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Mittwoch, 6. Dezember 2023

Xavier-Marie Bonnot : "Die Melodie der Geister"

Xavier-Marie Bonnot :
"Die Melodie der Geister" - der fünfte Fall für Michel de Palma
Kriminalroman
original "Le pays oublié du temps"
2011, Actes Sud, Arles
Aus dem Französischen von Gerhard Meier
2015, Unionsverlag, Zürich
357 Seiten
ISBN 978-3-293-00484-9

Polizeikommandant Michel de Palma muß den Mord in Marseille an einem alten Forscher Delorme aufklären, auf dessen Gesicht eine alte Maske aus Neuguinea gesetzt worden war. Mithilfe der Tochter versucht er das Leben des Forschers nachzuvollziehen und bekommt einiges aus dessen Zeit der Forschung gemeinsam mit dem alten Freund Ballancourt erzählt. Die beiden waren in den 30-er Jahren bei den Einheimischen gewesen und haben Masken gegen Waffen eingetauscht. Diese Masken haben Jahrzehnte später hohen Sammlerwert und auch die ursprünglichen Stämme sind an den Masken interessiert. Später kommt heraus, daß es vor Jahrzehnten auch zu einer Liebesgeschichte zwischen einem der Forscher und einer einheimischen Witwe gekommen war.
In Marseille wird ein Händler ermordet, ebenso wie ein Matrose eines unter Observation stehenden Schiffes, und ein kleiner Dieb. de Palma muß Sigmund Freud über Totem und Eros nachlesen, und verstaubtes Denken über Urvölker beseite räumen um an des Rätsels Lösung zu kommen.
Als Parallelgeschichte beginnt zwischen dem Polizeikommandanten und seiner alten Liebe eine Romanze aufzuflackern.

Die Regionen und Flüsse auf Neuguinea mußte ich nachlesen.

Faszinierend fand ich wie beschreiben wird wie die Schädel der Feinde/Freunde behandelt werden, verziert werden, mit Muscheln und Knebmaterial aus Köpfen ausdrucksstarke Bewältigung von Furcht, Liebe und Trauer werden.

Den deutschen Titel hat das Buch weil leise Melodien erklingen, wenn der gespannte Bogen, mit dem der Pfeil abgeschossen wird, klingt.

Die Geschichte ist spannend. Aber leider bin ich nicht in den Stil hineingefallen.

Xavier-Marie Bonnot wurde am 7 Dezember 1962 in Marseille geboren. Er promovierte in Geschichte und studierte Soziologie und französische Literatur. Seine berufliche Karriere begann er als Filmregisseur von Dokumentarsendungen und Reportagen. 2002 feierte er mit der Veröffentlichung seines ersten Kriminalromans 'La première empreinte' /dt. 'der große Jäger' mit Band eins sein literarisches Debüt. Seither erschienen weitere Fälle mit dem Marseiller Polizeikommandanten Michel de Palma. Sie wurden mehrfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

Montag, 20. März 2023

Leonora Christina Skov : "Das Inselhaus"

Leonora Christina Skov :
"Das Inselhaus"
Kriminalroman
original "Hvor intet bryder vinden"
2015, Politikens Forla, Kopenhagen
Aus dem Dänischen von Nora Pröfrock
2018, btb Verlag
408 Seiten
ISBN 978-3-442-71424-7

Sieben Menschen werden auf eine Insel in ein Glashaus eingeladen, wo kein Internet vorhanden ist, und  die Meeresströmung den Zugang zum Festland quasi unmöglich macht. Robin Lee, eine Reisejournalistin in mittleren Jahr; Anne Elizabeth Solvtoft, perfekte Ehefrau und engagierte Mutter ohne Anerkennung, die Scherenschnitte macht; Sofie Lynggard, eine junge Frau die dünn und nervös ist; Greta Eek, eine bekannte Geruchsexpertin und eher kühle Frau mittleren Alters; Kevin Bergman, dessen Freundin mit ungewollten und kranken Kind schwanger ist, er aber nichts weiterbringt; Joachim Wedel Nordgren, erfolgreicher Krimiautor, der seiner geschiedenen Frau nachtrauert; Poul Erik Norgaard, Lehrer, dessen Frau Krebs hat.
Langsam entwickelt sich heraus, daß der Großteils dieser Menschen die schöne faszinierende Marcella gekannt hatten - einige als Kind, andere als Jugendliche, immer jedoch mit Einfluß und oft Zerstörung hinterlassend.
Einer der sieben Menschen verschwindet, einer stürzt die Stiegen unglücklich hinunter, weitere verschwinden, bis am Ende zumindest einiges erklärt wird.

Die Geschichte wird sprunghaft erzählt; spannend lesen sich die Kapitel in den Marcella agiert. Interessant sind auch die Kapitel in denen Marcella, Anne die hauptberufliche Ehefrau und Robin als Reisejournalistin in verschiedenen Ländern und Kulturen unterwegs sind. Während Robin neugierig ist, ist Anne bemüht ein gewissen Maß an elitärem Benehmen zu behalten; Marcella ist als Kind und Jugendliche bemüht nicht unterzugehen.

Die Menschen sind eher unsympathisch, wobei die kühle Greta, die sich weigert bei gewissen gesellschaftliche Konventionen mitzuspielen, im Laufe des Romans durchaus Qualitäten zugeschrieben bekommt. Anne die zuerst die perfekte Ehefrau und Mutter spielt, wird in ihren selbstgefääligen dummen Stereotypen immer unerträglicher. Robin ist eine weltoffene Charakterfrau, deren Charakter durchgängig ist. Die Männer sind alle eher unerträglich weinerlich, auch wenn einer erfolgreich ist.
Marcella ist vielschichtig - von schön und liebenswürdig und hilfsbereit, bis durchtrieben und manipulativ; letztendlich war sie überfordert und man hatte ihr zuviel zugemutet.

Der steigende Druck in dem Glashaus ist gut geschildert. Glaswände, die je nach Belieben mit einem Vorhang zugezogen werden können, gefallen nicht jedem der Protagonisten.
Es ist auch spannend zu lesen, wie mache der Protagnisten sich an das Leben anpassen zu vermögen, und anderer im aggressiver werden.
Sex wird mir zu aggressiv geschildert.

In Summe nicht uninteressant, auch wenn das Genre daß Menschen augenscheinlich willkürlich, aber doch mit Absicht zusammen sein müssen und einige ums Leben kommen, nicht neu ist.

