O.P.Zier:
"Mordsonate"
2010, Residenz Verlag
400 Seiten
ISBN 978-3-7017-1554-1
In dem Roman in drei Sonaten-Sätzen/Kapiteln wird von der Entführung eines genial Klavier spielenden Mädchens erzählt; gemischt mit Politik, die sich in Wirtschaft und Polizeiapparat unerwünscht und mit negativen Folgen für Effizienz einmischt.
Dr. Laber übersiedelt von Linz nach Salzburg und muß sich als ersten Fall mit neuen Mitarbeitern um die Entführung eines 10-jährigen Mädchens kümmern, das als Wunderkind gilt, weil es Mozart so schön und intensiv interpretiert. Die Welt der Musikwettbewerbe liegt vor ihm.
Parallel dazu werden auf dem Gesicht der Mozartstatue mit Lack aufgezeichnete Tränen entdeckt. In den Medien wird diskutiert ob das ein Vandalenakt oder eine künstlerische Kreation ist/sein soll.
Verdächtig das klavierspielende Wundermädchen entführt zu haben ist Herr Weger - Vater der zweitbesten Jung-Pianistin der Stadt. Er hat Parteipolitik-sei-Dank als Autoverkäufer plötzlich einen Vorstandsposten und weiß, daß er mangels Wählerstimmen, diesen bald verlieren wird. Sein Ehrgeiz konzentriert sich auf seine Tochter.
Auch als einzelne Finger der Jung-Pianistin gefunden werden, ist noch kein Schlüssel zur Lösung in Sicht. Neben dem Vorstandsdirektor geraten auch Klavierlehrer und ehemalige Klavierschüler ins Visier der suchenden Ermittlergruppe. Erst ein zufälliges Gespräch setzt das Team auf die richtige Fährte und Lösung.
Der Autor beschreibt zynisch wie sich Politik in die Wirtschaft mischt. Bösartig ist die Schilderung wie beschrieben wird, daß Unternehmen zwar wirtschaftlich sein sollen, aber aus (partei)politischen Gründen oft nicht einmal ansatzweise geeignete Personen an die Spitze dazugesetzt bekommen. Etwas nervig ist, daß die unfähigen Personen der konservativen bis sehr konservativen Szene zugeschrieben werden - es steht zu befürchten, daß das beschriebene (Un-)Wesen quer durch die österreichische Parteienlandschaft geht.
Gut gefällt mir wie die Menschen beschrieben werden - dicht, emotional und nachfühlbar. Seien es die Eltern des entführten (und dann ermordeten) Mädchens, die Freundin des Mädchen und ihre Eltern (inkl. Überforderung des Vorstandsdirektors), die einzelnen Mitglieder des Ermittlerteams und die 2 Frauen mit ihren Lebensgeschichten und jeweiliger Liebesgeschichte.
Mich hat angesprochen, daß sich der Autor Zeit nimmt um Menschen, Räume, Gegend, Umwelt zu beschreiben, und trotzdem die Spannung oder Neugier zu halten, wie der Roman denn weitergeht, wie es dem Mädchen geht und dann wie die Menschen der Umgebung re-agieren.
Der Autor hat auch drei (derzeit) Romane veröffentlicht. Vermutlich werde ich keine lesen, da ich auch auf andere Autorinnen & Autoren auch neugierig bin, aber dieses Buch hier kann ich guten Gewissens zum lesen weiterempfehlen - auch an Leser die keine Musikfreaks sind.
Sonntag, 5. Februar 2012
O.P. Zier : "Mordsonate"
Labels:
2010,
Autor,
Musik,
Ö - Salzburg,
Österreich,
Politik,
Polizei,
Roman
Montag, 30. Januar 2012
Óscar Urra : "Poker mit Pandora"
Óscar Urra :
"Poker mit Pandora"
2008 bei Salto de Página, Madrid
"A timba abierta"
aus dem Spanischen von Peter Kultzen
Deutsche Erstausgabe
2011, Unionsverlag Zürich
185 Seiten
1 Seite über Autor und Übersetzer
4 Seiten des Autors über sich selbst
ISBN 978-3-293-00428-3
Der Privatdetektiv und leidenschaftliche Spieler Julio Cabria möchte sich eigentlich umbringen, wird aber von seiner eigenen Laschheit und einem lukrativen Auftrag davon abgehalten. Er soll eine Frau namens Pandora finden, deren Suche bereits einigen Männern das Leben gekostet hat. Mehr oder minder freiwillig macht er sich gemeinsam mit dem Polizisten Meléndez, der seine Chance sieht nicht in die Pension abgeschoben zu werden, auf die Suche. Bei der Lösung des Krimis wird klar, daß Pandora keine leibhaftige, lebendige Frau, sondern ein Ergebnis der Computerwelt ist.
