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Sonntag, 1. Februar 2026

Gordon Tyrie : "Schottenkomplott"

Gordon Tyrie :
"Schottenkomplott" - Ein Hebriden krimi
2022, Droemer Taschenbuch
1 Seite Karte der Insel Colonsay + 1 Seite Hauptpersonen + 370 Seiten + 1 Seite Danksagung
ISBN 978-3-426-30857-8

Thin Lizzy, eine eigenwillige schottische Hochwildkuh mit zielsichererr Angriffs- und Verteidigungstechnik wird von einer Insel auf die andere verfrachtet, um in einem Ressort Menschen bei der Entspannung zu helfen. Dort hilft ihr das spanische Eselchen Santiago in der nicht willkommenden Tierwelt zu überleben.
Hynch, ein ausgestiegener Profikiller, hat Kontaktanzeigen aufgegeben, und hofft auf die passende Herzdame. Ihm ist eine Killerin auf den Fersen. Alle Damen der Theatertruppe der Insel versuchen ihn einem Crash-kurs in Kontakt zu Frauen zu geben, wenn sie nicht an die erhoffte Macbeth Aufführung denken.
In der Tierwelt wollen einige Gelegenheiten zur Revanche für Beleidigungen genutzt werden, unter den Menschen ist dies ebenso als Hynchs Erzfeind ankommt, und eine ziemliche Keilerei und strategisches Waffeneinsetzen abläuft.
Am Ende haben sich einige Paare gebildet.

Die Kapitel sind entweder aus der Ich-Sicht von Thin Lizzy geschrieben, und Menschen beobachtet, wobei Hynch die Hauptperson ist.

Mich haben die Kapital aus Sicht der Kuh sehr gut unterhalten, diese sind mit viel Situationshumor geschildert. Wie Thin Lizzy die anderen Tiere in dem esoterischen Streichelzoo beschreibt, die Hackordnung und freundlichen bis machtgierigen tierischen Charaktäre bescchreibt ist sehr unterhaltend.
Die Beschreibung der Personen, v.a. der Frauen ist breit gefächert.

Dieser Band ist der dritte Band cosy Crime der in Schottland spielt.
Wer einen gemütlichen Krimi mit tierischer Unterhaltung schätzt, und manch deftigen Kommentar aushält wird sich vermutlich gut unterhalten. Viel Spaß beim Lesen !

Gordon Tyrie ist das Pseudonym des Glauser-Preisträgers Thomas Kastura, geboren 1966 in Bamberg. Er studierte Germanistik und Geschichte, arbeitet als Autor für den Bayerischen Rundfunk und schreibt seit 20 Jahren Kriminalromane und Erzählungen.

Freitag, 12. September 2025

Lisa Stidl : "Adalinde Addix ermittelt - Die letzte Aufführung"

Lisa Stidl :
"Adalinde Addix ermittelt - Die letzte Aufführung"
2020, Buchschmiede
282 Seiten
ISBN 978-3-99125-4347-8

Im einem zentral gelegenen gemütlichem Wiener Hotel mit Spa und schönen Salons kommen zusammen : Adalinde Addix, die zum ersten Mal aus München in diesem Hotel ist; der attraktive Stefano, dem Kellner und einer der guten Geister des Hotels; die pflichtbewußte Rezeptionistin Gabi Hicks; Ellen Bay, eine frühere hochgefeierte aber intrigante sehr selbstbewußte  Schauspielerin; Ruben und Torin, alte Freunde von Adalinde älteren Alters aus dem Zirkus kommend; dem Hotelbesitzer Richard; Lia Hubertus, eine schöne junge rothaarige Frau mit heimlicher Liebe; Samuel Bay, Enkelsohn von Ellen Bay; der erfolgreiche Geschäftsmann Antony Storm; Rose, ein Zimmermädchen; Nora Menke, eine alte Freundin von Richard und von früher von Ellen; ein freundliches Pensionistenehepaar Amanda und Harald
Ellen Bay wird getötet gefunden, Adalinde findet, daß sie hier ihr aktiv werden muß, bis der Mord geklärt ist; und auch einige andere Geheimnisse gelüftet sind.

Das Hotel ist gut vorstellbar geschildert. Manche Menschen sind klar vor, andere eher stereotyp und unspürbar. Leider habe ich auch länger gebraucht, um mich bei den Paaren auszukennen.

Es wird viel über Theater und Intrigen erzählt, auch daß manche Auswirkungen spät und gründlich kommen. Liebe findet statt - manchmal geglückt, manche unerfüllt, und manche nie erfüllbar.

Leider ist mir die Hauptperson Adalinde nicht sympathisch durch ihre durchaus besserwisserische Art; es wird ein Geheimnis um sie angedeutet, daß nicht gelöst wird, vermutlich um in Band zwei erzählt zu werden.