Sonntag, 6. März 2022

José Vicente Alfaro : "Die Tränen der Osterinsel"

José Vicente Alfaro :
"Die Tränen der Osterinsel"
Roman
original "El llanto de la Isla de Pascua"
2014, Selbstverlag
Aus dem Spanischen von Adriana Beatriz Netz
2015, Amazon Crossing
237 Seiten + 2 Seiten Einführung + 1 Seite Landkarte + 4 Seiten Anmerkungen des Autors + 1 Seite Danksagung
ISBN 978-1-503-95211-9

Germán Luzón ist als Archäologe nach langer Zeit wieder auf der Osterinsel. Chef der Ausgrabungsgruppe ist ein charismatischer Norwerger, der nach einem kurzen Anruf ermordet aufgefunden wird. Die Polizei ermittelt, und auch Germán ist halbherzig bei der Suche dabei. Er wird auf eine Art Schnitzljagd eingeladen und gelangt schlußendlich in eine Falle, aus der er lebend herauskann.
Ablenkung ist ihm, daß er eine gemeinsame voreheliche Tochter mit einer schönen Rapanui-Frau vor Jahren bis dahin unbekannt war. Maeve entpuppt sich als offenes freundliches und an Archäologie interessiertes Mädchen.
Während die Polizei den Mörder suchen sollte, rufen die Rapanui eine große Demonstration gegen die chilenische Regierung zusammen, da vom Festland noch immer viele Restriktionen gegenüber der Ursprungsbevölkerung aktiv sind, und zu wenig der Übergriffe abgegolten sind.

Germán erzählt die Geschichte aus Ich-sicht. In kursiv wird die abenteuerliche Geschichte der Besiedlung, der Moai-Statuen, der Kriege zwischen Lang- und Kurz-Ohren, Piraterie, Sklaverei und Inbesitznahme erzählt. Leider ist bereits viel Wissen, vor allem um die Errichtung der berühmten Moai-statuen, ist bereits verloren gegangen.

Die Idee eine Kriminalgeschichte mit echter Geschichte zu verknüpfen, ist gut, gelingt hier aber zu trocken bzw auch zu aufgesetzt, was schade ist (ob es an Text oder Übersetzung liegt, kann ich nicht entscheiden).

Die Menschen auf der Insel werden meist als offene, freundliche, meist gastfreundliche Menschen geschildert, die starken Bezug zu ihrer noch vorhandenen Geschichte haben. Für die auf die Insel entsandten Chilenen bleibt wenig Sympathie übrig.

Der Schreibstil ist deskriptiv, Landschaft und Orte entstehen durchaus vor dem Auge.
Leider war mir die Geschichte nicht spannend erzählt; trotzdem viel Spaß beim Lesen !

Samstag, 21. August 2021

Ines Eberl : "Blunzengröstel"

Ines Eberl :
"Blunzengröstel" - kulinarischer Alpenkrimi
2015, Emons Verlag
200 Seiten Roman inklusive Kochrezepte + 1 Seite Nachwort
ISBN 978-3-95451-547-9

Mark Vanlathen, ehemaliger Koch und jetzt Autor von Kochbüchern, fährt von der Nordsee nach Altausee um einen alten Freund und Koch zu besuchen; findet dort nur seine Witwe Olga, deren Sohn und eine junge Frau Melusine vor, sie sich als Tochter des Hauses entpuppt. Mark hört verschiedene Geschichten wie Anton um gekommen sein soll, fragt nach, hört daß das Haus sollte als Restaurant und Hotel umgebaut werden sollte, trifft einen ehemaligen Kollegen der ein sehr gutes Restaurant führt und kennt sich nicht mehr aus ob ihm die rothaarige bildhübsche Witwe nicht mehr als ihm gut tut gefällt. Ein Versicherungsmakler kommt ums Leben, Mark verletzt sich und verträgt Medikamente nicht und Mark entdeckt ein eigenartiges Video. Im  Showdown kann Mark sein Leben retten, und ein geübter Mörder wird gestellt.

Ort der Handlung sind großteils Altausee, eine alte Villa, ein See, ein klappriger Seezugang, und ein exzellentes Restaurant.

Die Geschichte ist aus Sicht von Mark in Ich.sicht erzählt - und am Ende jeden Kapitels wird ein Rezept erzählt, das manchmal sehr einfach nachzukochen ist, manchmal auch komplizierter.
Mark ist großteils des Buches von der Witwe und deren Lächeln faszininiert, und von deren rundlichen, handfesten Stieftochter abgestossen. Sein ehemaliger Koch-Kollege wird etwas schmierig beschrieben.

Der Roman ist durchaus spannend, aber es stellte sich bei mir kein gemütliches Krimilesegefühl ein, was sowohl an der Beschreibung sehr eigenartigen Essens liegt als auch daß ich mit den Personen nicht warm wurde. Mitraten des Who-dunnit ist möglich.

Freitag, 9. Juli 2021

Günter Pfeiffer : "Hawelka & Schierhuber laufen heiß"

Günter Pfeiffer :
"Hawelka & Schierhuber laufen heiß" - ein Waldviertel Mordbuben-Krimi
2015, Haymon Taschenbuch
265 Seiten + 1 Seite Nachbemerkung + 3 Seiten Glossar und Anmerkungen
ISBN 978-3-7099-7803-0

In einem winzigen Ort im Waldviertel ist ein Mann eigentümlich verstorben, worauf aus Wien zwei Mitarbeiter, einer kommt aus dem Waldviertel, zu Lösung geschickt werden. Es wird viel Alkohol getrunken und geredet, bis sich langsam und sehr mühsam eine sehr sehr alte Geschichte und Erbwunsch sichtbar werden.

Es gibt viele und sehr unterschiedliche Menschen in diesem Kriminalroman.
Am unterhaltsamsten finde ich die vier-Frauen-Recherche&Organisier-Gruppe der Polizei in Wien : eine strenge, humorvolle, gewitzte Vorgesetzte; eine unschöne die blitzschnell arbeitet; eine bildschöne die mit Lächeln alles herausbekommt und eine die kombiniert gewitzt und blitzschnell arbeitetet.
Der Vorgesetzte von Hawelka und Schierhuber liebt es seine Position und Macht auszuüben, schreit seitenweise durchs Telephon und wurde von mir nur quer gelesen, weil er mich nervte.
Die Menschen vor Ort sind eingespielt aufeinander, und lassen (fast) niemanden in ihr Leben; Bürgermeister, Gastwirt, Großgrundbesitzer werden beschrieben wenn sie allabendlich trinken, und Karten spielen.

Obwohl ich das Waldviertel sehr mag, bin ich mit diesem Krimi nicht wirklich warm geworden. Vielleicht geht es anderen Lesern & Leserinnen hier besser, viel Spaß !

Sonntag, 21. März 2021

Georg Koytek & Lizl Stein : "Wien kann sehr kalt sein"

Georg Koytek & Lizl Stein :
"Wien kann sehr kalt sein" - Kriminalroman
2015, btb Verlag, München
472 Seiten
ISBN 978-3-442-74996-6

Paula Kisch, Kommissarin in Wien und Mutter einer unehelichen Tochter, wird zu einem toten, sehr bekannten Schauspieler ins Burgtheater kommandiert. Sie vermutet Mord, was nicht sein darf, und schleust ihren ehemaligen Kollegen Oberinspektor Conrad Orsini als Komparse bei einer aufwendigen "Hamlet"-Produktion ein. Er beobachtet in der Kantine, plaudert mit dem Cheftonmeister und wird aus dem Chef der Theaterfeuerwehr nicht schlau. Während die Proben mit der neuen Besetzung für die Schauspieler und die Komparsen immer anstrengender werden, geschehen noch zwei Morde. Orsini kann einen weiteren Mord verhindern, entdeckt den untypischen Grund der Morde.
Einer kleiner theaterinterner Drogenschmuggel wird nebenbei entdeckt, bleibt aber ohne große Folgen.  