Es sind fast nur Männer die Darsteller in diesem Buch: der Detektiv + Spieler + Gin Tonic Fan Gabria, Polizist Meléndez der Gabrias Ex-Frau heiraten möchte, der Kellner und César der alles hört aber wenig spricht, der hinkende und wunderbare Zuhörer Vitorio und damit leicht in die falschen Hände gerät, der Polizeichef Subirats, der Mafiachef El Botines und seine schlagkräftigen Jungs ...
Die 2 Frauen sind Gabrias Ex-Frau, die den Polizisten heiraten möchte und eine junge Frau, die die Energie hat Gabria aus seiner Lethargie zu reißen.
Ort des Romans ist Madrid und hier einige Hauptstraßen, die auch mir etwas sagen und einige Plätze und kleinere Straßen, die offenbar eher der Spieler-Szene zugeschrieben werden.
Das Buch ist spannend geschrieben, ist aber kein Krimi im who-dunn-it-Genre. Die Lösung bietet ein eigenbrötlerischer junger Mann, der sich mit Internet, Bloggs, Kommunikation via Internet und Viren (eigentlich Trojanern) excellent auskennt, aber die echten Menschen keinen Umgang mehr pflegen kann.
Genau wird auf die verschiedenen (Karten-)Spiele die Gabria spielt eingegangen, bei denen ich erst ein Lexikon oder im Internet eine Suchfunktion starten mußte. Auch die Schuß- und Prügel-szenen sind detalliert geschildert, mir aber zu brutal.
Die Stimmung des Buches ist eher pessimistisch oder hoffnungslos - erinnert mich an Krimis aus Spanien, die aus den 80-ern stammen. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der einen bösen schwarzen Krimi mit Prügeln, Schußwechseln und leider auch 'Guten', die sterben, verträgt.
"Poker mit Pandora"
2008 bei Salto de Página, Madrid
"A timba abierta"
aus dem Spanischen von Peter Kultzen
Deutsche Erstausgabe
2011, Unionsverlag Zürich
185 Seiten
1 Seite über Autor und Übersetzer
4 Seiten des Autors über sich selbst
ISBN 978-3-293-00428-3
Der Privatdetektiv und leidenschaftliche Spieler Julio Cabria möchte sich eigentlich umbringen, wird aber von seiner eigenen Laschheit und einem lukrativen Auftrag davon abgehalten. Er soll eine Frau namens Pandora finden, deren Suche bereits einigen Männern das Leben gekostet hat. Mehr oder minder freiwillig macht er sich gemeinsam mit dem Polizisten Meléndez, der seine Chance sieht nicht in die Pension abgeschoben zu werden, auf die Suche. Bei der Lösung des Krimis wird klar, daß Pandora keine leibhaftige, lebendige Frau, sondern ein Ergebnis der Computerwelt ist.
Es sind fast nur Männer die Darsteller in diesem Buch: der Detektiv + Spieler + Gin Tonic Fan Gabria, Polizist Meléndez der Gabrias Ex-Frau heiraten möchte, der Kellner und César der alles hört aber wenig spricht, der hinkende und wunderbare Zuhörer Vitorio und damit leicht in die falschen Hände gerät, der Polizeichef Subirats, der Mafiachef El Botines und seine schlagkräftigen Jungs ...
Die 2 Frauen sind Gabrias Ex-Frau, die den Polizisten heiraten möchte und eine junge Frau, die die Energie hat Gabria aus seiner Lethargie zu reißen.
Ort des Romans ist Madrid und hier einige Hauptstraßen, die auch mir etwas sagen und einige Plätze und kleinere Straßen, die offenbar eher der Spieler-Szene zugeschrieben werden.
Das Buch ist spannend geschrieben, ist aber kein Krimi im who-dunn-it-Genre. Die Lösung bietet ein eigenbrötlerischer junger Mann, der sich mit Internet, Bloggs, Kommunikation via Internet und Viren (eigentlich Trojanern) excellent auskennt, aber die echten Menschen keinen Umgang mehr pflegen kann.
Genau wird auf die verschiedenen (Karten-)Spiele die Gabria spielt eingegangen, bei denen ich erst ein Lexikon oder im Internet eine Suchfunktion starten mußte. Auch die Schuß- und Prügel-szenen sind detalliert geschildert, mir aber zu brutal.
Die Stimmung des Buches ist eher pessimistisch oder hoffnungslos - erinnert mich an Krimis aus Spanien, die aus den 80-ern stammen. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der einen bösen schwarzen Krimi mit Prügeln, Schußwechseln und leider auch 'Guten', die sterben, verträgt.
Dienstag, 24. Januar 2012
Martín Solanes (alias Martine Mairal) : "Mallorquinisches Blut"
Martín Solanes (alias Martine Mairal) :
"Mallorquinisches Blut"
2008 Flammarion, Paris
"Quand la lune sera bleue"
aus dem Französischen von Ute Bechberger und Cornelia Weinkauf
2009, Piper München Zürich
302 Seiten
1 Seite köstliche Küchenspezialitäten
3 Seiten Lokale, Hotels, Einkaufsmöglichkeiten
3 Seiten Kultur, Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps
ISBN 978-3-492-05259-7
In diesem dicht geschriebenen Kriminalroman auf Mallorca klärt die Polizei einige sehr brutale Morde eines Serienmörders inklusive das 'warum' auf.
