoll sind die Gespräche mit dem Polizisten beschrieben, die zwischen Informationsweitergabe, flirten, Machismo, deutschem Temperament wechseln. Die Frauen vor Ort sind sinnlich und auch fröhlich beschrieben, auch wenn die Ex-Freundin Habibe nicht mehr so munter ist, dafür aber die schwangere Inci umso mehr ihre heimlichen Liebhaber lebt. Eindrücklich sind der Besuch bei einem übergewichtigen Beamten der klar den Weg des Geldes sieht, sowie einem wirklich hohen Politiker dem sein Temperament dazwischen kommt.
Der aktuelle Freund/Liebhaber Katis Selim ist Handelsanwalt, hat Glatze und sein Umfeld ist altmodisch, was Kati manchmal ziemlich auf die Nerven geht.
Die Menschen sind gut vorstellbar.
Istanbul ist ziemlich chaotisch beschrieben. Es wimmelt nur so von Namen wie Beyoglu, Besiktas, Karaköy und anderen Stadtteilnamen, die besser oder schlechter sind. Kati geht oft zum Friseur und Nagelpflege, weil das türkische Frauen angeblich tun. Die Szenen in denen die Teejungen beschrieben werden, oder Auseinandersetzung mit Kaffee sind sehr unterhaltsam.
Der Roman ist 2003 geschrieben, in dem weibliche Hauptperson mit enger Bluse, Rock mit Schlitz und hohen Stöckelschuhen durch die Stadt geht und beschreibt wie offen das Stadtleben ist (im Vergleich dazu wie es vor 15 Jahren gewesen sei). Als Leser 2016/17 fragt man sich wie offen das Leben derzeit in Istanbul mit sehr religiös-verhüllenden Menschen und steigender Polizeikontrolle ist. Auch 2003 wird eine Partei genannt die die religiösen Werte v.a. für Frauen stärken möchte und hier die Frauen losschickt.
Der türkische Titel heißt übersetzt "Schnäppchenhäuser".
Der Roman ist gut geschrieben, und wärmt v.a. in kalten Wintertagen. Viel Spaß beim Lesen !
Esmahan Aykol wurde 1970 in Edirne geboren. Sie studierte Jus in der Türkei und macht ein Postgradudate in Deutschland. Eine Freundin und sie starteten ein Projekt mit einer Bar, das fehlschlug. Die Freundin öffnete dann eine Buchhandlung und sie bekannt nach ihrer Arbeit als Journalistin Krimi zu schreiben. Der erste Roman mit Kati Hirschen "Kitapçı Dükkânı "(2001, dt.: Hotel Bosporus) wurde zum Erfolg. Die deutschen Ausgaben ihrer Bücher überarbeitet die Autorin, Sie wohnt sowohl in Istanbul als auch in Berlin, und hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft.
"Bakschisch"
Roman
original "Kelepir Ev"
2003, Everest Yayinlari, Istanbul
Aus dem Türkischen von Antje Bauer
2004, Diogenes Verlag, Zürich
329 Seiten
ISBN 3-257-06443-8
Kati Hirschel, Buchhändlerin im Kuledibi (einem Stadtteil Istanbuls), ist im zweiten Band auf Mördersuche. Ein Mann dem sie einen Aschenbecher wegen einer Wohnung an den Kopf geworfen hatte, ist ermordet worden und sie war die erste Verdächtige. Quelle und Unterstützung ist ein ehemaliger Freund, der Polizist Batuhan. Gespräche mit Verwandten des ermordeten Osman wie ein Bruder, eine Ex-Freundin und die jetzige schwangere Freundin sind wiederholte Gesprächspartner, bis sie auf die Ursache des Sterbens an einer an sich harmlosen Schutzverletzung.
Parallel wird geschildert wie Wohnungen deren Eigentümer nicht mehr ermittelbar sind, unter der Hand neue Eigentümer finden und wie Bakschisch zu verteilen ist.
Witzig und humorvoll sind die Gespräche mit dem Polizisten beschrieben, die zwischen Informationsweitergabe, flirten, Machismo, deutschem Temperament wechseln. Die Frauen vor Ort sind sinnlich und auch fröhlich beschrieben, auch wenn die Ex-Freundin Habibe nicht mehr so munter ist, dafür aber die schwangere Inci umso mehr ihre heimlichen Liebhaber lebt. Eindrücklich sind der Besuch bei einem übergewichtigen Beamten der klar den Weg des Geldes sieht, sowie einem wirklich hohen Politiker dem sein Temperament dazwischen kommt.
Der aktuelle Freund/Liebhaber Katis Selim ist Handelsanwalt, hat Glatze und sein Umfeld ist altmodisch, was Kati manchmal ziemlich auf die Nerven geht.
Die Menschen sind gut vorstellbar.
Istanbul ist ziemlich chaotisch beschrieben. Es wimmelt nur so von Namen wie Beyoglu, Besiktas, Karaköy und anderen Stadtteilnamen, die besser oder schlechter sind. Kati geht oft zum Friseur und Nagelpflege, weil das türkische Frauen angeblich tun. Die Szenen in denen die Teejungen beschrieben werden, oder Auseinandersetzung mit Kaffee sind sehr unterhaltsam.
Der Roman ist 2003 geschrieben, in dem weibliche Hauptperson mit enger Bluse, Rock mit Schlitz und hohen Stöckelschuhen durch die Stadt geht und beschreibt wie offen das Stadtleben ist (im Vergleich dazu wie es vor 15 Jahren gewesen sei). Als Leser 2016/17 fragt man sich wie offen das Leben derzeit in Istanbul mit sehr religiös-verhüllenden Menschen und steigender Polizeikontrolle ist. Auch 2003 wird eine Partei genannt die die religiösen Werte v.a. für Frauen stärken möchte und hier die Frauen losschickt.
Der türkische Titel heißt übersetzt "Schnäppchenhäuser".
Der Roman ist gut geschrieben, und wärmt v.a. in kalten Wintertagen. Viel Spaß beim Lesen !
Esmahan Aykol wurde 1970 in Edirne geboren. Sie studierte Jus in der Türkei und macht ein Postgradudate in Deutschland. Eine Freundin und sie starteten ein Projekt mit einer Bar, das fehlschlug. Die Freundin öffnete dann eine Buchhandlung und sie bekannt nach ihrer Arbeit als Journalistin Krimi zu schreiben. Der erste Roman mit Kati Hirschen "Kitapçı Dükkânı "(2001, dt.: Hotel Bosporus) wurde zum Erfolg. Die deutschen Ausgaben ihrer Bücher überarbeitet die Autorin, Sie wohnt sowohl in Istanbul als auch in Berlin, und hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft.
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Montag, 26. Dezember 2016
Andrea Schacht : "Katzen Weihnacht"
Andrea Schacht :
"Katzen Weihnacht"
2008, Aufbau Verlag GbmH
* "Die himmlische Weihnachtskatze"
2003, Rütten & Loening Berlin
* "Die Katze und der Weihnachtsengel"
2005, Rütten & Loening Berlin
99 Seiten + 107 Seiten
ISBN 978-4-746-2499-0
In dem Buch sind zwei Katzengeschichten, die beide um Weihnachten angesiedelt sind.
In der "himmlischen Weihnachtskatze" kommt eine bildhübsche dreifarbige Wunderkatze auf die Welt, die hier einem Mädchen verhilft, daß ihr Vater wieder liebevoll wird und eine neue Frau - die Katzen liebt - findet. Nebenbei erfüllt die Katze Wünsche, wird von dummen Buben gejagt und hilft dem schwarzen Kater auch zu einer liebevollen Familie.
In "Katze und Weihnachtsengel" fällt ein Engel aus den Wolken, verändert eine Großmutter ihr Leben und ein verwöhnter schwarzer Kater büxt aus weil er sich nicht mehr als Puppe verkleiden möchte. Erzengel Michael wird ausgesandt, den Engelbengel zu finden, der sich durch die praktische und nicht hysterische Hilfe der Großmutter überraschend gut auf der Welt zurecht findet und vielen Menschen und Katzen helfen kann. Als Gegengewicht ist auch ein böser Dämon auf der Welt, der allen schwarzen Katzen ans Fell möchte. Auch hier geht alles gut aus.
Menschen und Orte der Handlung sind gut vorstellbar, wobei den liebevollen Menschen etwas mehr Raum gegeben wird. Wie im klassischen Märchen geht für die 'Guten' alles gut aus, und die 'Bösen' nicht.
Die Darstellung des Himmels mit den Figuren auf den Wolken ist sehr unterhaltsam, wenn sie auch für puristische Christen zu frech sein dürfte. Für andere sind die Szenen zum Kichern einladend.
Es sind wunderbare Geschichten mit wunderbaren Katzen - 'Sternchen' als Himmelskatze stelle ich mir wunderschön vor. Die Geschichten sind gut lesbar und tun bei den Grauslichkeiten der Welt rundherum einfach gut. Viel Freude dabei - miau !
Andrea Schacht wurde 1956 in Schleswig-Holstein geboren. Sie studierte Werkstofftechnik und Betriebswirtschaft und war anschließend im industriellen Großanlagenbau tätig. Seit 1992 widmet sie sich nur noch dem Schreiben - inspiriert durch einen schwarzen Hotelkater im Urlaub. 1994 erschien der erste Katzenroman, dann Roman deren Heldin im Mittelalter lebt. Schacht lebt in Wachtberg (Nordrhein - Westfalen).
"Katzen Weihnacht"
2008, Aufbau Verlag GbmH
* "Die himmlische Weihnachtskatze"
2003, Rütten & Loening Berlin
* "Die Katze und der Weihnachtsengel"
2005, Rütten & Loening Berlin
99 Seiten + 107 Seiten
ISBN 978-4-746-2499-0
In dem Buch sind zwei Katzengeschichten, die beide um Weihnachten angesiedelt sind.
In der "himmlischen Weihnachtskatze" kommt eine bildhübsche dreifarbige Wunderkatze auf die Welt, die hier einem Mädchen verhilft, daß ihr Vater wieder liebevoll wird und eine neue Frau - die Katzen liebt - findet. Nebenbei erfüllt die Katze Wünsche, wird von dummen Buben gejagt und hilft dem schwarzen Kater auch zu einer liebevollen Familie.
In "Katze und Weihnachtsengel" fällt ein Engel aus den Wolken, verändert eine Großmutter ihr Leben und ein verwöhnter schwarzer Kater büxt aus weil er sich nicht mehr als Puppe verkleiden möchte. Erzengel Michael wird ausgesandt, den Engelbengel zu finden, der sich durch die praktische und nicht hysterische Hilfe der Großmutter überraschend gut auf der Welt zurecht findet und vielen Menschen und Katzen helfen kann. Als Gegengewicht ist auch ein böser Dämon auf der Welt, der allen schwarzen Katzen ans Fell möchte. Auch hier geht alles gut aus.
Menschen und Orte der Handlung sind gut vorstellbar, wobei den liebevollen Menschen etwas mehr Raum gegeben wird. Wie im klassischen Märchen geht für die 'Guten' alles gut aus, und die 'Bösen' nicht.
Die Darstellung des Himmels mit den Figuren auf den Wolken ist sehr unterhaltsam, wenn sie auch für puristische Christen zu frech sein dürfte. Für andere sind die Szenen zum Kichern einladend.
Es sind wunderbare Geschichten mit wunderbaren Katzen - 'Sternchen' als Himmelskatze stelle ich mir wunderschön vor. Die Geschichten sind gut lesbar und tun bei den Grauslichkeiten der Welt rundherum einfach gut. Viel Freude dabei - miau !
Andrea Schacht wurde 1956 in Schleswig-Holstein geboren. Sie studierte Werkstofftechnik und Betriebswirtschaft und war anschließend im industriellen Großanlagenbau tätig. Seit 1992 widmet sie sich nur noch dem Schreiben - inspiriert durch einen schwarzen Hotelkater im Urlaub. 1994 erschien der erste Katzenroman, dann Roman deren Heldin im Mittelalter lebt. Schacht lebt in Wachtberg (Nordrhein - Westfalen).
