Dörte Hansen :
"Altes Land"
Roman
2015, Albrecht Kraus Verlag
5. Auflage 2017
281 Seiten
ISBN 978-3-328-10012-6
In diesem eindrücklichen Roman werden mehrere Frauengeschichten der Nachkriegszeits - Deutschlands bis heute geschildert. Chronologisch wären dies Ida Eckhof mit Sohn Karl, Hildegard von Kamcke mit Tochter Vera Eckhoff später Marlene, und deren Tochter Anna mit Sohn Leon. Ort der Handlung ist hauptsächlich ein altes Fachwerkhaus im Norden Deutschlands, das die Frauen von lebenslang bis möglichst kurz beherbergt.
Hauptfigur ist Vera die als Flüchtlingskind in das Haus kommt, dort als Stiefkind von Karl lebt und ihn als Kriegsinvaliden umsorgt nachdem sich ihre Mutter mit einem anderen Mann abgesetzt hat. Ihre Nichte Anna kommt als Hilfesuchende zu ihr (gemeinsam mit dem Sohn) und gemeinsam beginnen die beiden das Haus wieder zu umsorgen. Dazwischen muß sie sich behaupten und kämpfen, wird von den meisten im Dorf abgelehnt, überlebt aber als anerkannte Zahnärztin.
Ihre Mutter Hildegard war als Flüchtling mit Vera gestrandet, hat niemals Stolz oder Ziele vergessen, heiratete zuerst Karl, zog mit einem anderen nebulos bleibenden Mann weg, brachte Marlene und Thomas auf die Welt und blieb fern. Sie wird stolz, aber singend beschrieben.
Ida in deren Haus die 2 Flüchtlinge kamen war eine eher mitleidlose Frau, die sich von den Folgen des Krieges nicht erholte.
Marlene die zweite Tochter von Hildegard wird als überbetuliche Mutter geschildert die zuerst musikalische Wunderkind Anna fördert, dann fallen läßt zugunsten des wirklichen musikalischen Wunderkindes Thomas. Spät beginnt sie das Leben ihrer Mutter Hildegard nachzuforschen, aus dem sie immer ausgeklammert gewesen war.
Anna muß sich nach dem Scheitern als Wunderkind behaupten, lernt tischlern, zieht in die Stadt bekommt ein Kind, wird vom Vater des Kindes einem Romanzenschriftsteller verlassen und baut sich bei ihrer Tante am Land wieder ein Leben auf.
Unter die Haut gehen die kurzen Sequenzen in denen Sterben nach dem Krieg beschrieben wird: einmal die Menschen die sich erhängen oder die Babys die im Kinderwagen erfrieren und einfach stehen gelassen werden.
Nebenelemente ist Dirk vom Felde, ein bodenständiger Bauer mit fröhlicher Frau, Kindern, Hunden, und Traktoren. Als Gegenelement ist Burkhard Weißwerth geschildert : ein Städter den es ins so idyllische Landleben verschlägt, hier einen Bestseller über das Landleben schreibt, aber letztendlich doch merkt, daß was er unter Landleben versteht mit dem wirklichen Landleben wenig zu tun hat und wenig Idylle birgt.
Auch das Kindergartenleben in der Stadt ist anders als am Land wie Leon und seine Mutter merken (müssen) - und auch die Kindergartenleiterin.
Die Schilderungen von Menschen gingen mir unter die Haut. Vor allem Vera mit ihrer Sprödigkeit und Geradlinigkeit hat mich fasziniert; selbst daß sie nur im Sitzen schlafen kann weil sie Angst vor dem Haus hat ist spürbar. Die Menschen machen im Sinnen von bewegen einiges - diese Bewegungen waren gut vorstellbar. Das Buch schildert mehr die Frauen , aber auch der Nachbar von Vera wird mit seinen Veränderungen und seinem Leben - alle drei Söhne gehen vom Bauernhof weg - erzählt.
Hintergrund sind die Nachkriegszeit und dann ist Wiederaufbau spürbar; auch die aktuelle Suche nach Ruhe und sogenannter Idylle ist vorhanden, inkl. Scheitern.
In Summe ein großartiges Buch, das ich genossen habe zu Lesen. Viel Freude auch anderen Leserinnen und Lesern !
Dörte Hansen wurde in Husum (Kreisstadt des in Nordfriesland in Schleswig-Holstein) geboren . Daheim lernte sie zuerst Plattdeutsch, ehe sie in der Schule Schriftdeutsch lernte. Sie ist eine deutsche Linguistin (Linguistik, Anglistik, Romanistik und Frisistik an der Universität Kiel), Journalistin (NDR, WDR, etc) und Autorin. Sie lebte in Steinkirchen (Niedersachsen) und jetzt wieder in Husum.