Pilar Más, eine junge intelligente etwas eigensinnige aber excellente Mitarbeiterin der Spurensicherung - mit ihrer Kamera - kehrt nach Jahren der Ausbildung und beruflichen Bewährung auf ihre Geburtsinsel Mallorca zurück. Hier werden Teile von Menschen gefunden, die nicht zu einem Menschen alleine gehören. Die Art und Weise wie mit den Teilen umgegangen war, weist auf einen bösartigen Menschen, der geplant und gezielt vorgeht.
Eine Spezialtruppe der Polizei wird zusammengestellt - was auch helfen soll, die Intrigen und bewußte Nicht-Weitergabe von Information zu untergraben. Bruno Montaner, in Mallorca verliebter Polizist dessen Frau und Kinder lieber am Festland wohnen, und Gerónimo, Chef der Spurensicherheit, bilden ein Team gegen den arrogant gezeichneten Madrilenen Polizisten Olazabal.
Es werden weitere Leichenteile, verkohlte Körperstücke und auch ein vermisster Freund von Pilar - leider ermordet - gefunden. Kurze Zeit weisen die Hinweise des Mörders auf Pilar, die beim dramatischen Showdown noch von ihren Freunden bei der Polizei vor dem Tod durch den Serienmörder gerettet wird.
Eine spannende Geschichte - bei der einiges von der Insel beschrieben wird. Vor allem die Insel "La Dragonera", die jetzt ein Naturschutzgebiet ist, ist ein wichtiger Angelpunkt. Mit liebevollen Details wird auf Gastronomie, Landschaft, Flora und Geologie der Insel Mallorca eingegangen.
Die Personen sind schön beschrieben, ohne daß die Geschichte deshalb an Tempo verliert.
Pilar - der Angelpunkt - ist als gescheite, sportliche Frau geschildert, deren Familie sie ziemlich verachtet hat. Daß der Grund der Morde in der Geschichte aus ihrem tyrannischen selbstherrlichen Großvater kommt, wird erst spät entdeckt.
Bruno Montaner lebt lieber bei seiner übersinnlich begabten Mutter auf Mallorca, als bei Frau und Kindern auf dem Festland oder gar in einer großen Stadt. Er kennt die Insel genausogut wie Pilar. Da er ein gutes Netzwerk in der Bevölkerung hat, löst er seine Fälle anerkanntermaßen gut.
Auch die anderen Personen sind gut und greifbar geschildert, Carmen die Spurensicherin, Virus der seinen Spitznamen aus seinem Umgang mit dem Computer hat, die Geliebte von Montaner, Tauchfreunde von Pilar, der alte Verwalter auf dem Gut des Großvaters, etc ...
Der originale französische Titel "la lune bleue" bezieht sich auf den (Aber-)Glauben, daß der zweite Vollmond im gleichen Monat ein blauer Mond sei und Unglück bringe / oder zumindest Unannehmlichkeiten.
Mir hat es Freude gemacht den Krimi der im Hochsommer im Mittelmeer spielt zu lesen und kann das Buch nur empfehlen.
"Mallorquinisches Blut"
2008 Flammarion, Paris
"Quand la lune sera bleue"
aus dem Französischen von Ute Bechberger und Cornelia Weinkauf
2009, Piper München Zürich
302 Seiten
1 Seite köstliche Küchenspezialitäten
3 Seiten Lokale, Hotels, Einkaufsmöglichkeiten
3 Seiten Kultur, Sehenswürdigkeiten & Ausflugstipps
ISBN 978-3-492-05259-7
In diesem dicht geschriebenen Kriminalroman auf Mallorca klärt die Polizei einige sehr brutale Morde eines Serienmörders inklusive das 'warum' auf.
Pilar Más, eine junge intelligente etwas eigensinnige aber excellente Mitarbeiterin der Spurensicherung - mit ihrer Kamera - kehrt nach Jahren der Ausbildung und beruflichen Bewährung auf ihre Geburtsinsel Mallorca zurück. Hier werden Teile von Menschen gefunden, die nicht zu einem Menschen alleine gehören. Die Art und Weise wie mit den Teilen umgegangen war, weist auf einen bösartigen Menschen, der geplant und gezielt vorgeht.
Eine Spezialtruppe der Polizei wird zusammengestellt - was auch helfen soll, die Intrigen und bewußte Nicht-Weitergabe von Information zu untergraben. Bruno Montaner, in Mallorca verliebter Polizist dessen Frau und Kinder lieber am Festland wohnen, und Gerónimo, Chef der Spurensicherheit, bilden ein Team gegen den arrogant gezeichneten Madrilenen Polizisten Olazabal.