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Freitag, 23. Dezember 2016
Michelle de Kretser : "Der Fall Hamilton"
Michelle de Kretser :
"Der Fall Hamilton"
original "The Hamilton Case"
2003, Verlag Knopf (Australien)
Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger
2006, Klett Cotta Verlag
300 Seiten
ISBN 3-608-93740-4
In dem Roman geht es anhand von Sam (eigentlich Stanley Alban Marriott) Obeysekere, seiner Mutter Maud und seinem Sohn Harry um die Geschichte Sri Lankas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als zuerst die Briten die Herrschaft auf der Insel innehatten, und diese dann an die Kämpfe zwischen Tamilen und Singhalesen abgeben mußten. Sam ist zwar dunkelhäutig aber britisch bis ins Detail, während seine Mutter als Kind und im Alter die Weisheit der Eingesessenen lebt und dazwischen durch ihre Schönheit den Menschen auf der Nase tanzt, während sein Sohn Harry sich komplett aus dem System ausklinkt und in England Vegetarier wird. Am Schluß wird klar, daß Sam wunderbar in Details war, aber nie den großen Zusammenhang erkannte.
Der Hauptteil der Geschichte ist Sam gewidmet, der in einer Familie mit Geld aber auch Verschwendung aufwächst, eine Schwester Claudia hat die er innig lieb und einen Bruder der früh stirbt. Im Internat lernt er Jaya kennen, der später sein Schwager, dann Politiker wird, und Shiva (Shivanathan) der genauso wie Sam Jus studiert und später Geschichten (unwahr und exotisch) schreibt. Sam eine Karriere im Staatsdienst vor sich die er sich mit seinen Schlußfolgerungen um den Mord an dem Farmer Hamilton verbaut, als hier das ewige Mißtrauen gegen eingeborene Dienstboten, die Oberhoheit der Briten, sich ändernde Zeiten gegeneinander spielen. Seine Heirat mit der reichen häßlichen Leela macht ihn nicht glücklich, aber es gibt spät Sohn Harry, der sich gar nicht den Wünschen von Sam entwickelt.
Kapitelweise wird das Leben von Sams Mutter Maud beschrieben, die es durch große Schönheit und Extravaganz schafft bewundert zu werden. Als gleichzeitig Alter und Armut kommen entwickelt sie sich zur wunderlichen Alten die in Glitzergewändern durch die Wälder streift. Diese Kapitel haben eigenen Charme da hier viele Baum- und Tiernamen vorkommen.
Hintergrund ist der Geschichte von Ceylon, in der von den holländischen Einwanderern und Stolz erzählt wird, dann den Briten, und den Unterschieden zwischen Tamilen und Singhalesen. Die Loslösung der Briten von Indien und den Lösungen im Norden die Haß sähen und zu blutigen Konflikten führen, sind nur kurz genannt. Auf der Insel verschieben sich die Machtverhältnisse zugunsten der ursprünglichen Einwohner.
Die Menschen sind gut vorstellbar beschrieben. Sam bleibt brav, seine Mutter schildernd, seine Schwester durchsichtig und zart, Kurzzeit-Schwager Jaya als dickes schleimiges Ekelpaket mit grandioser wetterwendischer Rhetorik, das Kind Harry dem die Welt der Mutter und Großmutter wichtig ist, Pater/der Vater Sams der ein großer Verschwender war, die unterschiedlichen Helferleins im Gut mitten im Nirgendwo im Regenwald, oder im Haus am Meer das nur Sam liebt.
Leider gibt es keinen Glossar um die verschiedenen Ausdrücke die vermutlich typisch für Sri Lanka sind oder waren und die Essen, Herrschaft - Dienerschaft, und anderes beschreibt nachzuschlagen. Das ist schade weil es den Charme des Buches ausmacht, daß diese Ausdrücke zwar unübersetzt und immerhin kursiv gedruckt im Text stehen.
Der Roman ist stark und eindrücklich. Auch wenn man mit dem Leben auf dieser Insel und dem geschichtlichen Hintergrund nicht vertraut ist, zieht es in diesen Roman mit seinen Menschen und dem feuchten Klima und verschiedenartigen Essen hinein. Viel Freude beim Lesen !
Michelle de Kretser wurde am 11. November 1957 in Sri Lanka (Ceylon) geboren und wanderte mit 14 nach Australian aus. Sie studierte Literaturwissenschaft und Französisch in Melbourne und Paris. Dann arbeitete sich als Lektorin für ein Reise Magazin und begann zu schreiben. 1999 erschien der erste Roman "The Rose Grower" (auf deutsch 'Rosenzüchterin von Montsignac' bei Rütten und Loening 2001).
"Der Fall Hamilton"
original "The Hamilton Case"
2003, Verlag Knopf (Australien)
Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger
2006, Klett Cotta Verlag
300 Seiten
ISBN 3-608-93740-4
In dem Roman geht es anhand von Sam (eigentlich Stanley Alban Marriott) Obeysekere, seiner Mutter Maud und seinem Sohn Harry um die Geschichte Sri Lankas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als zuerst die Briten die Herrschaft auf der Insel innehatten, und diese dann an die Kämpfe zwischen Tamilen und Singhalesen abgeben mußten. Sam ist zwar dunkelhäutig aber britisch bis ins Detail, während seine Mutter als Kind und im Alter die Weisheit der Eingesessenen lebt und dazwischen durch ihre Schönheit den Menschen auf der Nase tanzt, während sein Sohn Harry sich komplett aus dem System ausklinkt und in England Vegetarier wird. Am Schluß wird klar, daß Sam wunderbar in Details war, aber nie den großen Zusammenhang erkannte.
Der Hauptteil der Geschichte ist Sam gewidmet, der in einer Familie mit Geld aber auch Verschwendung aufwächst, eine Schwester Claudia hat die er innig lieb und einen Bruder der früh stirbt. Im Internat lernt er Jaya kennen, der später sein Schwager, dann Politiker wird, und Shiva (Shivanathan) der genauso wie Sam Jus studiert und später Geschichten (unwahr und exotisch) schreibt. Sam eine Karriere im Staatsdienst vor sich die er sich mit seinen Schlußfolgerungen um den Mord an dem Farmer Hamilton verbaut, als hier das ewige Mißtrauen gegen eingeborene Dienstboten, die Oberhoheit der Briten, sich ändernde Zeiten gegeneinander spielen. Seine Heirat mit der reichen häßlichen Leela macht ihn nicht glücklich, aber es gibt spät Sohn Harry, der sich gar nicht den Wünschen von Sam entwickelt.
Kapitelweise wird das Leben von Sams Mutter Maud beschrieben, die es durch große Schönheit und Extravaganz schafft bewundert zu werden. Als gleichzeitig Alter und Armut kommen entwickelt sie sich zur wunderlichen Alten die in Glitzergewändern durch die Wälder streift. Diese Kapitel haben eigenen Charme da hier viele Baum- und Tiernamen vorkommen.
Hintergrund ist der Geschichte von Ceylon, in der von den holländischen Einwanderern und Stolz erzählt wird, dann den Briten, und den Unterschieden zwischen Tamilen und Singhalesen. Die Loslösung der Briten von Indien und den Lösungen im Norden die Haß sähen und zu blutigen Konflikten führen, sind nur kurz genannt. Auf der Insel verschieben sich die Machtverhältnisse zugunsten der ursprünglichen Einwohner.
Die Menschen sind gut vorstellbar beschrieben. Sam bleibt brav, seine Mutter schildernd, seine Schwester durchsichtig und zart, Kurzzeit-Schwager Jaya als dickes schleimiges Ekelpaket mit grandioser wetterwendischer Rhetorik, das Kind Harry dem die Welt der Mutter und Großmutter wichtig ist, Pater/der Vater Sams der ein großer Verschwender war, die unterschiedlichen Helferleins im Gut mitten im Nirgendwo im Regenwald, oder im Haus am Meer das nur Sam liebt.
Leider gibt es keinen Glossar um die verschiedenen Ausdrücke die vermutlich typisch für Sri Lanka sind oder waren und die Essen, Herrschaft - Dienerschaft, und anderes beschreibt nachzuschlagen. Das ist schade weil es den Charme des Buches ausmacht, daß diese Ausdrücke zwar unübersetzt und immerhin kursiv gedruckt im Text stehen.
Der Roman ist stark und eindrücklich. Auch wenn man mit dem Leben auf dieser Insel und dem geschichtlichen Hintergrund nicht vertraut ist, zieht es in diesen Roman mit seinen Menschen und dem feuchten Klima und verschiedenartigen Essen hinein. Viel Freude beim Lesen !
Michelle de Kretser wurde am 11. November 1957 in Sri Lanka (Ceylon) geboren und wanderte mit 14 nach Australian aus. Sie studierte Literaturwissenschaft und Französisch in Melbourne und Paris. Dann arbeitete sich als Lektorin für ein Reise Magazin und begann zu schreiben. 1999 erschien der erste Roman "The Rose Grower" (auf deutsch 'Rosenzüchterin von Montsignac' bei Rütten und Loening 2001).
Montag, 19. Dezember 2016
Alberto Vázquez-Figueroa : "Der Leguan"
Alberto Vázquez-Figueroa :
"Der Leguan"
original "La Iguana"
1982, Palaza & Janés, Barcelona
Aus dem Spanischen von Jan Moewes
2003, Unionsverlag, Zürich
245 Seiten
ISBN 978-3-293-20324-2
Der Leguan ist der böse Spitzname die einem häßlichen unliebenswürdigen Menschen auf einem Schiff gegeben werden. Nach einigen bösen Events bleibt er auf einer Insel als einziger zurück und richtet sich diese als seinen Herrschaftsbereich ein. Nur die Vögel, die Riesenschildkröten und die Leguane sind seine Gefährten, bis er sich - oftmals böse überrascht - Gefährten kidnappt und zwingt für ihn auf der Insel zu schuften. Einer bringt ihm sogar Lesen und eine Art Schreiben bei, bis 'Leguan Oberlus' auch eine bildschöne Frau kidnappen kann. Nach Jahresfrist kam ein Kind, und auch Probleme, denen er sich durch eine wahnwitzige Flucht zu entziehen sucht.
Ort der Handlung ist eine der kleinen Galapagos Inseln, die damals noch "Hood" hieß, jetzt unter 'Espanola' bekannt ist. Es wird von Kakteen, Albatrossen, Riesenschildkröten erzählt - die Nutzungen/Abschlachtungen der Schildkröten sind genauso grausam wie die Kämpfe zwischen den Menschen und Demütigungen der Unterlegenen.
Der 'Leguan' ist grundsätzliche wahre Geschichte, die zur Zeit der Schiffstransporte und Piraten mit Machete und Pistolen gewesen sei.
Der Großteil der Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben. Wie die Menschen lieblos mit ihm umgehen, wie sie ihn nur als excellenten Harpunierer schätzen, wie er lernt auf nie gespürte Zuneigung zu verzichten, wie er grausam zu seinen Sklaven auf der Insel ist und wie er das Leben auf der Insel organisiert, genauso wie die Flucht.
Einige Kapitel sind der schönen Frau Carmen de Ibarra gewidmet, die zwar immer wieder Männer liebt und wiedergeliebt wird, aber nicht glücklich dabei ist. Sie paßt sich dem Leguan irgendwie an, verzeiht ihm aber nicht, daß er ihr/das Kind getötet hat ohne daß sie es sehen konnte.
Das Geschehen ist sehr anschaulich beschrieben. Es sind die Kargheit der Insel, der langsame Tod der Schildkröten, das Luftschnappen der Jungvögel nach dem Vulkanausbruch nach Frischluft, die große Welle des Tsunami, die Qualen sowie Verzweiflung der gekidnappten Menschen spürbar. Fremd bleiben die Stellen mit der Frau, die irgendwie männlichen Wunschvorstellungen zu entspringen scheinen.
Der Roman ist dicht geschrieben und spannend, weil man nie weiß wie die Geschichte weitergeht, welcher Gekidnappte es schafft, und wie es der Hauptperson weiter ergehen wird. Viel Freude beim Lesen !
