Rick Riordan :
"Percy Jackson and the lightning thief"
2013, Published by Penguin books
2005 first published,
375 Seiten
ISBN 978-0-141-34680-9
Percy (eigentlich Perseus) Jackson ist ein 12 jähriger Bub mit Problemen wie einem gräßlichen Stiefvater, attestierter Hyperaktivität, Legasthenie und kaum Freunden da er dauernd Schule wechseln muß. Bei einem Sommerurlaub am Meer mit seiner liebevollen Mutter sind wieder mal Monster hinter ihnen her, von denen er zwar eines tötet, aber seiner Mutter nicht helfen kann. Hilfe kommt im Camp Half-blood Hill, wo lauter Kinder wie er - nämlich kleine Halbgötter von griechischen Göttern leben. Spät aber doch bekennt sich der Meeresgott Poseidon zu ihm womit die wirklichen Probleme erst beginnen und ihm eine Aufgabe gestellt wird. Mit seinem Freund, dem Satyr Grover und einer der Töchter Athenes, Annabeth reist er quer durch Amerika trifft ungemütliche Monster und Fabelwesen aus der griechischen Mythologie und auch Götter bis er die Aufgabe erledigt. Paar andere Angelegenheiten gehen auch gut aus.
Diese amerikanische Antwort auf den britischen Harry Potter wirbelt die griechischen Götter durcheinander und hängt ihnen einige menschliche Eigenschaften um, was für erwachsene Leserinnen und Leser - die sich in deren Pubertät mit der griechischen Mythologie beschäftigt hatten - ziemlich unterhaltsam ist. Die amerikanische Theorie daß die Götter im Zentrum der Welt, das offenbar derzeit nur in Amerika und New York sein kann, nervt etwas.
Die Figuren sind manchmal unterhaltsam, manchmal etwas einseitig geschildert. Percy - der die Geschichte aus der Ich-Sicht erzählt, ist ein witziges Gemisch aus Latein- und Geschichte-interessiertem Buben und sonst Querkopf, Satyr Grover frißt mit Vergnügen Blechdosen und Spielkarten und arbeitet am erwachsen werden, Annabeth ist eine attraktive klar denkende junge Frau, Chiron sitzt als Lateinlehrer für die Menschen in einem Rollstuhl ist aber sonst der Weise und Heiler aus der Mythologie, Mr. D als Camp Vorstand ein frustrierter Dionysos im Hawaihemd, die Beschreibungen von Hades + Zeus + Poseidon im coolen Anzug bis buntem Hemd und Jesuslatschen liest sich ziemlich unterhaltsam. Die Probleme in der Unterwelt sind für Menschen die sich mit Herkules Besuch dort beschäftigt haben, vermutlich zum Schmunzeln bringend. Die Darstellung des Ares als dump-listigen Biker-Boy hat mich gestört, da Ares vielschichtiger als Mars und in der Kriegslist bewandeter beschildert worden war. Selbst eine Gestalt tritt als Orakel auf.
Es gibt jede Menge an Kampf-Szenen, einerseits zum üben als auch draußen in der bösen Welt gegen die Monster. Das ist Geschmackssache.
Das Englisch ist gut zu lesen, und der Roman unterhält gut. Ich überlege mir einen der Folgeromane zu Lesen um zu sehen ob und wie die Figuren und die Spannung hält.
Viel Spaß beim Lesen !
Rick Riordan wurde am 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der Universität in Texas Austin und war danach Lehrer an Schulen in Kalifornien und San Antonio. Sein erste Buch erschien 1997 "Big Tequilla" , aus dem dann die Krimiserie 'tres navarre' entstand. Seinen Durchbruch hatte er 2005 mit dem ersten Buch über Percy Jackson
Außerdem schreibt er die Buchreihe 'Helden des Olymp'. Rick Riordan lebt mit seinen zwei Söhnen und seiner Frau in Boston.