Mitraten nach dem Mörder ist möglich - die Geschichte dahinter ist gelungen.

Lisa Stidl ist Schriftstellerin, und Lektorin bei Goldegg-Training (Buch-, Medien- & Verlagsakademie).

Sonntag, 30. Oktober 2022

Thomas Bernhard : "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mir essen"

Thomas Bernhard :
"Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen"
Drei Dramolette (1986/1986/1987)
1990, Suhrkamp Verlag Frankfurt
72 Seiten
ISBN 3-518-38722-7

Dramolett 1 : 'Claus Peymann verläßt Bochum und geht als Burgtheaterdirektor nach Wien'
Claus Peymann ist beim Kofferpacken bzw gibt Anleitungen an seine Sekretärin was und wie alles in den Koffer zu packen sei. Hier sind Stücke und Menschen durcheinander gemischt, Zeitgenössisches und Abgelaufenes, Politiker bis Kritiker, wohlwollende wie kritische Menschen.
Manches ist humorvoll, manches zynisch; in Summe tut mir die Sekretärin bei dem launischen Chef leid.

Dramolett 2 : 'Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen'
Claus Peymann kauft sich eine italienische teure Hose in Wien in einer der teuersten Einkaufsstraßen Wiens, und plaudert mit dem Ich / Thomas Bernhard darüber. Dann raisoniert Peymann darüber, daß man als Burgtheaterdirektor stark genug sein muß, die alte Hose selbst zu tragen, daß er das Theater liebt, daß er gerne in ein Geschäft gehen würde um sich einen neuen Kopf zu kaufen, und daß er sich vom Ich ein echte Welt-ekel-Stück wünscht. Am Schluß sitzen beide vor Tafelspitz mit Beilagen.

Ich habe zwei faszinierende Wörter kennen gelernt : 'Kleiderhausprobierzellenschlag' - hier geht es darum, daß man beim probieren von Kleidung im Kaufhaus einen schlaganfall erleiden könnte;
und 'Andernaseherumführer', das mich sehr zum Schmunzeln brachte.

Dramolett 3 : 'Claus Peymann und Hermann Beil auf der Sulzwiese'
Beide haben kaltes Schnitzel eingepackt und schauen auf Wien. Peymann erzählt von einer Idee den "Sturm" und am liebsten alle Shakespeare stücke auf einmal aufführen zu lassen. Dann erzählen sie sich gegenseitig von ihren Albträumen, die bei Beil voll mit Theater und bei Peymann voll mit Politikern sind.

In Summe schöne kleine böse Dramolette in denen die Politiker schlechte Kritik erhalten, und nur das Theater wichtig ist.

Donnerstag, 26. Mai 2022

J.J. Preyer : "Rosmarie Weichsler und das Lächeln des Teufels"

J.J. Preyer :
"Rosmarie Weichsler und das Lächeln des Teufels"
2013, Ennsthaler Verlag Steyr
191 Seiten
ISBN 978-3-85068-912-0 

Rosa Weichsler und ihr Verehrer Chefinspektor Frühauf besuchen die Premiere von 'Jedermann' im Steyrer Schloß, bei dem lokale Laiendarsteller mit einem prominenten professionellen Schauspielerpaar veredelt wurden. Gleich nach dem Applaus wird der Intendant vergiftet. Rosa Weichsler, muß sich mit ihrer Zwillingsschwester Marie immer gegenseitig auf den gleichen Informationstand bringen, da die beiden in ihrer Trafik nur als eine Person - nämlich als Rosmarie - bekannt ist. Beide sind abwechselnd detektivisch tätig, binden ihren Vater ein und unterstützen den Chefinspektor, da dieser einen Fehler nach dem anderen macht.
Der Intendant, der im zivilen Leben Versicherungsmakler ist, war bekannt dafür sich in einem Thema festzuhaken, und war letztendlich sehr unbeliebt gewesen. Frau Teufel ist im zivilen Leben Apothekenhelferin und lebt mit vielen Katzen zusammen. Das prominente Schauspielerpaar besteht aus einer schönen rothaarigen Frau mit intensiver dunkler Stimme, und einem extrem gutaussehenden Mann, die miteinander leben. Weitere Leichen werden entdeckt, und Verdächtige werden weniger. Der Mörder und der Grund sind dann ziemlich überraschend.

Die Geschichte wird der Weichsler Schwestern erzählt, manchmal unterstützt von ihrem Pudel Herbert.
In kursiv sind mehrere Abschnitte abgedruckt, die die Gedanken und sehr konkreten Taten des Mörders festhalten.

Die Geschichte finde ich ziemlich haarsträubend, aber der Humor und wie manches liebevoll-respektlos geschildert wird, ist sehr unterhaltend.

Das Lokalkolorit ist zwar vorhanden, aber netterweise nicht zu sehr betont.