"Der Leguan"
original "La Iguana"
1982, Palaza & Janés, Barcelona
Aus dem Spanischen von Jan Moewes
2003, Unionsverlag, Zürich
245 Seiten
ISBN 978-3-293-20324-2
Der Leguan ist der böse Spitzname die einem häßlichen unliebenswürdigen Menschen auf einem Schiff gegeben werden. Nach einigen bösen Events bleibt er auf einer Insel als einziger zurück und richtet sich diese als seinen Herrschaftsbereich ein. Nur die Vögel, die Riesenschildkröten und die Leguane sind seine Gefährten, bis er sich - oftmals böse überrascht - Gefährten kidnappt und zwingt für ihn auf der Insel zu schuften. Einer bringt ihm sogar Lesen und eine Art Schreiben bei, bis 'Leguan Oberlus' auch eine bildschöne Frau kidnappen kann. Nach Jahresfrist kam ein Kind, und auch Probleme, denen er sich durch eine wahnwitzige Flucht zu entziehen sucht.
Ort der Handlung ist eine der kleinen Galapagos Inseln, die damals noch "Hood" hieß, jetzt unter 'Espanola' bekannt ist. Es wird von Kakteen, Albatrossen, Riesenschildkröten erzählt - die Nutzungen/Abschlachtungen der Schildkröten sind genauso grausam wie die Kämpfe zwischen den Menschen und Demütigungen der Unterlegenen.
Der 'Leguan' ist grundsätzliche wahre Geschichte, die zur Zeit der Schiffstransporte und Piraten mit Machete und Pistolen gewesen sei.
Der Großteil der Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben. Wie die Menschen lieblos mit ihm umgehen, wie sie ihn nur als excellenten Harpunierer schätzen, wie er lernt auf nie gespürte Zuneigung zu verzichten, wie er grausam zu seinen Sklaven auf der Insel ist und wie er das Leben auf der Insel organisiert, genauso wie die Flucht.
Einige Kapitel sind der schönen Frau Carmen de Ibarra gewidmet, die zwar immer wieder Männer liebt und wiedergeliebt wird, aber nicht glücklich dabei ist. Sie paßt sich dem Leguan irgendwie an, verzeiht ihm aber nicht, daß er ihr/das Kind getötet hat ohne daß sie es sehen konnte.
Das Geschehen ist sehr anschaulich beschrieben. Es sind die Kargheit der Insel, der langsame Tod der Schildkröten, das Luftschnappen der Jungvögel nach dem Vulkanausbruch nach Frischluft, die große Welle des Tsunami, die Qualen sowie Verzweiflung der gekidnappten Menschen spürbar. Fremd bleiben die Stellen mit der Frau, die irgendwie männlichen Wunschvorstellungen zu entspringen scheinen.
Der Roman ist dicht geschrieben und spannend, weil man nie weiß wie die Geschichte weitergeht, welcher Gekidnappte es schafft, und wie es der Hauptperson weiter ergehen wird. Viel Freude beim Lesen !
Alberto Vázquez-Figueroa Rial wurde am 11. Oktober 1936 in Santa Cruz de Tenerife geboren. Sein Kindheit und Jugend verbrachte Vázquez-Figueroa in der jetzt marrokanischen Wüste in der damaligen Kolonie 'Spanisch Sahara'. Mehrere seiner Romane wurden für das Kino verfilmt. Als Journalist und Auslandskorrespondent reiste er von 1965 bis Ende der 1970er Jahre durch Afrika und Lateinamerika. Als sein erster goßer Roman gilt „Ébano“ (1975 auf spanisch). 1980 erschien dann der erste große Erfolgsroman „Tuareg“, der 1984 unter dem Titel „Tuareg - Il guerriero del deserto“ (dt. 'Gazel, der Wüstenkrieger') verfilmt wurde. Der Autor lebt zurzeit auf Tenerriffa.
Samstag, 9. April 2016
Antal Szerb : "Reise im Mondlicht"
Antal Szerb :
"Reise im Mondlicht"
Roman
original "Utas és holdvilág"
1937, Révai, Budapest
aus dem Ungarischen von Christina Viragh
2003, Deutscher Taschenbuch Verlag
250 Seiten + 3 Seiten Nachwort von Péter Esterházy
ISBN 3-423-24370-8
Der Roman startet mit der Hochzeitsreise von Mihály und Erszi nach Italien. Erszi war bereits verheiratet gewesen und freut sich in der Ehe mit dem besonnen Mihály auf ein geregeltes Leben. Ein Jugendfreund von ihm taucht auf und ab nun diktiert die Vergangenheit sein Leben: er erzählt seiner Frau von der Jugendclique mit Evá, Tamás, Ervin und János, deren intellektuellen Spielchen und der Todessehnsucht von Tamas, der dieser später nachgeben wird. Ervin liebt Eva, entscheidet sich dann für das das Leben als Mönch, wo ihm Mihaly prompt begegnet. Auch Eva ist plötzlich da.
Erzsi zieht nach Paris, lernt dort einen faszinierenden Perser kennen und entscheidet sich dann doch wieder für ihren Ex-Mann Zóltan, der ihr das Leben bietet das sie gewohnt ist, und der sein Leben immerhin in die Hand nimmt, im Gegensatz zu fremdbestimmten Mihaly.
Spannend ist die Schilderung der Personen : Mihaly läßt sich treiben und beeinflussen, solange die Person die ihm was sagt stark genug ist und versieht somit seine Arbeit in der väterlichen Firma mit Pflichtgefühlt, sonst sieht er sich lieber die Gegend an; Erszi dürfte eine schöne Frau sein, die Luxus schätzt und das Gefühl verwöhnt zu werden, aber auch ihr wird zuviel daß Mihaly Eva noch immer liebt und wenig eigenen Antrieb hat; Zoltan ist bürgerlicher und brilliant-durchtriebener Geschäftsmann der zwar nur seinen Geldes wegen geschätzt wird, Erzsi aber trotz seiner Seitensprünge immer noch liebt; Eva dürfte eine wunderschöne charismatische und eigenwillige Frau sein, die nach der tiefen Verbindung zu ihrem Bruder auf der Suche nach einem ebenso zu tiefen Gefühl ist; Ervin ist die Figur die am extremsten handelt und ändert als er vom Judentum zum Katholizismus übertritt, der Liebe zu Eva abschwört und statt dessen weiser charismatischer aber leider körperlich kranker Franziskanermönch wird; Janos ist ein unsympathischer etwas provozierender Mensch; Millicent beglückt Mihaly einige Zeit lang und ist als dummes reiches aber liebenswertes Geschöpf geschildert; Sarí eine Freundin von Erzsi hilft ihr in Paris zu überleben, und ist bodenständig und humorvoll gezeichnet; Waldheim, ein Studienkollege von Mihaly ein Wissenschaftler über Religion/Spiritualität der gut lebt, Frauen liebt, und Mihaly hilft einiges an Werten wieder zusammenzurücken.
Auch wenn sich die vielen Ungarn nur in Italien und dann in Paris treffen, spielt der Roman hauptsächlich in Italien. Es wird die Toskana mit ihren Kulturschätzen, Landschaften und Klöstern und später Rom mit dem Trastevere Viertel, Friedhöfen, Hügel mit Amphorenscherben, billigen Tavernen + Hotels und einfachen bis armen Menschen geschildert. Bei den Beschreibungen in Italien gibt es schöne Passagen in den das Licht daß durch die Landschaft fällt erzählt wird.
Realistisch wird in dem Roman angesprochen, daß man Geld zu zahlen der Lebensnotwendigkeiten braucht und wie Erzsi in Paris überlebt, wie sich Mihaly durchs Leben in Italien schnorrt und die Winkelzüge von Zoltan und Janos laufen bis zum Vater Mihalys der plötzlich auftaucht, alles zahlt und dann den Sohn nach Budapest retour nimmt.
Der Roman ist schön geschrieben. Der Autor nimmt sich die Zeit Szenerien zu beschreiben ohne sich zu hetzten aber auch ohne langatmig zu werden. Immer wieder sind schöne für heute fast bisserl altvatrische Worte verwendet (ob das an Autor oder Übersetzerin liegt kann ich nicht entscheiden), die die Stimmung sehr schön einfangen.
Für Leser und Leserinnen die sich die Zeit für ein Buch nehmen können und wollen, ist das Buch genau richtig. Viel Freude damit !
Antal Szerb wurde am 1. Mai 1901 in Budapest geboren. Er studierte in Graz klassische und moderne Philologie und in Budapest Hungarologie, Germanistik und Anglistik. Zuerst arbeitete auf Studienreisen in Italien und Frankreich, dann in London; später als Lehrer für Ungarisch und Englisch. 1937 schaffte er es zu habilitieren, und auf der Uni zu lehren bis er zum Arbeitsdienst verpflichtet wurde. Er wurde am 27. Jänner 1945 im Lager Balf (Gebiet Sopron-Fertöd/West-Ungarn) erschlagen.
Als Schriftsteller schrieb er unter seinen eigenen Namen und auch unter dem Pseudonym A. H. Redcliff. 1934 erschien seine 'Ungarische Literaturgeschichte', 1938 seine Romantheorie, 'Die Suche nach dem Wunder. Umschau und Problematik in der modernen Romanliteratur' (unter dem eingedeutschten Namen Anton Szerb). 1941 wurde seine Literaturgeschichte der Welt veröffentlicht.
"Reise im Mondlicht"
Roman
original "Utas és holdvilág"
1937, Révai, Budapest
aus dem Ungarischen von Christina Viragh
2003, Deutscher Taschenbuch Verlag
250 Seiten + 3 Seiten Nachwort von Péter Esterházy
ISBN 3-423-24370-8
Der Roman startet mit der Hochzeitsreise von Mihály und Erszi nach Italien. Erszi war bereits verheiratet gewesen und freut sich in der Ehe mit dem besonnen Mihály auf ein geregeltes Leben. Ein Jugendfreund von ihm taucht auf und ab nun diktiert die Vergangenheit sein Leben: er erzählt seiner Frau von der Jugendclique mit Evá, Tamás, Ervin und János, deren intellektuellen Spielchen und der Todessehnsucht von Tamas, der dieser später nachgeben wird. Ervin liebt Eva, entscheidet sich dann für das das Leben als Mönch, wo ihm Mihaly prompt begegnet. Auch Eva ist plötzlich da.
Erzsi zieht nach Paris, lernt dort einen faszinierenden Perser kennen und entscheidet sich dann doch wieder für ihren Ex-Mann Zóltan, der ihr das Leben bietet das sie gewohnt ist, und der sein Leben immerhin in die Hand nimmt, im Gegensatz zu fremdbestimmten Mihaly.
Spannend ist die Schilderung der Personen : Mihaly läßt sich treiben und beeinflussen, solange die Person die ihm was sagt stark genug ist und versieht somit seine Arbeit in der väterlichen Firma mit Pflichtgefühlt, sonst sieht er sich lieber die Gegend an; Erszi dürfte eine schöne Frau sein, die Luxus schätzt und das Gefühl verwöhnt zu werden, aber auch ihr wird zuviel daß Mihaly Eva noch immer liebt und wenig eigenen Antrieb hat; Zoltan ist bürgerlicher und brilliant-durchtriebener Geschäftsmann der zwar nur seinen Geldes wegen geschätzt wird, Erzsi aber trotz seiner Seitensprünge immer noch liebt; Eva dürfte eine wunderschöne charismatische und eigenwillige Frau sein, die nach der tiefen Verbindung zu ihrem Bruder auf der Suche nach einem ebenso zu tiefen Gefühl ist; Ervin ist die Figur die am extremsten handelt und ändert als er vom Judentum zum Katholizismus übertritt, der Liebe zu Eva abschwört und statt dessen weiser charismatischer aber leider körperlich kranker Franziskanermönch wird; Janos ist ein unsympathischer etwas provozierender Mensch; Millicent beglückt Mihaly einige Zeit lang und ist als dummes reiches aber liebenswertes Geschöpf geschildert; Sarí eine Freundin von Erzsi hilft ihr in Paris zu überleben, und ist bodenständig und humorvoll gezeichnet; Waldheim, ein Studienkollege von Mihaly ein Wissenschaftler über Religion/Spiritualität der gut lebt, Frauen liebt, und Mihaly hilft einiges an Werten wieder zusammenzurücken.