Es werden weitere Leichenteile, verkohlte Körperstücke und auch ein vermisster Freund von Pilar - leider ermordet - gefunden. Kurze Zeit weisen die Hinweise des Mörders auf Pilar, die beim dramatischen Showdown noch von ihren Freunden bei der Polizei vor dem Tod durch den Serienmörder gerettet wird.
Eine spannende Geschichte - bei der einiges von der Insel beschrieben wird. Vor allem die Insel "La Dragonera", die jetzt ein Naturschutzgebiet ist, ist ein wichtiger Angelpunkt. Mit liebevollen Details wird auf Gastronomie, Landschaft, Flora und Geologie der Insel Mallorca eingegangen.
Die Personen sind schön beschrieben, ohne daß die Geschichte deshalb an Tempo verliert.
Pilar - der Angelpunkt - ist als gescheite, sportliche Frau geschildert, deren Familie sie ziemlich verachtet hat. Daß der Grund der Morde in der Geschichte aus ihrem tyrannischen selbstherrlichen Großvater kommt, wird erst spät entdeckt.
Bruno Montaner lebt lieber bei seiner übersinnlich begabten Mutter auf Mallorca, als bei Frau und Kindern auf dem Festland oder gar in einer großen Stadt. Er kennt die Insel genausogut wie Pilar. Da er ein gutes Netzwerk in der Bevölkerung hat, löst er seine Fälle anerkanntermaßen gut.
Auch die anderen Personen sind gut und greifbar geschildert, Carmen die Spurensicherin, Virus der seinen Spitznamen aus seinem Umgang mit dem Computer hat, die Geliebte von Montaner, Tauchfreunde von Pilar, der alte Verwalter auf dem Gut des Großvaters, etc ...
Der originale französische Titel "la lune bleue" bezieht sich auf den (Aber-)Glauben, daß der zweite Vollmond im gleichen Monat ein blauer Mond sei und Unglück bringe / oder zumindest Unannehmlichkeiten.
Mir hat es Freude gemacht den Krimi der im Hochsommer im Mittelmeer spielt zu lesen und kann das Buch nur empfehlen.
Labels:
2008,
2009,
Autorin,
Frau,
Gesellschaft,
Krimi,
Mallorca,
Polizei,
Übersetzerinnen
Freitag, 13. Januar 2012
Teresa Solana : "Mord auf katalanisch"
Teresa Solana :
"Mord auf katalanisch" - ein Barcelona-Krimi
2006 bei Edicions 62 in Barcelona
"Un crim imperfect"
aus dem Katalanischen übersetzt von Petra Zickmann
2007, Piper München Zürich
2 Seiten Stadtplan auf den beiden Innencovers
1 Seite Spezialitäten
271 Seiten
ISBN 978-3-492-04951-1
Barcelona im Winter. Das Brüderpaar Eduard und 'Borja' nennt, betreiben miteinander eine Detektei und erledigen meist - erfolgreich und diskret - Seitensprung-Angelegenheiten. Diesmal verdächtigt ein Politiker seine Gattin des Seitensprungs, da ein bekannter Maler ein Bild von ihr gemalt hat. Beweise findet das Brüderpaar keine, aber sie sehen viele Gespräche der verdächtigten Dame mit Menschen, die sie meist unglücklich zurück läßt. Am Weihnachtstag wird die Dame vergiftet aufgefunden.
Die beiden Detektive gehen einiges Spuren nach, und lösen letztendlich den Fall. Polizei und Presse lösen den Fall anders, aber die Detektive sind mit dem Ausgang zufrieden.
Ein zwei-seitiger Epilog erzählt im Kurzüberblick wie sich das Leben einiger Beteiligter über die nächsten Jahre weiterentwickelt.
Die Personen und ihre Umgebung sind detailliert und mit Freude zum Detail geschildert.
Eduardo ist verheiratet, hat 3 Kinder und ist ehemaliger Bankangestellter und Buchhalter. Sein Zwillingsbruder Pep, nennt sich Borja und hat sich einen fantasievollen Nachnahmen zugelegt - er ist der Schillernde und Faszinierende des Duos; aber da sich die beiden nicht ähnlich sehen, funktioniert die Geschichte mit der beruflichen Freundschaft sehr gut.
Am besten hat mir die Schilderung einer niveauvollen Dame der reichen Oberschicht mit viel Humor, Macht und Intelligenz gefallen. Böse sind die Beobachtungen des Mordopfers das als eine wunderschöne aber durch extremen Ehrgeinz eher ungute Person geschildert wird. Die Frauen in dem Krimi sind sehr unterschiedlich - die etwas alternative Montse, die verheiratete geliftete erfolgreiche Geliebte, die überkandidelte Direktorin einer Schule. Die sonstigen Männer sind Politiker wie der Mann des späteren Opfers, ein Lehrer und ein fürsorglicher Butler.