Einerseits ist der Kriminalroman mit seinem Geschehen im Theater mit den intensiven Proben und den Eifersüchteleien zwischen den kreativen Menschen und dort arbeiten spannend geschildert, andererseits bleiben manche Menschen merkwürdig un-spürbar. 
Die Probleme und Zerrissenheit der Kommissarin sind nachvollziehbar, ihre fast permanente nicht notwendige Grobheit ihrer Umgebung gegenüber macht Mitgefühl schwierig. Orsini ist zwar ein Eigenbrötler, ist aber faszinierend wie er versucht an die Mitwirkenden des Theaters heranzukommen. Die Tendresse zwischen Kisch und Orsini ist für mich nicht nachvollziehbar.

In Wien ist es zu dieser Zeit gerade sehr kalt, weil die Proben im Advent stattfinden, und die Aufführung für die geprobt wird, kurz nach Weihnachten über die Bühne geht.

Etwas Realismus ist spürbar, weil die Steuerthematik über die ein Wiener Theaterdirektor kurz vor Erscheinen des Buches gekündigt wurde, angedeutet ist. 

Der Kriminalroman ist stellenweise spannend geschrieben, teilweise mit Humor. Mitraten nach dem Täter ist, wenn man genau mitliest, möglich. Viel Spaß beim Lesen.

Lizl Stein wurde  am 25. Dezember 1961 in Wien geboren und wuchs in Österreich und England auf. Sie studierte in Wien Komposition, klassisches Klavier, Jazzklavier und Rhythmik. 1980 gründete sie die Band »Liszl«, produzierte u. a. die erfolgreiche CD »Talk about Job-Sharing« und gab zahlreiche Konzerte. Seit 1990 unterrichtet sie Klavierimprovisation an der Universität für Musik in Wien. 
Georg Koytek wurde 1964 in Wallsee/Donau geboren. Er studierte Audio-Engineering an der Universität für Musik. Er arbeitete 16 Jahre lang als Tontechniker am Burgtheater in Wien und betreute unter anderem Produktionen wie »Hamlet«, »Woyzeck« und Heldenplatz". Seit einigen Jahren ist er als freischaffender Maler tätig.
 

Samstag, 5. Dezember 2020

Agustín Martinez : "Monteperdido"

Agustín Martinez :
"Monteperdido"- "Das Dorf der verschwundenen Mädchen"
Kriminalroman
Original "Monteperdido"
2015, Plaza &Janés Barcelona
Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen
2. Auflage März 2017, Fischer Verlag
488 Seiten + 1 Seite Danksagung
ISBN 978-3-596-03658-5

In einem Dorf in den Pyrenäen verschwinden zwei 11-jährige  Mädchen. Fünf Jahre später taucht eines wieder auf, das bei einem Verkehrsunfall in den  Pyräneen verwickelt war. Kommissarin Sara Campos und Inspector Santiago Bain von der Bundespolizei wird in die Berge geschickt um mit dem Mädchen zu sprechen und den Fall nach fünf Jahren zu lösen. Polizist Victor Gamero vor Ort versucht einerseits zu helfen, andererseits nicht das Vertrauen der Menschen im Ort zu verletzten. Die ortsunkundigen Polizisten müssen sich aus einem Dickicht aus Mißtrauen, Verzweiflung der Familien, und neuen Banden auseinandersetzen. Später kommen Drogen, Prostitution, und Alkoholsucht dazu. Schlußendlich gibt es leider zwei Leichen mehr aber auch zumindest zwei Erfolge.

Die Weg denen Sara und Santiago folgen um von dem gefundenen Mädchen, den beiden Familien, den Menschen im Dorf zu finden, ist sehr spröde und geht über Erpressung, Vorurteile, Alkohol bis Prostitution.
Die Familien der Mädchen sind unterschiedlich beschrieben - die eine die an dem verlorenen Kind fixiert festhält, während die andere zerbricht sich dafür aber Neues anbahnen könnten. Das Leben beider Familien stellt sich auf den Kopf als der hinterhältige Täter nochmals zuschlägt. Hier ist Empathie spürbar.
Diese Empathie geht bei Kommissarin Sara für mich verloren, die zwar suchend und unsicher unterwegs ist, aber nicht spürbar ist; die kommende Liebensgeschichte wirkt etwas gekünstelt.

Szenerien ist ein Bergdorf mit eingeschworenen Menschen, die Neuankömmlinge nicht mögen. Wunderschöne aber hohe Berge die viel Schatten werfen, stillgelegte Bergstollen und auch ein schöner Bergsee auf der Anhöhe wird geschildert.

Der Roman ist sehr spannend geschrieben. Es ist mitraten nach dem Bösewicht im Hintergrund ist möglich. Viel Freude beim Lesen.

Agustín Martinez wurde 1975 in Lorca (Spanien) geboren. Er studierte audiovisuelle in Madrid und arbeitet als Drehbuchautor. Sein erster Roman erschien 2015 in Spanien, sein zweiter 2017.

Freitag, 17. April 2020

Antonio Manzini : "Der Gefrierpunkt"

Antonio Manzini :
"Der Gefrierpunkt"  - Rocco Schiavone ermittel, Band 1
original 'Pista nera'
2013, Editione Sellerio
Aus dem Italienischen von Anja Rüdiger
2015, Rowohlt Taschenbuch
276 Seiten + 1 Seite Danksagung
ISBN 978-349-923490-3

Vicequestore Rocco Schiavone wird aus Rom ins winterliche Aosta-tal versetzt. Er wird auf einen Mord auf einer Schneepiste bestellt und erstaunt dort in Halbschuhen und Lodenmantel. Agente Italo Pierron steht ihm zur Seite, und denkt wendig mit. Die Recherchen führen in ein wunderschönes Schigebiet, eine schöne Frau, einen ehemaligen Partner, und einen Bruder aus dem Süden Italiens. . Die Aufklärung des Mordes geht auf eines der ältesten Motive zurück.
Parallel macht Rocco das was seine Frau als Blödheit bezeichnet, als er mit einem Freund mit Rauschgift findet und für eigene Zwecke verwendet.

Die Menschen sind gut geschildert.
Hauptfigur Schiavone ist eine schillernde Figur der zwar ein sehr gutes Gspür für die seinen Fall hat, sonst aber es mit ehelicher Treue und anderen Leben nach dem Gesetz nicht ernst meint. Mir gehen die erotischen Kommentare etwas auf die Nerven. Daß er bei Befragungen Menschen prügelt, um an Information zu kommen, macht ihn mir nicht sympathisch. Herrlich bösartig bei denen der Polizist die Kontakte und Verdächtigen mit Tieren aus der Tierenzyklopädie vergleicht.
Pierron als ortsansässiger Polizist ist ein Gemisch als bodenständig aber auch wendigem Agieren. Staatsanwalt Baldi ist hier ein mitdenkender Zeitgenosse der der Polizei keine unnotwendigen Dünkel in den Weg wirft.
Bei der Polizei gibt es allerdings zwei Polizisten die an gelebter Dummheit dem Witzblatt entnommen scheinen.
An Verdächtigen gibt es die wunderschöne Witwe Luisa die einen alten Bauernhof geerbt hat, den Chef der Schneeraupenfahrer Luigi, den ehemaligen Freund der Witwe Omar der als Schilehrer sein Geld verdient, den dumpfen Bruder des Ermordeten der sein Land nicht für einen Kredit des Bruders zur Verfügung stellen möchte.