Auch wenn sich die vielen Ungarn nur in Italien und dann in Paris treffen, spielt der Roman hauptsächlich in Italien. Es wird die Toskana mit ihren Kulturschätzen, Landschaften und Klöstern und später Rom mit dem Trastevere Viertel, Friedhöfen, Hügel mit Amphorenscherben, billigen Tavernen + Hotels und einfachen bis armen Menschen geschildert. Bei den Beschreibungen in Italien gibt es schöne Passagen in den das Licht daß durch die Landschaft fällt erzählt wird.
Realistisch wird in dem Roman angesprochen, daß man Geld zu zahlen der Lebensnotwendigkeiten braucht und wie Erzsi in Paris überlebt, wie sich Mihaly durchs Leben in Italien schnorrt und die Winkelzüge von Zoltan und Janos laufen bis zum Vater Mihalys der plötzlich auftaucht, alles zahlt und dann den Sohn nach Budapest retour nimmt.
Der Roman ist schön geschrieben. Der Autor nimmt sich die Zeit Szenerien zu beschreiben ohne sich zu hetzten aber auch ohne langatmig zu werden. Immer wieder sind schöne für heute fast bisserl altvatrische Worte verwendet (ob das an Autor oder Übersetzerin liegt kann ich nicht entscheiden), die die Stimmung sehr schön einfangen.
Für Leser und Leserinnen die sich die Zeit für ein Buch nehmen können und wollen, ist das Buch genau richtig. Viel Freude damit !
Antal Szerb wurde am 1. Mai 1901 in Budapest geboren. Er studierte in Graz klassische und moderne Philologie und in Budapest Hungarologie, Germanistik und Anglistik. Zuerst arbeitete auf Studienreisen in Italien und Frankreich, dann in London; später als Lehrer für Ungarisch und Englisch. 1937 schaffte er es zu habilitieren, und auf der Uni zu lehren bis er zum Arbeitsdienst verpflichtet wurde. Er wurde am 27. Jänner 1945 im Lager Balf (Gebiet Sopron-Fertöd/West-Ungarn) erschlagen.
Als Schriftsteller schrieb er unter seinen eigenen Namen und auch unter dem Pseudonym A. H. Redcliff. 1934 erschien seine 'Ungarische Literaturgeschichte', 1938 seine Romantheorie, 'Die Suche nach dem Wunder. Umschau und Problematik in der modernen Romanliteratur' (unter dem eingedeutschten Namen Anton Szerb). 1941 wurde seine Literaturgeschichte der Welt veröffentlicht.
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Dienstag, 19. Januar 2016
Lisa Scott : "Mord mit kleinen Fehlern"
Lisa Scott :
"Mord mit kleinen Fehlern"
Roman
original "Courting Trouble"
2002, Harper Collins N.Y
aus dem Amerikanischen von Tatjana Kruse
2003, Wilhelm Goldmann Verlag München
372 Seiten
ISBN 3-442-35861-2
Dieser Kriminalroman, bei dem viele Frauen einer Anwaltskanzlei in Philadelphia wichtig sind, ist stromlininenförmig geschrieben. Die handelnden Personen sind meist attraktiv (leider klischeehaft), aber die Chemie zwischen ihnen ist oft nicht menschlich nachvollziehbar.
Die Story ist klar : gut aussehende Anwältin verteidigt einen sexuelle Belästigung Fall vor Gericht: während sie nicht in der Stadt ist wird ihre Katzensitterin mit ähnlichen roten Haaren ermordet. Sie verdächtigt den Stalker der ihr der Leben bereits einmal schwer gemacht hat, hat eine hinreißende Nacht mit dem Anwalt der gegnerischen Seite, Unterstützung aller Frauen in ihrer Sozietät und es gibt einen überraschenden Showdown. Das Motiv für den Mord ist das cirka älteste der Welt.
Alles wird gerade erzählt. Es gibt leider keine frechen unterhaltsamen Seitenlinien. Die Geschichte, daß ihre Mitanwältinnen, mit denen sie keinen Kontakt hat plötzlich über Nacht die besten Freundinnen seien, ist für Leserinnen und Leser die im normalen Büroarbeitsleben stehen ziemlich unglaubwürdig.
Im Internet war zu finden, daß dieser Band ist die Nr.7 in der Reihe "Rosato and Associates" sei. Leiterin des Anwaltsbüros ist Bennie Rosato, die offenbar als engagierte, 'toughe' gewiefte Anwältin gefürchtet ist; mit ihr als Anwältinnen sind Mary, die Mare oder Maria genannt wird, und liebevolle italienische Eltern hat sowie Judy, die offenbar die Rolle der reschen resoluten Frau hat. Die Mutter von Mary übernimmt den Anteil Esoterik, der aus keinem Grund notwendig ist.
Die Hauptperson Anne Murphy ist als etwas kurvige rothaarige Frau mit imponierendem Vorbau geschildert, die durchaus ihr Leben trotz alkoholkranker Mutter geschafft hat. In Philly lebt sie mit Kater Mel, um den sie sich nicht wirklich schlüssig für Katzenfans kümmert.
Weitere wichtige Menschen im Buch sind der Freund Gil, den sie vor Gericht verteidigen muß; er ist zuerst charmant, dann mühsam geschildert. Anwalt der Gegenseite ist ein (nona) gutaussehender Matt, der die Anklage für seine Mandantin und deren Ehemann führt.
Hintergrund der Geschichte sind die Feiern zum, 4. Juli bei denen die Polizei eher überlastet ist, viele Feiern auf den Parks und Straßen stattfinden, und sich dadurch einige Möglichkeiten zum Verkleiden und damit unentdeckt bleiben ergeben.
Die Geschichte ist insofern spannend geschrieben, als der Wunsch nach der Auflösung des Mordes blieb. Mir war der Krimi bei den vielen anspruchsvollen Kriminalromanen zu flach; hoffentlich gefällt die Geschichte anderen Leserinnen und Lesern besser als mir.
Lisa Scott hat als Anwältin für das US-Berufungsgericht und in einer großen Kanzlei in Philadelphia gearbeitet. Bereits ihr erster Roman »Die Katze war noch da« wurde von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Für ihr zweites Buch »Rosen sind rot« erhielt sie den Edgar-Allan-Poe-Preis, den begehrtesten Preis für Kriminalliteratur in Amerika. Ihre Bücher erschienen teilweise unter ihrem richtigen Namen Scott. Ihre Serienheldinnen sind die Anwältinnen der Kanzlei Rosato & Partner. Lisa Scott lebt als freie Schriftstellerin in der Nähe von Philadelphia. Achtung : nicht mit Lisa E. Scott verwechseln, die Liebes-Romanzen-Romane schreibt.
"Mord mit kleinen Fehlern"
Roman
original "Courting Trouble"
2002, Harper Collins N.Y
aus dem Amerikanischen von Tatjana Kruse
2003, Wilhelm Goldmann Verlag München
372 Seiten
ISBN 3-442-35861-2
Dieser Kriminalroman, bei dem viele Frauen einer Anwaltskanzlei in Philadelphia wichtig sind, ist stromlininenförmig geschrieben. Die handelnden Personen sind meist attraktiv (leider klischeehaft), aber die Chemie zwischen ihnen ist oft nicht menschlich nachvollziehbar.
Die Story ist klar : gut aussehende Anwältin verteidigt einen sexuelle Belästigung Fall vor Gericht: während sie nicht in der Stadt ist wird ihre Katzensitterin mit ähnlichen roten Haaren ermordet. Sie verdächtigt den Stalker der ihr der Leben bereits einmal schwer gemacht hat, hat eine hinreißende Nacht mit dem Anwalt der gegnerischen Seite, Unterstützung aller Frauen in ihrer Sozietät und es gibt einen überraschenden Showdown. Das Motiv für den Mord ist das cirka älteste der Welt.
Alles wird gerade erzählt. Es gibt leider keine frechen unterhaltsamen Seitenlinien. Die Geschichte, daß ihre Mitanwältinnen, mit denen sie keinen Kontakt hat plötzlich über Nacht die besten Freundinnen seien, ist für Leserinnen und Leser die im normalen Büroarbeitsleben stehen ziemlich unglaubwürdig.
Im Internet war zu finden, daß dieser Band ist die Nr.7 in der Reihe "Rosato and Associates" sei. Leiterin des Anwaltsbüros ist Bennie Rosato, die offenbar als engagierte, 'toughe' gewiefte Anwältin gefürchtet ist; mit ihr als Anwältinnen sind Mary, die Mare oder Maria genannt wird, und liebevolle italienische Eltern hat sowie Judy, die offenbar die Rolle der reschen resoluten Frau hat. Die Mutter von Mary übernimmt den Anteil Esoterik, der aus keinem Grund notwendig ist.
Die Hauptperson Anne Murphy ist als etwas kurvige rothaarige Frau mit imponierendem Vorbau geschildert, die durchaus ihr Leben trotz alkoholkranker Mutter geschafft hat. In Philly lebt sie mit Kater Mel, um den sie sich nicht wirklich schlüssig für Katzenfans kümmert.
Weitere wichtige Menschen im Buch sind der Freund Gil, den sie vor Gericht verteidigen muß; er ist zuerst charmant, dann mühsam geschildert. Anwalt der Gegenseite ist ein (nona) gutaussehender Matt, der die Anklage für seine Mandantin und deren Ehemann führt.
Hintergrund der Geschichte sind die Feiern zum, 4. Juli bei denen die Polizei eher überlastet ist, viele Feiern auf den Parks und Straßen stattfinden, und sich dadurch einige Möglichkeiten zum Verkleiden und damit unentdeckt bleiben ergeben.
Die Geschichte ist insofern spannend geschrieben, als der Wunsch nach der Auflösung des Mordes blieb. Mir war der Krimi bei den vielen anspruchsvollen Kriminalromanen zu flach; hoffentlich gefällt die Geschichte anderen Leserinnen und Lesern besser als mir.
Lisa Scott hat als Anwältin für das US-Berufungsgericht und in einer großen Kanzlei in Philadelphia gearbeitet. Bereits ihr erster Roman »Die Katze war noch da« wurde von Publikum und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Für ihr zweites Buch »Rosen sind rot« erhielt sie den Edgar-Allan-Poe-Preis, den begehrtesten Preis für Kriminalliteratur in Amerika. Ihre Bücher erschienen teilweise unter ihrem richtigen Namen Scott. Ihre Serienheldinnen sind die Anwältinnen der Kanzlei Rosato & Partner. Lisa Scott lebt als freie Schriftstellerin in der Nähe von Philadelphia. Achtung : nicht mit Lisa E. Scott verwechseln, die Liebes-Romanzen-Romane schreibt.
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Robert Wilson : "Der Blinde von Sevilla"
Robert Wilson :
"Der Blinde von Sevilla"
Roman
original "the Blind Man of Seville"
2003, Harper Collins, London
Aus dem Englischen von Kristian Lutz
2004, Wilhelm Goldmann Verlag, München
2 Seiten Stadtplan Sevilla + 628 Seiten + 2 Seiten Danksagung
ISBN 3-442-459637-1
Dieser Kriminalroman spielt meist in Sevilla mit Ausflügen nach Rußland und nach Tanger. Javier Falcon ist ein kühler erfolgreicher Kommissar der aus Madrid nach Sevilla geholt wird um hier seine Erfolge weiterzuführen.
Er hat bestialische Morde aufzuklären. Ein erfolgreicher Geschäftsmann und Besitzer mehrerer Restaurants mußte sich vor seiner Ermordung Filme ansehen; ein erfolgreicher Galerist mußte sich vor seinem Tod Filme ansehen. Er spät entrollt sich dem Kommissar, daß sein Vater, ein berühmter Maler, mit beiden Männern in intensivem Kontakt gestanden war und erst im Showdown wird ihm enthüllt wie sein Schicksal mit den Morden verknüpft ist.
Der dicke Roman ist dicht geschrieben. Das Leben in Sevilla, in Tanger (Marokko) 30 Jahre zuvor, im klirrend kalten Rußland Krieg zu Francos Zeiten, der waghalsige Schmuggel von Zigaretten und Wertvollerem, die unterschiedlichen Menschen in den Familien des Geschäftsmannes und die eigene Künstlerfamilie von Falcon sind gut vor dem geistigen Auge vorstellbar.
