Catherine Simon :
"Falsche Austern" - der vierte Fall für Kommissar Leblanc
2018, Goldmann Verlag
244 Seiten
ISBN 978-3-442-48553-6
Der Museumsdirektor ist erschossen geworden. Weder Ehefrau noch Freundinnen können dem Kommissar bei der Recherche weiterhelfen.
Es geht diesmal nicht um echte Austern, von denen es verschiedene Sorten in der Normandie gibt, sondern um ein Gemälde von Eugene Boudin, dessen Werke in Museen der Normandie gesehen werden können.
Kommissar Leblanc wird innerhalb der Arbeit mit einem zweiten Kommissar zusammengespannt, der nicht mit Menschen redet und der Intuition vertraut, sondern direkt bis rücksichtlos und brutal vorgeht.
Leblanc, der durch die Liebe seiner Mutter zu einem Mann in Kameroun, offen für die oft nicht ruhmreiche Geschichte Frankreichs in Afrika ist, lernt einiges über die 'Pieds-noirs', die algerische Geschichte und kommt wirklich einem gefährlichen Mann auf die Spur.
Das Ende ist zynisch, denn Leblanc wird in Frühpension geschickt, der junge dynamische Kommissar übernimmt die zusammengelegten Kommissariate und muß die Fälle erst recht neu aufrollen.
Parallel muß sich Leblanc der sich nie für eine Frau entscheiden konnte, und leicht entflammbar ist, für die eine engagieren, die ihm fast von einem Heiratsschwindler verdorben wird.
Der Roman ist meist gut geschrieben, wobei diesmal das Lesen traurig machte, weil die wirklich Bösen nicht erwischt werden.
Die Hintergrundgeschichte der Unabhängigkeit Algeriens, aber auch ein entsetzliches Massaker, Menschen die politisch zerrieben wurden, werden erzählt. Politische Intoleranz herrschte damals wie heute.
In Summe ein empfehlenswerter Roman, wenn man sich für Fälschungen im Kunstbereich interessiert und nicht über Algeriens Geschichte Bescheid weiß.
Biographie der Autorin ist bei "Bitterer Calvados" vom 19 Feb 2020.
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Freitag, 12. Juni 2020
Mittwoch, 10. Oktober 2018
Michael Böckler : "Falscher Tropfen"
Michael Böckler :
"Falscher Tropfen" - ein Wein-Krimi aus Südtirol
2018, Rowohl Taschenbuch Verlag
389 Seiten + Anhang 26 Seiten Weine + 22 Seiten Essen und Trinken
ISBN 978-3-499-27349-0
Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein darf wieder ermitteln. Diesmal beauftragt ihn eine trauende Witwe dem Rätsel um eine Flasche Rotwein zu folgen. Während er den Spuren zu einem Weinfälscher, einem Etikettenfälscher und einem chinesischen Konzern folgt, und eine sehr sehr attraktive Photographin kennenlernt, kommt auch heraus, daß der Verstorbene keinem Unfall zum Opfer fiel und ein zweiter Toter wird gefunden.
Als Nebenstrang ist seine schöne und fröhliche Lebensgefährtin und Weinhauerin Phina mit Flüchtlingskindern beschäftigt.
Wie gewohnt fährt Emilio in seinem alten Land Rover durch die Gegend, genießt Speis' und Trank, philosophiert darüber, und bewahrt sich sein Mißtrauen Menschen gegenüber.
Die Weinfälscherszene in der eigentlich teure Weine mit guten Weinen und Aromen schlecht nachgemacht werden, macht mir wenig Freude, denn dazu genieße ich Wein zu sehr.
Die Menschen inklusive dem etwas überkandidelt gekleideten Emilio und Menschen wie die Witwe Martina, deren Bruder dem Koch Sepp, die Photographin Tilda, Emilios Freundin Phina, Linus sowie Gianlucca sind farbenreich geschildert und gut vorstellbar.
Emilio ist hier im Eisacktal sowie zwischen Eppan und Bozen viel unterwegs. Wenn man die Gegend kennt, ist es schön gedanklich mitzufahren.
Die Geschichte ist schön erzählt und liest sich gut. Ein wunderbarer Kriminalroman für schlechtes Wetter, oder die Urlaubszeit. Viel Sapß beim Lesen !
Lebenslauf 15. Oktober 2015 bei "Mord in bester Lage - Ein Weinkrimi aus Südtirol"
"Falscher Tropfen" - ein Wein-Krimi aus Südtirol
2018, Rowohl Taschenbuch Verlag
389 Seiten + Anhang 26 Seiten Weine + 22 Seiten Essen und Trinken
ISBN 978-3-499-27349-0
Baron Emilio von Ritzfeld-Hechenstein darf wieder ermitteln. Diesmal beauftragt ihn eine trauende Witwe dem Rätsel um eine Flasche Rotwein zu folgen. Während er den Spuren zu einem Weinfälscher, einem Etikettenfälscher und einem chinesischen Konzern folgt, und eine sehr sehr attraktive Photographin kennenlernt, kommt auch heraus, daß der Verstorbene keinem Unfall zum Opfer fiel und ein zweiter Toter wird gefunden.
Als Nebenstrang ist seine schöne und fröhliche Lebensgefährtin und Weinhauerin Phina mit Flüchtlingskindern beschäftigt.
Wie gewohnt fährt Emilio in seinem alten Land Rover durch die Gegend, genießt Speis' und Trank, philosophiert darüber, und bewahrt sich sein Mißtrauen Menschen gegenüber.
Die Weinfälscherszene in der eigentlich teure Weine mit guten Weinen und Aromen schlecht nachgemacht werden, macht mir wenig Freude, denn dazu genieße ich Wein zu sehr.
Die Menschen inklusive dem etwas überkandidelt gekleideten Emilio und Menschen wie die Witwe Martina, deren Bruder dem Koch Sepp, die Photographin Tilda, Emilios Freundin Phina, Linus sowie Gianlucca sind farbenreich geschildert und gut vorstellbar.
Emilio ist hier im Eisacktal sowie zwischen Eppan und Bozen viel unterwegs. Wenn man die Gegend kennt, ist es schön gedanklich mitzufahren.
Die Geschichte ist schön erzählt und liest sich gut. Ein wunderbarer Kriminalroman für schlechtes Wetter, oder die Urlaubszeit. Viel Sapß beim Lesen !
Lebenslauf 15. Oktober 2015 bei "Mord in bester Lage - Ein Weinkrimi aus Südtirol"
Sonntag, 29. April 2018
Andreas Pittler : "Die Spur der Ikonen"
Andreas Pittler :
"Die Spur der Ikonen"
Kriminalroman
2017, Gmeiner Verlag
275 Seiten
ISBN 978-3-8392-2040-5
Als Wien-Kenner ist es durchaus spannend zu lesen wie die Namen bekannter Straßen für die unter kommunistischem Regime stehenden Bezirke Wiens umgenannt wurden. Beim Cafe Eintracht und der Karl-Marx-Allee habe ich etwas Zeit gebraucht.
Die Personen der Handlung sind durchaus schön gezeichnet. Hauptwachmeister Peter Landsrait, der nicht nur als Polizist für Recht und Ordnung sorgt, liebt auch seine Frau und Kinder und die Ordnung und Sauberkeit im sozialisten Leben. In seinem Team gibt es begeisterte Polizisten aber auch Menschen die sehen wie sehr das System am kippen ist, und wie die Unzufriedenheit steigt. Seine Vorgesetzten sind Hierarchie bewußt, aber ohne jegliches Verständnis für Menschen gezeichnet. Bürger die etwas neben dem System stehen sind eher unsympathisch gezeichnet.