Eine schöne Idee finde ich, daß das Portrait der Dame über ein Photo im Zug seinen Ursprung hat. Der Künstler hatte das Photo einer schlafenden Frau gemacht und dann - seinem Stil entsprechend - in wunderschöner Weise gemalt.
Gut gefällt mir, daß im Anhang auf einige gastronomische Spezialitäten Katalonien stehen. Ob man sich die Restaurant-empfehlungen am Ende des Buches ansehen will, ist Entscheidung des Lesers (ich habe es nicht getan).
In Summe finde ich das Buch gut lesbar, die Geschichte und die Menschen sprechen mich an und meine Erwartung im Winter ein Buch aus wärmeren Gegenden wärmt meine Seele wurde erfüllt. Viel Vergnügen beim Lesen !
"Mord auf katalanisch" - ein Barcelona-Krimi
2006 bei Edicions 62 in Barcelona
"Un crim imperfect"
aus dem Katalanischen übersetzt von Petra Zickmann
2007, Piper München Zürich
2 Seiten Stadtplan auf den beiden Innencovers
1 Seite Spezialitäten
271 Seiten
ISBN 978-3-492-04951-1
Barcelona im Winter. Das Brüderpaar Eduard und 'Borja' nennt, betreiben miteinander eine Detektei und erledigen meist - erfolgreich und diskret - Seitensprung-Angelegenheiten. Diesmal verdächtigt ein Politiker seine Gattin des Seitensprungs, da ein bekannter Maler ein Bild von ihr gemalt hat. Beweise findet das Brüderpaar keine, aber sie sehen viele Gespräche der verdächtigten Dame mit Menschen, die sie meist unglücklich zurück läßt. Am Weihnachtstag wird die Dame vergiftet aufgefunden.
Die beiden Detektive gehen einiges Spuren nach, und lösen letztendlich den Fall. Polizei und Presse lösen den Fall anders, aber die Detektive sind mit dem Ausgang zufrieden.
Ein zwei-seitiger Epilog erzählt im Kurzüberblick wie sich das Leben einiger Beteiligter über die nächsten Jahre weiterentwickelt.
Die Personen und ihre Umgebung sind detailliert und mit Freude zum Detail geschildert.
Eduardo ist verheiratet, hat 3 Kinder und ist ehemaliger Bankangestellter und Buchhalter. Sein Zwillingsbruder Pep, nennt sich Borja und hat sich einen fantasievollen Nachnahmen zugelegt - er ist der Schillernde und Faszinierende des Duos; aber da sich die beiden nicht ähnlich sehen, funktioniert die Geschichte mit der beruflichen Freundschaft sehr gut.
Am besten hat mir die Schilderung einer niveauvollen Dame der reichen Oberschicht mit viel Humor, Macht und Intelligenz gefallen. Böse sind die Beobachtungen des Mordopfers das als eine wunderschöne aber durch extremen Ehrgeinz eher ungute Person geschildert wird. Die Frauen in dem Krimi sind sehr unterschiedlich - die etwas alternative Montse, die verheiratete geliftete erfolgreiche Geliebte, die überkandidelte Direktorin einer Schule. Die sonstigen Männer sind Politiker wie der Mann des späteren Opfers, ein Lehrer und ein fürsorglicher Butler.
Eine schöne Idee finde ich, daß das Portrait der Dame über ein Photo im Zug seinen Ursprung hat. Der Künstler hatte das Photo einer schlafenden Frau gemacht und dann - seinem Stil entsprechend - in wunderschöner Weise gemalt.
Gut gefällt mir, daß im Anhang auf einige gastronomische Spezialitäten Katalonien stehen. Ob man sich die Restaurant-empfehlungen am Ende des Buches ansehen will, ist Entscheidung des Lesers (ich habe es nicht getan).
In Summe finde ich das Buch gut lesbar, die Geschichte und die Menschen sprechen mich an und meine Erwartung im Winter ein Buch aus wärmeren Gegenden wärmt meine Seele wurde erfüllt. Viel Vergnügen beim Lesen !
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Rita Falk : "Dampfnudelblues"
Rita Falk :
"Dampfnudelblues"
- Ein Provinzkrimi
2011, Deutscher Taschenbuch Verlag
Glossar 4 Seiten mit bayerischen Ausdrücken ins Schriftdeutsche erklärt
Rezepte der Großmutter 6 Seiten
Danksagung 2 Seiten
238 Seiten
ISBN 978-3-423-24850-1
In diesem humorvollen, aber auch verfressenen Krimi löst Franz Eberhofer, Polizist im Bereich Landshut, den Mord am Realschulinspektor Höpfl, der anerkanntermaßen ein ziemlich ungeliebter Zeitgenosse war.