Viele Themen finden in dem mehr als 600 Seiten starken Roman Platz: die Fremdenlegion, der zweite Weltkrieg, das freie Leben und die Liebe in Spanisch-Marokko, Gewalt im Krieg, Homosexualität manchmal offen - manchmal versteckt, einige Lebenslügen, verschiedene Überlebenstechniken, Arbeit von Künstlern, und oft Eifersucht.
Viele Personen finden ihren Platz; der Autor begleitet allerdings meist den Kommissar Falcon dessen sichere Fassade immer mehr bröckelt, nicht nur daß ihm seine Ex-frau oft über den Weg läuft auch viele aus seiner Familie muß er am Schluß des Buches ganz anders sehen. Ihn begleiten innerhalb der Polizei ein eher intriganter-eifersüchtiger Kollege, zwei Vorgesetzte von denen einer genauer hinsieht und zu schützen gewillt ist, während der andere nur sein Netzwerk in Sicherheit bringen will und ein durchaus interessierter Staatsanwalt.
Die Frauen sind ziemlich unterschiedlich: lange Zeit ist die gepflegte starke charismatische Witwe Consuelo des ersten Mordopfers ein Gegenpol zu Falcon, eine mädchenhafte Prostituierte wird leider ermordet, die sexy Ex-frau kommt immer wieder vor und eine blinde Psychologin hilft ihm blinde Flecken zu sehen.
Die Männer sind unterschiedlich in Geschichte, Temperament und Familienbildung. Während der eine sich in eine Kindfrau verschaut, baut der andere mit seiner Muse eine Familie auf; beide bleiben aber ihren Familien gegenüber distanziert, woran letztendlich die Familien auseinanderbrechen. Der Galerist wird großartig als teils schleimiger, teils wirklich kunstinteressierter Mensch geschildert.
Zwischen den Kapiteln die den Kommissar begleiten, wird in Tagebüchern das Leben seines Vaters, des Künstlers geschildert. Erst das Geschenk von Büchern mit leeren Seiten bringen ihn dazu zuerst zu schreiben und dann das gesehene in Bilder, später Gemälde, umzusetzen. Die Kapitel gehen ziemlich unter die Haut.
Rückgriffe in die Geschichte bieten da Leben von Falcons Vater der in Rußland mit der 'Division Azul' für Franco kämpft, dort einen guten Freund verliert, aber überlebt und durch den Geschäftsmann mit Schmuggel nach Tanger kommt. Tanger war nach dem zweiten Weltkrieg internationale Zone gewesen und viele wohlhabende Menschen begannen sich dort niederzulassen.
Ein Spanienbuch kann nicht ohne regionale Spezialitäten auskommen, so auch diese hier. Es wird wohltuend kurz und sachlich das wunderbare Essen genannt, ohne nennenswert von der spannenden Geschichte mit seinen Seitenlinien abzulenken.
In Summe ein großartiger Roman mit Kriminalgeschichte, den ich sehr genossen habe und den ich gerne weiterempfehle.
Robert Wilson wurde 1957 geboren. Er hat seinen Abschluß für englische Literatur in Oxford. Er arbeitet in verschiedenen Berufen bevor er seine Karriere als Schriftsteller begann. Zuerst erfand er 'Bruce Medway', einen Säufer und Privatdetektiv, dessen Geschichten in Westafrika spielen (1995 - 1997). 2003 begannen die 'Javier Falcon' Kriminalromane, die großteils in Sevilla spielen. Er schrieb auch einen Spionageroman 'The Company of Strangers' und einen historisch bassierenden Roman 'A Small death' . Die Geschichten um Javier Falcon werden derzeit auf englisch verfilmt.
Der Autor lebt derzeit in Portugal.
"Der Blinde von Sevilla"
Roman
original "the Blind Man of Seville"
2003, Harper Collins, London
Aus dem Englischen von Kristian Lutz
2004, Wilhelm Goldmann Verlag, München
2 Seiten Stadtplan Sevilla + 628 Seiten + 2 Seiten Danksagung
ISBN 3-442-459637-1
Dieser Kriminalroman spielt meist in Sevilla mit Ausflügen nach Rußland und nach Tanger. Javier Falcon ist ein kühler erfolgreicher Kommissar der aus Madrid nach Sevilla geholt wird um hier seine Erfolge weiterzuführen.
Er hat bestialische Morde aufzuklären. Ein erfolgreicher Geschäftsmann und Besitzer mehrerer Restaurants mußte sich vor seiner Ermordung Filme ansehen; ein erfolgreicher Galerist mußte sich vor seinem Tod Filme ansehen. Er spät entrollt sich dem Kommissar, daß sein Vater, ein berühmter Maler, mit beiden Männern in intensivem Kontakt gestanden war und erst im Showdown wird ihm enthüllt wie sein Schicksal mit den Morden verknüpft ist.
Der dicke Roman ist dicht geschrieben. Das Leben in Sevilla, in Tanger (Marokko) 30 Jahre zuvor, im klirrend kalten Rußland Krieg zu Francos Zeiten, der waghalsige Schmuggel von Zigaretten und Wertvollerem, die unterschiedlichen Menschen in den Familien des Geschäftsmannes und die eigene Künstlerfamilie von Falcon sind gut vor dem geistigen Auge vorstellbar.
Viele Themen finden in dem mehr als 600 Seiten starken Roman Platz: die Fremdenlegion, der zweite Weltkrieg, das freie Leben und die Liebe in Spanisch-Marokko, Gewalt im Krieg, Homosexualität manchmal offen - manchmal versteckt, einige Lebenslügen, verschiedene Überlebenstechniken, Arbeit von Künstlern, und oft Eifersucht.
Viele Personen finden ihren Platz; der Autor begleitet allerdings meist den Kommissar Falcon dessen sichere Fassade immer mehr bröckelt, nicht nur daß ihm seine Ex-frau oft über den Weg läuft auch viele aus seiner Familie muß er am Schluß des Buches ganz anders sehen. Ihn begleiten innerhalb der Polizei ein eher intriganter-eifersüchtiger Kollege, zwei Vorgesetzte von denen einer genauer hinsieht und zu schützen gewillt ist, während der andere nur sein Netzwerk in Sicherheit bringen will und ein durchaus interessierter Staatsanwalt.
Die Frauen sind ziemlich unterschiedlich: lange Zeit ist die gepflegte starke charismatische Witwe Consuelo des ersten Mordopfers ein Gegenpol zu Falcon, eine mädchenhafte Prostituierte wird leider ermordet, die sexy Ex-frau kommt immer wieder vor und eine blinde Psychologin hilft ihm blinde Flecken zu sehen.
Die Männer sind unterschiedlich in Geschichte, Temperament und Familienbildung. Während der eine sich in eine Kindfrau verschaut, baut der andere mit seiner Muse eine Familie auf; beide bleiben aber ihren Familien gegenüber distanziert, woran letztendlich die Familien auseinanderbrechen. Der Galerist wird großartig als teils schleimiger, teils wirklich kunstinteressierter Mensch geschildert.
Zwischen den Kapiteln die den Kommissar begleiten, wird in Tagebüchern das Leben seines Vaters, des Künstlers geschildert. Erst das Geschenk von Büchern mit leeren Seiten bringen ihn dazu zuerst zu schreiben und dann das gesehene in Bilder, später Gemälde, umzusetzen. Die Kapitel gehen ziemlich unter die Haut.
Rückgriffe in die Geschichte bieten da Leben von Falcons Vater der in Rußland mit der 'Division Azul' für Franco kämpft, dort einen guten Freund verliert, aber überlebt und durch den Geschäftsmann mit Schmuggel nach Tanger kommt. Tanger war nach dem zweiten Weltkrieg internationale Zone gewesen und viele wohlhabende Menschen begannen sich dort niederzulassen.
Ein Spanienbuch kann nicht ohne regionale Spezialitäten auskommen, so auch diese hier. Es wird wohltuend kurz und sachlich das wunderbare Essen genannt, ohne nennenswert von der spannenden Geschichte mit seinen Seitenlinien abzulenken.
In Summe ein großartiger Roman mit Kriminalgeschichte, den ich sehr genossen habe und den ich gerne weiterempfehle.
Robert Wilson wurde 1957 geboren. Er hat seinen Abschluß für englische Literatur in Oxford. Er arbeitet in verschiedenen Berufen bevor er seine Karriere als Schriftsteller begann. Zuerst erfand er 'Bruce Medway', einen Säufer und Privatdetektiv, dessen Geschichten in Westafrika spielen (1995 - 1997). 2003 begannen die 'Javier Falcon' Kriminalromane, die großteils in Sevilla spielen. Er schrieb auch einen Spionageroman 'The Company of Strangers' und einen historisch bassierenden Roman 'A Small death' . Die Geschichten um Javier Falcon werden derzeit auf englisch verfilmt.
Der Autor lebt derzeit in Portugal.
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Donnerstag, 23. Oktober 2014
José Luis Correa : "Drei Wochen im November"
José Luis Correa :
"Drei Wochen im November - Ricardo Blanco, Privatdetektiv auf Gran Canaria"
original "Quince dias de noviembre"
2003, Alba Editorial, Barcelona
Aus dem Spanischen von Verena Kilchling
2006, Unionsverlag Zürich
180 Seiten
ISBN 978-3-293-20365-5
Aus der Ich-Perspektive erzählt der Privatdetektiv Ricardo Blanco, wie eine wunderschöne Frau in seine Kanzlei kommt und mit der Aufklärung des Todes ihres Verlobten betraut. Maria Arancha Manrique, Kosename Maracha, ist schön, reich, erfolgreich und als Snob geschildert. Sie schleust den Detektiv in ihre Clique ein. Verliebtheit, näher Kommen, eigenartige Vorfälle, Tod eines gutes Freundes, führen langsam zur Aufklärung, die nicht glücklich stimmt.
Er vergleicht sich mit Bogart und Gary Cooper, mich hat der Detektiv eher an die englische Originalfassung der Mike Hammer-Serie (gespielt von Stacy Keach) erinnert. Er liest Pessoa, und genießt Duke Ellington; seine Verletzungen und Bauch hindern ihn nicht daran, als Liebhaber erfolgreich zu sein (auch wenn diese Szenen etwas nerven).
Das Buch nutzt schöne sprachliche Vergleiche, die Bilder erzeugen, und Freude machen.
Ort ist Las Palmas auf den Kanarischen Inseln; der Hafen, die Restaurants, ein ruhiger Bereich auf dem Land und auf dem Meer.
Die Geschichte spielt im Jahr 1998. Internet gab es damals noch nicht - für jedermann. Handys begannen langsam bekannt zu werden - die Snobs hatten schon welche.
Die Menschen sind vorstellbar geschildert - v.a. hat ist die Faszinination des Mannes durch eine schöne Frau, hier Amanda, zu spüren. Die anderen Mitglieder der Clique sind weniger spürbar. Schöne Figuren sind der Großvater von Blanco mit seiner Lebensnähe und positiven Art, und auch Alvaro der Polizist und Freund von Blanco.
Das Buch ist gut zu lesen und lenkt in der kalten Jahreszeit schön ab. Die leise Ironie des Detektivs ist schön zu lesen. Viel Spaß !
José Luis Correa wurde 1962 in Las Palmas geboren. Auf deutsch ist auch "Tod im April" von ihm erschienen
"Drei Wochen im November - Ricardo Blanco, Privatdetektiv auf Gran Canaria"
original "Quince dias de noviembre"
2003, Alba Editorial, Barcelona
Aus dem Spanischen von Verena Kilchling
2006, Unionsverlag Zürich
180 Seiten
ISBN 978-3-293-20365-5
Aus der Ich-Perspektive erzählt der Privatdetektiv Ricardo Blanco, wie eine wunderschöne Frau in seine Kanzlei kommt und mit der Aufklärung des Todes ihres Verlobten betraut. Maria Arancha Manrique, Kosename Maracha, ist schön, reich, erfolgreich und als Snob geschildert. Sie schleust den Detektiv in ihre Clique ein. Verliebtheit, näher Kommen, eigenartige Vorfälle, Tod eines gutes Freundes, führen langsam zur Aufklärung, die nicht glücklich stimmt.