In dem Krimi gibt es keine Leichen, nur Betrug und Fälschung, trotzdem ist es eine Kriminalgeschichte, und etwas Mitraten wer 'der Böse' ist, ist möglich.
Der Roman ist sehr interessant, aber streckenweise etwas mühsam zu Lesen. Auf jeden Fall ist er für alle Leser und Leserinnen, die sich für Geschichte interessieren und in Wien auskennen ein sehr empfehlenswertes Buch.
Andreas P. Pittler wurde am 21. November 1964 in Wien geboren. Er lebt den meisten Teil im fünften Wiener Gemeindebezirk. Er studierte in Wien Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und arbeitete lange als Journalist. Im Jahr 2000 erschien sein erster Roman, dem noch viele Romane aber auch Sachbücher folgten.
"Die Spur der Ikonen"
Kriminalroman
2017, Gmeiner Verlag
275 Seiten
ISBN 978-3-8392-2040-5
Dieser Kriminalroman im utopischen Staat ÖDR (Österreichische Demokratische Republik), in dem Wien noch immer eine aufgeteilte Stadt ist, spielt 1989 als Honecker noch Chef der DDR ist und Gorbatschow Perestrojika durchsetzt. Es gibt keinen Toten, aber geschmuggelte Ware. Hauptwachmeister Peter Landsrait ist aufrechter Polizist seines Staates, glaubt an ihn und seine Werte und die Gesetze. Er versucht mit seiner Truppe den Fragen nach Geld ohne Ware, einem Kleinganoven und einem Westler mit zwei Pässen. Er kommt Ikonenhandel, sowie Ikonenfälscherei auf die Spur - alles kurz vor dem den großen Fluchtwellen aus der DDR via Ungarn in die hier sogenannte Bundesrepublik Österreich. Am Ende wird noch der Drahtzieher des Schmuggels in der eigenen Hierarchie aufgedeckt.
Als Wien-Kenner ist es durchaus spannend zu lesen wie die Namen bekannter Straßen für die unter kommunistischem Regime stehenden Bezirke Wiens umgenannt wurden. Beim Cafe Eintracht und der Karl-Marx-Allee habe ich etwas Zeit gebraucht.
Die Personen der Handlung sind durchaus schön gezeichnet. Hauptwachmeister Peter Landsrait, der nicht nur als Polizist für Recht und Ordnung sorgt, liebt auch seine Frau und Kinder und die Ordnung und Sauberkeit im sozialisten Leben. In seinem Team gibt es begeisterte Polizisten aber auch Menschen die sehen wie sehr das System am kippen ist, und wie die Unzufriedenheit steigt. Seine Vorgesetzten sind Hierarchie bewußt, aber ohne jegliches Verständnis für Menschen gezeichnet. Bürger die etwas neben dem System stehen sind eher unsympathisch gezeichnet.
In dem Krimi gibt es keine Leichen, nur Betrug und Fälschung, trotzdem ist es eine Kriminalgeschichte, und etwas Mitraten wer 'der Böse' ist, ist möglich.
Der Roman ist sehr interessant, aber streckenweise etwas mühsam zu Lesen. Auf jeden Fall ist er für alle Leser und Leserinnen, die sich für Geschichte interessieren und in Wien auskennen ein sehr empfehlenswertes Buch.
Andreas P. Pittler wurde am 21. November 1964 in Wien geboren. Er lebt den meisten Teil im fünften Wiener Gemeindebezirk. Er studierte in Wien Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und arbeitete lange als Journalist. Im Jahr 2000 erschien sein erster Roman, dem noch viele Romane aber auch Sachbücher folgten.
Montag, 17. April 2017
Estelle Ryan : "The Gauguin Connection"
Estelle Ryan :
"The Gauguin Connection (Book 1) (Genevieve Lenard)"
Dateigröße: 1373 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 434 Seiten
Sprache: Englisch
ASIN: B008X3NCRE
Dr. Genevieve Lenard ist eine hyperintelligente etwas autistische junge Frau, die sich ihr Leben geregelt hat und bei einer Versicherung in Straßburg an vielen Computern gleichzeitig arbeitet. Sie wird bei einem Fall von Waffendiebstahl innerhalb einer europäischen Truppe hinzugezogen und der Frage wie diese mit dem Tod einer jungen Künstlerin, die ein Gemälde Gauguin umgewickelt hatte, zusammenhängen. Plötzlich ist sie mit einem Polizisten konfrontiert, einem ehemaligen charmanten Kunstdieb, einem liebevollen Bodyguard und einer sehr effizienten Schlägertruppe. Sie und ihr enger Kreis arbeiten sich durch viele Daten, Listen bis sie einem Kunstfälscherring auf die Spur kommen, die nicht nur Geld waschen sondern die jungen Künstler / = Fälscher töten. Auf einer Party entdeckt sie wer der Machtmensch hinter den Machenschaften ist.
Das Buch ist in Ich-Stil aus Genevieves Sicht beschrieben. Ihre Beobachtungen und Beschreibungen führen durch das Benehmen der Menschen, wobei ihre Betrachtungen über Alpha-Männer vor allem wenn sie sich non-verbal bekriegen sehr unterhaltsam sind. Manchmal amüsiert sie sich, manchmal strengt es sie nur an, weil es ihr Energie kostet und sie durchaus einschreiten muß.
Sie will Körperabstand und muß oft sehr um ihre 50 cm Menschendistanz kämpfen.
Wenn ihr etwas emotional zu nahe geht hilft ihr W.A. Mozart - entweder seine Musik zu hören, oder Takte seiner Musik aufzuschreiben.
Genevieve selbst dürfte eine attraktive junge Frau sein, die durchaus bei Männern ankommt; nur nicht wenn sie sachlich ihre empirischen Beobachtungen über das übliche Lügen / Höflich sein / generelle Mißtrauen zwischen ihren Mitmenschen kundtut.
Philipp ist CEO und Chef der Versicherung, und ihr Mentor und immer wieder Mediator. Er ist ein älterer Herr den Herausforderungen reizen.
Manny Millard ist ein alter Freund von ihm. Er mißtraut allen, v.a. nicht Polizeimenschen, ist vierschrötig geschildert.
Colin Frey, ist ein charmanter Mann, ehemals Kunstdieb, der es schafft Genevieve Vertrauen zu vermitteln, und sie sogar berühren darf. Ihm gehen die Morde an den Künstler am meisten unter die Haut.
Vinnie, ist dessen bester Freund, ein Riese von Mann, der excellent kocht und selbst Genevieves Ansprüchen für Sauberkeit entspricht, weshalb sie ihn als Bodyguard und auch Freund schätzen lernt.
Wieviel die Gruppe allerdings an Kaffee trinkt, ließ sich durch die Kaffeefreude der Autorin erklären.
Ort der Handlung ist Straßburg, wobei hier v.a. Büros und die Wohnung von Genevieve geschildert sind. Spannender als die Locations sind die Menschen, die von Genevieve mit ihren Bewegungen zu- und gegeneinander geschildet werden, und deren Mikrobewegungen mehr Aussage für sie haben, als deren Worte.
Es findet keine wirklich Romanze in den Buch statt, oder gar mühsame Sex-Szene was durchaus angenehm zu Lesen ist, weil die computerlastigen Handlungsstränge für mich viel spannender sind.
Ich habe das Buch im Internet legal mit 0,- EUR Schnupperpreis erworben, es ist aber durchaus den gewohnten Taschenbuchpreis wert.