Mittwoch, 30. August 2017
Dörte Hansen : "Altes Land"
Labels:
2015,
2017,
Autorin,
Deutschland,
Familie,
Flucht,
Frau,
Nachkriegszeit,
Roman
Freitag, 25. August 2017
Jeff Lindsay : "Dearly devoted Dexter"
Jeff Lindsay :
"Dearly devoted Dexter"
2005, Orion Books / 2006, paperpack edition
296 Seiten
ISBN 978-0-7528-7788-4
Dexter Morgan, Blutspezialist bei der Polizei in Miami, hat eine nette Freundin mit Kindern und einen 'dunklen Passagier', der gerne Menschen tötet. Dexters Adoptivvater hat ihm beigebracht daß er erst sicher sein muß, daß ein Mensch bewiesenermaßen Böses getan hat und durch die Lücken der Gesellschaft keine Strafe erwartet oder erwischt wird bevor er zuschlagen darf. Ein Kinderschänder ist hier genau das richtige um die dunkle Stimme in ihm zu beruhigen. Mitten in den Vorbereitungen wird er genauso wie seine Schwester und das andere Polizeiteam zu einem Tatort gerufen, bei dem ein menschliches verstümmeltes Wrack gefunden wird. Externe Hilfe trifft ein und wir den Leuten vor Ort vor die Nase gesetzt. Es werden noch einige Menschen verstümmelt, eine Falle aufgestellt die leider nicht wie geplant funktioniert bis ab Schluß der Verstümmelnde getötet wird und Dexter - und der 'dunklen Passagier' endlich den Kinderschänder seiner Strafe zuführen darf.
Parallelgeschichte ist daß sich Dexters Schwester Debra in den externen Polizisten verliebt. Und Dexter sich irrtümlich mit Rita verlobt, was in einer ziemlich alkohol-lastigen Party gefeiert wird.
Das ist Buch 2 aus der Dexter Serie, das auf deutsch mit dem Titel "Dunkler Dämon" übersetzt wurde. Da ich Dexter, die Serie zwar nur teilweise gesehen habe, interessiert mich die Vorlage. Eingeweihten zufolge ist diese Geschichte nicht eins-zu-eins in einer Serie gelandet.
Das wirkliche Problem ist für das auseinanderklaffen der Figur von Debra, die im Buch eher üppig beschrieben wird, in der Serie aber eine dünne Frau ist. Netterweise ist die mich ziemlich nervende Rita im Buch weniger präsent.
Ich habe mich köstlich beim Lesen amüsiert. Der böse schwarze Humor, das Spiel zwischen echter Emotionslosigkeit, bemühen um freundliche Fassade als emotionaler Mensch aber professionellem Interesse an der Technik des Verstümmelnden sind zynisch unterhaltend beschrieben. Zynisch unterhaltsam sind auch Kommentare über eine Pädophilenvereinigung, von der Dexter gar nichts hält.
Das Englisch ist unterhaltsam v.a. wenn der Autor mit Aussagen wie "Dexter the Avenger" oder "Dutiful Dexter" spielt. Gewisse Vokabel wie 'dismemberment' mußte ich nachblättern.
In Summe ein herrlich rabenschwarzes Buch. Viel Freude beim Lesen !
Jeffry P. Freundlich, Pseudonym Jeff Lindsay, wurde am 14. Juli 1952 in Florida geboren.
Sein erster Roman 'Tropical Depression: A Novel of Suspense' wurde 1994 veröffentlicht. In den 1990er-Jahren folgten noch drei Werke, jedoch erst 2004 feierte Lindsay mit Darkly Dreaming Dexter den Durchbruch und seinen ersten großen Erfolg. Mittlerweile gibt es acht Bücher mit Dexter Morgan.
"Dearly devoted Dexter"
2005, Orion Books / 2006, paperpack edition
296 Seiten
ISBN 978-0-7528-7788-4
Dexter Morgan, Blutspezialist bei der Polizei in Miami, hat eine nette Freundin mit Kindern und einen 'dunklen Passagier', der gerne Menschen tötet. Dexters Adoptivvater hat ihm beigebracht daß er erst sicher sein muß, daß ein Mensch bewiesenermaßen Böses getan hat und durch die Lücken der Gesellschaft keine Strafe erwartet oder erwischt wird bevor er zuschlagen darf. Ein Kinderschänder ist hier genau das richtige um die dunkle Stimme in ihm zu beruhigen. Mitten in den Vorbereitungen wird er genauso wie seine Schwester und das andere Polizeiteam zu einem Tatort gerufen, bei dem ein menschliches verstümmeltes Wrack gefunden wird. Externe Hilfe trifft ein und wir den Leuten vor Ort vor die Nase gesetzt. Es werden noch einige Menschen verstümmelt, eine Falle aufgestellt die leider nicht wie geplant funktioniert bis ab Schluß der Verstümmelnde getötet wird und Dexter - und der 'dunklen Passagier' endlich den Kinderschänder seiner Strafe zuführen darf.
Parallelgeschichte ist daß sich Dexters Schwester Debra in den externen Polizisten verliebt. Und Dexter sich irrtümlich mit Rita verlobt, was in einer ziemlich alkohol-lastigen Party gefeiert wird.
Das ist Buch 2 aus der Dexter Serie, das auf deutsch mit dem Titel "Dunkler Dämon" übersetzt wurde. Da ich Dexter, die Serie zwar nur teilweise gesehen habe, interessiert mich die Vorlage. Eingeweihten zufolge ist diese Geschichte nicht eins-zu-eins in einer Serie gelandet.
Das wirkliche Problem ist für das auseinanderklaffen der Figur von Debra, die im Buch eher üppig beschrieben wird, in der Serie aber eine dünne Frau ist. Netterweise ist die mich ziemlich nervende Rita im Buch weniger präsent.