Er vergleicht sich mit Bogart und Gary Cooper, mich hat der Detektiv eher an die englische Originalfassung der Mike Hammer-Serie (gespielt von Stacy Keach) erinnert. Er liest Pessoa, und genießt Duke Ellington; seine Verletzungen und Bauch hindern ihn nicht daran, als Liebhaber erfolgreich zu sein (auch wenn diese Szenen etwas nerven).
Das Buch nutzt schöne sprachliche Vergleiche, die Bilder erzeugen, und Freude machen.
Ort ist Las Palmas auf den Kanarischen Inseln; der Hafen, die Restaurants, ein ruhiger Bereich auf dem Land und auf dem Meer.
Die Geschichte spielt im Jahr 1998. Internet gab es damals noch nicht - für jedermann. Handys begannen langsam bekannt zu werden - die Snobs hatten schon welche.
Die Menschen sind vorstellbar geschildert - v.a. hat ist die Faszinination des Mannes durch eine schöne Frau, hier Amanda, zu spüren. Die anderen Mitglieder der Clique sind weniger spürbar. Schöne Figuren sind der Großvater von Blanco mit seiner Lebensnähe und positiven Art, und auch Alvaro der Polizist und Freund von Blanco.
Das Buch ist gut zu lesen und lenkt in der kalten Jahreszeit schön ab. Die leise Ironie des Detektivs ist schön zu lesen. Viel Spaß !
José Luis Correa wurde 1962 in Las Palmas geboren. Auf deutsch ist auch "Tod im April" von ihm erschienen
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2003,
2006,
Autor,
Detektiv,
Kanarische Inseln,
Krimi,
Liebe,
Übersetzerin
Sonntag, 4. Mai 2014
Luiz Alfredo Garcia-Roza : "Die Tote von Ipanema"
Luiz Alfredo Garcia-Roza :
"Die Tote von Ipanema" - ein Fall für Kommissar Espinosa
original "Achados e perdidos"
1998, Companhia das Letras, Sao Paulo
aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner
2003, Berliner Taschenbuch Verlag
305 Seiten
ISBN 3-442-76166-22
Kommissar Espinosa wird ein Fall zugeteilt, bei dem eine Prostituierte ermordet aufgefunden worden war. Ihr Freund und Begleiter des Abends zuvor ist der pensionierte Polizist Vieira, der genau an dem Abend seine Geldbörse mit Dokumenten verloren hatte und durch Alkohol ein Loch in der Erinnerung hat. Die Ermordete nannte sich als Prostituierte Magali, privat war sie Lacimar und umsorgte den Pensionierten. Ihre Freundin Flor - ebenfalls Prostituierte übernimmt den Mann und Pflege. Eine andere Freundin Berufsname Vanessa ist sachlich distanziert.
Nicht nur Espinosa ist auf der Suche nach der Geldbörse, auch ein Straßenjunge geht den Dokumenten nach, was ihm, einen anderen Straßenjungen und einer Ansprechperson für diese Buben das Leben kostet. Auf den letzten Seiten erledigen die beiden Männer den Mörder der unschuldigen Straßenjungen und lösen den Mord an Magali.
Liebe, Erotik und Sehnsucht sind für die beiden Männer auf unterschiedlichen Ebenen wichtig. Vieira, verwitwet, den Magali umsorgt hatte, wird von Flor 'übernommen', die ihre Ausstrahlung und schönen Körper tw. sehr bewußt einsetzt. Sie möchte aus der billigen Absteige heraus.
Espinosa lernt bei seinen Ermittlungen die Kunststudentin Kika kennen. Zwischen ihr und dem Kommissar beginnt es zu flirren; daß er die junge attraktive Frau vor einem kalt berechnenden Menschen beschützen muß verstärkt die sich entwickelnde Beziehung.
Die Menschen sind schön beschrieben. Viera und Espinosa als die letzten aufrechten Polizisten. Prostitierte in der Doppelmoral, in der schöne Frauen sich mit Glück etwas hinaufarbeiten können, das triste bis vertrackte Leben der Straßenbuben und deren Ansprechperson Clodoaldo.
Die Szenen sind auf den großen Straßen von Rio de Janeiro mit Bettlern, Straßenjungen, Künstlern, netten Bistros und guten Lokalen; Espinosa denkt mit Vorliebe am Strand über seine Fälle nach.
Der Originaltitel heißt "Achados e perdidos" was auf deutsch "Fundbüro" heißt - "achado" ist das Aufgefundene, "perdido" das Verlorene.
Mir war das Ende fast zu abrupt. Der Handlungsstrang mit der verlorenen Geldbörse und sich daraus entstehenden Drogengerüchten und Morden war mir zu unklar - und zu rasch zu Ende.
Sonst habe ich das Buch genossen und kann es gut weiterempfehlen.
Luiz Alfredo Garcia-Roza wurde 1936 in Rio de Janeiro geboren. Er unterrichtete 35 Jahre Psychoanalyse und begann danach als Schriftsteller zu arbeiten. Bereits mit seinem ersten Roman hatte er 1996 seinen literarischen Durchbruch. Bis jetzt sind zehn Bücher von ihm erschienen - einige in mehreren Sprachen. Kommissar Espinosa spielt oft die zentrale Rolle.
"Die Tote von Ipanema" - ein Fall für Kommissar Espinosa
original "Achados e perdidos"
1998, Companhia das Letras, Sao Paulo
aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner
2003, Berliner Taschenbuch Verlag
305 Seiten
ISBN 3-442-76166-22
Kommissar Espinosa wird ein Fall zugeteilt, bei dem eine Prostituierte ermordet aufgefunden worden war. Ihr Freund und Begleiter des Abends zuvor ist der pensionierte Polizist Vieira, der genau an dem Abend seine Geldbörse mit Dokumenten verloren hatte und durch Alkohol ein Loch in der Erinnerung hat. Die Ermordete nannte sich als Prostituierte Magali, privat war sie Lacimar und umsorgte den Pensionierten. Ihre Freundin Flor - ebenfalls Prostituierte übernimmt den Mann und Pflege. Eine andere Freundin Berufsname Vanessa ist sachlich distanziert.
Nicht nur Espinosa ist auf der Suche nach der Geldbörse, auch ein Straßenjunge geht den Dokumenten nach, was ihm, einen anderen Straßenjungen und einer Ansprechperson für diese Buben das Leben kostet. Auf den letzten Seiten erledigen die beiden Männer den Mörder der unschuldigen Straßenjungen und lösen den Mord an Magali.
Liebe, Erotik und Sehnsucht sind für die beiden Männer auf unterschiedlichen Ebenen wichtig. Vieira, verwitwet, den Magali umsorgt hatte, wird von Flor 'übernommen', die ihre Ausstrahlung und schönen Körper tw. sehr bewußt einsetzt. Sie möchte aus der billigen Absteige heraus.
Espinosa lernt bei seinen Ermittlungen die Kunststudentin Kika kennen. Zwischen ihr und dem Kommissar beginnt es zu flirren; daß er die junge attraktive Frau vor einem kalt berechnenden Menschen beschützen muß verstärkt die sich entwickelnde Beziehung.
Die Menschen sind schön beschrieben. Viera und Espinosa als die letzten aufrechten Polizisten. Prostitierte in der Doppelmoral, in der schöne Frauen sich mit Glück etwas hinaufarbeiten können, das triste bis vertrackte Leben der Straßenbuben und deren Ansprechperson Clodoaldo.
Die Szenen sind auf den großen Straßen von Rio de Janeiro mit Bettlern, Straßenjungen, Künstlern, netten Bistros und guten Lokalen; Espinosa denkt mit Vorliebe am Strand über seine Fälle nach.
Der Originaltitel heißt "Achados e perdidos" was auf deutsch "Fundbüro" heißt - "achado" ist das Aufgefundene, "perdido" das Verlorene.
Mir war das Ende fast zu abrupt. Der Handlungsstrang mit der verlorenen Geldbörse und sich daraus entstehenden Drogengerüchten und Morden war mir zu unklar - und zu rasch zu Ende.
Sonst habe ich das Buch genossen und kann es gut weiterempfehlen.
Luiz Alfredo Garcia-Roza wurde 1936 in Rio de Janeiro geboren. Er unterrichtete 35 Jahre Psychoanalyse und begann danach als Schriftsteller zu arbeiten. Bereits mit seinem ersten Roman hatte er 1996 seinen literarischen Durchbruch. Bis jetzt sind zehn Bücher von ihm erschienen - einige in mehreren Sprachen. Kommissar Espinosa spielt oft die zentrale Rolle.
Mittwoch, 10. Juli 2013
Rupert Schöttle : "Täter im Frack"
Rupert Schöttle :
"Täter im Frack" - Das Rätsel um Hofmanns Erzählungen. Ein kriminalistischer Opernführer in fünf Akten
2003, Bibliophile Edition, Wien
163 Seiten
ISBN 3-9500956-3-2
Auf dem rabenschwarzen Bucheinband lächelt versonnen der gezeichnete Jacques Offenbach mit Cello im Arm am Leser knapp vorbei. Der Krimi spielt in Wien und bietet für Opernenthusiasten nette Unterhaltung.
Ein Mann stürzt vor die Wiener U-Bahn. Unfall oder Mord ? Die Inspektoren Vogel und Walz ermitteln und stossen bald auf die Geschichten die sich um das Entstehen von "Hoffmanns Erzählungen" in Paris und später auch in Wien ranken. Viele Menschen nahmen Einfluß auf das Werk, Offenbach mußte einiges ändern und starb mittendrin. Einige Schüler brachten dann Opernende zustande, aber keines paßt wirklich. Ein Genuß für Musikwissenschaftler und auch Operndirektoren, die gerne Sensationen aufführen möchten. Der cholerische Direktor (alles ist Fantasie) in der Wiener Staatsoper hatte verkündet, daß er die endgültige Fassung spielen lassen wird. Der zu Tode Gestürzte war ein wichtiger Weg zu den seltenen Unterlagen gewesen. Letztendlich werden weder die Frage ob Suizid oder Unfall oder Mord , noch die Fragen nach den Unterlagen der Oper gelöst.
Der Kriminalroman ist bestens für Opernfans geeignet, auch wenn die Entstehungsgeschichte einige Male erzählt wird. Böse werden der cholerische Opernchef geschildert und Witze über seine Couch, ohne die eine Dame nicht an seinem Haus singen könne. Sympathie hat hier keinen Platz.
Sympathisch werden die Privatleben der beiden Polizeiinspektoren geschildert - der eine in einer eher unguten Ehe, der andere der eine Liebschaft mit einer Zeugin hat, die durchaus attraktiv und gepflegt ist.
Die Personenschilderungen gefallen mir sehr gut - der ältliche Connaisseur und Sammler von Noten in schönen Hietzing im kläffendem apricotfarbenen Pudel, die Kantinenwirtin in der Staatsoper, die arme Sekretärin des mehr als temperamentvollen Operndirektors und der treu an der Oper arbeitende Kapellmeister und Musikwissenschaftler etc.
In Summe in angenehmes Buch, das für mich leider etwas an Spannung fehlen läßt, aber nett unterhält.
Rupert Schöttle wurde 1957 in Mannheim geboren, bezog seine Cellisten-Ausbildung in Salzburg und Wien und spielt beim Wiener Staatsopernorchester/Wiener Philharmonikern.
"Täter im Frack" - Das Rätsel um Hofmanns Erzählungen. Ein kriminalistischer Opernführer in fünf Akten
2003, Bibliophile Edition, Wien
163 Seiten
ISBN 3-9500956-3-2
Auf dem rabenschwarzen Bucheinband lächelt versonnen der gezeichnete Jacques Offenbach mit Cello im Arm am Leser knapp vorbei. Der Krimi spielt in Wien und bietet für Opernenthusiasten nette Unterhaltung.