In Summe habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten, wobei manche Situation sehr sehr unwahrscheinlich sind. 

Josef Johann Preyer, wurde in 1948 in Steyr geboren. Er studierte Germanistik und Anglistik in Wien. Lehrtätigkeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Ab dem 14. Lebensjahr literarische Veröffentlichungen, Mitarbeit an der Kinderzeitschrift KLEX von Peter Michael Lingens. 1996 gründet Preyer den Oerindur Verlag für lesbare Literatur und Krimis. Seit 2010 schreibt er für die Romanserie JERRY COTTON. Er ist Mitglied im Syndikat und bei den Österreichischen Krimiautoren.

Sonntag, 21. März 2021

Georg Koytek & Lizl Stein : "Wien kann sehr kalt sein"

Georg Koytek & Lizl Stein :
"Wien kann sehr kalt sein" - Kriminalroman
2015, btb Verlag, München
472 Seiten
ISBN 978-3-442-74996-6

Paula Kisch, Kommissarin in Wien und Mutter einer unehelichen Tochter, wird zu einem toten, sehr bekannten Schauspieler ins Burgtheater kommandiert. Sie vermutet Mord, was nicht sein darf, und schleust ihren ehemaligen Kollegen Oberinspektor Conrad Orsini als Komparse bei einer aufwendigen "Hamlet"-Produktion ein. Er beobachtet in der Kantine, plaudert mit dem Cheftonmeister und wird aus dem Chef der Theaterfeuerwehr nicht schlau. Während die Proben mit der neuen Besetzung für die Schauspieler und die Komparsen immer anstrengender werden, geschehen noch zwei Morde. Orsini kann einen weiteren Mord verhindern, entdeckt den untypischen Grund der Morde.
Einer kleiner theaterinterner Drogenschmuggel wird nebenbei entdeckt, bleibt aber ohne große Folgen.  

Einerseits ist der Kriminalroman mit seinem Geschehen im Theater mit den intensiven Proben und den Eifersüchteleien zwischen den kreativen Menschen und dort arbeiten spannend geschildert, andererseits bleiben manche Menschen merkwürdig un-spürbar. 
Die Probleme und Zerrissenheit der Kommissarin sind nachvollziehbar, ihre fast permanente nicht notwendige Grobheit ihrer Umgebung gegenüber macht Mitgefühl schwierig. Orsini ist zwar ein Eigenbrötler, ist aber faszinierend wie er versucht an die Mitwirkenden des Theaters heranzukommen. Die Tendresse zwischen Kisch und Orsini ist für mich nicht nachvollziehbar.

In Wien ist es zu dieser Zeit gerade sehr kalt, weil die Proben im Advent stattfinden, und die Aufführung für die geprobt wird, kurz nach Weihnachten über die Bühne geht.

Etwas Realismus ist spürbar, weil die Steuerthematik über die ein Wiener Theaterdirektor kurz vor Erscheinen des Buches gekündigt wurde, angedeutet ist. 

Der Kriminalroman ist stellenweise spannend geschrieben, teilweise mit Humor. Mitraten nach dem Täter ist, wenn man genau mitliest, möglich. Viel Spaß beim Lesen.

Lizl Stein wurde  am 25. Dezember 1961 in Wien geboren und wuchs in Österreich und England auf. Sie studierte in Wien Komposition, klassisches Klavier, Jazzklavier und Rhythmik. 1980 gründete sie die Band »Liszl«, produzierte u. a. die erfolgreiche CD »Talk about Job-Sharing« und gab zahlreiche Konzerte. Seit 1990 unterrichtet sie Klavierimprovisation an der Universität für Musik in Wien. 
Georg Koytek wurde 1964 in Wallsee/Donau geboren. Er studierte Audio-Engineering an der Universität für Musik. Er arbeitete 16 Jahre lang als Tontechniker am Burgtheater in Wien und betreute unter anderem Produktionen wie »Hamlet«, »Woyzeck« und Heldenplatz". Seit einigen Jahren ist er als freischaffender Maler tätig.
 

Freitag, 16. Oktober 2020

Christian Schleifer : "Tod in Perchtoldsdorf"

Christian Schleifer :
"Tod in Perchtoldsdorf" - ein tragisches Kriminallustspiel in fünf Aufzügen
2020, emons Verlag
266 Seiten
ISBN 978-3-7408-0818-1

Bei der "Romeo und Julia" Premiere der Sommerfestspiele in Perchtoldsdorf wird der "Romeo" ermordet. Die Winzerin und ehemalige Polizistin Charlotte Nöhrer bringt zwar gerade ihren neu gekellterten Wein unter das Publikum, schafft es aber doch einiges in Erfahrung zu bringen. Sie hilft der Witwe des berühmten ermordeten Schauspielers, sie fragt ihren Cousin bei der Polizei und engagiert sich für den von den Eltern übernommen Heurigen mit Prachtblick. Ihre Lebensgefährtin hilft ihr bei Heurigen und Recherche. Eine weitere Schauspielerin wird ermordet. Der Bürgermeister und Chef der lokalen Weininnung verhält sich unprofessionell und zerstörerisch. Am Schluß ist klar, daß er der Ermordete zwar berühmt, aber ein rücksichtsloser Erpresser und sehr unangenehmer Zeitgenosse gewesen war, und es gibt eine überraschende Auflösung des Mordes.