Ich habe mich köstlich beim Lesen amüsiert. Der böse schwarze Humor, das Spiel zwischen echter Emotionslosigkeit, bemühen um freundliche Fassade als emotionaler Mensch aber professionellem Interesse an der Technik des Verstümmelnden sind zynisch unterhaltend beschrieben. Zynisch unterhaltsam sind auch Kommentare über eine Pädophilenvereinigung, von der Dexter gar nichts hält.
Das Englisch ist unterhaltsam v.a. wenn der Autor mit Aussagen wie "Dexter the Avenger" oder "Dutiful Dexter" spielt. Gewisse Vokabel wie 'dismemberment' mußte ich nachblättern.
In Summe ein herrlich rabenschwarzes Buch. Viel Freude beim Lesen !
Jeffry P. Freundlich, Pseudonym Jeff Lindsay, wurde am 14. Juli 1952 in Florida geboren.
Sein erster Roman 'Tropical Depression: A Novel of Suspense' wurde 1994 veröffentlicht. In den 1990er-Jahren folgten noch drei Werke, jedoch erst 2004 feierte Lindsay mit Darkly Dreaming Dexter den Durchbruch und seinen ersten großen Erfolg. Mittlerweile gibt es acht Bücher mit Dexter Morgan.
Labels:
2005,
Autor,
in englischer Originalfassung gelesen,
Krimi,
Roman,
schwarzer Humor,
Thriller,
USA
Samstag, 19. August 2017
Bernhard Aichner : "Nur Blau"
Bernhard Aichner :
"Nur Blau"
Roman
2012, Haymon Innsbruck
222 Seiten
ISBN 978-3-85218-903-1
In diesem dichten großartigen Roman geht es um das Blau und dem Maler Yves Klein. Mehrere Fäden werden erzählt, die sich lose miteinander verbinden :
Der eine ist Jo, ein ungestümer junger Mann der so lange mit blau probiert, bis der das Yves Klein blau hat und Kopieren herstellen kann. Mosca ist sein Freund, Literaturagent, gepflegt, elegant und belesen. Ben ist Taxifahrer in Frankfurt und hat grausliche Alpträume durch Tabletten. Oliver ist Mistmann, findet ein Bild von Yves Klein in einer Mülltonne und verliebt sich in Herta die von einem eigenen Restaurant träumt. Anna war mit Ludwig einem Radiosprecher zusammen, der sich quälte - jetzt zeichnet sie mit Bleistift und arbeitet in einem Restaurant; nebenbei hatte sie was mit Ben laufen. Mirella ist aus Italien, lebt in einem Wohnwagen und kannte Yves Klein als sie jung war und er in einer Galerie in Mailand ausstellte. Onnie ist Däne, dünn und hat ein Harnproblem und schnupft Rauschgift; als Mosca ihm helfen will wird das von Ming, einer ehrgeizigen Asiatin, vereitelt. Am Schluß ist ein Fenster offen.
Mich hat der Roman fasziniert und ich mußte weiter- und durchlesen bis ich auf der letzten Seite war. Die Menschen und ihren 2-er oder auch 3-er Beziehungen sind gut spürbar, aber auch die Suche nach wie-will-ich-leben bei denen die Haupt- und Nebenplaneten ist nachvollziehbar.
Die Beziehung zwischen Mosca und Jo ist haptisch und in ihrer Sinnlichkeit schön vorstellbar. Auch die Beziehung zwischen Anna und Ludwig, die Ludwig durch Verletzungen ruiniert, ist in ihrer Körperlichkeit nachvollziehbar.
Als Gegenpole sind Jo der dem abstrakten Klein-Blau nachjagt und Anna die viele Bleistiftzeichnungen ihres eigenen verletzten Körpers zeichnet aufgebaut.
Im Gegensatz zu einem Kriminalroman des Autors bei dem mir die Eigenschaftswörter fehlten, gibt es hier genug vorstellbares und ich konnte in die spannenden Erzählfäden eintauchen.
In Summe : ein grandioses Buch, das ich gerne weiterempfehle !
Yves Klein lebte von 28. April 1928 in Nizza bis 6. Juni 1962 in Paris (Herzinfarkt).
"Nur Blau"
Roman
2012, Haymon Innsbruck
222 Seiten
ISBN 978-3-85218-903-1
In diesem dichten großartigen Roman geht es um das Blau und dem Maler Yves Klein. Mehrere Fäden werden erzählt, die sich lose miteinander verbinden :
Der eine ist Jo, ein ungestümer junger Mann der so lange mit blau probiert, bis der das Yves Klein blau hat und Kopieren herstellen kann. Mosca ist sein Freund, Literaturagent, gepflegt, elegant und belesen. Ben ist Taxifahrer in Frankfurt und hat grausliche Alpträume durch Tabletten. Oliver ist Mistmann, findet ein Bild von Yves Klein in einer Mülltonne und verliebt sich in Herta die von einem eigenen Restaurant träumt. Anna war mit Ludwig einem Radiosprecher zusammen, der sich quälte - jetzt zeichnet sie mit Bleistift und arbeitet in einem Restaurant; nebenbei hatte sie was mit Ben laufen. Mirella ist aus Italien, lebt in einem Wohnwagen und kannte Yves Klein als sie jung war und er in einer Galerie in Mailand ausstellte. Onnie ist Däne, dünn und hat ein Harnproblem und schnupft Rauschgift; als Mosca ihm helfen will wird das von Ming, einer ehrgeizigen Asiatin, vereitelt. Am Schluß ist ein Fenster offen.