"The Gauguin Connection (Book 1) (Genevieve Lenard)"
Dateigröße: 1373 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 434 Seiten
Sprache: Englisch
ASIN: B008X3NCRE
Dr. Genevieve Lenard ist eine hyperintelligente etwas autistische junge Frau, die sich ihr Leben geregelt hat und bei einer Versicherung in Straßburg an vielen Computern gleichzeitig arbeitet. Sie wird bei einem Fall von Waffendiebstahl innerhalb einer europäischen Truppe hinzugezogen und der Frage wie diese mit dem Tod einer jungen Künstlerin, die ein Gemälde Gauguin umgewickelt hatte, zusammenhängen. Plötzlich ist sie mit einem Polizisten konfrontiert, einem ehemaligen charmanten Kunstdieb, einem liebevollen Bodyguard und einer sehr effizienten Schlägertruppe. Sie und ihr enger Kreis arbeiten sich durch viele Daten, Listen bis sie einem Kunstfälscherring auf die Spur kommen, die nicht nur Geld waschen sondern die jungen Künstler / = Fälscher töten. Auf einer Party entdeckt sie wer der Machtmensch hinter den Machenschaften ist.
Das Buch ist in Ich-Stil aus Genevieves Sicht beschrieben. Ihre Beobachtungen und Beschreibungen führen durch das Benehmen der Menschen, wobei ihre Betrachtungen über Alpha-Männer vor allem wenn sie sich non-verbal bekriegen sehr unterhaltsam sind. Manchmal amüsiert sie sich, manchmal strengt es sie nur an, weil es ihr Energie kostet und sie durchaus einschreiten muß.
Sie will Körperabstand und muß oft sehr um ihre 50 cm Menschendistanz kämpfen.
Wenn ihr etwas emotional zu nahe geht hilft ihr W.A. Mozart - entweder seine Musik zu hören, oder Takte seiner Musik aufzuschreiben.
Genevieve selbst dürfte eine attraktive junge Frau sein, die durchaus bei Männern ankommt; nur nicht wenn sie sachlich ihre empirischen Beobachtungen über das übliche Lügen / Höflich sein / generelle Mißtrauen zwischen ihren Mitmenschen kundtut.
Philipp ist CEO und Chef der Versicherung, und ihr Mentor und immer wieder Mediator. Er ist ein älterer Herr den Herausforderungen reizen.
Manny Millard ist ein alter Freund von ihm. Er mißtraut allen, v.a. nicht Polizeimenschen, ist vierschrötig geschildert.
Colin Frey, ist ein charmanter Mann, ehemals Kunstdieb, der es schafft Genevieve Vertrauen zu vermitteln, und sie sogar berühren darf. Ihm gehen die Morde an den Künstler am meisten unter die Haut.
Vinnie, ist dessen bester Freund, ein Riese von Mann, der excellent kocht und selbst Genevieves Ansprüchen für Sauberkeit entspricht, weshalb sie ihn als Bodyguard und auch Freund schätzen lernt.
Wieviel die Gruppe allerdings an Kaffee trinkt, ließ sich durch die Kaffeefreude der Autorin erklären.
Ort der Handlung ist Straßburg, wobei hier v.a. Büros und die Wohnung von Genevieve geschildert sind. Spannender als die Locations sind die Menschen, die von Genevieve mit ihren Bewegungen zu- und gegeneinander geschildet werden, und deren Mikrobewegungen mehr Aussage für sie haben, als deren Worte.
Es findet keine wirklich Romanze in den Buch statt, oder gar mühsame Sex-Szene was durchaus angenehm zu Lesen ist, weil die computerlastigen Handlungsstränge für mich viel spannender sind.
Die Geschichte ist in gutem und schönen Englisch geschrieben, und spielt manchmal mit amerikanischem Akzent. Ich mußte immer wieder Vokabel nachsehen die etwas sophisticated waren oder die super-slang-Wörter waren.
Der Stil ist durchaus spannend, sodaß mich die Lösung sehr interessierte; die dann einige offene Ende für Fortsetzung offen ließ.
Der Stil ist durchaus spannend, sodaß mich die Lösung sehr interessierte; die dann einige offene Ende für Fortsetzung offen ließ.
In Summe ein sehr lesenswerter Kriminalroman, der mit seinem Mozart-als-Entspannungstherapie-Einsatz durchaus für Musikfreunde interessant sein könnte. Viel Freude beim Lesen !
Estelle Ryan wurde in Südafrika geboren (leide finde ich kein Geburtsjahr). Sie ist viel durch Europa und die Welt gereist. Sie hat für viele internationale Zeitschriften geschrieben, war Herausgeberin eines europäischen Lifestyle-Magazins und hat auch Liebensromane - unter Pseudonym - veröffentlicht. Sie gilt als Fan von wirklich gutem Kaffee, weshalb es heißt, daß sie in vielen Kaffeehäusern der Welt ihre Bücher schrieb. Die Serie mit 'Dr. Genevieve Lenard' begann 2012 - im Jänner 2017 erschien der zehnte Band.
Sonntag, 27. November 2016
Martin Mucha : "Liebessiegel"
Martin Mucha :
"Liebessiegel" - ein Wien-Krimi
2015, Gmeiner Verlag
272 Seiten
ISBN 978-3-8392-1752-8
Ein Sprachwissenschaftler in Wien, dessen Frau schwanger ist, trifft unvermutet seine Jugendliebe. Als die Polizei ihm mitteilt, daß sie ermordet wurde, versucht er den Mord zu lösen, um einen überraschenden Schluß mit genau dieser seiner Jugendliebe zu erleben. Dazwischen besucht er das Staatsarchiv mit seinen alten Urkunden, trifft dort einen hohen Beamten und eine schöne Assistentin, wird von einem KGB-Mann gerettet, und sieht Menschen aus seiner Theater- und Drogen-zeit.
Der Krimi ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Hier folgen wir den Gedanken, der Tee-Sehnsucht (literweise werden hochwertige Tees getrunken), und den mehr oder minder gelungen Aktionen eines Menschen der als Sprachwissenschaftler auf einer Universität sein Geld verdient.
Der Roman spielt in Wien, was spürbar ist. Die Gegenden (von Donauinsel, über Mariahilfer Straße [vor Umbau] bis in den Wienerwald) sind alle eindeutig umfaßt und die genutzten Öffis sind für in Wien lebende Menschen logisch und ohne Kopfweh zu bekommen nachvollziehbar.
Die Menschen sind zwar vorstellbar, bleiben bei mir aber aufgrund mangelnder Sympathiepunkte mit wenig Freude verbunden. Der Hauptakteur nervt mich mit seinen unmotiviert wirkenden Aktionen, die nicht immer schlüssig waren. Sympathisch ist nur, daß er für sich und seine Frau kocht. Seine Frau und große Liebe, die Rechtsanwältin Laura, ist perfekt und schön. Die Jugendliebe Kaede wird als schöne aber auch ziemlich überdrehte Frau geschildert.
Liebessiegel heißt der Roman, weil alte Siegel bzw, deren Fälschung in dem Krimi wichtig sind, und Arno am Schluß eine romantische Geste mit Siegel zaubert.
Dieser ist der fünfte Krimi mit Arno Linder. In Summe für Wien-Kenner ein gut lesbarer Roman, aber ich werde wohl kein zweites Buch dieser Reihe lesen, weil mir die Geschichte zu chaotisch und undurchsichtig war.
Dr. Martin Michael Mucha wurde 1976 in Graz geboren. Er studierte in Wien Philosophie, Geschichte und Theologie. Seit 2002 arbeitet er im Bereich Drehbucherstellung für Kino- und Fernsehfilme. Seit 2009 Jahren schreibt er Krimis - 2010 erschien der erste mit Arno Lindner "Papierkrieg".