Eine kleine Nebengeschichte, die mich berührt hat, behandelt Menschenschmuggel in einem LKW und die unerwartete Hilfe eines älteren Ehepaares.

Der Originaltitel "pista nera" heißt übersetzt schwarze Piste, was den Schifahrern Freude macht und eine anspruchsvollere Piste heißt.

Der Roman ist gut und spannend geschrieben. Das Ende ist überraschend und der Frust der Hauptfigur nachvollziehbar. Viel Spaß beim Lesen ! 

Antonio Manzini wurde ab 7. August 1964 in Rom geboren. Er ist ausgebildeter Schauspieler in Film und Fernsehen und schrieb Drehbücher. 2020 erschien der neunte Band mit Rocco Schiavone; es gibt auch viele Erzählungen mit dieser Figur, die oft verfilmt wurden.

Donnerstag, 9. April 2020

Klara Nordin : "September-Schuld"

Klara Nordin :
"September-Schuld" - ein Lappland-Krimi
2015, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
367  Seiten + Karte von Lappland in den beiden Innenseiten des Umschlages
ISBN 978-3-462-04836-0

Ein schöne Ärztin wird ermordet in Rentierteilen gefunden. Kommissarin Linda Lundin, Margareta und Bengt durchforsten das Leben dieser Frau und kommen einigen Ungereimtheiten auf die Spur. Ein Umweltskandal aus den 70-er jahren, für den nie die Verantwortung übernommen worden war, denn hier waren die im Wald arbeitenden Samen für den Einsatz eines giftigen Unkrautmittels eingesetzt worden, das massive Schäden im Körper der Menschen und Kinder verursacht hatte. Der Verantwortliche war verschwunden, seine Tochter hatte ihn sein Leben lang gesucht. Auf der anderen Seite steht die Welt der Samen mit ihrer Naturverbundenheit, und dem Überleben mit und durch die Rentiere. Am Schluß sind das Verschwinden gelöst und auch der Mord.

Ort der Handlung ist Lappland, das für Menschen die sich nicht gut in Schweden auskennen, im Norden Schwedens liegt.
Kulturell kämpfen die dort lebenden Samen um ihre kulturelle Eigenständigkeit, die über reine Folklore hinausgeht, und Akzeptanz im schwedischen Leben.

Das Team um Kommissarin Linda Lundin sowie sie selbst hat auch seine private Seite und damit Probleme. Es gibt Eheprobleme, Kindesverlust, pubertierende Tochter und neue Liebe in den rüstigen Jahren.
Die Menschen sind für mich teilweise gut greifbar, dann werden sie flach und gehen weniger unter die Haut.
Unter die Haut ging mir der Ehemann der Ermordeten der für seine Rentiere lebt und den Boden unter den Füßen hat. Dieser beginnt erst zu wanken, als ihm immer mehr klar wird, daß er für seine große Liebe dies leider nicht umgekehrt war.
Die Ambivalenz und das Aushorchen bis Benutzen ihrer Umgebung, das die Ermordete betrieb, unterband mein Mitleid mit ihr.
Warum immer wieder eine Frauengruppe, die sich wenig leiden kann, geschildert wird, hat sich mir nicht erschlossen.

Spannend ist der Hintergrund des Romans, in dem verantwortungslos mit Natur und Mensch umgegangen wird, und niemand bereit ist dafür Verantwortung zu übernehmen und bereit ist vieles zu ruinieren.

In Summe ein interessantes Buch mit starken Motiven. Viel Spaß beim Lesen ! 

Klara Nordin ist ein Pseudonym. Die Autorin wurde 1960 in Heilbronn geboren. Nach Buchhändlerlehre folgt Studium von Germanistik und Pädagogik in Tübingen und viele Jahre in verschiedenen Verlagen. 2001 wanderte die Autorin nach Schweden aus und lebt nun seit einigen Jahren im schwedischen Lappland. Der erste Kriminalroman mit Linda Lundin erschien 2014 unter dem Titel "Totenleuchten". 

Sonntag, 5. April 2020

Marco Malvaldi : "Ein königliches Theater"

Marco Malvaldi :
"Ein königliches Theater"
Kriminalroman
original "Buchi nella sabbia"
2015, Sellerio Editore, Palermo
Aus dem Italienischen von Luis Ruby
2017, Piper Verlag München
   Seiten + Seiten Anmerkungen + Seiten Dank
ISBN 978-3-492-06010-3

Die Oper Tosca soll in Anwesenheit des Königs aufgeführt werden, obwohl Komponist und Tenor als Anarchisten und Gegner der Monarchie gelten. Vier anarchistische Steinmetze arbeiten gerade an dem Dom mit Verbesserungsarbeiten, ein trinkfester Journalist, der Musikfan ist, sind auch in der Stadt. Während der Aufführung wird der Tenor nicht nur scheinbar und operngerecht erschossen, sondern tatsächlich. Hauptmann und Leutnant vor Ort müssen sich durch die diversen temperamentvollen Akteure auf und hinter der Bühne einer Oper fragen, böse Streiche aus der Vergangenheit und dem aktuellen politischen Geschehen erfragen. Ein Duell wird entgegen aller Vorschriften, aber doch korrekt abgewickelt. Am Schluß wird enthüllt, daß eine sehr alter Streich der böse Auswirkungen hatte, gerächt worden war.

Die Personen der Handlung sind von sehr unterhaltsam bis manchmal auch sehr unsympathisch geschildert.
Der Tenor ist laut, selbstbewußt, rücksichtslos, anarchistisch und inszeniert sehr böse Streiche. Frau Sopran sind wunderbar, ist blutjung und wunderschön und heimlich verheiratet. Der Dirigent ist selbstgefällig und frustiert die armen Musiker. Der Waffenmeister sieht sehr gut aus, ist ehemaliger Militär und hält viel von Ehre, was leider ein Problem sein kann. Weiters gibt es geniale Bühnentechniker, einen unglückseligen Baß, und vier anarchistische Steinmetze die nicht gut in ihrem Job sind. Leutnant Gianfilippo Pellerey ist arbeitsam, liebt Musik, und ist auch auf Ehre bedacht. Dalmasso ist sein Vorgesetzer und Hauptmann. Ernesto Ragazzoni ist Journalist, stichelt gerne um die Wahrheit herauszubekommen, und Musikenthusiast.

Ort der Handlung ist Pisa, 1901. Man muß die Stadt nicht kennen um sich in dem Roman auszukennen.
Die Geschichte spielt vor dem Hintergrund, daß der König laufend Morddrohungen  ausgesetzt ist, weshalb die Polizei besonders achtsam auf anarchistische Aussagen reagiert. Komponist Puccini galt damals als Gegner und war nicht gut angeschrieben.

Der Originaltitel 'Buchi nella sabbia' heißt übersetzt "Löcher im Sand, dürfte aber cirka Sand im Getriebe bedeuten. 

Am Cover ist ist eine schwarze Katze auf einem historischen Sessel vor einer Wand abgegildet. Leider gibt es keine Katze in dem Buch.