Mich hat der Roman fasziniert und ich mußte weiter- und durchlesen bis ich auf der letzten Seite war. Die Menschen und ihren 2-er oder auch 3-er Beziehungen sind gut spürbar, aber auch die Suche nach wie-will-ich-leben bei denen die Haupt- und Nebenplaneten ist nachvollziehbar.
Die Beziehung zwischen Mosca und Jo ist haptisch und in ihrer Sinnlichkeit schön vorstellbar. Auch die Beziehung zwischen Anna und Ludwig, die Ludwig durch Verletzungen ruiniert, ist in ihrer Körperlichkeit nachvollziehbar.
Als Gegenpole sind Jo der dem abstrakten Klein-Blau nachjagt und Anna die viele Bleistiftzeichnungen ihres eigenen verletzten Körpers zeichnet aufgebaut.
Im Gegensatz zu einem Kriminalroman des Autors bei dem mir die Eigenschaftswörter fehlten, gibt es hier genug vorstellbares und ich konnte in die spannenden Erzählfäden eintauchen.
In Summe : ein grandioses Buch, das ich gerne weiterempfehle !
Yves Klein lebte von 28. April 1928 in Nizza bis 6. Juni 1962 in Paris (Herzinfarkt).
Labels:
2012,
Autor,
Erotik,
Homosexualität,
Kunst,
Künstler,
Künstlerin,
Liebe,
Roman,
Wertung - 4 Bücher
Sonntag, 13. August 2017
Maurice Leblanc : "Die grünäugige Frau"
Maurice Leblanc :
"Die grünäugige Frau"
original "La Demoiselle aux yeux verts",
1927, Éditions Pierre Lafitte
Dateigröße: 402 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 222 Seiten
Verlag: idb (5. Januar 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch - leider ist kein/e Übersetzer/in angegeben
ASIN: B01N1ZPHD2
Ein Mann sieht eine schöne Frau in Paris und folgt ihr - mit blauen Augen und Temperament. Im Cafehaus sieht er eine andere schöne Frau - mit grüne Augen. Im Zug wird die blauäugige Frau ermordet. Später taucht die grünäugige junge Frau (Aurelie) wieder auf - wie sie Verbrechern Schmiere steht, wie sie Menschen im Zug überfällt, aber immer ist sie unschuldig weil ein böser Stiefvater und noch paar Spießgesellen an einem alten Rezept hinter ihr her sind. Einzig ein Mann der sich als Raoul nennt, aber Arsene Lupin ist, hilft ihr entweder romantisch oder heldenhaft.
Das e-book ist in der Serie "historische Kriminalromane" herausgegeben, weshalb ich neugierig geworden war.
Leider hat mich der Stil überhaupt nicht fasziniert, was eigen ist, da ich sonst gerne den langsamen Stil der Zwischenkriegszeit lese. Ich mußte mich zwingen die Geschichte weiterzulesen, da mich einerseits die flachen Menschentypen nicht interessierten, und auch das pseudo-heldenhafte Benehmen und dann wieder James -Bond -mäßigen-Machoaktionen zwischen Raoul/Arsene Lupin und seinem Gegenspieler Marescal abstieß.
Vielleicht funktioniert die Geschichte wenn man sie in einem Fortsetzungsroman jede Woche ein Kapitel liest, als Roman war mir die Geschichte aber zu mühsam.
Die schöne Frau mit den grünen Augen soll 18 jahre jung sein, war im Kloster, tut auf unschuldig, macht aber bei Überfällen mit und ist sonst auch nicht zimperlich - paßt für mich nicht zusammen. Die blau-äugige Frau, die sich mit Temperament und guten Beobachtungen zu wehren weiß, wirkt weniger zusammengesetzt.
Da ich leider keinen Übersetzer gefunden habe weiß ich nicht ob es eine aktuelle oder eine ältere ist.
Der Titel ist auch in anderen Übersetzungen zu finden wie "Die Frau mit den grünen Augen" oder "die Frau mit den jadegrünen Augen". Ob der Stil dem original entspricht oder der Übersetzung zu verdanken ist, ist mir nicht klar.
Ich hoffe anderen Lesern & Leserinnen gefällt der Roman besser als mir.
Maurice Leblanc wurde am 11. November 1864 in Rouen geboren. Er war Journalist und Romancier, und schrieb Abenteuer- und Kriminalgeschichten, Theaterstücke und Kurzgeschichten. 1905 erschien die erste Geschichte mit 'Arsène Lupin' als Fortsetzungsroman. Zwischen 1907 und 1935 erschienen 20 Romane, 2 Theaterstücke und etliche Kurzgeschichten rund um 'Arsène Lupin'. Er starb am 6. November 1941 in Perpignan.