Inhaltlich wird viel über die Intrigen am Theater erzählt und unterhaltsame Typen vor und hinter der Bühne geschildert. Der andere inhaltliche Pfad erzählt von Modernisierung beim Heurigen, wie man Publikum gewinnt und Zusatzideen bringt.

Die Menschen der Handlung sind interessant und vielfältig. Es gibt von der betrogenen Ehefrau die temperamentvoll ist, der kleine verliebten Geliebten, der berechnenden Geliebten, dem dicklichen Regisseur, den versteckten Liebhaber, die gutmütige Großmutter, die italienische Gastfamilie, König Fußball, Neidern bei den Winzern alles im Angebot

Ein stilistisches Element macht mich beim Lesen etwas "kirre", nämlich wenn vor die Namen der Menschen bestimmende Artikel gesetzt werden. Diese Eigenheit mag ich auch nicht im gesprochenen Deutsch.

Der Krimi war für mich etwas mühsam zu lesen, aber unterhaltend. Mitraten des who-dunnit ist möglich. Viel Spaß beim Lesen.

Samstag, 14. März 2020

Rebecca Michéle : "Die Tote von Higher Barton"

Rebecca Michéle :
"Die Tote von Higher Barton" - ein Cornwall-Krimi
2011, Goldfinch Verlag, Frankfurt
347 Seiten
ISBN 978-3-940258-14-4

In diesem Krimi besucht die pensionierte Mabel ihre Cousine Abigail, die ihr einst den Freund ausgespannt hatte. Sie findet eine tote Frau in der Bibliothek, die als die Polizei erscheint verschwunden ist. Mabel gibt nicht auf, bekommt zögerlich Hilfe des Tierarztes, bekommt mit der Laientheatergruppe des Ortes Kontakt und fragt sich durch. Im Schloß der Cousine ist der zu attraktive Chauffeur Justin. Während die Leiche verschwunden bleibt, hat ein junger schauspieler einen Unfall mit derm Motorrad und auch bei Mabels Auto gibt es Probleme. Am Ende wird die Leiche gefunden und der Mörder gefaßt.

Als kleine Parallelgeschichte findet eine Liebe zwischen zwei Frauen statt, was in diesem Ort überhaupt nicht tragbar ist.
In dem Ort wird auch noch gesellschaftlicher Dünkel gelebt, der hilft oder gerade bei jungen Menschen sehr hinderlich ist. Auch alte Geschichten heben den Kopf und stören die Klärung von Situationen.

Mabel ist als praktische Frau ohne Allüren geschildert, die trachtet den Boden unter den Füßen zu halten. Victor der verschrobene Tierarzt hat mehr Gefühl für Tiere, als Menschen, ist tatkräftig. Abigail ist eine schöne reiche Frau, die gewohnt ist alles durchzusetzen was sie will; die dann ziemlich desillusioniert wird.

Die Roman ist gut zu lesen und unterhält gut. Mitraten nach dem Mörder ist möglich. Viel Spaß beim Lesen !

Rebecca Michéle, eigentlich verheiratete Ursula Schreiber, wurde am 11. Juni 1963 in Rottweil (Baden Württemberg) geboren. Sie arbeitete zuerst in einer Krankenkasse, ehe sie nach zwei Romanen nur noch Schriftstellerin ist. 1996 erschien der Roman "Das Erbe der Lady Marian". Bis 2018 sind bereits sieben Cornwall-Krimis erschienen. Sie veröffentlicht auch unter zwei anderen Pseudonymen.

Dienstag, 27. August 2019

Andrea Camilleri : "Der zweite Kuss des Judas"

Andrea Camilleri :
"Der zweite Kuss des Judas"
Roman
original "La scomparsa di Patò"
2000, Arnoldo Mondadori Editore spa Milano
Aus dem Italienischen von Christiane von Bechtolsheim
2004, Edition Lübbe / BLT 92.156
238 Seiten
ISBN 3-404-92156-9

Camilleri versetzt uns Leserinnen und Leser wieder in die Stadt Vigata, diesmal um 1890. Bei den beliebten Passionsspielen, die unter Mitwirkung der wichtigen Bürger und vieler Bauern stattfinden, verschwindet der Bankdirektor Patò nach seinem Abtritt als Judas. Der ortsansässige Vertreter der Polizei und der Carabinieri sind sich spinnefeind, werden verpflichtet zusammenzuarbeiten und schreiben am Schluß einen gemeinsamen Bericht, in dem alle losen Fäden sinnvoll zueinander finden. Leider paßt dies einigen einflußreichen Menschen nicht, weshalb ein Plan B für die Öffentlichkeit umgesetzt wird.