Der Roman ist gut recherchiert und sowohl spannend als auch unterhaltsam erzählt. Allerdings sollten sich Herr und Frau Leser/in in der welt der Opern Puccinis etwas auskennen um den Roman komplett zu genießen. Mitraten nach dem Mörder ist möglich.Viel Spaß bei Lesen !

Marco Malvadi wurde am 27. Jänner 1974 in Pisa geboren. Er studierte Theoretische Chemie in Pisa bis zum Doktortitel, arbeitete zunächst in diesem Bereich und eröffnete ein eigenes Labor. 2007 erschien sein erster Kriminalroman mit dem Barista Massimo unter dem Titel 'La briscola in cinque' (Im Schatten der Pineta). Mittlerweile ist hier Band fünf auf deutsch , Band 7 auf italienisch erschienen. Weiter vier Romane die in historischen Kontext sind erschienen.

Mittwoch, 12. Februar 2020

Jean-Luc Bannalec : "Bretonischer Stolz"

Jean-Luc Bannalec :
"Bretonischer Stolz" - Kommissar Dupins vierter Fall
2015, Kiepenheuer & Witsch Köln
369 Seiten + Innencover mit einer reduzierten Landkarte rundum Quimper und Kernévez
ISBN 978-3-462-04813-1

Kommissar Dupin möchte eigentlich in Ruhe die verschiedenen Pinguine der Bretagne beobachten als er zu einem Mord gerufen wird. Die Leiche verschwindet, eine andere taucht auf und er muß sich mit von ihm nicht geschätzten Austern beschäftigen. Verbindungen nach Schottland tauchen auf, und es gibt gemeinsame keltische Druiden- und Musikervereine. Einige charismatischer, kalte Unternehmer ins Sachen Austern, und anderen Unternehmen tauchen auf. Die Soko Sandraub wird gegründet. Nach Brandstiftung und einem Autounfall schafft Dupin es endlich die Puzzleteile zusammen zusetzen, und eine alte Bankraubgeschichte wird ausgegraben.

Auch diesmal sind rund um Kommissar Dupin sind am Telephon Nolwenn mit ihren Verbindungen, der etwas obergescheite Kadeg - der sich diesmal in Sand verbissen hat - , der effiziente und spirituelle Inspektor Riwal und als neue Polizistin vor Ort Magalie Melen und die berühmte Schauspielerin Bandol bzw ihre Zwillingsschwester als Ergänzung. An Gesprächspartnern gibt es vielen Austernfarmer wie den schweigsamen Kolenc mit Tochter, bis zur wunderschönen Frau Frau Premel , der  charismatische coole Geschäftsmann Tordeux, der grantige Geschäftsmann Cueff, den Bankmann der auch Chef-druide und Chef der keltischen Musikband ist, und einige Lokalbesitzer. Ein örtlicher Färtenleser hat diesmal auch Platz, und zwei schottische Männer, die viel mit Austern zu tun haben.
Claire überrascht Dupin mit einer sehr plötzlichen Entscheidung.

Der Roman begleitet den Kommissar in seinen Gedanken, Bewegungen, auch Spaziergängen, bei seinen Vorlieben aber auch Aversionen, und manchmal auch seinen Unsicherheiten. Die Telephonate  mit seinem eitlen Präsidenten (unerfreut) sind zwischen unterhaltend auch daß man sich nie so einen Vorgesetzten wünscht.

Es gibt viel Wissenswertes über Austern zu lesen. Es gibt nicht nur geographische Unterschiede, sondern auch verschiedene Arten, und verschiedene Arten diese aufzufüttern oder zu veredeln. Spannend war daß immer wieder Epedemien Austernstämme ziemlich dezimieren, und auch daß es regionale Probleme mit den Sorten gibt.

Einige Landstriche sind wunderschön als geheimnisvoll, andere als kantig und gefährlich geschildert.

Der Kriminalroman ist gewohnt gut und spannend geschrieben, bereichert mit speziellem Wissen und das Mitraten des Who-dunnit ist möglich. Viel Spaß ! 

Jean-Luc Bannalec Bio bei "Bretonisches Leuchten" (Kommissar Dupins sechster Fall) am 20. Jänner 2018.

Sonntag, 9. Februar 2020

Jule Gölsdorf : "Mörderisches Monaco"

Jule Gölsdorf :
"Mörderisches Monaco"
2015, aufbau Taschenbuch
300 Seiten
ISBN 978-3-7466-3131-8

Kommissarion Coco Dupont ermittelt in Monaco im Rahmen des F1-Training und Wettkampfes, weil die Frau und das Kind eines der Rennfahrers ermordet worden war. Coco und ihr Kollege Valeri fragen sich durch Rennställe, Sponsoren, Gerüchte von Sexpartys und Rivalitäten mit Kollegen. Valeri hat nebenbei seine Eheprobleme; Coco verarbeitet ihre gescheiterte Ehe und einen grauslichen Fall, der mit Kindern zu tun hatte. Der Showdown findet dann nicht auf der F1-Strecke, sondern auf dem Wasser statt.

Coco kennt sich in F1 und Modesachen gut aus, Valeri kennt sich in Monaco besser aus, Freund Nicolai bringt Coco wieder auf den aktuellen Stand in Monaco und erzählt einiges über Rennfahrer-ehefrauen.

Die Menschen sind alle gutaussendend, gut erhalten, und können sich teueres Leben leisten. Mode-Labels werden viele genannt.
Einige Delikatessen wie das Verpeisen von Seeigeln wird genauer erzählt, sonst ist auch einfaches Essen mit viel Olivenöl genannt.

Die Geschichte ist spannend etwas zu stromlinienförmig erzählt, obwohl mir zuviele Schickimicki Namen genannt werden.

Julia „Jule“ Alice Gölsdorf wurde am 12. Jänner 1976 in Würzburg geboren. Sie ist Fernseh - Journalistin und Autorin. 2012 erschiehn ihr erster Roman unter dem Pseudonym 'Dana Philips'.

Samstag, 8. Februar 2020

Andrea Carter : "Die kalten Wasser von Donegal"

Andrea Carter :
"Die kalten Wasser von Donegal"
original "Death at Whitewater Church"
2015, Constable, Brown Group London
Aus dem Englischen von Claudia Franz
2017, Goldmann Verlag
407 Seiten
ISBN 978-3-442-48547-5

Die Notarin/Rechtsanwältin Ben O'Keefe lebt auf der Halbinsel Inishowen. Hier wird sie bei Häuserverkäufen und Familienangelegenheiten zu rate gezogen, und stolpert prompt über eine alte Leiche. Alle im Dorf vermuten, daß es hier um einen verschwundenen Bräutigam handelt. Im Schneetreiben wird später der Bruder des Vermisten gefunden. Eine alte und eine neue Liebesgeschichte werden aufgedeckt, Vermutungen über Familien diskutiert, und eine alte Geschichte mit einem Schiff und die IRA taucht auf. Ben fährt im Schneetreiben durch die Landschaft und geht im kalten Meer schwimmen. Der Showdown findet in der Kirchenruine statt.