"Die grünäugige Frau"
original "La Demoiselle aux yeux verts",
1927, Éditions Pierre Lafitte
Dateigröße: 402 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 222 Seiten
Verlag: idb (5. Januar 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch - leider ist kein/e Übersetzer/in angegeben
ASIN: B01N1ZPHD2
Ein Mann sieht eine schöne Frau in Paris und folgt ihr - mit blauen Augen und Temperament. Im Cafehaus sieht er eine andere schöne Frau - mit grüne Augen. Im Zug wird die blauäugige Frau ermordet. Später taucht die grünäugige junge Frau (Aurelie) wieder auf - wie sie Verbrechern Schmiere steht, wie sie Menschen im Zug überfällt, aber immer ist sie unschuldig weil ein böser Stiefvater und noch paar Spießgesellen an einem alten Rezept hinter ihr her sind. Einzig ein Mann der sich als Raoul nennt, aber Arsene Lupin ist, hilft ihr entweder romantisch oder heldenhaft.
- ich habe nicht bis zum Ende durchgehalten, bei 49 % gelesen war 'definitiv Stop'.
Leider hat mich der Stil überhaupt nicht fasziniert, was eigen ist, da ich sonst gerne den langsamen Stil der Zwischenkriegszeit lese. Ich mußte mich zwingen die Geschichte weiterzulesen, da mich einerseits die flachen Menschentypen nicht interessierten, und auch das pseudo-heldenhafte Benehmen und dann wieder James -Bond -mäßigen-Machoaktionen zwischen Raoul/Arsene Lupin und seinem Gegenspieler Marescal abstieß.
Vielleicht funktioniert die Geschichte wenn man sie in einem Fortsetzungsroman jede Woche ein Kapitel liest, als Roman war mir die Geschichte aber zu mühsam.
Die schöne Frau mit den grünen Augen soll 18 jahre jung sein, war im Kloster, tut auf unschuldig, macht aber bei Überfällen mit und ist sonst auch nicht zimperlich - paßt für mich nicht zusammen. Die blau-äugige Frau, die sich mit Temperament und guten Beobachtungen zu wehren weiß, wirkt weniger zusammengesetzt.
Da ich leider keinen Übersetzer gefunden habe weiß ich nicht ob es eine aktuelle oder eine ältere ist.
Der Titel ist auch in anderen Übersetzungen zu finden wie "Die Frau mit den grünen Augen" oder "die Frau mit den jadegrünen Augen". Ob der Stil dem original entspricht oder der Übersetzung zu verdanken ist, ist mir nicht klar.
Ich hoffe anderen Lesern & Leserinnen gefällt der Roman besser als mir.
Maurice Leblanc wurde am 11. November 1864 in Rouen geboren. Er war Journalist und Romancier, und schrieb Abenteuer- und Kriminalgeschichten, Theaterstücke und Kurzgeschichten. 1905 erschien die erste Geschichte mit 'Arsène Lupin' als Fortsetzungsroman. Zwischen 1907 und 1935 erschienen 20 Romane, 2 Theaterstücke und etliche Kurzgeschichten rund um 'Arsène Lupin'. Er starb am 6. November 1941 in Perpignan.
Labels:
1927,
2017,
Autor,
Buch nicht fertig gelesen,
e-book,
Fin de Siecle,
Frankreich,
Krimi
Sonntag, 30. Juli 2017
Lluís Llach : "Die Frauen von La Principal"
Lluís Llach :
"Die Frauen von La Principal"
Roman
original "Les dones de la Principal"
2014, Editorial Empúries, Barcelona
Aus dem Katalanischen von Petra Zickmann
2016, Insel Verlag Berlin
310 Seiten
ISBN 978-3-45-17672-5
La Principal ist ein Weingut / Gutsitz in den Bergen Kataloniens. 1893, 1940 und 2001 sind drei Jahre um die sich die Lebensgeschichten von drei entscheidungstüchtigen Frauen der Familie Roderich ranken. 1893 ist es die einzige Tochter Maria, die in der Zeit der Reblaus mit dem Gut und dem heruntergehenden Weingut übrig bleibt. Als sie Dank der Voraussicht ihres Vaters, der eine Rebe, die die Reblaus nicht schädigt, ansetzt, gut überlebt entsteht lebenslange Feindschaft zu den Brüdern, die der Vater besser im nahen Barcelona abgesichert hatte. Mit ihrem künstlerischen Mann Narcís entsteht Tochter Maria, die mit einer Kriminalgeschichte gestürzt werden soll, was erstens mißlingt und ihre zweitens ihr die Liebe des Mannes llorenc sichert. Ihre Tochter - auch Maria - übernimmt 2001.
Durchgehend ist Úrsula am Hof, die den "Senyora"s immer beisteht und dem Inspektor im Jahr 1940 Fragen wegen einer Leiche mit zerstörten Genitalien beantwortet. Sie ist Amme, Kammerfrau, Vertraute, Haushälterin, zwischendurch Geliebte, aber immer loyal zur Familie und den Frauen.
Die Menschen sind interessant geschildert und gut vorstellbar.
Die Maria um 1893 wird als hart geschildert - wohl durch das Verhalten ihrer vier Brüder, hat den Spitznamen 'die Alte' erarbeitet und kippt nach dem Tod ihres freidenkenden, intellektuellen, belesenen und klavierspielenden Ehemanns Narcis ins Gegenteil zu extremen reaktionärem Katholizismus.