Franz Eberhofer lernt den Lehrer Höpfl kennen, als dieser wegen Schmiererei auf seiner Hauswand Anzeige erstattet. Das Geschmiere fordert den raschen Tod des allseits ungeliebten Lehrers. Kurz darauf werden Teile von ihm auf den Bahngeleisen entdeckt.
Es dauert einige Zeit bis Homosexualität und Drogen entdeckt werden und die Lösung zum Täter freigeben.
Abwechslung bieten die Schilderungen der Familie von Franz Ebenhofer - sein Vater mit Cannabis und Tabak im Garten, die ausgezeichnet kochende Großmutter, und sein Bruder der sich für seine dritte Ehe in eine schöne zarte Thailänderin verliebt hat und mit ihr ein kleines Mädchen hat.
Schön handfest werden auch die Freunde des Polizisten wie der Fleischhauer (dt. Metzger), der Installateur, ehemalige Polizeikollege und jetziger Detektiv Birkenberger geschildert - ebenso seine (Langzeit- oder nicht)Freundin Susi und paar plaudersüchtige Damen.
Zusätzlich bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen der Schwester des Ermordeten und einem Mann der Spurensicherung an.
Mit leichter Bosheit beschreibt die Autorin die 'Landshuter Hochzeit' - eine Periode in der die Stadt Fasching feiert. Offenbar finden Männer in Strumpfhosen nicht überall Beifall.
Trocken wird das Mißtrauen zu Menschen aus anderen Ländern und Kulturen festgehalten indem markige Kommentare über den Fußballer aus Angola und die junge Frau aus Thailand volksnahe zitiert wirken.
Das Glossar mit bayrischen Worterklärungen und die deftigen Hausmannskost-rezepte machen großes Vergnügen zu Lesen.
Der rasch und gut lesbare Krimi macht Spaß zu lesen, unterhält gut mit seinen Personenbeschreibungen und hält die Spannung der Frage wer denn wirklich der Mörder ist. Das Buch ist jedem zum Empfehlen der sich auf die bodenständige bayerische Atmosphäre einlassen und mit Franz Eberhofer durch Wald und Mordfall spazieren möchte.
Das ist übrigens Band 2 mit Franz Ebenhofer - Band 1 und Band 3 dürften ebenso unterhaltsam sein.
"Dampfnudelblues"
- Ein Provinzkrimi
2011, Deutscher Taschenbuch Verlag
Glossar 4 Seiten mit bayerischen Ausdrücken ins Schriftdeutsche erklärt
Rezepte der Großmutter 6 Seiten
Danksagung 2 Seiten
238 Seiten
ISBN 978-3-423-24850-1
In diesem humorvollen, aber auch verfressenen Krimi löst Franz Eberhofer, Polizist im Bereich Landshut, den Mord am Realschulinspektor Höpfl, der anerkanntermaßen ein ziemlich ungeliebter Zeitgenosse war.
Franz Eberhofer lernt den Lehrer Höpfl kennen, als dieser wegen Schmiererei auf seiner Hauswand Anzeige erstattet. Das Geschmiere fordert den raschen Tod des allseits ungeliebten Lehrers. Kurz darauf werden Teile von ihm auf den Bahngeleisen entdeckt.
Es dauert einige Zeit bis Homosexualität und Drogen entdeckt werden und die Lösung zum Täter freigeben.
Abwechslung bieten die Schilderungen der Familie von Franz Ebenhofer - sein Vater mit Cannabis und Tabak im Garten, die ausgezeichnet kochende Großmutter, und sein Bruder der sich für seine dritte Ehe in eine schöne zarte Thailänderin verliebt hat und mit ihr ein kleines Mädchen hat.
Schön handfest werden auch die Freunde des Polizisten wie der Fleischhauer (dt. Metzger), der Installateur, ehemalige Polizeikollege und jetziger Detektiv Birkenberger geschildert - ebenso seine (Langzeit- oder nicht)Freundin Susi und paar plaudersüchtige Damen.
Zusätzlich bahnt sich eine Liebesgeschichte zwischen der Schwester des Ermordeten und einem Mann der Spurensicherung an.
Mit leichter Bosheit beschreibt die Autorin die 'Landshuter Hochzeit' - eine Periode in der die Stadt Fasching feiert. Offenbar finden Männer in Strumpfhosen nicht überall Beifall.
Trocken wird das Mißtrauen zu Menschen aus anderen Ländern und Kulturen festgehalten indem markige Kommentare über den Fußballer aus Angola und die junge Frau aus Thailand volksnahe zitiert wirken.
Das Glossar mit bayrischen Worterklärungen und die deftigen Hausmannskost-rezepte machen großes Vergnügen zu Lesen.
Der rasch und gut lesbare Krimi macht Spaß zu lesen, unterhält gut mit seinen Personenbeschreibungen und hält die Spannung der Frage wer denn wirklich der Mörder ist. Das Buch ist jedem zum Empfehlen der sich auf die bodenständige bayerische Atmosphäre einlassen und mit Franz Eberhofer durch Wald und Mordfall spazieren möchte.