"Liebessiegel" - ein Wien-Krimi
2015, Gmeiner Verlag
272 Seiten
ISBN 978-3-8392-1752-8
Ein Sprachwissenschaftler in Wien, dessen Frau schwanger ist, trifft unvermutet seine Jugendliebe. Als die Polizei ihm mitteilt, daß sie ermordet wurde, versucht er den Mord zu lösen, um einen überraschenden Schluß mit genau dieser seiner Jugendliebe zu erleben. Dazwischen besucht er das Staatsarchiv mit seinen alten Urkunden, trifft dort einen hohen Beamten und eine schöne Assistentin, wird von einem KGB-Mann gerettet, und sieht Menschen aus seiner Theater- und Drogen-zeit.
Der Krimi ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Hier folgen wir den Gedanken, der Tee-Sehnsucht (literweise werden hochwertige Tees getrunken), und den mehr oder minder gelungen Aktionen eines Menschen der als Sprachwissenschaftler auf einer Universität sein Geld verdient.
Der Roman spielt in Wien, was spürbar ist. Die Gegenden (von Donauinsel, über Mariahilfer Straße [vor Umbau] bis in den Wienerwald) sind alle eindeutig umfaßt und die genutzten Öffis sind für in Wien lebende Menschen logisch und ohne Kopfweh zu bekommen nachvollziehbar.
Die Menschen sind zwar vorstellbar, bleiben bei mir aber aufgrund mangelnder Sympathiepunkte mit wenig Freude verbunden. Der Hauptakteur nervt mich mit seinen unmotiviert wirkenden Aktionen, die nicht immer schlüssig waren. Sympathisch ist nur, daß er für sich und seine Frau kocht. Seine Frau und große Liebe, die Rechtsanwältin Laura, ist perfekt und schön. Die Jugendliebe Kaede wird als schöne aber auch ziemlich überdrehte Frau geschildert.
Liebessiegel heißt der Roman, weil alte Siegel bzw, deren Fälschung in dem Krimi wichtig sind, und Arno am Schluß eine romantische Geste mit Siegel zaubert.
Dieser ist der fünfte Krimi mit Arno Linder. In Summe für Wien-Kenner ein gut lesbarer Roman, aber ich werde wohl kein zweites Buch dieser Reihe lesen, weil mir die Geschichte zu chaotisch und undurchsichtig war.
Dr. Martin Michael Mucha wurde 1976 in Graz geboren. Er studierte in Wien Philosophie, Geschichte und Theologie. Seit 2002 arbeitet er im Bereich Drehbucherstellung für Kino- und Fernsehfilme. Seit 2009 Jahren schreibt er Krimis - 2010 erschien der erste mit Arno Lindner "Papierkrieg".
Montag, 11. Januar 2016
Daniel Scholten : "Der zweite Tod"
Daniel Scholten :
"Der zweite Tod" - ein Fall für Kommissar Cederström
2007, Wilhelm Goldmann Verlag München
337 Seiten + 1 Seite Karte Stockholm Umgebung + 1 Seite Karte Stockholm
ISBN 978-3-442-46402-9
In diesem Kriminalroman aus Schweden mit sprachlichen Ausflügen nach Island und echten nach Ägypten und Spanien ermittelt Kommissar Kjell Cederström mithilfe seines Teams und manchmal seiner künstlerischen Tochter.
Das Team wird gebeten den Mord um einen charismatischen Altertumsforscher aufzuklären. Die verschwundene Geliebte wird gesucht, die ehemaligen Assistentinnen ausgeforscht, der Ruf der durch Fälschungen ruiniert worden war untersucht und vor allem den Forschungen um den Diskos von Phaistos nachgegangen. Sofi, das Computergenie in Cederströms Team, jagt einem 45-stelligen Passwort nach. Ein Sommerhaus geht in Flammen auf, eine Leiche wird entdeckt, Sofi in Kairo überfallen und einer schwedische Firma, die Firmen hilft Probleme zu bereinigen, auf den Zahn gefühlt. Schlußendlich ging es bei dem Mord am Forscher nur um Geld.
Den Personen der Handlung wird viel Platz gegeben.
Kjell Sederström ist Witwer, hatte eine Affäre mit Ida vor zehn Jahren gehabt, die wieder aufblüht. Er liebt Bücher, Archäologie und seine malende Teenagertochter Linda.
Linda hat durch Ida zu malen begonnen und eine genaue Maltechnik entwickelt. Sie hat ihre erste Beziehung mit einem älteren faszinierenden berühmten Maler, der sie unterstützt. Sie hilft beim Rätseln des Passwortes.
Sofi ist erst seit Kurzen im Team; sie war ein Ägypten gewesen und kann arabisch. Ihre Computerkenntnisse sind formidabel. Sie und Henning bringen Linda das Autofahren bei. Barbro ist schon länger in Cederströms Team. Sie hat eine Tochter Emilie. Henning ist der älteste des taktischen Teams das im Showdown am Ende gut zusammenspielt.
Ida wird Charisma zugeschrieben, zwei ehemalige Freundinnen des Opfer Mari und Kajsa sind unterschiedlich mal sehr weich und naiv und die andere zielstrebig und klar beschrieben; Fohlin als Chef einer Firma wird mit gelernter Gelassenheit und Soldatenfocus beschrieben.
Der zweite Tod heißt das Buch durch den Brauch der Ägypter, ihre Toten für das Weiterleben nach dem ersten Tod auszustatten. Erst wenn die Prüfung des Lebens negativ ausfällt stirbt die Seele wirklich- den zweiten Tod.
Die Fährte zur Entschlüsselung des Diskos führt einerseits in die kühlen Sommergebiete Schwedens, als auch für Sofi und Linda einige Tage nach Kairo. Oft sitzt Sofi aber auch nur dem Computer und grübelt.
An Liebensgeschichten werden drei unterschiedliche geboten. Kjell und Ida kommen wieder zusammen. Linda hat eine Affäre. Zwischen Babro und Henning könnte etwas werden. Als vierte könnte die des Mordopfers zur lange Zeit Verdächtigen gelten.
Als Hintergrund der Geschichte ist der fortwährende Schmuggel von Antiquitäten bzw. das Herstellen von Fälschungen beschrieben.
Nebenbei gibt es kleine Hinweise auf isländische Kultur, die mit dem Autor persönlich zu tun haben
Das Buch ist gut geschrieben und mir haben die Personen der Handlung gut gefallen. Der Krimi ist netterweise nicht so düster wie eines anderen wichtigen skandinavischen leider kürzlich verstorbener Kriminalromanciers.
Daniel Scholten wurde 1973 geboren. Er ist ein deutsch-isländischer Schriftsteller. Davor arbeitete er als Typograph und studierte in München Äygptologie und historische Sprachwissenschaften. Nebenbei beschäftigt sich Scholten auch mit skandinavischer Literatur (Isländisch und Schwedisch) und publiziert dafür auch zwei Literaturzeitschriften. Er hat auch einen Video-Podcast 'Belles Lettres', der sich sich mit Sprachkunde und Stilistik befaßt und dem Zuschauer die eigene Urteilsfindung über diverse Elemente der deutschen Sprache ermöglichen möchte .
Ab erschienen 2007 die Kriminalromane mit Kommissar Cederström. Es erschienen von ihm auch Bücher zur isländischen Grammatik.
Seit 2012 lebt Scholten abwechselnd in Stockholm und München.