Ein Mann stürzt vor die Wiener U-Bahn. Unfall oder Mord ? Die Inspektoren Vogel und Walz ermitteln und stossen bald auf die Geschichten die sich um das Entstehen von "Hoffmanns Erzählungen" in Paris und später auch in Wien ranken. Viele Menschen nahmen Einfluß auf das Werk, Offenbach mußte einiges ändern und starb mittendrin. Einige Schüler brachten dann Opernende zustande, aber keines paßt wirklich. Ein Genuß für Musikwissenschaftler und auch Operndirektoren, die gerne Sensationen aufführen möchten. Der cholerische Direktor (alles ist Fantasie) in der Wiener Staatsoper hatte verkündet, daß er die endgültige Fassung spielen lassen wird. Der zu Tode Gestürzte war ein wichtiger Weg zu den seltenen Unterlagen gewesen. Letztendlich werden weder die Frage ob Suizid oder Unfall oder Mord , noch die Fragen nach den Unterlagen der Oper gelöst.
Der Kriminalroman ist bestens für Opernfans geeignet, auch wenn die Entstehungsgeschichte einige Male erzählt wird. Böse werden der cholerische Opernchef geschildert und Witze über seine Couch, ohne die eine Dame nicht an seinem Haus singen könne. Sympathie hat hier keinen Platz.
Sympathisch werden die Privatleben der beiden Polizeiinspektoren geschildert - der eine in einer eher unguten Ehe, der andere der eine Liebschaft mit einer Zeugin hat, die durchaus attraktiv und gepflegt ist.
Die Personenschilderungen gefallen mir sehr gut - der ältliche Connaisseur und Sammler von Noten in schönen Hietzing im kläffendem apricotfarbenen Pudel, die Kantinenwirtin in der Staatsoper, die arme Sekretärin des mehr als temperamentvollen Operndirektors und der treu an der Oper arbeitende Kapellmeister und Musikwissenschaftler etc.
In Summe in angenehmes Buch, das für mich leider etwas an Spannung fehlen läßt, aber nett unterhält.
Rupert Schöttle wurde 1957 in Mannheim geboren, bezog seine Cellisten-Ausbildung in Salzburg und Wien und spielt beim Wiener Staatsopernorchester/Wiener Philharmonikern.
Montag, 21. November 2011
Monika Felten : "Elfenfeuer"
Monika Felten :
"Elfenfeuer" - "Die Saga von Thale 1"
2003, Piper München - Zürich
7. Auflage 2007
469 Seiten
1 Landkarte
ISBN 978-3-492-26501-0
Nett geschriebener Fantasy-Roman, der sich gut und gemütlich lesen läßt.
Etwas stereotyp sind Frauen entweder Elfen, Heilerinnen aber auf jeden Fall die 'Guten', während die Männer Krieger, Bauern, Magiere - selten Druiden - aber oft die 'Bösen' sind.
Hier geht es um Sunnivah, die verbotenerweise auf die Welt gebracht wird, - ein böser Zauber soll Schwangerschaften unterbinden, aber ein anderer böser Zauber will Neugeborene als Opfergabe, was für mich nicht logisch zusammenpaßt. Sie wird zuerst als Priesterin, dann als Kriegerin ausgebildet wird und mit der Aufgabe den 'Bösen' zu besiegen losgeschickt wird.
Mithilfe eine weisen Baumelfe, einer Mitkriegerin, später auch dem Sohn des Festungskomandanten, der sich in sie verliebt, viel magischer Hilfe der 'gütigen Göttin' und des letzten Riesenalps (einem riesigen Vogel mit scharfen Klauen, auf dem sich aber auch reiten läßt) schafft die junge Schwertprinzessin diese Aufgaben zu erfüllen und überwältigt verschiedene böse Magiere, und einige eher dumme aber grobe Phantasietiere, die zum Töten gezüchtet worden waren.
Am Ende siegt das Gute, aber einige nette und weniger nette Kreaturen bleiben auf der Strecke.
Ein nett geschriebener Fantasy-Roman mit Landkarte, mit 'gut' und 'böse' der gut und flüssig trotz einiger Grauslichkeiten zu lesen ist. Es gibt weitere Teile dieser Saga, die mich aber nicht zum Lesen interessieren.
Wer ein nettes Buch zum Entspannen nach einem anstrengenden Arbeitstag sucht, ist hier sicher gut aufgehoben.
"Elfenfeuer" - "Die Saga von Thale 1"
2003, Piper München - Zürich
7. Auflage 2007
469 Seiten
1 Landkarte
ISBN 978-3-492-26501-0
Nett geschriebener Fantasy-Roman, der sich gut und gemütlich lesen läßt.
Etwas stereotyp sind Frauen entweder Elfen, Heilerinnen aber auf jeden Fall die 'Guten', während die Männer Krieger, Bauern, Magiere - selten Druiden - aber oft die 'Bösen' sind.
Hier geht es um Sunnivah, die verbotenerweise auf die Welt gebracht wird, - ein böser Zauber soll Schwangerschaften unterbinden, aber ein anderer böser Zauber will Neugeborene als Opfergabe, was für mich nicht logisch zusammenpaßt. Sie wird zuerst als Priesterin, dann als Kriegerin ausgebildet wird und mit der Aufgabe den 'Bösen' zu besiegen losgeschickt wird.
Mithilfe eine weisen Baumelfe, einer Mitkriegerin, später auch dem Sohn des Festungskomandanten, der sich in sie verliebt, viel magischer Hilfe der 'gütigen Göttin' und des letzten Riesenalps (einem riesigen Vogel mit scharfen Klauen, auf dem sich aber auch reiten läßt) schafft die junge Schwertprinzessin diese Aufgaben zu erfüllen und überwältigt verschiedene böse Magiere, und einige eher dumme aber grobe Phantasietiere, die zum Töten gezüchtet worden waren.
Am Ende siegt das Gute, aber einige nette und weniger nette Kreaturen bleiben auf der Strecke.
Ein nett geschriebener Fantasy-Roman mit Landkarte, mit 'gut' und 'böse' der gut und flüssig trotz einiger Grauslichkeiten zu lesen ist. Es gibt weitere Teile dieser Saga, die mich aber nicht zum Lesen interessieren.
Wer ein nettes Buch zum Entspannen nach einem anstrengenden Arbeitstag sucht, ist hier sicher gut aufgehoben.
Freitag, 21. Oktober 2011
Matti Rönka: "Bruderland"
Matti Rönka :
"Bruderland"
- Kriminalroman
original "hyvä veli, paha veli"
2003 Gummerus Kustannus Oy, Helsinki
aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara
Deutsche Erstausgabe, 2008, Grafit Verlag GmbH, Dortmund
217 Seiten
ISBN 978-3-89425-656-2
Viktor Kärppä lebt in Helsinki und organisiert Arbeiter für Baustellen. Zmindest ist das der offizielle Job. Früher hat er für die russische und die finnische Schimannschaft Dopingmittel und andere Drogen besorgt. Durch seinen Vater kann er russisch, durch die Familie seiner Mutter finnisch. Diese Sprachkenntnisse setzte er bei auch bei Übersetzungen für Arbeitsvermittlungen ein.
Der Polizist Korhonen, der christliche Zitate von sich gibt und leise christliche Lieder vor sich hinsummt, ist auf ihn angesetzt, da neues Heroin bereits einige Menschenleben gefordert hat. Viktor muß die Lieferanten finden, denn es glaubt ihm niemand, daß er nichts mehr mit Drogen zu tun hat.
Viktors Bruder Aleksej, kommt von Rußland nach Finnland und bereitet - da er bereits mit Drogen zu tun hatte - noch mehr Sorgen.
Freundin Marja ist zur Zeit in den USA und e-mails erzählen von gegenseitiger Sehnsucht - was Viktor nicht von Flirts oder mehr abhält.
Die Umgebung sind Baustellen, Lagerhallen, Polizeidienststellen, Fahrt nach Rußland und retour, Wohnungen mit mühsam erworbenen Habseligkeiten. Es gibt einige Machtorganisationen (Polizei, Mafia mit Schmuggel von Drogen, Porno-Dvds bis Baumaterial).
Spannend für mich war das Wort 'Rückwanderer' mit dem die Menschen bezeichnet werden, die Finnen waren, aus Karelien in die Sowjetunion abgezogen worden waren, und nun zurückkommen. Es gibt nicht nur Sprachschwierigkeiten, Rückwanderer und Menschen deren Eltern aus beiden Kulturen (russisch und finnisch) kommen, bekommen mehr als nur dumme Kommentare ab.
Die Menschen sind eher vierschrötig geschildert, als Menschen die anpacken, aber moralisch-ethische Standpunkte wegen Überlebens beiseite lassen (müssen).
Ein kleines Happy End gibt es da Viktor das Haus in dem er bisher gewohnt hat, erwirbt und viele Freunde ihm bei der Sanierung helfen.
Das Buch ist gut, aber es bleibt etwas kühl in seinen Schilderungen, was vielleicht am Temperament im Norden Europas liegen mag.
"Bruderland"
- Kriminalroman
original "hyvä veli, paha veli"
2003 Gummerus Kustannus Oy, Helsinki
aus dem Finnischen von Gabriele Schrey-Vasara
Deutsche Erstausgabe, 2008, Grafit Verlag GmbH, Dortmund
217 Seiten
ISBN 978-3-89425-656-2
Viktor Kärppä lebt in Helsinki und organisiert Arbeiter für Baustellen. Zmindest ist das der offizielle Job. Früher hat er für die russische und die finnische Schimannschaft Dopingmittel und andere Drogen besorgt. Durch seinen Vater kann er russisch, durch die Familie seiner Mutter finnisch. Diese Sprachkenntnisse setzte er bei auch bei Übersetzungen für Arbeitsvermittlungen ein.
Der Polizist Korhonen, der christliche Zitate von sich gibt und leise christliche Lieder vor sich hinsummt, ist auf ihn angesetzt, da neues Heroin bereits einige Menschenleben gefordert hat. Viktor muß die Lieferanten finden, denn es glaubt ihm niemand, daß er nichts mehr mit Drogen zu tun hat.
Viktors Bruder Aleksej, kommt von Rußland nach Finnland und bereitet - da er bereits mit Drogen zu tun hatte - noch mehr Sorgen.
Freundin Marja ist zur Zeit in den USA und e-mails erzählen von gegenseitiger Sehnsucht - was Viktor nicht von Flirts oder mehr abhält.
Die Umgebung sind Baustellen, Lagerhallen, Polizeidienststellen, Fahrt nach Rußland und retour, Wohnungen mit mühsam erworbenen Habseligkeiten. Es gibt einige Machtorganisationen (Polizei, Mafia mit Schmuggel von Drogen, Porno-Dvds bis Baumaterial).
Spannend für mich war das Wort 'Rückwanderer' mit dem die Menschen bezeichnet werden, die Finnen waren, aus Karelien in die Sowjetunion abgezogen worden waren, und nun zurückkommen. Es gibt nicht nur Sprachschwierigkeiten, Rückwanderer und Menschen deren Eltern aus beiden Kulturen (russisch und finnisch) kommen, bekommen mehr als nur dumme Kommentare ab.
Die Menschen sind eher vierschrötig geschildert, als Menschen die anpacken, aber moralisch-ethische Standpunkte wegen Überlebens beiseite lassen (müssen).
Ein kleines Happy End gibt es da Viktor das Haus in dem er bisher gewohnt hat, erwirbt und viele Freunde ihm bei der Sanierung helfen.
Das Buch ist gut, aber es bleibt etwas kühl in seinen Schilderungen, was vielleicht am Temperament im Norden Europas liegen mag.
Samstag, 26. Februar 2011
Raj Kamal Jha : "Wenn Du Dich fürchtest vor dem Fall"
Raj Kamal Jha :
"Wenn Du Dich fürchtest vor dem Fall"
Englische Originalausgabe
„If You Are Afraid Of Heights“
2003 Picador, London
Deutsch von Walter Ahlers
2005, Goldmann Verlag
349 Seiten
ISBN 3-442-31015-6
Von diesem Buch geht ein eigener Zauber aus, eine zarte Magie die sich für mich nicht wirklich greifen ließ.
Es werden drei Geschichten erzählt:
die von Amir, der einen Unfall hat und von Mira gesund gepflegt wird. als er wieder in die Arbeit geht stellt er fest, daß sich nichts geändert hat und seine Abwesenheit nicht aufgefallen ist. oder hatte er gar keinen Unfall ? Mira ist auf jeden Fall nicht mehr da - kein Spur ihrer Anwesenheit in seinem Appartment als Erinnerung zu finden.