Das ist übrigens Band 2 mit Franz Ebenhofer - Band 1 und Band 3 dürften ebenso unterhaltsam sein.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Ramón Díaz Eterovic : "Engel und Einsame"
Ramón Díaz Eterovic :
"Engel und Einsame"
original "Angeles y solitarios"
1995, Editorial Planeta Chilena
aus dem chilenischen Spanisch übersetzt von Maralde Mayer-Minnemann
2000, Diogenes Verlag Zürich
323 Seiten
ISBN 3-257-06246-x
Das Buch enthält einen starken, intensiven Roman in dem der Detektiv Heredia von der Liebe aus der Vergangenheit eingeholt wird, und aktuellen Waffenfirmen auf die Spur kommt. Die hier gemeinten Waffen sind hier eher die chemischen - wie Sarin.
Heredia erhält die Ansichtskarte einer vergangenen großen Liebe, die ihn in Santiago besuchen will. Leider wird nur noch ihre Leiche gefunden. Da Fernanda Journalistin gewesen war und sich vor einiger Zeit mit einem amerikanischen Journalisten über Waffen in Chile unterhalten hatte, und ein lebensfroher Mensch war, ist die Selbstmordtheorie hinfällig.
Sein alter Freund bei der Polizei Dagoberto Solis hilft ihm heimlich, denn offiziell wurde der Fall von oben als erledigt erklärt. Leider geraten Heredia und Solis zu nahe an geheim gewünschte Informationen - auch über zwei ältere Morde, die mit den Tod Fernandas zusammenhängen - und Solis wird zu Tode geprügelt.
Über einen mysteriösen blinden Nachbarn von Heredia, der ihm immer wieder aus emotionalen Gründen mit Informationen behilflich ist, kann er sich an dem Mörder von Solis rächen und eine Fabrik von chemischen Waffen in Feuer aufgehen lassen. Auf vielfachen Rat verschwindet er dann - mit Freundin und Kater.
Hilfe hat Heredia privat durch die Tochter eines Freundes Griseta (die seine Freundin wird) und seinen weißen Kater mit dem Namen Simenon, mit der er sich tw. unterhält und somit die Funktion des Alter Ego erhält und sympathische Dialoge abliefern.
Der Titel dürfte sich auf ihn / Heredia /den Einsamen und sie /Griseta/Engel beziehen.
Die Geschichte ist gut und spannend geschrieben. Santiago bzw. in den Teilen in deren sich Heredia mit Wodka und Mädchen herumtreibt gut vorstellbar. Der Drive zieht sich durchs Buch. Die Absätze über Waffenhandel, illegale Firmen und deren weltweite Rückendeckung lassen bei mir ein Gruseln zurück.
In Summe ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann der in die dunklen Teile Chiles abtauchen möchte, mit einem Detektiv der sich bei Mahler & Chet Baker erholt literarisch mitleben möchte und am Schluß wenigstens das Gefühl möchte, daß doch die Guten siegen werden.
"Engel und Einsame"
original "Angeles y solitarios"
1995, Editorial Planeta Chilena
aus dem chilenischen Spanisch übersetzt von Maralde Mayer-Minnemann
2000, Diogenes Verlag Zürich
323 Seiten
ISBN 3-257-06246-x
Das Buch enthält einen starken, intensiven Roman in dem der Detektiv Heredia von der Liebe aus der Vergangenheit eingeholt wird, und aktuellen Waffenfirmen auf die Spur kommt. Die hier gemeinten Waffen sind hier eher die chemischen - wie Sarin.
Heredia erhält die Ansichtskarte einer vergangenen großen Liebe, die ihn in Santiago besuchen will. Leider wird nur noch ihre Leiche gefunden. Da Fernanda Journalistin gewesen war und sich vor einiger Zeit mit einem amerikanischen Journalisten über Waffen in Chile unterhalten hatte, und ein lebensfroher Mensch war, ist die Selbstmordtheorie hinfällig.
Sein alter Freund bei der Polizei Dagoberto Solis hilft ihm heimlich, denn offiziell wurde der Fall von oben als erledigt erklärt. Leider geraten Heredia und Solis zu nahe an geheim gewünschte Informationen - auch über zwei ältere Morde, die mit den Tod Fernandas zusammenhängen - und Solis wird zu Tode geprügelt.
Über einen mysteriösen blinden Nachbarn von Heredia, der ihm immer wieder aus emotionalen Gründen mit Informationen behilflich ist, kann er sich an dem Mörder von Solis rächen und eine Fabrik von chemischen Waffen in Feuer aufgehen lassen. Auf vielfachen Rat verschwindet er dann - mit Freundin und Kater.