Die Maria um 1940 ist zur Zeit des Krieges um Ausland, arrangiert sich irgendwie mit dem Franco-Regime und trifft mutige Entscheidungen betreffend Weinbau und auch in der Liebe.
Inspektor Lluís Recader liebt Krimis von Agatha Christie und hofft die Geschichte der Leiche in ihrem Stil lösen zu können. Ihm imponiert die starke schöne Gutsherrin. Leider kommen ihm das Gemisch aus Homoerotik, auch unter Priestern, und Machtstrukturen zwischen katholischer Kirche und Franco-Politik für eine saubere Lösung des Falles dazwischen..
Llorenc ist der Sohn einer Angestellten des Hofes, und ältester Vertrauter dieser Maria. Er ist erotisch offen in beide Richtungen unterwegs was zu dieser Zeit gefährlich ist, hat aber das Glück von einer schlauen Frau geliebt zu werden.
Die dritte Maria hat die 68-er des 20. Jahrhunderts mitgemacht, und macht sich auf das Weingut wieder in Hochform zu bringen.
Der Familienroman gemischt mit einer Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Ruins durch die Reblaus (1893) und dem Schatten des Bürgerkrieges und der Franco-Herrschaft (1940) wird sprunghaft erzählt. Manchmal ist es ein Erzähler, einiges was Úrsula dem Inspektor erzählt oder auch ein Märchen (beides in kursiv).
Die Düsterkeit der Koalition zwischen dem schwulen Priester, der andere für sein Verhaltung über die Klinge springen läßt, und Politik mit damals verantwortungsloser Gewalt ist beängstigend.
Ich habe das Buch an einem Wochenende begonnen und genossen es auch fertig zu lesen. Die Dichtheit der Figuren hat mich beeindruckt. Viel Freude beim Lesen !
Lluís Llach, geboren am 7. Mai 1948 in Girona / Katalonien geboren. Lluís Llach studierte unter anderem am Konservatorium Musik. Er ging gegen Franco ins Exil und erlangte als Sänger der Nova cançó große Berühmtheit. Sein Song "L’estaca / Der Pfahl" (1968) gilt als die Hymne der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Llach lebt auf seinem Weingut im katalanischen Dorf Porrera und engagiert sich aktuell für die katalanische Unabhängigkeit.
"Die Frauen von La Principal"
Roman
original "Les dones de la Principal"
2014, Editorial Empúries, Barcelona
Aus dem Katalanischen von Petra Zickmann
2016, Insel Verlag Berlin
310 Seiten
ISBN 978-3-45-17672-5
La Principal ist ein Weingut / Gutsitz in den Bergen Kataloniens. 1893, 1940 und 2001 sind drei Jahre um die sich die Lebensgeschichten von drei entscheidungstüchtigen Frauen der Familie Roderich ranken. 1893 ist es die einzige Tochter Maria, die in der Zeit der Reblaus mit dem Gut und dem heruntergehenden Weingut übrig bleibt. Als sie Dank der Voraussicht ihres Vaters, der eine Rebe, die die Reblaus nicht schädigt, ansetzt, gut überlebt entsteht lebenslange Feindschaft zu den Brüdern, die der Vater besser im nahen Barcelona abgesichert hatte. Mit ihrem künstlerischen Mann Narcís entsteht Tochter Maria, die mit einer Kriminalgeschichte gestürzt werden soll, was erstens mißlingt und ihre zweitens ihr die Liebe des Mannes llorenc sichert. Ihre Tochter - auch Maria - übernimmt 2001.
Durchgehend ist Úrsula am Hof, die den "Senyora"s immer beisteht und dem Inspektor im Jahr 1940 Fragen wegen einer Leiche mit zerstörten Genitalien beantwortet. Sie ist Amme, Kammerfrau, Vertraute, Haushälterin, zwischendurch Geliebte, aber immer loyal zur Familie und den Frauen.
Die Menschen sind interessant geschildert und gut vorstellbar.
Die Maria um 1893 wird als hart geschildert - wohl durch das Verhalten ihrer vier Brüder, hat den Spitznamen 'die Alte' erarbeitet und kippt nach dem Tod ihres freidenkenden, intellektuellen, belesenen und klavierspielenden Ehemanns Narcis ins Gegenteil zu extremen reaktionärem Katholizismus.
Die Maria um 1940 ist zur Zeit des Krieges um Ausland, arrangiert sich irgendwie mit dem Franco-Regime und trifft mutige Entscheidungen betreffend Weinbau und auch in der Liebe.
Inspektor Lluís Recader liebt Krimis von Agatha Christie und hofft die Geschichte der Leiche in ihrem Stil lösen zu können. Ihm imponiert die starke schöne Gutsherrin. Leider kommen ihm das Gemisch aus Homoerotik, auch unter Priestern, und Machtstrukturen zwischen katholischer Kirche und Franco-Politik für eine saubere Lösung des Falles dazwischen..
Llorenc ist der Sohn einer Angestellten des Hofes, und ältester Vertrauter dieser Maria. Er ist erotisch offen in beide Richtungen unterwegs was zu dieser Zeit gefährlich ist, hat aber das Glück von einer schlauen Frau geliebt zu werden.