Ein kuscheliger schwarzer Kater mit weißem Fleck, namens Guiness, hilft Ben durch die Geschichte.

Einige Orte sind nicht-existent, andere wie die Malin und Derry gibt es wirklich.

Bei den Menschen gab es einige sehr interessante Namen und Persönlichkeiten. Die Rechtsanwältin lebt mit zweitem Vornamen Ben(edicta) und Mädchennamen in dem fernen Ort und versucht ihrer Familiengeschichte zu entrinnen. Als Hauptansprechpartner bei der Polizei ist Tom Molloy, als ruhiger Mensch, dem einige nicht erzählt wird, geschildert. Weitere Namen sind Eithne, Phyllis, Claire, Paul, Liam, Leah, Kelly und Lisa. Connor, der verschwundene Mann wird als Gemisch eines verläßlichen, patriarchischem, engagierten Mensch geschildert, ein Bild das im Laufe der Geschichte brüchig wird.
Im Hintergrund steht die Geschichte eines Schiffes das von der IRA gesprengt worden, bei dem einige Menschen ums Leben gekommen waren.

Die Geschichte ist spannend erzählt, und hat einige spannende Wendungen. Viel Spaß beim Lesen !

Andrea Carter wuchs im irischen Ballyfin, auf und studierte Jus  in Dublin. Sie lebte lange Jahre auf der Inishowen. Ihr Krimidebüt »Death at Whitewater Church« war 2015.2018 erschien der vierte Kriminalroman auf  Inishowe.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Barbara Büchner : "Basiliskenmord"

Barbara Büchner :
"Basiliskenmord"
2015, emons verlag
182 Seiten + 2 Seiten Glossar (wienerisch und Wien Geographie)
ISBN 978-3-95451-712-1

Ein prominenter arroganter Psychiater wird ermordet, mit geschlitzer Zunge und mit Text beschrieben aufgefunden. Später fällt ein charismatischer Psychotherapeut ebenfalls ermordet als Rabenfutter aus den Bäumen, wieder mit geschlitzter Zunge. Die Kommissarin sucht mit ihrer Hilfe und der eines arroganten Profilers und meint den Täter in dem Pathologen Benesch gefunden zu haben. Als ein psychiatrischer Amtsarzt ermordet gefunden wird, beginnt sich die Ermittlungsspirale rascher zu drehen. Am Schluß werden noch einige Rechnungen beglichen, bevor das Kanalnetz Wiens seine Pforten öffnet.

Der Kriminalroman ist gut und zwischendurch schön böse geschrieben. Pathologie, trockene Witze, Internetforen in denen verbal Dampf abgelassen wird, Menschen die Spielball machtbesessener Psychiater/Psychologen/Psychotherapeuten waren, werden durchmischt.
Die Kapitel werden aus Sicht der Kommissarin, des Pathologen, eines Wärters in Steinhof (Irrenhaus), der Tatortreinigerin Charlie, einem wunderschönem Opfer eines Verkehrsunfall, und eines Patienten geschildert. Charlie führt einen Blogg, der im Text in anderem Font ersichtlich ist.

Die Orte in Wien von Pathologie, über Gärten im 16. Bezirk, dem BKA bei der Spittelau, und andere mehr sind gut erkennbar.
Die Kommissarin ist selbst-kritisch und zielbewußt, der Profiler als glatter wiederlicher Mensche, der Pathologe als gutmütiger großer Bär, Charlie als üppige begeisterungsfähige Frau, Tilde als behinderte klar denkene schöne Frau, eine Witwe ist ein blondes Gift geschildert . 'runnig gag' ist eine kurvige Frau die im schönstem Amtsdeutsch nur als weiblicher Kriminalbeamter / w. Krb. doch ein wichtiges Puzzlestück aus einem widerlichen Gesprächgegenüber entlockt.

Die Schilderungen von arroganten und selbstherrlichen Auswüchsen in der Branche der Psychiater/Psychotherapeuten liest sich zwar sehr unterhaltsam, die seelischen Schäden an den Klienten/Patienten und deren vorstellbare Wut ist weniger witzig.

Ich habe mich beim Lesen köstlich unterhalten und öfters laut auflachen müssen. Der schwarze Humor blitzt durch, und ist zugunsten der Geschichte nicht immer vorhanden.
Gute Unterhaltung beim Lesen !!  

Barbara Büchner wurde am 1. Februar 1950 in Wien geboren. Sie war Journalistin, bevor sie sich ihrem eigentlichen Wunsch dem Schrfitstellern widmete. Sie ist für Kinder- und Jugendbücher, Horro- udn Fantasyromane bekannt. Mittlerweile sind über 50 Bücher von ihr erschienen.

Freitag, 31. Januar 2020

Craig Thompson : "Blankets"

Craig Thompson :
"Blankets"
2003, Top Shelf Production
2015, Carlson Graphic Novel Paperback, Ha,burg
Aus dem Amerikanischen von Claudia Fliege
Gelettert von Hartmut Klotzbücher
582 Seiten
ISBN 978-3-551-71377-3

Mit wunderschönen fantasievollen Schwarz-Weiß-zeichnungen werden Kindheit und Jugend in Michigan von Craig und Phil aus der Sicht von Craig erzählt. Die Eltern sind frömmelnde strenge Kirchgänger, für des gottgewollt ist unter Entbehrungen und Strenge zu leben. Die Brüder schaffen sich aus Leintüchern eine Geheimwelt, und die Brüder beginnen getrennt von einander zu zeichnen. In der Pubertät lernt Craig Raina kennen, die eine bildhübsche fröhliche junge Frau ist. 14 Tage darf Craig bei ihr, ihren Adoptivgeschwistern und den Eltern deren Scheidung läuft, in Wisconsin verbringen. Raina hat einen wunderschönen Quilt für Craig geschneidert. Craig zieht nach New York und lernt ohne die engstirnige  Religion zu leben und zeichnet nun beruflich.

Die Geschichte ist autobiographisch, wobei der Autor und Illustrator in der Familie seine Schwester quasi unterschlägt.

Die Zeichnungen faszinieren. Die Magie die sich zwischen Craig und Raina entwickelt wird mit beispielsweise schönen gebogenen Engeln gezeichnet.
Oft geht in dem Buch um Schnee - leichten, dicken, fluffigen, störenden, bezaubernden, schweren, durch Wind gewirbelten, auf den Bäumen liegenden ...

Der Zauber der Liebe, die zarten Gesichter von Graig und Rainer, der Zauber der Natur sind schön eingefangen.
Als Gegenüber sind pubertierende Jungs und Mädchen mit Anbaggersprüchen, Alkohol mit breiten Mündern und Fratzen statt Gesichtern gezeichnet.

Menschlich bleiben Craigs Eltern als bigott auf der Strecke während die Eltern von Raina mit der Krankheit der Adoptvkinder überfordert sind.

Mich haben die Linien und vielen Engel bezaubert, die Art wie Raum in der Landschaft gemacht wird.

Viel Freude beim Lesen, beim Durchblättern des dicken Buches !
 
