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Samstag, 21. August 2021

Ines Eberl : "Blunzengröstel"

Ines Eberl :
"Blunzengröstel" - kulinarischer Alpenkrimi
2015, Emons Verlag
200 Seiten Roman inklusive Kochrezepte + 1 Seite Nachwort
ISBN 978-3-95451-547-9

Mark Vanlathen, ehemaliger Koch und jetzt Autor von Kochbüchern, fährt von der Nordsee nach Altausee um einen alten Freund und Koch zu besuchen; findet dort nur seine Witwe Olga, deren Sohn und eine junge Frau Melusine vor, sie sich als Tochter des Hauses entpuppt. Mark hört verschiedene Geschichten wie Anton um gekommen sein soll, fragt nach, hört daß das Haus sollte als Restaurant und Hotel umgebaut werden sollte, trifft einen ehemaligen Kollegen der ein sehr gutes Restaurant führt und kennt sich nicht mehr aus ob ihm die rothaarige bildhübsche Witwe nicht mehr als ihm gut tut gefällt. Ein Versicherungsmakler kommt ums Leben, Mark verletzt sich und verträgt Medikamente nicht und Mark entdeckt ein eigenartiges Video. Im  Showdown kann Mark sein Leben retten, und ein geübter Mörder wird gestellt.

Ort der Handlung sind großteils Altausee, eine alte Villa, ein See, ein klappriger Seezugang, und ein exzellentes Restaurant.

Die Geschichte ist aus Sicht von Mark in Ich.sicht erzählt - und am Ende jeden Kapitels wird ein Rezept erzählt, das manchmal sehr einfach nachzukochen ist, manchmal auch komplizierter.
Mark ist großteils des Buches von der Witwe und deren Lächeln faszininiert, und von deren rundlichen, handfesten Stieftochter abgestossen. Sein ehemaliger Koch-Kollege wird etwas schmierig beschrieben.

Der Roman ist durchaus spannend, aber es stellte sich bei mir kein gemütliches Krimilesegefühl ein, was sowohl an der Beschreibung sehr eigenartigen Essens liegt als auch daß ich mit den Personen nicht warm wurde. Mitraten des Who-dunnit ist möglich.

Samstag, 4. Mai 2019

Reinhard Kleindl : "Gezeichnet"

Reinhard Kleindl :
"Gezeichnet"
Kriminalroman
2014, haymon tb
278 Seiten
ISBN 978-3-85218-957-4

Am Mathematikinstitut in Graz wird eine entstellte und verrenkte Leiche gefunden. Der ruhige Chefinspektor Franz Baumgartner und sein Team werden zur Ermittlung gerufen. Langsam entwickelt sich die Geschichte bei der es um einen geometrischen Schnitt am Körper der Leiche geht, mathematische Klarheit, wissenschaftlichen Ruhm und eine eigenartige elitäre mathematische Gruppierung. In die Geschichte wird noch eine Sekte um biologisches Leben verwickelt, bis eine Journalistin, die in eine Falle geraten war, gerade noch rechtzeitig gerettet und einige Spinner überführt werden.

Spannend sind die Strukturen in dem Team um Chef Baumgartner und die Gedanken seines Chefs, ob dessen Bestellung wirklich gut war. Nebenbei gibt es Probleme mit dem Staatsanwalt und dessen Verbindungen zur sogenannten Elite.
Im Team gibt es sowohl eine lesbische toughe Polizistin, als auch einen rassistisch denkenden aber sonst sehr guten Polizisten; die Zusammenarbeit mit dem Pathologen ist mäßig gut und führt zu Problemen, dafür die mit der Profilerin aus Tirol umso besser und ergiebiger.

Gewisse mathematische Überlegungen sind faszinierend, manche erschrecken weil Menschen nur beliebige Bausteine sind.

Wer Graz kennt, wird den Bewegungen und Orten gut folgen können. Es gibt sowohl die Uni-Gegend, als auch die die viele Zuwanderer beherbergen.

Leider kann ich den Titel "gezeichnet" nicht ganz nachvollziehen; die Erzählungen über den Goldenen Schnitt scheinen mir hier nicht zusammenhängend.

Die Geschichte ist gut lesebar. Viel Spaß beim Lesen !

Reinhard Kleindl wurd 1980 ist Graz geboren. Er studierte dort Theoretische Physik, und arbeitete  später als Trainer für sportklettern. Später war er erfolgreicher Sportler und veröffentlichte parallel Kurzgeschichten, und später mittlerweile drei Kriminalromane.

Sonntag, 6. November 2016

Claudia Rossbacher : "Steirerland"

Claudia Rossbacher :
"Steirerland" - Sandra Mohrs fünfter Fall
2015, Gmeinerverlag
265  Seiten + 3 Seite Glossar steirischer und österreichischer Vokabel
ISBN 978-3-8392-1683-5

Kommissarin Sandra Mohr ist wieder mit dem Sprüche klopfenden Chefinspektor Sascha Bergmann in der Steiermark unterwegs. Diesmal geht es um Leichen denen Teile des Körpers fehlen. Sie befragen Josefine, eine Bio-Bäuerin der Umgebung, deren Hilfe Irmgard, den Arzt Kropf, den aus Deutschland hergereisten Blech-Künstler Groneberg und kranke Freundin, Teile einer Band und eine Fußballmannschaft. Gerüchte um Wettleidenschaft, Homoerotik werden genannt, bis ein genetisches Problem aufpoppt und zu einer überraschenden Lösung führt.

Die Sympathie liegt bei der Kommissarin Mitte 30, die ihr Burn-out in Griff hat und sich über die Aufmerksamkeit eines abteilungsfremden Mitarbeiters freut, was ihrem Chef nicht gefällt. Dieser rüppelt sich durch die Menschen, und hat u.a. merkbar Probleme mit Gewohnheitsnamen der Bauern im südsteirischen Umfeld. die bildhübsche Polizistin Miriam hilft bei Recherchen. Auch Josefine die Biobäuerin wird als sehr attraktiv und freundlich geschildert; der Arzt ist eher arrogant, und Künstler sehr uncooperativ gezeichnet.

Geographisch sind die Polizisten zwischen Graz, der Riegersburg und Straden unterwegs. Kürbiskernöl, Schokolade, Bioprodukte sowie viel über Wein wird auch erzählt.

In Summe ein gut lesbarer Krimi mit Mit-Rätsel-Möglichkeit und gut vorstellbaren Personen und zwischenmenschlichen Problemchen. viel Spaß beim Lesen.

Claudia Rossbacher wurde in Wien geboren, dann folgte Tourismusstudium und Reisen in die Modemetropolen der Welt, wo sie als Model im Scheinwerferlicht stand. Danach war sie Texterin, später Kreativdirektorin in internationalen Werbeagenturen. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin. Ihr erster Steirerkrimi »Steirerblut« erschien 2011 und wurde verfilmt.