Die dritte Maria hat die 68-er des 20. Jahrhunderts mitgemacht, und macht sich auf das Weingut wieder in Hochform zu bringen.
Der Familienroman gemischt mit einer Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Ruins durch die Reblaus (1893) und dem Schatten des Bürgerkrieges und der Franco-Herrschaft (1940) wird sprunghaft erzählt. Manchmal ist es ein Erzähler, einiges was Úrsula dem Inspektor erzählt oder auch ein Märchen (beides in kursiv).
Die Düsterkeit der Koalition zwischen dem schwulen Priester, der andere für sein Verhaltung über die Klinge springen läßt, und Politik mit damals verantwortungsloser Gewalt ist beängstigend.
Ich habe das Buch an einem Wochenende begonnen und genossen es auch fertig zu lesen. Die Dichtheit der Figuren hat mich beeindruckt. Viel Freude beim Lesen !
Lluís Llach, geboren am 7. Mai 1948 in Girona / Katalonien geboren. Lluís Llach studierte unter anderem am Konservatorium Musik. Er ging gegen Franco ins Exil und erlangte als Sänger der Nova cançó große Berühmtheit. Sein Song "L’estaca / Der Pfahl" (1968) gilt als die Hymne der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Llach lebt auf seinem Weingut im katalanischen Dorf Porrera und engagiert sich aktuell für die katalanische Unabhängigkeit.
Freitag, 28. Juli 2017
Bielefeld & Hartlieb : "Auf der Strecke"
Claus-Ulrich Bielefeld & Petra Hartlieb :
"Auf der Strecke - Ein Fall für Berlin und Wien"
Roman
2011 Diogenes
353 Seiten
ISBN 978-3-257-24068-9
Auf der Zugstrecke zwischen Wien und Berlin wird der aufstrebende Stern am Literaturhimmel ermordet. In Wien ermittelt Anna Haberl, die in Berlin Kommissar Thomas Bernhardt kontaktiert. Der Literaturagent in Berlin wird ebenfalls ermordet, die Berliner Freundin des Schriftstellers springt in den Tod und die Wiener Freundin versucht Selbstmord zu begehen; die ursprüngliche Wiener Verlegerin kommt zu Wort, ein guter Freund des Schriftstellers der ebenfalls Schriftsteller ist aber weniger Erfolg hat und in Berlin ein zwielichtiger Geschäftsmann im Bereich Ex-DDR, Vermögen, Immobilien und aktuelle Politikverknüpfung. Bei einer Abendveranstaltung um die Frankfurter Buchmesse kommt es zum show-down.
Der ermordete Schriftsteller wird als arroganter Schnösl geschildert. Nur das teuerste wäre ihm gut genug. Die Idee den Roman mehrfach zu verschlüsseln und parallel an Verlage zu senden um sich abzusichern finde ich durchaus gut.
Die Frauen in dem Buch sind großteils attraktiv geschildert, die Männer netterweise meist interessant.
Die Hintergrundgeschichte mit DDR - Immobilien - Vermögen - Ausläufer in KPÖ sind spannend. Die Infos über die KPÖ interessant. Der Zynismus zwischen Trotzkisten und Maoisten ist heftig.
Nette Hinweise auf Bücher, Buchregale sind vorhanden, was bei Autoren die aus der Buchbranche stammen vermutlich kein Wunder ist.
Der Krimi ist gut und rasch zu lesen. Ein ideales Buch für Regentage und zum Entspannen. Viel Spaß beim Lesen.
Die Kooperation im Buch von Wien und Berlin ist auch bei den Autoren dieses Buches, wobei Petra Hartlieb in Wien ist und Claus-Ulrich Bielefeld in Berlin. Beide sind in der Buch-Zunft als Kritiker, Ex-Kritikerin und Buchhändlerin verwurzelt.
"Auf der Strecke - Ein Fall für Berlin und Wien"
Roman
2011 Diogenes
353 Seiten
ISBN 978-3-257-24068-9
Auf der Zugstrecke zwischen Wien und Berlin wird der aufstrebende Stern am Literaturhimmel ermordet. In Wien ermittelt Anna Haberl, die in Berlin Kommissar Thomas Bernhardt kontaktiert. Der Literaturagent in Berlin wird ebenfalls ermordet, die Berliner Freundin des Schriftstellers springt in den Tod und die Wiener Freundin versucht Selbstmord zu begehen; die ursprüngliche Wiener Verlegerin kommt zu Wort, ein guter Freund des Schriftstellers der ebenfalls Schriftsteller ist aber weniger Erfolg hat und in Berlin ein zwielichtiger Geschäftsmann im Bereich Ex-DDR, Vermögen, Immobilien und aktuelle Politikverknüpfung. Bei einer Abendveranstaltung um die Frankfurter Buchmesse kommt es zum show-down.
Der ermordete Schriftsteller wird als arroganter Schnösl geschildert. Nur das teuerste wäre ihm gut genug. Die Idee den Roman mehrfach zu verschlüsseln und parallel an Verlage zu senden um sich abzusichern finde ich durchaus gut.
Die Frauen in dem Buch sind großteils attraktiv geschildert, die Männer netterweise meist interessant.
Die Hintergrundgeschichte mit DDR - Immobilien - Vermögen - Ausläufer in KPÖ sind spannend. Die Infos über die KPÖ interessant. Der Zynismus zwischen Trotzkisten und Maoisten ist heftig.