"Der zweite Tod" - ein Fall für Kommissar Cederström
2007, Wilhelm Goldmann Verlag München
337 Seiten + 1 Seite Karte Stockholm Umgebung + 1 Seite Karte Stockholm
ISBN 978-3-442-46402-9
In diesem Kriminalroman aus Schweden mit sprachlichen Ausflügen nach Island und echten nach Ägypten und Spanien ermittelt Kommissar Kjell Cederström mithilfe seines Teams und manchmal seiner künstlerischen Tochter.
Das Team wird gebeten den Mord um einen charismatischen Altertumsforscher aufzuklären. Die verschwundene Geliebte wird gesucht, die ehemaligen Assistentinnen ausgeforscht, der Ruf der durch Fälschungen ruiniert worden war untersucht und vor allem den Forschungen um den Diskos von Phaistos nachgegangen. Sofi, das Computergenie in Cederströms Team, jagt einem 45-stelligen Passwort nach. Ein Sommerhaus geht in Flammen auf, eine Leiche wird entdeckt, Sofi in Kairo überfallen und einer schwedische Firma, die Firmen hilft Probleme zu bereinigen, auf den Zahn gefühlt. Schlußendlich ging es bei dem Mord am Forscher nur um Geld.
Den Personen der Handlung wird viel Platz gegeben.
Kjell Sederström ist Witwer, hatte eine Affäre mit Ida vor zehn Jahren gehabt, die wieder aufblüht. Er liebt Bücher, Archäologie und seine malende Teenagertochter Linda.
Linda hat durch Ida zu malen begonnen und eine genaue Maltechnik entwickelt. Sie hat ihre erste Beziehung mit einem älteren faszinierenden berühmten Maler, der sie unterstützt. Sie hilft beim Rätseln des Passwortes.
Sofi ist erst seit Kurzen im Team; sie war ein Ägypten gewesen und kann arabisch. Ihre Computerkenntnisse sind formidabel. Sie und Henning bringen Linda das Autofahren bei. Barbro ist schon länger in Cederströms Team. Sie hat eine Tochter Emilie. Henning ist der älteste des taktischen Teams das im Showdown am Ende gut zusammenspielt.
Ida wird Charisma zugeschrieben, zwei ehemalige Freundinnen des Opfer Mari und Kajsa sind unterschiedlich mal sehr weich und naiv und die andere zielstrebig und klar beschrieben; Fohlin als Chef einer Firma wird mit gelernter Gelassenheit und Soldatenfocus beschrieben.
Der zweite Tod heißt das Buch durch den Brauch der Ägypter, ihre Toten für das Weiterleben nach dem ersten Tod auszustatten. Erst wenn die Prüfung des Lebens negativ ausfällt stirbt die Seele wirklich- den zweiten Tod.
Die Fährte zur Entschlüsselung des Diskos führt einerseits in die kühlen Sommergebiete Schwedens, als auch für Sofi und Linda einige Tage nach Kairo. Oft sitzt Sofi aber auch nur dem Computer und grübelt.
An Liebensgeschichten werden drei unterschiedliche geboten. Kjell und Ida kommen wieder zusammen. Linda hat eine Affäre. Zwischen Babro und Henning könnte etwas werden. Als vierte könnte die des Mordopfers zur lange Zeit Verdächtigen gelten.
Als Hintergrund der Geschichte ist der fortwährende Schmuggel von Antiquitäten bzw. das Herstellen von Fälschungen beschrieben.
Nebenbei gibt es kleine Hinweise auf isländische Kultur, die mit dem Autor persönlich zu tun haben
Das Buch ist gut geschrieben und mir haben die Personen der Handlung gut gefallen. Der Krimi ist netterweise nicht so düster wie eines anderen wichtigen skandinavischen leider kürzlich verstorbener Kriminalromanciers.
Daniel Scholten wurde 1973 geboren. Er ist ein deutsch-isländischer Schriftsteller. Davor arbeitete er als Typograph und studierte in München Äygptologie und historische Sprachwissenschaften. Nebenbei beschäftigt sich Scholten auch mit skandinavischer Literatur (Isländisch und Schwedisch) und publiziert dafür auch zwei Literaturzeitschriften. Er hat auch einen Video-Podcast 'Belles Lettres', der sich sich mit Sprachkunde und Stilistik befaßt und dem Zuschauer die eigene Urteilsfindung über diverse Elemente der deutschen Sprache ermöglichen möchte .
Ab erschienen 2007 die Kriminalromane mit Kommissar Cederström. Es erschienen von ihm auch Bücher zur isländischen Grammatik.
Seit 2012 lebt Scholten abwechselnd in Stockholm und München.
Sonntag, 26. Juli 2015
Elis Fischer : "Die Tarotmeisterin"
Elis Fischer :
"Die Tarotmeisterin"
2015, Gmeiner Verlag
277 Seiten + 2 Seiten Nachwort zum historischen Handlungsstrang (Fakt + Fiktion)
ISBN 978-3-8392-1724-5
Theresa "Thesi" Valier möchte Aufträge als Graphikerin ankurbeln und überlegt einem Frauennetzwerk beizutreten. Da sie eine alte Kollegin gelistet sieht, gehen sie und ihre beste Freundin Flora zum Treffpunkt beim Wiener Heurigen. Die Frauen sind sehr unterschiedlich - von sehr esoterisch bis sehr geschäftsorientiert. Die alte Graphikerkollegin wird verletzt aufgefunden und Thesi & Flora beginnen - sehr zum Mißfallen von Thesi's Ehemann der wieder Angst um seine Frau hat - Hintergründe zu recherchieren. Sie finden gefälschte Designerware, Affären, und Verdacht auf gefälschte Kunstwerke - und esoterische Spielkartenentwürfe. Ein Mord passiert doch noch. Der ziemlich rasche Schluß erklärt die Fälschungsgeschichte.
Parallel sind zwei Handlungsstränge. In einem aus 1939 wird die fiktive Geschichte erzählt in der Aleister Crowley fingierte Zeichnungen erhält und vernichtet, im anderen wird der Sohn eines unverbesserlichen Nazis geschildert der sich versucht aus dem Alptraum durch seinen mittlerweile zwar toten, aber immer noch überdominanten Vater zu befreien.
Die Frauen des Netzwerks sind gut geschildert: die Typen sind unterschiedlich von glamourös-eiskalt, bis mütterlich-ausnutzend-manipulierend bis esoterisch durchsichtig, aber wenigstens nicht ungut. Netterweise ist keine Frau wirklich abfällig geschildert, sondern jeder wird ihre Eigenheit gelassen.
Die Männer der Umgebung sind Ehemann Leon der seine Frau gut kennt, Sohn Dino mit seiner Schatzkiste, und ein ehemaliger Verehrer von Flora und wichtiger Polizist Robert. Dieses Team ist gut eingespielt wie sie einander die Puzzleteile zuspielen.
Szenerien sind Wien 19. Bezirk, der Naschmarkt, eine Boutique am Gürtel, ein Antiquitätenladen beim Naschmarkt. Die Tarotkarten-Elemente sind richtig recherchiert und schön umgesetzt.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und lenkte mich, die ich gerade zwei grandiose aber deprimierend-spannende Bücher (konkret : "Das Ufer" von Rafel Chirbes + "I am Malala" von Malala Yousafzai) lese, gut ab. Viel Spaß beim Lesen!
Elis Fischer wurde 1965 in Graz (Österreich) geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und machte eine Ausbildung zu Werbung und Verkauf; nach Arbeit im Marketing folgte eine Goldschmiedeausbildung. 2013 erschien der erste Kriminalroman mit "Thesi" Valier namens "Kunstjägerin". Sie lebt mit ihrer Familie im Burgenland.