Hilfe hat Heredia privat durch die Tochter eines Freundes Griseta (die seine Freundin wird) und seinen weißen Kater mit dem Namen Simenon, mit der er sich tw. unterhält und somit die Funktion des Alter Ego erhält und sympathische Dialoge abliefern.
Der Titel dürfte sich auf ihn / Heredia /den Einsamen und sie /Griseta/Engel beziehen.
Die Geschichte ist gut und spannend geschrieben. Santiago bzw. in den Teilen in deren sich Heredia mit Wodka und Mädchen herumtreibt gut vorstellbar. Der Drive zieht sich durchs Buch. Die Absätze über Waffenhandel, illegale Firmen und deren weltweite Rückendeckung lassen bei mir ein Gruseln zurück.
In Summe ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann der in die dunklen Teile Chiles abtauchen möchte, mit einem Detektiv der sich bei Mahler & Chet Baker erholt literarisch mitleben möchte und am Schluß wenigstens das Gefühl möchte, daß doch die Guten siegen werden.
Dienstag, 6. Dezember 2011
Daniel Glattauer : "Der Weihnachtshund"
Daniel Glattauer :
"Der Weihnachtshund"
2004, Deutike im Paul Zsolnay Verlag
Goldmann; 12. Auflage
Taschenbuchausgabe November 2009
219 Seiten
ISBN: 978-3-442-46762-4
Der Roman ist eine entzückende Liebesgeschichte in Wien von zwei Menschen die eigentlich nur dem Weihnachsttrubel entfliehen wollen, und dem Hund Kurt (der eigentlich Kurt 2 ist).
Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, beginnend mit Max und seinem Hund Kurt am 1. Dezember, gefolgt von Kapitel 2. Dezember in dem Katrin die am 24. Dezember 30 wird vorgestellt wird. Beide haben ihre Weihnachtsphobien, wobei Max ohne Hund Kurt auf eine Insel schnorcheln fliegen möchte und Katrin den liebevoll-despotischen Eltern mithilfe von Hund zu entfliehen trachtet.
Bis das happy End endlich in Kapitel 24, dem 24. Dezember gipfelt muß Max allerdings noch eine schlimme Kuß-Phobie, die er sich als Halbwüchsiger selber eingehandelt hat, auskurieren, was zu mehreren komischen, witzigen aber auch bösen Szenen führt.
Hund Kurt (der zweite), ist ein ziemlich verschlafener Drahthaardackel, der sein Herrchen, das journistisch-humorvolle Hundekolumnen schreiben soll, eigentlich inspirieren sollte. Die zweite Seele, die springt und Sakkos zerreißt und eine quietschende Plastikwurstsemmel traktiert, hat aber auch Platz.
In Summe ein liebevoller Roman der meist zum Schmunzeln bringt (die Kuß-übe-szenen sind mir persönlich zu lange). Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas Unterhaltsames lesen möchte, oder den Nachbarn in den Öffis mit leisem Kichern zu irritieren trachtet.
"Der Weihnachtshund"
2004, Deutike im Paul Zsolnay Verlag
Goldmann; 12. Auflage
Taschenbuchausgabe November 2009
219 Seiten
ISBN: 978-3-442-46762-4
Der Roman ist eine entzückende Liebesgeschichte in Wien von zwei Menschen die eigentlich nur dem Weihnachsttrubel entfliehen wollen, und dem Hund Kurt (der eigentlich Kurt 2 ist).
Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, beginnend mit Max und seinem Hund Kurt am 1. Dezember, gefolgt von Kapitel 2. Dezember in dem Katrin die am 24. Dezember 30 wird vorgestellt wird. Beide haben ihre Weihnachtsphobien, wobei Max ohne Hund Kurt auf eine Insel schnorcheln fliegen möchte und Katrin den liebevoll-despotischen Eltern mithilfe von Hund zu entfliehen trachtet.
Bis das happy End endlich in Kapitel 24, dem 24. Dezember gipfelt muß Max allerdings noch eine schlimme Kuß-Phobie, die er sich als Halbwüchsiger selber eingehandelt hat, auskurieren, was zu mehreren komischen, witzigen aber auch bösen Szenen führt.
Hund Kurt (der zweite), ist ein ziemlich verschlafener Drahthaardackel, der sein Herrchen, das journistisch-humorvolle Hundekolumnen schreiben soll, eigentlich inspirieren sollte. Die zweite Seele, die springt und Sakkos zerreißt und eine quietschende Plastikwurstsemmel traktiert, hat aber auch Platz.
In Summe ein liebevoller Roman der meist zum Schmunzeln bringt (die Kuß-übe-szenen sind mir persönlich zu lange). Ich kann das Buch jedem empfehlen, der etwas Unterhaltsames lesen möchte, oder den Nachbarn in den Öffis mit leisem Kichern zu irritieren trachtet.
Labels:
2004,
Autor,
Hund,
Liebe,
Österreich,
Roman,
Weihnachten,
Wien
Abonnieren
Posts (Atom)