Nette Hinweise auf Bücher, Buchregale sind vorhanden, was bei Autoren die aus der Buchbranche stammen vermutlich kein Wunder ist.
Der Krimi ist gut und rasch zu lesen. Ein ideales Buch für Regentage und zum Entspannen. Viel Spaß beim Lesen.
Die Kooperation im Buch von Wien und Berlin ist auch bei den Autoren dieses Buches, wobei Petra Hartlieb in Wien ist und Claus-Ulrich Bielefeld in Berlin. Beide sind in der Buch-Zunft als Kritiker, Ex-Kritikerin und Buchhändlerin verwurzelt.
Labels:
2011,
Autorenteam,
Deutschland,
Krimi,
Künstler,
Österreich,
Wien
Freitag, 21. Juli 2017
Bernhard Aichner : "Interview mit einem Mörder"
Bernhard Aichner :
"Interview mit einem Mörder" - ein Max Broll Krimi
2016, Haymon Verlag Innsbruck-Wien
201 Seiten
ISBN 978-3-7099-7133-8
In dem vierten Max Broll - Krimi ist Max auf der Jagd nach Attentäter auf seinen besten Freund Johann Baroni. In die Medien gelangt die Geschichte da Baroni ein ehemaliger exzellenter Fußballer gewesen war, der mit einer neuen Marketingidee mit Würstchen wieder Fuß fassen will. Broll meint den unauffälligen Attentäter gesehen zu haben und fährt mit diesem im Zug und dann auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer. Die Liebe schlägt zu in Form der Journalistin Anna Fröhlich. Am Schluß steht ein langes Interview in dem vieles erklärt wird.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt; entweder wird auf wenigen Seiten weiteres Geschehen abgewickelt oder es entspinnt sich ein Dialog. Das letzte Gespräch ist spannend.
Max Broll ist Totengräber, ehemals Journalist, trauert seiner ehemaligen Liebe nach, wird von seiner Stiefmutter versorgt, pflegt die Freundschaft mit dem Ex-Fußballer Baroni und lernt wieder Gras mit dem neuen Priester der Gemeinde, der aus Afrika zu ihnen kam, zu genießen. Der Attentäter hat eine eigene Geschichte von Verlust und Gewalt hinter sich.
Die Menschen sind bildhaft wenig geschildert, und bleiben der eigenen Vorstellung überlassen. klarer sind die Orte wie Dorf, Zug, Kreuzfahrtsschiff. Beschreibende Adjektive fehlen mir, obwohl der Roman spannend ist und ich wissen wollte wie die Geschichte ausgeht.
Bernhard Aichner wurde 1972 in Innsbruck geboren. Er studierte Germanistik und machte eine Ausbildung zum Photographen. Seine Photographien erschienen u.a. im "Kurier"; 2000 machte er sein eigenes Photoatelier auf. Der erste Roman "Das Nötigste über das Glück" erschien 2004; der erste Krimi mit Max Broll "Die Schöne und der Tod" erschien 2010.
"Interview mit einem Mörder" - ein Max Broll Krimi
2016, Haymon Verlag Innsbruck-Wien
201 Seiten
ISBN 978-3-7099-7133-8
In dem vierten Max Broll - Krimi ist Max auf der Jagd nach Attentäter auf seinen besten Freund Johann Baroni. In die Medien gelangt die Geschichte da Baroni ein ehemaliger exzellenter Fußballer gewesen war, der mit einer neuen Marketingidee mit Würstchen wieder Fuß fassen will. Broll meint den unauffälligen Attentäter gesehen zu haben und fährt mit diesem im Zug und dann auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer. Die Liebe schlägt zu in Form der Journalistin Anna Fröhlich. Am Schluß steht ein langes Interview in dem vieles erklärt wird.
Die Geschichte wird in kurzen Kapiteln erzählt; entweder wird auf wenigen Seiten weiteres Geschehen abgewickelt oder es entspinnt sich ein Dialog. Das letzte Gespräch ist spannend.
Max Broll ist Totengräber, ehemals Journalist, trauert seiner ehemaligen Liebe nach, wird von seiner Stiefmutter versorgt, pflegt die Freundschaft mit dem Ex-Fußballer Baroni und lernt wieder Gras mit dem neuen Priester der Gemeinde, der aus Afrika zu ihnen kam, zu genießen. Der Attentäter hat eine eigene Geschichte von Verlust und Gewalt hinter sich.
Die Menschen sind bildhaft wenig geschildert, und bleiben der eigenen Vorstellung überlassen. klarer sind die Orte wie Dorf, Zug, Kreuzfahrtsschiff. Beschreibende Adjektive fehlen mir, obwohl der Roman spannend ist und ich wissen wollte wie die Geschichte ausgeht.
Bernhard Aichner wurde 1972 in Innsbruck geboren. Er studierte Germanistik und machte eine Ausbildung zum Photographen. Seine Photographien erschienen u.a. im "Kurier"; 2000 machte er sein eigenes Photoatelier auf. Der erste Roman "Das Nötigste über das Glück" erschien 2004; der erste Krimi mit Max Broll "Die Schöne und der Tod" erschien 2010.
Abonnieren
Posts (Atom)