"Die Tarotmeisterin"
2015, Gmeiner Verlag
277 Seiten + 2 Seiten Nachwort zum historischen Handlungsstrang (Fakt + Fiktion)
ISBN 978-3-8392-1724-5
Theresa "Thesi" Valier möchte Aufträge als Graphikerin ankurbeln und überlegt einem Frauennetzwerk beizutreten. Da sie eine alte Kollegin gelistet sieht, gehen sie und ihre beste Freundin Flora zum Treffpunkt beim Wiener Heurigen. Die Frauen sind sehr unterschiedlich - von sehr esoterisch bis sehr geschäftsorientiert. Die alte Graphikerkollegin wird verletzt aufgefunden und Thesi & Flora beginnen - sehr zum Mißfallen von Thesi's Ehemann der wieder Angst um seine Frau hat - Hintergründe zu recherchieren. Sie finden gefälschte Designerware, Affären, und Verdacht auf gefälschte Kunstwerke - und esoterische Spielkartenentwürfe. Ein Mord passiert doch noch. Der ziemlich rasche Schluß erklärt die Fälschungsgeschichte.
Parallel sind zwei Handlungsstränge. In einem aus 1939 wird die fiktive Geschichte erzählt in der Aleister Crowley fingierte Zeichnungen erhält und vernichtet, im anderen wird der Sohn eines unverbesserlichen Nazis geschildert der sich versucht aus dem Alptraum durch seinen mittlerweile zwar toten, aber immer noch überdominanten Vater zu befreien.
Die Frauen des Netzwerks sind gut geschildert: die Typen sind unterschiedlich von glamourös-eiskalt, bis mütterlich-ausnutzend-manipulierend bis esoterisch durchsichtig, aber wenigstens nicht ungut. Netterweise ist keine Frau wirklich abfällig geschildert, sondern jeder wird ihre Eigenheit gelassen.
Die Männer der Umgebung sind Ehemann Leon der seine Frau gut kennt, Sohn Dino mit seiner Schatzkiste, und ein ehemaliger Verehrer von Flora und wichtiger Polizist Robert. Dieses Team ist gut eingespielt wie sie einander die Puzzleteile zuspielen.
Szenerien sind Wien 19. Bezirk, der Naschmarkt, eine Boutique am Gürtel, ein Antiquitätenladen beim Naschmarkt. Die Tarotkarten-Elemente sind richtig recherchiert und schön umgesetzt.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und lenkte mich, die ich gerade zwei grandiose aber deprimierend-spannende Bücher (konkret : "Das Ufer" von Rafel Chirbes + "I am Malala" von Malala Yousafzai) lese, gut ab. Viel Spaß beim Lesen!
Elis Fischer wurde 1965 in Graz (Österreich) geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und machte eine Ausbildung zu Werbung und Verkauf; nach Arbeit im Marketing folgte eine Goldschmiedeausbildung. 2013 erschien der erste Kriminalroman mit "Thesi" Valier namens "Kunstjägerin". Sie lebt mit ihrer Familie im Burgenland.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Jutta Motz : "Drei Frauen und die Kunst"
Jutta Motz :
"Drei Frauen und die Kunst"
Roman
2001, Piper GmbH München Berlin
340 Seiten
2 Seiten Danksagung
2 Seiten über Tugenden - deren deutsche und lateinische Namen als Kapitelüberschriften eingesetzt werden
ISBN 3-492-23153-5
Lisa Wolf wird beauftragt als Kunstjournalistin, die nach dem Tod ihren Mannes nach Berlin zurückkehrt, heimlich für eine Kunstversicherung den weltweitem Handel von gefälschten Druckgraphiken / gefälschten Signaturen zu recherchieren. Ihre Tante Marlene, Schwester ihres Vaters, die Mutter und Tochter nach deren DDR-Flucht in Berlin aufgenommen hatte, nimmt wieder wieder unter ihre Fittiche. - Marlene ist Juristin und arbeitet bei einem Fernsehsender.
Als Lisa's Wohnung nach einem Vernissagenbesuch komplett verwüstet wird, lernt sie die Kirminalhauptkommissarin Traute kennen. die drei Frauen schließen sich zusammen um deb Kunstfälscherein auf die Spur zu kommen.
Lisa lernt den Künstler Bobo Scheußlich kennen - nomen est omen, der kurz darauf ermordet wird. Ihr Vater kannte ihn schon aus DDR-Zeiten - ihr Vater war damals Zeichenlehrer ohne Arbeit, der nach der Flucht von Frau und Tochter noch mehr Schwierigkeiten hatten.
Später reist sie zu ehemaligen Schulkollegen in Halle, wo sich eine Motorradgang wieder sieht die langfristig zur Lösung von Mord und Fälschung führt.
Der Roman ist in Ich-form aus Sicht von Lisa erzählt. Sie beginnt bei der Einsamkeit als Witwe in den USA, und endet als Frau die sich entschließt in Berlin bei Vater und Familie zu bleiben.
Stark sind die kurzen Informationen über das sogenannte normale Leben in der DDR, als Stasileute überall waren, Spitzel für Mißtrauen sorgten und harmloses Kunstinteresse sofort als staatsfeindlich galt (allerdings auch mit Tricks umspielt werden konnte).
Witziger Seitenstrang ist eine Telephon-Sex-Hotline, die irrtümlich auf Lisas Nummer landet. Die Meldungen der Herren Anrufer, wie sich Lisa bei der Telephongesellschaft endlich durchsetzt und da sie die Dame der Hotline persönlich kennen lernt, auch kurz deren Hilfe in Anspruch nimmt, ist humorvoll geschildert.
Die Menschen sind lebensnah, humorvoll und gut vorstellbar geschildert. Die Szenerien auch jemandenr der nur einiges Male kurz in Berlin war, wiedererkennbar bzw. vorstellbar.
Die Geschichte ist gut und spannend, aber trotzdem mit Gemütlichkeit und Zeit für Schilderungen erzählt. Viel Spaß beim Lesen.
"Drei Frauen und die Kunst"
Roman
2001, Piper GmbH München Berlin
340 Seiten
2 Seiten Danksagung
2 Seiten über Tugenden - deren deutsche und lateinische Namen als Kapitelüberschriften eingesetzt werden
ISBN 3-492-23153-5
Lisa Wolf wird beauftragt als Kunstjournalistin, die nach dem Tod ihren Mannes nach Berlin zurückkehrt, heimlich für eine Kunstversicherung den weltweitem Handel von gefälschten Druckgraphiken / gefälschten Signaturen zu recherchieren. Ihre Tante Marlene, Schwester ihres Vaters, die Mutter und Tochter nach deren DDR-Flucht in Berlin aufgenommen hatte, nimmt wieder wieder unter ihre Fittiche. - Marlene ist Juristin und arbeitet bei einem Fernsehsender.
Als Lisa's Wohnung nach einem Vernissagenbesuch komplett verwüstet wird, lernt sie die Kirminalhauptkommissarin Traute kennen. die drei Frauen schließen sich zusammen um deb Kunstfälscherein auf die Spur zu kommen.
Lisa lernt den Künstler Bobo Scheußlich kennen - nomen est omen, der kurz darauf ermordet wird. Ihr Vater kannte ihn schon aus DDR-Zeiten - ihr Vater war damals Zeichenlehrer ohne Arbeit, der nach der Flucht von Frau und Tochter noch mehr Schwierigkeiten hatten.
Später reist sie zu ehemaligen Schulkollegen in Halle, wo sich eine Motorradgang wieder sieht die langfristig zur Lösung von Mord und Fälschung führt.