Der Autor erzählt die Geschichte in Form von Briefen resp Tagebucheinträge zwischen Polizei, Caribinieri und deren Vorgesetzten, sowie einigen Drahtziehern, und zwei lokalen Presseblättern.

Sprachlich sind die Tagebucheinträge von Polizist und Carabiniere höflich bis einfach, die Antwort der Vorgesetzten von ruppig bis authoritär-unfreundlich, der Onkel des Verschwundenen mit vielen Beziehungen schwrubelt gott-gläubig vor sich hin, einige Kontakte untereinander schaffen es noch sich freundlich ohne Schnörkel und zielbewußt zu formulieren. Die Tageszeitungen sind in manipulierendem Schreibstil verfaßt.

Die Geschichte ist spannend zu lesen. Zuerst wird in vielen Details gekramt, einiges zusammengesetzt und verworfen, bis am Schluß die Details sehr gut zusammenpassen und zwei klassische Motive für das Geschehen entschlüsseln.

Die Menschen bleiben eher ungreifbar. Erschreckend ist für mich die Kälte mit der die oberen Vorgesetzten ihren kleinen Mitarbeitern trotz Wahrheit Böses androhen. Wie überall ist Wahrheit nicht überall gewünscht.

'scomparsa' heißt Schwund, Untertauchen, abtauchen. Der Originaltitel heißt also "Das Verschwinden von Patò".

Viel Spaß beim Lesen dieses in ungewöhnlichem Stil geschriebenen Kriminalromans

Bio bei 12. Mai 2016 bei Andrea Camilleri : "Die Tage des Zweifels"

Donnerstag, 25. Januar 2018

José Triana : "Die Nacht der Mörder"

José Triana :
"Die Nacht der Mörder"
Original "La noche de los asesinos"
UA 1965 durch das Cubanische Theater
Deutsch von Yvonne Sturzenegger
1969, Suhrkamp - Speculum XII 6 Theaterstücke von Frisch, Walser, Handke, Triana, Müller, Havel
37 Seiten (S.183 - 221 dieses Bandes) + 3 Seiten Information (S.304 - 306 dieses Bandes)
keine ISBN

Beba, Cuca und Lalo sind drei vermutlich junge Menschen, die einen möglichen, oder geplanten oder gewünschten Mord an ihren Eltern in Tat und vor Gericht nachspielen. Sie übernehmen dabei abwechseln die Rollen inklusive Mutter, Vater, Nachbarin, Nachbar, Richterin und Staatsanwältin und Angeklagter.
Vor dem Hintergrund von ehemaligem Wohlstand spielt sich die Armut der Familie ab und alle Frustrationen der Eltern, sowie der Kinder.

Am Schluß des 2-aktigen Theaterstücks geht es aber nur darum, eines der Geschwister von den anderen mit Machtspielen fertig zu machen.

Daß das Stück in Kuba einige Jahre nach der Übernahme von Fidel Castro geschrieben wurde ist nicht merkbar. Politik findet hier nicht statt, sondern Familienhaß der mich an Stücke von August Strindberg erinnert.


Umstellen von einigen Einrichtungsgegenständen wird bereits als Aufstand interpretiert und führt zu Krisen.

Lalo spielt mit Genuß die verschiedenen Menschen und schiebt ihnen damit Fehler und Verantwortung zu, ein Spiel bei dem die temperamentvollere Schwester Cuca mit Vergnügen mitmacht, während Beba den Eindruck hinterläßt, daß sie gerne in Ruhe gelassen werden möchte (was ihr nicht hilft, denn sie muß mitspielen). Jeder der dreien sieht, daß es so nicht weitergeht, und als Alternative nur den möglichen Mord an den Eltern.


Der Text (und/oder die Übersetzung) sind eindrücklich und ziehen in die enge Gedankenwelt der Drei hinein.

Die Wandelbarkeit der männlichen Partie in den Mund gelegt wird hat mich beim Lesen fasziniert. Die Frauenrollen scheinen mir weniger vielseitig und faszinierend angelegt.

In Summe ein eindrückliches Stück für das man drei sehr gute Schauspieler brauchen wird, damit dieses enge Kammerspiel die geistige Beklemmung wiedergeben kann. Viel Freude beim Lesen (oder mal auf der Bühne sehen).