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Donnerstag, 3. November 2016
Dienstag, 27. März 2012
Tarquin Hall : "Der lachende Tote"
Tarquin Hall :
"Der lachende Tote" - Ein neuer Fall für Vish Puri
2010, Simon & Schuster
original "the case of the man who died laughing"
aus dem Englischen von Jochen Stemmel
Deutsche Erstausgabe
2010, Heyne Taschenbuch Verlag
374 Seiten
14 Seiten Glossar (mit typischen indischen Phrasen und v.a. Erläuterungen der herrlichen Speisen)
ISBN 978-3-453-43417-2
Das Buch ist ein vergnüglicher Krimi der Freude zu Lesen macht. Der rundliche Detektiv Vish Puri lebt in Delhi, löst pikante oder wichtige Fälle als Detektiv mit seinem Netzwerk, ist aktiver Familienmensch und geht zwischendurch gut Essen oder nimmt geschmackvolle Imbisse zu sich.
Dr. Jiha, ein Wissenschaftler, der nicht an Götter glaubt, entmystifiziert mit Logik immer wieder Magiere oder andere Menschen, die durch ihre sogenannte Spiritualität viel Geld verdienen. Morddrohungen folgen. Mitten in einem Lachseminar, das Dr. Jiha jeden Tag in der Früh im Park besucht, ersticht ihn eine Gestalt in Form der Göttin Kali (Anmerkung: sie hat Menschenköpfe als Schmuck, und ist eine der starken dämonischenhöchsten Göttinnen im Hindu-Glauben).
Vish Puri, der sich gut mit Dr. Jiha verstanden hatte, sieht es als Ehrenpflicht diesen Mord aufzuklären aber noch mehr die sogenannte Vision zu erklären. Besuche bei mehreren Magieren bringen ihn langfristig auf die richtige Fährte. Leider ist jemand schneller als er und ein Freund Dr. Jihas und dessen Chauffeur werden ermordet.
Letztendlich stellt sich allerdings heraus daß der mächtige Magier mit dem sich Dr. Jiha angelegt hatte ein geschickter Illusionist war, der vor Erpressung und (auch sexuellem) Machtmißbrauch nicht zurückschreckte.
In der Zwischenzeit lösen die Mutter und Gattin von Vish Puri einen Geldüberfall in ihrer illustren Damenrunde. Die Beschreibung der Damen, ihrer Lebensarten und ihre Eigenheiten ist vergnüglich zu lesen.
Privat werden Herr Vish Puri und seine Gattin Großeltern von Zwillingen - auch hier sind die Beschreibungen der einzelnen Familienmitglieder, und der Festivitäten und Rituale vor der Niederkunft schön beschrieben und bringen beim Lesen zum Schmunzeln.
Die Personen sind klar und liebevoll gezeichnet - auch wenn sie jmd verachten. Vish Puri's Eigenart seinen Mitmenschen sofort Spitznamen zu geben ist faszinierend - sein Chauffeur wird Handbremse genannt etc. Dezente geistige Verwandtschaft ist mit Hercule Poirot zu merken, weil beide Detektive von der Überrangenheit ihres Verstandes und Durchblicks überzeugt sind (was zu komischen Dialogen mit geübten Stichwortgebern im Buch führt).
Die Ort der diversen Geschehnisse - wie Park in Indien, Haus von Vish Puri, diverse Tempel, der Bereich des großen Magiers, etc. wird beschrieben und läuft wie ein Film vor dem geistigen Auge ab. Vor dem entsetzlichen Elend der bettelarmen Menschen in (hier) Delhi bzw. einzelnen Stadtteilen werden die Augen nicht verschlossen, sondern auch etwas Raum gegeben.
Danke an Übersetzer/Verlag für den Glossar. Hier werden tw die typisch indischen Ausdrucke erklärt und auch die vielen verschiedenen Imbisse und lukullischen Köstlichkeiten erläutert. Mich hat das Buch sehr an meinen Indienaufenthalt erinnert und regt an wieder zu probieren etwas Indisches (nach)zu kochen.
Alles in allem eine Freude das Buch zu Lesen. Ich empfehle es gerne Menschen mit Humor und Neugier für das schöne Land Indien weiter.