Der Roman ist in Ich-form aus Sicht von Lisa erzählt. Sie beginnt bei der Einsamkeit als Witwe in den USA, und endet als Frau die sich entschließt in Berlin bei Vater und Familie zu bleiben.
Stark sind die kurzen Informationen über das sogenannte normale Leben in der DDR, als Stasileute überall waren, Spitzel für Mißtrauen sorgten und harmloses Kunstinteresse sofort als staatsfeindlich galt (allerdings auch mit Tricks umspielt werden konnte).
Witziger Seitenstrang ist eine Telephon-Sex-Hotline, die irrtümlich auf Lisas Nummer landet. Die Meldungen der Herren Anrufer, wie sich Lisa bei der Telephongesellschaft endlich durchsetzt und da sie die Dame der Hotline persönlich kennen lernt, auch kurz deren Hilfe in Anspruch nimmt, ist humorvoll geschildert.
Die Menschen sind lebensnah, humorvoll und gut vorstellbar geschildert. Die Szenerien auch jemandenr der nur einiges Male kurz in Berlin war, wiedererkennbar bzw. vorstellbar.
Die Geschichte ist gut und spannend, aber trotzdem mit Gemütlichkeit und Zeit für Schilderungen erzählt. Viel Spaß beim Lesen.
Montag, 21. Mai 2012
Johanna Alba & Jan Chorin : "Gloria!"
Johanna Alba & Jan Chorin :
"Gloria!" - Ein Papst-Krimi
auf deutsch geschrieben
2012, Rowohlt Taschenbuch Verlag
357 Seiten
ISBN 978-3-499-25755-1
Ein fröhlich tempelhüpfender Papst auf gelbem Cover lädt zu einem humorvollen Rom-Krimi, eigentlich Vatikan-Krimi ein.
Es ist Fastenzeit in Rom, und Immaculata, die Haushälterin des Papstes macht Frühjahrsputz. Hier werden Gebeine aus dem ersten Jahrhundert entdeckt. Papst Petrus II ist enzückt und überzeugt, daß dies endlich die lange gesuchten Knochen Petri sind. Er zeigt diese Knochen bei der Karfreitagsprozession - der englische Bischof der liebenswürdigerweise das Tragen des Kreuzes übernommen hat, wird nur durch seine kugelsichere Weste vom Ermordet werden gerettet. Nachher stellt sich heraus, daß der Schädel von Petrus heimlich ausgetauscht worden war.
Papst Petrus, der ein echter Römer aus Trastevere ist, seine bildschöne sprachgewandte PR-Sprecherin Giulia und sein Privatsekretär Francesco machen sich auf Lösungen zu finden : Lösungen für den getauschten Schädel, den Mordanschlag (bei dem zu klären ist wer eigentlich ermordet hätte werden sollen) und wohin die bezaubernde Photographin des Vatikan Marietta verschwunden ist.
Bizarr wird es als Giulias Mutter, eine tonangebende Dame der verwöhnten Gesellschaft, erzählt, daß es einen Reliquienmarkt im Finanzministerium gibt ... spätestens ab hier sollte der/die Lesende selber weiter lesen.
Es macht Spaß den Krimi zu lesen. Die Personen sind plastisch und humorvoll geschildert. Das Menü das Petrus II hinter dem Rücken seiner gestrengen Haushälterin heimlich serviert wird, ist ein Genuß. Auch andere Fressalien und Süßigkeiten machen Vergnügen zu Lesen.
Giulia ist eine schöne Frau, die wunderbar eine Intrigen gegen einen superreichen respektlosen totkranken Menschen spinnt und mit Geld einiges unmenschlich Geplantes gutzumachen weiß.
Francesco, der Sekretär wird als verträumter Mann geschildert der aus den Bergen und Wäldern kommt. Ihm ist manches in der großen Stadt ziemlich unverständlich.
Schwester Immaculata schwingt ohne Reue streng das Zepter im Haushalt des Papstes und provozierte beim Lesen so manches Lachen.
Seitenhiebe zwischen katholischer Kirche und der Anglikanischen Kirche dürften dem aktuellen Trend in England entsprechen. Die Angst der englischen Fußballer vor dem Elfer-schießen gegen die deutschen Jungs, und andere fußball-lastige Kommentare unterhalten ebenfalls.
Ich habe das Buch genossen. Den ersten Teil, der 'Halleluja!' heißt habe ich nicht gelesen - ob Teil zwei besser, schlechter oder gleich gut ist, bitte ich woanders zu recherchieren. Ich kann Ihnen nur viel Spaß beim Lesen wünschen.
"Gloria!" - Ein Papst-Krimi
auf deutsch geschrieben
2012, Rowohlt Taschenbuch Verlag
357 Seiten
ISBN 978-3-499-25755-1
Ein fröhlich tempelhüpfender Papst auf gelbem Cover lädt zu einem humorvollen Rom-Krimi, eigentlich Vatikan-Krimi ein.
Es ist Fastenzeit in Rom, und Immaculata, die Haushälterin des Papstes macht Frühjahrsputz. Hier werden Gebeine aus dem ersten Jahrhundert entdeckt. Papst Petrus II ist enzückt und überzeugt, daß dies endlich die lange gesuchten Knochen Petri sind. Er zeigt diese Knochen bei der Karfreitagsprozession - der englische Bischof der liebenswürdigerweise das Tragen des Kreuzes übernommen hat, wird nur durch seine kugelsichere Weste vom Ermordet werden gerettet. Nachher stellt sich heraus, daß der Schädel von Petrus heimlich ausgetauscht worden war.
Papst Petrus, der ein echter Römer aus Trastevere ist, seine bildschöne sprachgewandte PR-Sprecherin Giulia und sein Privatsekretär Francesco machen sich auf Lösungen zu finden : Lösungen für den getauschten Schädel, den Mordanschlag (bei dem zu klären ist wer eigentlich ermordet hätte werden sollen) und wohin die bezaubernde Photographin des Vatikan Marietta verschwunden ist.
Bizarr wird es als Giulias Mutter, eine tonangebende Dame der verwöhnten Gesellschaft, erzählt, daß es einen Reliquienmarkt im Finanzministerium gibt ... spätestens ab hier sollte der/die Lesende selber weiter lesen.
Es macht Spaß den Krimi zu lesen. Die Personen sind plastisch und humorvoll geschildert. Das Menü das Petrus II hinter dem Rücken seiner gestrengen Haushälterin heimlich serviert wird, ist ein Genuß. Auch andere Fressalien und Süßigkeiten machen Vergnügen zu Lesen.
Giulia ist eine schöne Frau, die wunderbar eine Intrigen gegen einen superreichen respektlosen totkranken Menschen spinnt und mit Geld einiges unmenschlich Geplantes gutzumachen weiß.
Francesco, der Sekretär wird als verträumter Mann geschildert der aus den Bergen und Wäldern kommt. Ihm ist manches in der großen Stadt ziemlich unverständlich.
Schwester Immaculata schwingt ohne Reue streng das Zepter im Haushalt des Papstes und provozierte beim Lesen so manches Lachen.
Seitenhiebe zwischen katholischer Kirche und der Anglikanischen Kirche dürften dem aktuellen Trend in England entsprechen. Die Angst der englischen Fußballer vor dem Elfer-schießen gegen die deutschen Jungs, und andere fußball-lastige Kommentare unterhalten ebenfalls.