In der zweiten Geschichte geht Mala auf Suche was wirklich mit einem toten Mädchen in einem Dorf passiert ist. Sie lernt verschiedene Menschen kennen, rollt ihre eigene Kindheit (Übergriff eines Erwachsenen ?) wieder auf. Am Schluß erscheint eine Figur - Alam - der versucht ihr anderes sehen beizubringen. Aber was mit dem Mädchen in dem roten Kleid wirklich geschah, bleibt ungelöst.
Die dritte Geschichte blieb für mich an ungreifbarsten, denn sie erzählt in Ich-Form von einem Mädchen, das einen unsichtbaren Freund hat, das ihr das Leben ihrer Eltern in Form von Photos aus deren Alltag erzählt. Einzelne Elemente aus den anderen Geschichten kommen hier wieder vor, wie z.B. das eigenartige Hochhaus der ersten Geschichte, das wie ein Cubus aussehen dürfte, und die Vitrine mit den vier Puppen im Zimmer des Polizeikommissärs aus der zweiten Geschichte.
Das Buch entführt in eine Phantasiewelt, oder mehrere Phantasiewelten, die aber auch wahr sein können oder werden. Es ist eigen, weil einiges un-begreifbar bleibt, aber ich kann das Buch empfehlen. Schönes Lesen und Eintauchen !
Sonntag, 13. Februar 2011
Shanghvi Siddharth Dhanvant: "Das Lied der Dämmerung"
Shanghvi Siddharth Dhanvant:
"Das Lied der Dämmerung"
2003 "the Last Song of Dusk"
2004 auf deutsch, Wunderlich Verlag
377 Seiten + 2 Seiten Danksagung
ISBN 3-8052-0769-7
Bei diesem Buch hatte ich 'hochgelobten Roman' am Cover gelesen und zugegriffen.
Der Roman wird als Bollywood Roman beschrieben.
Leider hat mich die Geschichte zwischen einer wunderschönen Frau mit faszinierender Singstimme aus Rajastan und einem reichen bestens aussehenden Arzt in Bombay mit böser Stiefmutter und 2 weiteren weiblichen Familienmitgliedern zu wenig in ihren Bann gezogen, sodaß ich auf Seite 50 zu lesen aufgehört habe.
Die Szenerien sind tw. schöne bis bizzar beschrieben, die Menschen eher plakativ gezeichnet.
Der Stil war mir zu wenig fließend.
Ich hoffe andere Leser können das Buch länger genießen als ich.
"Das Lied der Dämmerung"
2003 "the Last Song of Dusk"
2004 auf deutsch, Wunderlich Verlag
377 Seiten + 2 Seiten Danksagung
ISBN 3-8052-0769-7
Bei diesem Buch hatte ich 'hochgelobten Roman' am Cover gelesen und zugegriffen.
Der Roman wird als Bollywood Roman beschrieben.
Leider hat mich die Geschichte zwischen einer wunderschönen Frau mit faszinierender Singstimme aus Rajastan und einem reichen bestens aussehenden Arzt in Bombay mit böser Stiefmutter und 2 weiteren weiblichen Familienmitgliedern zu wenig in ihren Bann gezogen, sodaß ich auf Seite 50 zu lesen aufgehört habe.
Die Szenerien sind tw. schöne bis bizzar beschrieben, die Menschen eher plakativ gezeichnet.
Der Stil war mir zu wenig fließend.
Ich hoffe andere Leser können das Buch länger genießen als ich.
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Val McDermid : "Die Geiselnahme"
Val McDermid :
"Die Geiselnahme"
original "Hostage to murder"
deutsch von Sonja Finck
Ariadne Krimi 1143 - 2003, Argument Verlag
250 Seiten
ISBN 3-88619-873-1
Guter, schön lesbarer Krimi der einige Handlungsstränge miteinander vermengt, und - was ich mag - sich die Zeilen nimmt um auf Menschen und deren Umgebung einzugehen.
Lindsay, ehemalige Journalistin in Kalifornien, ist mit ihrer Traumfrau Sophie nach Schottland zurückgekehrt, weil Sophie hier eine Universitätsprofessur angenommen hat. Lindsay lernt Rory kennen : jung, lebenslustig, Journalistin mit zu vielen Themen um sie alleine zu bearbeiten. Als ein Schulbub entführt wird (erst rückblickend wird klar, daß dies nur zum Schutz des Buben war), setzen die zwei Frauen einen verrückten Plan den Buben aus Rußland zurückzuholen mithilfe des Stiefvaters des Buben, Lindsays Vater und einem Schiff um. Kurz darauf wird das Auto mit dem Stiefvater mittels Bombe zerstört. Im Showdown in einer Garage können die Mutter und Bub den Erpressungsversuchen des biologischen Kindesvaters entgehen, und Männer deren Mitgliedschaft bei der extremen IRA bekannt ist, kommen ums Leben.
Parallel zur Journalisten-Enthüllungsgeschichte wird die Beziehungskrise zwischen den Frauen geschildert. Sophie hat ein Männerpaar gefunden, dessen ein Teil bereit ist als biologischer Vater zu fungieren. Lindsay ist der ganze Kinderwunsch suspekt, und erst am Ende des Romans als die kleine Tochter da ist, funkt es und sie ist bereit ihren Part als Co-Mutter zu übernehmen.
Schön finde ich wie die Autorin die Menschen schildert.
Alleine wie sie die Typen der IRA skizziert - den coooolen Chef, den habichtsartigen zynischen Mörder, den ewig zerstrubelten chaotischen 'Idioten' dem man aber auch einen Job geben muß, sind für mich ein Genuß.
Im Gegensatz dazu die Farben in denen das Schwulen-lesben-Café gezeichnet ist und deren verschiedenen mehr oder weniger ausdrucksstarken Menschen, v.a. das Leben von Rory, die in dem Café einen Stammtisch als ihr Büro aufgebaut hat.
Die Story ist rasch, mit starken Linein gezeichnet, Personen / Landschaften / Umgebung sind klar; für mich war es ein Vergnügen das Buch zu lesen.
"Die Geiselnahme"
original "Hostage to murder"
deutsch von Sonja Finck
Ariadne Krimi 1143 - 2003, Argument Verlag
250 Seiten
ISBN 3-88619-873-1
Guter, schön lesbarer Krimi der einige Handlungsstränge miteinander vermengt, und - was ich mag - sich die Zeilen nimmt um auf Menschen und deren Umgebung einzugehen.
Lindsay, ehemalige Journalistin in Kalifornien, ist mit ihrer Traumfrau Sophie nach Schottland zurückgekehrt, weil Sophie hier eine Universitätsprofessur angenommen hat. Lindsay lernt Rory kennen : jung, lebenslustig, Journalistin mit zu vielen Themen um sie alleine zu bearbeiten. Als ein Schulbub entführt wird (erst rückblickend wird klar, daß dies nur zum Schutz des Buben war), setzen die zwei Frauen einen verrückten Plan den Buben aus Rußland zurückzuholen mithilfe des Stiefvaters des Buben, Lindsays Vater und einem Schiff um. Kurz darauf wird das Auto mit dem Stiefvater mittels Bombe zerstört. Im Showdown in einer Garage können die Mutter und Bub den Erpressungsversuchen des biologischen Kindesvaters entgehen, und Männer deren Mitgliedschaft bei der extremen IRA bekannt ist, kommen ums Leben.
Parallel zur Journalisten-Enthüllungsgeschichte wird die Beziehungskrise zwischen den Frauen geschildert. Sophie hat ein Männerpaar gefunden, dessen ein Teil bereit ist als biologischer Vater zu fungieren. Lindsay ist der ganze Kinderwunsch suspekt, und erst am Ende des Romans als die kleine Tochter da ist, funkt es und sie ist bereit ihren Part als Co-Mutter zu übernehmen.
Schön finde ich wie die Autorin die Menschen schildert.
Alleine wie sie die Typen der IRA skizziert - den coooolen Chef, den habichtsartigen zynischen Mörder, den ewig zerstrubelten chaotischen 'Idioten' dem man aber auch einen Job geben muß, sind für mich ein Genuß.
Im Gegensatz dazu die Farben in denen das Schwulen-lesben-Café gezeichnet ist und deren verschiedenen mehr oder weniger ausdrucksstarken Menschen, v.a. das Leben von Rory, die in dem Café einen Stammtisch als ihr Büro aufgebaut hat.
Die Story ist rasch, mit starken Linein gezeichnet, Personen / Landschaften / Umgebung sind klar; für mich war es ein Vergnügen das Buch zu lesen.
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2003,
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Homosexualität,
Krimi,
Rußland,
Schottland,
Übersetzerin
Dienstag, 26. Oktober 2010
Eva Rossmann : "Ausgekocht"
Eva Rossmann :
"Ausgekocht"
Ein Mira-Valensky-Krimi
2003, Folio Verlag Wien - Bozen
260 Seiten
+ 2 Seiten 'Danke!'
ISBN 3-85256-251-1
Netter, rasch zu lesender Krimi der Gusto auf gutes Essen macht; garniert ist das Ganze mit Katze Gismo, die Oliven liebt.
Mira hilft Billy (Sibylle) Winter, die ein bodenständiges ausgezeichnetes Restaurant von einem Starkoch übernommen hat, die Anfeindungen, Bosheiten bis Mordanschlag zu lösen.
Nebenschauplatz ist das Magazin, bei dem Mira ihre wöchentlichen Artikel schreibt und abliefert, inkl. Intrigantenstadl und Vetternwirtschaft.
Spannender finde ich wie sie über gehobene Restaurants und Starköche/ Fernsehköche bis zur Streßverarbeitung mit Alkohol schreibt. Seitenhiebe erhalten die Restaurantkritiker, bei denen ein Querschnitt von interessiert und neugierig bis einfach nur mißgünstig bzw. fast erpresserisch unterwegs sind.
Mira fädelt auch eine Liebesgeschichte zwischen Billy und einem ihrer ehemaligen Schüler, mittlerweile selber Restaurantinhaber ein, was Billy gut tut, da ihr Ex-mann gerichtliche Schritte unternimmt um den gemeinsamen Sohn unter seine Fittiche zu erhalten.
Netter Krimi, nach dessen Fertiglesen ich mir dachte, warum ich keinen Branzino daheim habe um ihn kurz anzubraten, mit Koblauch, Basilikum zu versetzten, und mit etwas Parmesan .. sorry, hier kommt ein fantastisches Rezept für Spaghetti al alio, olio e peperonici dazwischen ....
"Ausgekocht"
Ein Mira-Valensky-Krimi
2003, Folio Verlag Wien - Bozen
260 Seiten
+ 2 Seiten 'Danke!'
ISBN 3-85256-251-1
Netter, rasch zu lesender Krimi der Gusto auf gutes Essen macht; garniert ist das Ganze mit Katze Gismo, die Oliven liebt.
Mira hilft Billy (Sibylle) Winter, die ein bodenständiges ausgezeichnetes Restaurant von einem Starkoch übernommen hat, die Anfeindungen, Bosheiten bis Mordanschlag zu lösen.
Nebenschauplatz ist das Magazin, bei dem Mira ihre wöchentlichen Artikel schreibt und abliefert, inkl. Intrigantenstadl und Vetternwirtschaft.
Spannender finde ich wie sie über gehobene Restaurants und Starköche/ Fernsehköche bis zur Streßverarbeitung mit Alkohol schreibt. Seitenhiebe erhalten die Restaurantkritiker, bei denen ein Querschnitt von interessiert und neugierig bis einfach nur mißgünstig bzw. fast erpresserisch unterwegs sind.
Mira fädelt auch eine Liebesgeschichte zwischen Billy und einem ihrer ehemaligen Schüler, mittlerweile selber Restaurantinhaber ein, was Billy gut tut, da ihr Ex-mann gerichtliche Schritte unternimmt um den gemeinsamen Sohn unter seine Fittiche zu erhalten.
Netter Krimi, nach dessen Fertiglesen ich mir dachte, warum ich keinen Branzino daheim habe um ihn kurz anzubraten, mit Koblauch, Basilikum zu versetzten, und mit etwas Parmesan .. sorry, hier kommt ein fantastisches Rezept für Spaghetti al alio, olio e peperonici dazwischen ....
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