José Triana wurde am 8. August 1931 in La Habanna / Kuba geboren. Er studierte Philosophie und Literatur in Kuba bis 1952, studierte bis 1955 in Madrid, und arbeitet nach seiner Rückkehr bei einer Telephongesellschaft in Kuba. Später arbeitete er im Literaturbetrieb Kubas mit. 1958 erschienen sein erster Gedichtband in 'De la madera del sueño' in Madrid. 'La noche de los asesinos' gilt als sein Hauptwerk. Er hat auch viele Hörspiele und Essays verfaßt. Seit 1980 lebt er mit seiner Frau in Paris; oder in Kuba.

Montag, 26. September 2016

J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne : "Harry Potter and the cursed child"

J.K. Rowling, John Tiffany & Jack Thorne
"Harry Potter and the cursed child" - Part one and two
(Special Rehearsal Edition)                
2016, Little, Brown Book Group
330 Seiten + weitere Seiten original cast, creativ and production Team etc ...
ISBN 978-0-7515-6535-5

Der achte Teil der Geschichte um den Harry Potter und seine Freunde ist als Theaterstück erschienen und wurde mit der Veröffentlichung gleichzeitig auf die Bühne gebracht.

Harry Potter ist erwachsen, verheiratet, hat 3 Kinder und einen verantwortungsvollen Beruf. Sein mittlerer Sohn Albus Severus steht im Mittelpunkt, wobei sich dieser mit Scorpius dem einzigen Sohn von Draco Malfoy befreundet hat und vom sprechenden Hut in den Trakt von Slytherin gelost worden war. Die beiden Buben wollen altes Unrecht gut machen, lernen eine bezaubernde junge Dame Delphi kennen, erschwindeln sich einen Zeitenwandler und die diverse Unglücke geschehen bis wieder alle Bösen tot sind, und alles wieder halbwegs gerecht erscheint. Nebeneffekt alle Zweifel und Probleme der Väter mit ihren Sprößlingen sind auch endlich besprochen.

Nachteil des Buches ist, daß der Zauber, den die Schilderungen und Beschreibungen in den Romanen hatten, durch die Form des Theaters nicht aufkommt. Die Dialoge sind o.k., aber sie faszinieren nicht wirklich.

Da in den Romanen Harry Potter wichtig ist, ist es diesmal originell daß die wirklich interessante Figur Dracos Sohn Scorpios ist : er muß mit dem Ruf fertig werden vielleicht Sohn des bösen Lords zu sein, aber er schlägt sich im Gegensatz zu seinem anfangs eher widerwärtigen Vater immer wieder auf die Seite des Besonnen und Gerechten. Albus Severus wird mit den hohen Erwartungen belastet, kämpft sich aber tapfer durch. Daß Delphi leider nicht ganz so liebenswürdig ist wie angenommen, wird erst auf den letzten 30 Seiten enthüllt.

Die Figuren aus den früheren Romanen werden durchgehalten, es gibt keine Brüche, allerdings fehlt manchmal die Spannung.

Das Englisch ist gut zu Lesen, manche Spezialausdrücke aus dem magischen Land müssen vielleicht nachgesehen werden.

In Summe war die Geschichte spannend zu Lesen. Viel Spaß dabei !

Joanne K. Rowling  wurde am 31. Jli 1965 in Yate, South Gloucestershire, UK als Joanne Rowling geboren Die Abkürzung in der Mitte „K“, steht für den Vornamen ihrer Großmutter „Kathleen“ , fügte sie selbst hinzu. 1996 erschien der erste Band der Harryp Potter Serie, nachdem viele Verlag das Buch abgelehnt hatten. Mittlerweile sind sieben Bände erschienene, sowie unter einem Pseudoym zwei weitere Kriminalromane.
John Tiffany wurde 1971 geboren und ist englischer Theater Direktor.
Jack Thorne wurde am 6. Dezember 1978 in Bristol geboren. Er ist  ein englischer Drehbuchautor und Dramatiker.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Carlos Ruiz Zafón : "Marina"

Carlos Ruiz Zafón : "Marina" Roman
original "Marina"
1999, Edebé, Barcelona
geschrieben lt. Vorwort zwischen 1996 und 1997
aus dem Spanischen von Peter Schwaar
2011, S. Fischer Verlag
339 Seiten
3 Seiten Vorwort
2 Seiten Epilog
ISBN 978-3-10-095401-5

'Marina' ist ein Roman über Jugendliebe, erste Liebe, und Kunst, der zu einem guten Drittel eine Gruselgeschichte ist, in der es wieder um Liebe und Kunst geht. Mit schönen, starken dichten Metaphern sind die Umgebung und die Menschen beschrieben - die Geschichte zieht in den Bann.