"Der lachende Tote" - Ein neuer Fall für Vish Puri
2010, Simon & Schuster
original "the case of the man who died laughing"
aus dem Englischen von Jochen Stemmel
Deutsche Erstausgabe
2010, Heyne Taschenbuch Verlag
374 Seiten
14 Seiten Glossar (mit typischen indischen Phrasen und v.a. Erläuterungen der herrlichen Speisen)
ISBN 978-3-453-43417-2
Das Buch ist ein vergnüglicher Krimi der Freude zu Lesen macht. Der rundliche Detektiv Vish Puri lebt in Delhi, löst pikante oder wichtige Fälle als Detektiv mit seinem Netzwerk, ist aktiver Familienmensch und geht zwischendurch gut Essen oder nimmt geschmackvolle Imbisse zu sich.
Dr. Jiha, ein Wissenschaftler, der nicht an Götter glaubt, entmystifiziert mit Logik immer wieder Magiere oder andere Menschen, die durch ihre sogenannte Spiritualität viel Geld verdienen. Morddrohungen folgen. Mitten in einem Lachseminar, das Dr. Jiha jeden Tag in der Früh im Park besucht, ersticht ihn eine Gestalt in Form der Göttin Kali (Anmerkung: sie hat Menschenköpfe als Schmuck, und ist eine der starken dämonischenhöchsten Göttinnen im Hindu-Glauben).
Vish Puri, der sich gut mit Dr. Jiha verstanden hatte, sieht es als Ehrenpflicht diesen Mord aufzuklären aber noch mehr die sogenannte Vision zu erklären. Besuche bei mehreren Magieren bringen ihn langfristig auf die richtige Fährte. Leider ist jemand schneller als er und ein Freund Dr. Jihas und dessen Chauffeur werden ermordet.
Letztendlich stellt sich allerdings heraus daß der mächtige Magier mit dem sich Dr. Jiha angelegt hatte ein geschickter Illusionist war, der vor Erpressung und (auch sexuellem) Machtmißbrauch nicht zurückschreckte.
In der Zwischenzeit lösen die Mutter und Gattin von Vish Puri einen Geldüberfall in ihrer illustren Damenrunde. Die Beschreibung der Damen, ihrer Lebensarten und ihre Eigenheiten ist vergnüglich zu lesen.
Privat werden Herr Vish Puri und seine Gattin Großeltern von Zwillingen - auch hier sind die Beschreibungen der einzelnen Familienmitglieder, und der Festivitäten und Rituale vor der Niederkunft schön beschrieben und bringen beim Lesen zum Schmunzeln.
Die Personen sind klar und liebevoll gezeichnet - auch wenn sie jmd verachten. Vish Puri's Eigenart seinen Mitmenschen sofort Spitznamen zu geben ist faszinierend - sein Chauffeur wird Handbremse genannt etc. Dezente geistige Verwandtschaft ist mit Hercule Poirot zu merken, weil beide Detektive von der Überrangenheit ihres Verstandes und Durchblicks überzeugt sind (was zu komischen Dialogen mit geübten Stichwortgebern im Buch führt).
Die Ort der diversen Geschehnisse - wie Park in Indien, Haus von Vish Puri, diverse Tempel, der Bereich des großen Magiers, etc. wird beschrieben und läuft wie ein Film vor dem geistigen Auge ab. Vor dem entsetzlichen Elend der bettelarmen Menschen in (hier) Delhi bzw. einzelnen Stadtteilen werden die Augen nicht verschlossen, sondern auch etwas Raum gegeben.
Danke an Übersetzer/Verlag für den Glossar. Hier werden tw die typisch indischen Ausdrucke erklärt und auch die vielen verschiedenen Imbisse und lukullischen Köstlichkeiten erläutert. Mich hat das Buch sehr an meinen Indienaufenthalt erinnert und regt an wieder zu probieren etwas Indisches (nach)zu kochen.
Alles in allem eine Freude das Buch zu Lesen. Ich empfehle es gerne Menschen mit Humor und Neugier für das schöne Land Indien weiter.
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