Craig Matthew Thompson wurde am 21. September 1975 in Michigan geboren. anfänglich zeichnete er beruflich Logos und für Werbungen. 1999 erschien seine erste Graphic Novel " Good-bye, Chunky Rice". 2003 erschien "Blankets" als sein zweite Arbeit, später "Carnet de Voyage" '(ein Reisetagebuch) 2011 "Habibi" und 2015 "Space Dumplins"

Samstag, 14. Dezember 2019

Pedro Badrán : "Der Mann mit der magischen Kamera"

Pedro Badrán :
"Der Mann mit der magischen Kamera" - Roman aus Cartagena de Indias
original "El hombre de la cámera mágica"
2015, Random house Kolumbien
Aus dem kolumbianischen Spanisch von Peter Schultze-Kraft und Rainer Schultze-Kraft / die deutsche Übersetzung berücksichtigt geringfügige spätere Änderungen des Autors
2019, Edition 8
209 Seiten + 6 Seiten Worterklärungen (zugleich eine kleine Kolumbienkunde, verfaßt von den Übersetzern)
Lesebändchen
ISBN 978-3-85990-359-3

Alle erzählen über Tony Lafont. Dieser war vor vielen Jahren mit seiner Polaroidkamera und Logbuch in Cartagena in Stadt, Strand und Strandhotel unterwegs. Besucher aus den USA ermutigen ihn weiterzumachen, während sich in seiner Familie und Bekannten die Begeisterung teilt.
In den Kapiteln werden aus verschiedenen Seiten über das Zusammensein mit dem jungen Photographen, bis zum endgültigen Niedergang des Hotels erzählt.
Tony selbst kommt nicht zu Wort, nur sein Logbuch und die Beschreibung seiner Photos.
Im Hotel ist Rezeptionist Charlie der die Reste verwaltet. Ein junger Künstler, der glückbringende Eulen aus Metalldose und Draht herstellt, verbringt einige Zeit im Hotel und lernt die dort lebenden Menschen mit ihren Träumen kennen, wobei er selber leider wenig Glück hat. Einige Frauen die im Hotel leben und lebten kommen zu Wort - erst spät fügt sich alles zusammen, da hier in Zeiten gesprungen wird, und Lebende und Tote gemischt werden.

Die rundliche Karen wird geschildert, die überhaupt kein Gefühl für passende Kleidung hat, aber ein wunderbares Lachen. Maribel wirft sich jedem Ausländer an den Hals, in der Hoffnung aus dem Elend heraus zu kommen. Claudia Soraya kommt aus den USA, und genießt das gemeinsame Leben mit Tony. Ein Tango Orchester wird genannt, große Schachweltmeister, ein Mönch sucht den Sinn des Lebens, ein pensionierter Arzt sitzt oft mit Zigarre in dem Patio des Hotels umgeben von Katzen.

Danke für die Erklärung der Worte aus Kolumbien und die Ergänzung der kolumbianischen Geschichte.

Die Geschichte wird spröde, sprunghaft und stellenweise sinnlich erzählt. Man erfährt viel über die Träume der Menschen aus ihrem elenden Leben herauszukommen, oder auch nicht. Am Schluß hebt der Surrealismus zumindst für mich ab.

Gutes Lesen und eine andere Welt genießen ! 

Pedro Badrán wurde 1960 in der Nähe des Rio Magdalena in Magangué (Departamento Bolívar) , einem heissen Ort im Hinterland der karibischen Küste Kolumbiens, geboren. Er ist Nachkomme palästinensisch-syrischer Einwanderer und wuchs in Cartagena auf. Er studierte Linguistik in Bogotá, wo er heute als freier Schriftsteller lebt. Mit je fünf Romanen und Erzählungsbänden gilt er in der kolumbianischen Literatur als einer der herausragenden Vertreter der Post-post-García-Márquez-Generation.

Samstag, 30. November 2019

Robert Galbraith (Pseud.) : "Die Ernte des Bösen"

Robert Galbraith (Pseud.) :
"Die Ernte des Bösen"
 Roman
"Career of Evil"
2015, Brown Group Book
Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz
2016, Blanvalent Verlag
Lesebändchen
654 Seiten
ISBN 978-3-7645-0574-5

Cormorans Strikes Assistentin Robin Ellacott bekommt ein abgeschnittenes Bein zugeschickt. Cormoran hat drei Verdächtige, und alle wollen sich eigentlich an ihm rächen. Da die offizielle Polizei kein Engagement zeigt, machen sich Robin und Cormaran auf die Suche nach drei sehr unsympathischen Männern, die sich alle durch Mißbrauch, Manipulation und Ausnutzen von Menschen auszeichnen. Während Robins Verlobter vor Eifersucht tobt, fahren Detektiv und Assistenin durchs Land, besuchen Menschen in sehr desolaten Lebensverhältnissen und versuchen damit dem Phantom auf die Spur zu kommen. Der Frauen zerschnippelnde Bösewicht schafft es kurz an Robin heranzukommen, bis dann doch eine Falle zuklappt.

Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, auch wenn mir die drei unsypathischen Bösewichte immer wieder durcheinander geraten. In eigenen Kapiteln sind die Gedanken und Aktionen des tatsächlichen Mörders geschildert, der seiner Wut auf Cormoran freien Lauf läßt.

Faszininierend wird das Leben von Cormorans Mutter als Popstar-grupie beschrieben, und wie der ungute Stiefvater vieles falsch einschätzte.
Ich wurde das Gefühl nicht los, daß Robins Verlobter Matthew, der bieder und gutaussehend und etwas hinterhältig geschildert wird, von der Autorin gerollt wird.
Heftig ist die Vorgeschichte Robins, die sie aus dem Profilerwunsch gekippt hatte.

Den Kapiteln sind Zeilen aus der Cultband Blue Öyster Cult vorangestellt, die manchmal passen, manchmal aber gar nicht.

In Summe hat es mir Spaß gemacht den dritten Band mit diesen Protagonisten zu lesen, weil er so spannend geschrieben ist. Viel Freunde beim Lesen !

Bio siehe Robert Galbraith (Pseud.) : "Der Ruf des Kuckucks"

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Maurizio de Giovanni : "Die Klagen der Toten"

Maurizio de Giovanni :
"Die Klagen der Toten" - ein Fall für Commissario Ricciardo
original "In fondo al tuo cuore"
2014, Einaudi Turin
übersetzt von Judith Schwaab
2015, Goldmann
467 Seiten
ISBN 978-3-442-31407-2

Im Hochsommer wird in Neapel der 30-er Jahre ein Frauenarzt in den Tod geworfen. Seine letzten Gedanken sind bei seiner schönen Geliebten - was der Commissario mit seiner Gabe mitbekommt. Luigi Ricciardo, schlank, schwarze Haartolle und smaragdgrüne Augen, in Begleitung seines bulligen Sergante Maiello besuchen Witwe und Sohn, das Arbeitsumfeld, die Geliebte, einen Goldschmied der für die Damen des Arztes zwei Schmuckstücke zauberte, und befördern zutage, daß der bekannte Arzt nicht so liebevoll wie sein Ruf war. Als der Mord aufgeklärt wird, wird die Kaltblütigkeit dieses Mannes aufgeblättert.
Parallel dazu geht es um Liebe. Während Maiello in seiner Familie glücklich ist, falls ihn nicht seine Eifersucht plagt, schaffte es Ricciardo nicht mit seiner Nachbarin, die sich für ihn genauso wie umgekehrt interessiert, einige Worte zu wechseln. Hier scheint es daß die beiden Menschen - auch inmitten vorsichtiger Gesellschaftsformen - zu beider Schmerz nicht zusammenkommen dürften.