Ich habe das Buch genossen. Den ersten Teil, der 'Halleluja!' heißt habe ich nicht gelesen - ob Teil zwei besser, schlechter oder gleich gut ist, bitte ich woanders zu recherchieren. Ich kann Ihnen nur viel Spaß beim Lesen wünschen.
Samstag, 6. August 2011
Petra Oelker : "Das Bild der alten Dame"
Petra Oelker :
"Das Bild der alten Dame"
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Neuausgabe 2001
Copyright 1999
203 Seiten
ISBN 3-499-22865-3
Der Roman ist ein nette, gut geschriebene Geschichte einer deutschen Journalistin, die nach England gesandt wird um dort eine kitschige Story über eine ältere Dame (eine charmante Lady) zu schreiben, der nach Jahrzehnten ein Gemälde, das sie und ihr gefallener Mann gekauft hatten, und das gestohlen war, durch die Post zugestellt erhalten hatte.
Der Fokus des Buches liegt auf Leo(nore) Pelheim, und wie sich die Menschen um sie bewegen: vom Chefredakteur Johannes, dessen unternehmungslustiger wiffer Mutter Felicitas, die liebenswürdige Lady Amanda Thornbould, deren Neffe der Kunsthistoriker Timothy Bratton, etc.
Leo fliegt zwischen Hamburg und Jersey hin und her, interviewt die alte Dame auf der Insel, besucht einen alten Mann im Rollstuhl in Hamburg, belauscht ein Gespräch zwischen einem großartigen Maler der für eine zwielichtige Guppe höchstwertige Bilder kopiert, ertrinkt fast in der Flut und hilft am Schluß der Polizei.
Im Hintergrund war eine gut organisierte Gruppe gewesen, die berühmte Bilder gestohlen hat, sie kopieren ließ und Menschen mit viel Geld und Geheimnissen um den Originalpreis verkauften.
In das Gemälde, das Lady Thournbold überraschend zurückerhalten hat, hat sich ein deutscher Soldat verliebt gehabt, es gestohlen und erst viel später kopieren und - leider die Kopie - zurückschicken lassen.
Die Geschichte ist nett und gut geschrieben, die Szenerien laufen vor dem Auge ab, die Menschen sind klar skizziert und einige Schilderungen laden zum Schmunzeln ein. Viel Verngügen !
"Das Bild der alten Dame"
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Neuausgabe 2001
Copyright 1999
203 Seiten
ISBN 3-499-22865-3
Der Roman ist ein nette, gut geschriebene Geschichte einer deutschen Journalistin, die nach England gesandt wird um dort eine kitschige Story über eine ältere Dame (eine charmante Lady) zu schreiben, der nach Jahrzehnten ein Gemälde, das sie und ihr gefallener Mann gekauft hatten, und das gestohlen war, durch die Post zugestellt erhalten hatte.
Der Fokus des Buches liegt auf Leo(nore) Pelheim, und wie sich die Menschen um sie bewegen: vom Chefredakteur Johannes, dessen unternehmungslustiger wiffer Mutter Felicitas, die liebenswürdige Lady Amanda Thornbould, deren Neffe der Kunsthistoriker Timothy Bratton, etc.
Leo fliegt zwischen Hamburg und Jersey hin und her, interviewt die alte Dame auf der Insel, besucht einen alten Mann im Rollstuhl in Hamburg, belauscht ein Gespräch zwischen einem großartigen Maler der für eine zwielichtige Guppe höchstwertige Bilder kopiert, ertrinkt fast in der Flut und hilft am Schluß der Polizei.
Im Hintergrund war eine gut organisierte Gruppe gewesen, die berühmte Bilder gestohlen hat, sie kopieren ließ und Menschen mit viel Geld und Geheimnissen um den Originalpreis verkauften.
In das Gemälde, das Lady Thournbold überraschend zurückerhalten hat, hat sich ein deutscher Soldat verliebt gehabt, es gestohlen und erst viel später kopieren und - leider die Kopie - zurückschicken lassen.
Die Geschichte ist nett und gut geschrieben, die Szenerien laufen vor dem Auge ab, die Menschen sind klar skizziert und einige Schilderungen laden zum Schmunzeln ein. Viel Verngügen !
Mittwoch, 23. Juni 2010
Hannelore Hippe : "Niedere Frequenzen"
Hannelore Hippe :
"Niedere Frequenzen"
1994, Giftmelange - die Krimireihe im Wiener Frauenverlag / Band 3
283 Seiten
ISBN 3-85286-004-0
Leicht geschriebener Krimi, der streckenweise etwas mühsam (konstruiert) wirkt, aber schön in die Szenerien hineinzieht.
Gunda Korwitz, Sekretärin in einem Sender, liest gerne Krimis. Der Chef ihrer Kollegin wird ermordet. Später auch seine Sekretärin. Eine attraktive Kommisarin recherchiert. Gunda fährt nach Wales, weil ein wichtiger Philosoph dort gelebt hatte, aber entführt und ermordet worden war. Es stellt sich heraus, daß ein anderer Mann im Sender die Dissertationsunterlagen seiner Geliebten genutzt hatte um mit diesem Philosphen ein Interview zu fälschen. Da diese Tatsache ans Licht zu kommen droht, hat er kurzerhand die Entdecker ermordet.
Eher kühler Krimi, der für mich keine Gefühl der Dichtheit erzeugte.
Dabei sind die Menschen und das Ambiente schön gezeichnet, sodaß die Protagonisten fast bildhaft vor mir sind. Sowohl das deutsche Umfeld mit wunderbar kochendem Freund von Gunda, essen gehen, Fitnessstudio, bis zu Kantine im Sender als auch der Ausflug nach Wales mit Landschaft, Ruinen, Landgasthaus sind klar beschrieben, ohne daß es pickt.
Die titelgebenden 'Niederen Frequenzen' werden kurz in einem Artikel genannt, sind für mich aber kein Schlüssel zum Buch.
PS: ob es den Wiener Frauenverlag noch 2010 gibt, habe ich leider nicht herausbekommen
"Niedere Frequenzen"
1994, Giftmelange - die Krimireihe im Wiener Frauenverlag / Band 3
283 Seiten
ISBN 3-85286-004-0
Leicht geschriebener Krimi, der streckenweise etwas mühsam (konstruiert) wirkt, aber schön in die Szenerien hineinzieht.
Gunda Korwitz, Sekretärin in einem Sender, liest gerne Krimis. Der Chef ihrer Kollegin wird ermordet. Später auch seine Sekretärin. Eine attraktive Kommisarin recherchiert. Gunda fährt nach Wales, weil ein wichtiger Philosoph dort gelebt hatte, aber entführt und ermordet worden war. Es stellt sich heraus, daß ein anderer Mann im Sender die Dissertationsunterlagen seiner Geliebten genutzt hatte um mit diesem Philosphen ein Interview zu fälschen. Da diese Tatsache ans Licht zu kommen droht, hat er kurzerhand die Entdecker ermordet.
Eher kühler Krimi, der für mich keine Gefühl der Dichtheit erzeugte.
Dabei sind die Menschen und das Ambiente schön gezeichnet, sodaß die Protagonisten fast bildhaft vor mir sind. Sowohl das deutsche Umfeld mit wunderbar kochendem Freund von Gunda, essen gehen, Fitnessstudio, bis zu Kantine im Sender als auch der Ausflug nach Wales mit Landschaft, Ruinen, Landgasthaus sind klar beschrieben, ohne daß es pickt.
Die titelgebenden 'Niederen Frequenzen' werden kurz in einem Artikel genannt, sind für mich aber kein Schlüssel zum Buch.
PS: ob es den Wiener Frauenverlag noch 2010 gibt, habe ich leider nicht herausbekommen
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