Òscar Drai, ein junger Mann der 1979 im Internat in Barcelona lebt, durchstreift gerne die Straße und lernt nachdem er Kater Kafka verfolgt hat, deren Besitzerin die zarte, schöne, gleichaltrige Marina und deren Vater Géronimo Blau kennen. Sie leben in einer ziemlich verfallenen Jugendstilvilla in einer Gegend mit alten, eher verfallenen Häusern. Die Mutter Marinas war eine wunderbare, gefeierte begnadete Sängerin gewesen, die an TBC verstorben ist. Géronimo hatte den Zauber seiner Frau als genialer Maler der er war, in wunderschönen Bildern festgehalten.
Marina zeigt Òscar auf dem Friedhof in Serría eine schöne tiefverschleierte Frau. Beim Verfolgen dieser Frau entdecken sie ein gespenstisches Gartenhaus mit mißgestalteten Marionetten. Òscar und Marina folgen der Geschichte und Stück für Stück wird ihnen die bizarre Lebensgeschichte von Michael Kolwenik aus Waisentum, Varieté, Geld, medizinischen Gelenken, großer Liebe, Salzsäure, Betrug und beginnendem Wahnsinn aus Mißbildung erzählt.

Die Menschen in den Roman sind wunderschön geschildert - Òscar als ungelenker aber netter junger Mann, Marina als schöne gescheite junge Frau, ihr Vater Géronimo als Herr der alten Schule mit Manieren, mit Bildung, und Zurückhaltung, Kater Kafka der genau weiß was er will, Pater Sergiu im Internet, die verschleierte Frau, Dr. Shelley mit Tochter. Schöne Metaphern umschreiben die Personen - Géronimo dessen Fahrweise beschrieben wird, daß er selbst Ameisen den Vortritt läßt. Auch Géronimo hat seine Familiengeschichte als Liebe, Schönheit und Verrat vorzuweisen. Die verschiedenen menschlichen Facetten von Michael Kolwenig, vom genialen Ingenieur, zum verliebten Mann der einen Traum gestalten will und sich über menschliche Grenzen hinwegsetzen möchte sind beängstigend nahe beschrieben.

Mir haben die Formulieren und Beschreibungen des in Ich-Form geschriebenen Buchs in diesem Buch besonders gut gefallen: Beispiele dafür sind ' Regen kratzt am Fenster', 'Maler heißt schreiben mit Licht', 'wo die Gezeiten atmeten wie ein versteinerter Wal', 'das Lichtdiadem des Vordachs' bis 'Kobold der Zeit' und ' Müdigkeit begann mich zu umzingeln wie hungrige Wölfe'.

Das Buch in lesbaren großen Buchstaben geschrieben - es war nicht notwendig nach der Lesebrille zu suchen.
Sehr angesprochen haben mich auf die Beschreibungen der Ort, des Mystik der Ort, der Nebel der die Villengegenden verhängt. Es ist kein buntes Barcelona, das hier beschrieben wird, sondern die scharz-grau schillernden geheimnisvollen Teile der Stadt.

Im Vorwort erzählt der Autor, daß es lange dauerte bis ein Verlag das Buch komplett veröffentlichte und nicht mit Strichen, die die Gesamtheit der Geschichte sehr beeinträchtigt hatten.

Der Roman ist sehr empfehlenswert, wenn der Leser/die Leserin in eine vergangene Welt mit Zauber tauchen will, denn die Stadt wird als sehr versunken geschildert. Das Erwachsen werden von Òscar ist behutsam geschildert, seine Freundschaft und der Zauber zu Marina, das Kennenlernen von Rücksicht wie sie in der Familie von Marina praktiziert wird. Mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen.

Montag, 20. Februar 2012

Jô Soares : "Sherlock Holmes in Rio"

Jô Soares :
"Sherlock Holmes in Rio"
1995, Companhia das Letras, Sao Paulo
"O Xangô de Baker Street"
Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Karin von Schweder-Schreiner
1997, Insel Verlag
307 Seite
auf den U2 und U3 ein alter Stadtplan von Rio
sorry - in der alten Ausgabe (hardcover, rot) fand ich nirgends eine ISBN
(aber aus dem Internet fand ich: ISBN-10: 3458168400 ; ISBN-13: 978-3458168409)

Der humorvolle, und leicht respektlose Kriminalroman ist gut zu lesen und macht Spaß.

Der Geliebten des Königs wird eines seiner Geschenke gestohlen - eine Stradivari. Junge Frauen werden ermordet - es ist kein Schema bei den Frauen zu erkennen. Sarah Bernhardt, die große Umschwärmte + Bewunderte, gastiert in Rio und empfiehlt den größten Detektiv, der ihr einmal geholfen hat, zu Hilfe zu rufen. Sherlock Holmes und Dr. Watson kommen wirklich.
Kommissar Mello Pimenta freut sich über die Unterstützung. Leider werden noch 2 Frauen ermordet, aber die verschwundene Geige taucht - allerdings ohne Saiten - wieder auf. Da je eine Saite in den ermordeten Frauen gesteckt war, schließen alle, daß der Serienkiller damit seinen persönlichen Zweck erfüllt hat und nicht mehr morden wird. Die gefeierte Schauspielerin und die beiden Briten fahren wieder nach Europa.