Politisch spielt die Geschichte daß bereits Musolini und seinen Denkart an der Macht sind. Geheimpolizei und Spitzelei hat bereits begonnen; eigenständig denkende Menschen, die kritisch denken, werden bereits engmaschiger kontrolliert.

Es gibt viel Liebe in dem Buch, die aber oft nicht ausgelebt werden darf. Livia ist in Ricciardi verliebt, der die Opernsängerin zwar schätzt aber nicht liebt. Die Geliebte des Arztes ist in einen Leierkastenmann verliebt, der sie wiederrum nur benutzt. Der Mafiaboss, der seiner geborenen Tochter nicht verzeihen kann, daß seine Frau - seine Jugendliebe - bei ihrer Geburt starb. Der Goldschmied denkt nur an seine Jugendliebe, kann sie aber nie ausleben.
Eine andere Liebe lebt Ricciardis Kinderfrau und Haushälterin Rosa, die in ihrer Sorge um ihn eine Nichte anlernt, wie er umsorgt werden muß.

Stilistisch war das Buch für mich leider etwas mühsam zu lesen. Es dauerte bei mir bis sich der Lesefluß einstellte. Mir wurde zu viel in den Zeiten und Sichtweisen der Personen gesprungen, und es dauerte leider zu lange mich im neuen Absatz zurecht zu finden.

Etwas auf die Nerven ging mir das oftmalige eingehen auf die Augen des Commissarios. Daß sie grün sind war klar. Interessanter finde ich die eigenartige Begabung den letzten Gedanken eines Sterbenden zu "hören".
Aus diesem stammt der italienische Originaltitel, denn "In fondo al tuo cuore", denkt einer der Toten in dem Kriminalroman als Letztes.

Warum eine Katze auf diesem Romancover ist, konnte ich nicht entschlüsseln, auch wenn diese aus einem Ölgemälde stammen dürfte.

In Summe ein nicht uninteresanter Kriminalroman, dessen Langsamkeit vermutlich der Hochsommerhitze und der Reminiszenz an die 30-er Jahre geschuldet ist. Mitraten nach dem Mörder ist möglich. Interessiertes Lesen !

Biographie des Autors : siehe "Frost in Neapel" vom 18. Mai 2019

Sonntag, 21. Juli 2019

Jutta Mehler : "Mord mit Marzipan"

Jutta Mehler :
"Mord mit Marzipan"
2015, emons Verlag
193 Seiten
ISBN 978-3-95451-664-3

Band drei mit Hilde, Thekla und Wally, die diesmal den Tod einer ruhigen Frau auf einer Gartenschau in Niederbayern eigenartig befinden und zu recherchieren beginnen. Die Tote hatte im Bauamt gearbeitet, weshalb sie dort die Ursache für den als Unfall eingeschätzten Mord vermuten. Sie befragen den faden Ehemann, den gutausehenden Nachbar der Immobilienmakler ist, und rollen die Familiengeschichte auf. Wally wird Augenzeuge als auf Hildes Partner ein Anschlag erfolgt. Am Schluß wird Wally aus einer brenzligen Lage gerettet und der Mörder gefunden.

Die drei Frauen sind charakterlich ziemlich unterschiedlich. Hilde ist eher rauhbeinig unterwegs, und gut mit dem Feuerwehrmann Alfi zusammen. Thekla packt vorsichtig aber doch mit an. Wally ist aktuell mit abnehmen beschäftigt, ein etwas naiver liebevoller Mensch und diejenige die am meisten Verständnis für Menschen hat, aber ihr Mann hat mehrere Freundinnen.

Marzipan ist die Dekoration auf der der Gartenschau gewidmeten Torte.

Die Geschichte ist nett erzählt, manchmal etwas umständlich und mit mir zu wenig Elan geschrieben. Aber ich habe mich beim Lesen gut unterhalten. Viel Spaß !

Jutta Mehler wurde 1949 in Bodenmais / Bayern geboren. sie lebt in Niederbayern und hat mehrere Krimis geschrieben. eingige sind mit Hilde-Thekla-Wally (mittlerweile Band 6), andere mit Fanni Rot in Niederbayern (mittlerweile Band 11)

Samstag, 29. Juni 2019

Peter Natter : "Mord unterm Hirschgeweih"

Peter Natter :
"Mord unterm Hirschgeweih" - Inspektor Ibeles wildester Fall
2015, Haymon Verlag Innsbruck
178 Seiten
ISBN 978-3-7099-7806-1

TBC-verseuchte Kühe, alte Familienfeden, wilde Diskussionen um ein altes Denkmal, Intrigen gegen einen sozialistisch denkenden Lehrer, münden in den Mord an dem alten sturköpfigen Vonderleu im Wald, dem pensionierten deutschen Bankmann Besenböck der alle zum Vegetariertum bekehren will und munteres Vergiften beim Testessen. Inspector Isidor Ebele und sein neuer Chef Baldreich wandern auf entlegenen Almen, bei arrogantem Jungbauern, kecken Servierfräulein das brutal scharfen Senf serviert, selbstgefälligm verfressenem und intriganten Pfarrer und setzen mühsam eine böse alte Geschichte um eine verbrannte Frau und ein kleines Kind zusammen.

Dies ist der 5. Band mit Inspektor Ibele; auch hier findet er Erholung bei seiner Ehefrau Rösele und deren Kochkünsten.

Orte der Handlung sind die verschiedenen schönen Täler in Vorarlberg mit manchem sehr engem Denken und Vorurteilen der Menschen, und dann überraschenden offenen Momenten. Ebele hält sich bei Diskussionen zurück, kommt aber nicht umhin sich seinen Teil zu denken.

Die Menschen sind kurzweilig bis jenseits aller Sympathie geschildert. Die knappen Skizzen lassen sie gut vor dem geistigen Auge entstehen.

Die Dialoge sind kurz und immer wieder sehr würzig; sie bringen zum bösem Lachen.
Jedes Kapitel hat ein eigenes Sprichwort oder kurzen gescheiten Text von Autoren der Antike bis heute. Manche sind gut, mit manchen konnte ich gar nichts anfangen. Sie haben mich leider fast immer aus dem Lesefluß herausgerissen.

Auch wenn das Ende ziemlich überraschend kommt, ist die Geschichte gut geschrieben. Viel Spaß beim Lesen.

Peter Natter wurde 1958 in Alberschwende / Bregenz geboren. Er war Hilfsbuchhalter in einem Sportgeschäft in Lech am Arlberg und studierte später in Wien Romanistik und Philosophie, wasn in.  Lehrerschaft mündete (oder umgekehrt). Seit 2005 betreibt er eine Praxis für Philosophie und Literatur in Dornbirn. 2013 Lektor im Bucher Verlag Hohenems, dann Korrektor der Vorarlberger Nachrichten. 2010 schreibt sein erster Kriminalromane, in denen der Bregenzer Inspektor Ibele ermittelt, und heißt "Die Axt im Wald".