Der Begriff des Serienkiller wird diesmal von Holmes geprägt, der sein portugiesische vor Ort testet. Alle sind fasziniert. Witzigerweise sind seine - uns durch Doyle - gewohnten Schlußfolgerungen jedesmal grottesk falsch, und auch sonst ist der berühmte Detektiv eher als Mensch der die Schönheit v.a. einer Frau entdeckt und v.a. Cannabis zu schätzen lernt gezeichnet. Er läuft in weißem Anzug herum und befremdet damit alle Brasilianer, die lieber in europäisch zu warmer Kleidung schwitzen.

Watson hat noch weniger als sonst zu lachen - aber : ihm wird die Erfindung des Caipirinha in die Schuhe geschoben, da er tw. wie ein Hirt angezogen ist, um die brasilianischen Temperaturen besser zu ertragen.

Mit viel Witz ist beschrieben, wie sich Kaiser, Hofstaat, die schleimenden Hofschratzen benehmen - Gegenpol sind einige Bohemiens wie die Operetten schreibende und rauchende Chinqhinha, der Buchhändler Miguel Solera de Lara und paar andere Marques von verschiedenen Intelligenzgraden und passenden oder eben nicht passenden Bemerkungen.
Eine andere Welt ist die der schwarzen Sklaven, die als Sache gehandhabt werden, sich aber tw. ihre eigene Sprache und Magie bewahrt haben. Sie haben das Gespür für den Serienkiller, nehmen das Bösartige wahr und lenken Holmes auch auf die richtige Spur - wo sie dann versandet.

Ich habe den Krimi als Entspannung zwischen einem anspruchsvollen, aber großartigen Buch gelesen und mich sehr gut dabei unterhalten und entspannt. Wer kein bierernster Sherlock-Holmes-Fan ist und ihm seine Amour in Brasilien zu gönnen bereit ist, wird den Roman hoffentlich genießen. Wer einen who-dunn-it-Krimi sucht, kann auch hier mitraten wer der Mörder ist - die Lösung ist beschrieben.
Viel Lesevergnügen im rauschhaften Rio.

Freitag, 5. Februar 2010

Gillian Linscott: "Scheidung auf englisch"

Gillian Linscott
"Scheidung auf englisch"
aus dem Englischen von Gabriele Kosack
original "Stage Fright" (1993)
bei Little, Brown and Co, London
deutsch Elster Verlag 1996
266 Seiten
ISBN 3-89151-229-5

Netter gut lesbarer Krimi, der in 3 Stunden oder an einem grauen Wochenendtag gut zu genießen ist - am besten mit einer Tasse Tee neben dem Lesesessel ;-)

Die Detektivin und Sufragette Nel Bray wird von Georg Bernhard Shaw gebeten die Hauptdarstellerin für die geplante Premiere zu beschützen. Diese Dame ist eine schöne intelligente reiche Frau, die nach der Heirat mit einem einflußreichen Lord entdeckt hat, daß hier nur ihr Geld geliebt wurde und sich scheiden lassen möchte (was ein 'no do' bei den Lords ist). Sie möchte Schauspielerin sein und ist mittlerweile mit einem Mann, der Schauspieler und Flieger ist, liiert.
Schön ist die Szenerie der Proben im Theater geschildert mit Kostümproben, Menschen die das Theater bevölkern wie dem schönen Schauspieler Charles oder Einblicke wollen - wie Damen die zahlen, daß sie heimlich zur Probenzeit in den Logen sein dürfen -, bis hin zum Auftritt des degoutanten Vertreters des Lord Chamberlain - des Theaterzensors.
Prompt unterbricht die Entdeckung seiner Leiche die Spannung und die vermutlich guten Rezensionen der Premiere.
Bei der Suche nach dem Mörder werden die verschiedensten Milieus geschildert - der arme schwule charismatische Schauspieler in seinem Kämmerchen, Gasthäuser, die Bourgoisie mit ihren vorgeschriebenen Benimmregeln (inkl. eisiger Reaktion bei Verstoß gegen dieselben) bis hin zum arroganten gefühllosen Adel. Bei manchem bin ich mir nicht sicher ob die Zeit "richtig" abgebildet ist, z.B. bei dem Haus das Nel alleine nur mit Katzen am Land bewohnt.
Das Zensurwesen im Theater wird genau beschrieben - und wie es ins Wort eingriff (oder eingreifen könnte).
Faszinierend ist die Projektion des ersten Fluges, der zu der gegebenen Zeit wirklich ein Ereigniss gewesen wäre und die Art wie dieser geschildert ist.

Eigentlich wäre es nett hier die englische Originalversion gelesen zu haben ;-)