Mittwoch, 11. August 2010

Dagmar Hansen : "Frühstück mit Puschkin"

Dagmar Hansen :
"Frühstück mit Puschkin"
1999 Gustav Lübbe Verlag GmbH
223 Seiten
ISBN 3-7857-0973-0

Zu dem Buch habe ich aufgrund des Titels, und des Konterfeis des schwarzes Katers am Cover gegriffen. Der Buchumschlag hat daraufhingewiesen, daß Puschkin genau dieser schwarze Kater ist.

Der wunderschöne schwarze Kater, mit Stammbaum (nona!) erzählt aus seiner Beobachtungswarte was die Specie Homo Sapiens, v.a. seine Dosenöffnerin und ihre drei Freundinnen und diverse Männer in Thema Beziehung oder eben nicht aufführen. Gestört wird er von einem neuen roten Katertier namens Nemo (ohne Stammbaum!) und 2 Hunden der Umgebung. Daß nur er und Nemo es schaffen letztendlich ein Happy End zwischen einem katzenliebenden Mann und ihrem Dösenoffner herbeizuführen, ist jedem/r Liebesromanleser/in klar.

Gut unterhalten haben mich nur die Szenen, in denen der Kater das Wort hat - das was vier Frauen Ende der zwanzig zu bequatschen haben, war für mich nur zum quer hinunterlesen (und fad). Das wunderschöne wuschelige (dicke) Katergetier Puschkin hätte ich durchaus gerne mal gekrault.

Montag, 9. August 2010

Leonardo Padura : "Der Nebel von gestern"


Leonardo Padura :
"Der Nebel von gestern"
2005 'La neblina de ayer'
bei Tusquets Editores, Barcelona
aus dem kubanischen Spanisch von Hans-Joachim Harstein
2008, Unionsverlag, Zürich
359 Seiten
2 Seiten Nachbemerkungen und Dank von Leonard Padura, 2004
2 Seiten mit Biographien von Autor und Übersetzungen, und Bibliographie von Padura
ISBN 978-3-293-00388-0

Das Buch ist eigentlich eine Kriminalgeschichte, aber mich haben die Bezüge auf Leben und Geschichte von und in Kuba mehr interessiert.

Die Geschichte erzählt wie der ehemalige Polizist Mario El Conde, der seit Jahren als Buchhändler überlebt, eine wunderbare alte private Bibliothek mit Schätzen der Buchkunst aus Kuba entdeckt, ihm beim schmökern in einem Buch ein Zeitungsausschnitt einer Bolerosängerin aus der Zeit knapp zur Revolution entgegenfällt und von dem Foto der Sängerin Violeta del Rio dermassen fasziniert ist, daß er wissen will wer diese Frau wirklich ist.
Mithilfe von Freunden, alten Verbindungen, Bekannten bei der Polizei entwickelt sich gebrochen von kursiv gesetzten Briefen einer Frau an einen Mann, einem Ermordeten, Einblicken in das Lebens Kubas, daß sich der Chef einer alter Patrizierfamilie, der excellenter Geschäftsmann mit Verbindungen hatte, als Witwer in die 30 Jahre jüngere faszinierende schöne Frau verliebt hatte. Gemeinsam wollten sie Kuba verlassen, aber der Zyankalitod der Sängerin kam dazwischen.
40 Jahre später gesteht die illegitime Tochter des Patrizierhauses, die aus einer langen Beziehung zwischen ihm und seiner getreuen Sektretärin entstand, die Vergiftung der Sängerin - und die Hoffnung, daß der Patrizier endlich ihre Mutter heiraten würde (was dann nicht geschah).

Faszinierend bis erschreckend ist wie das Leben der Menschen auf Kuba geschildert wird - wie die Menschen die es nicht in eine Cooperativa oder ein Büro schaffen, mit Drogen, betrug, Schlägerein, etc. zu überleben suchen. Andere Menschen müssen um zu Essen kaufen zu können Bücher, Bilder, Mobiliar etc. verkaufen. Und beide Gruppen der Gesellschaft sind nicht klein.
Der Autor läßt Menschen die die Zeit vor dem Sturz Battistas erzählen, als für die Menschen Unterhaltung und Musik möglich gewesen sein dürften - im "jetzt" wird davon nichts mehr erzählt.
Der Enttäuschung, daß die Revolution zwar Battista vertrieben hat, aber die anderen Wünsche nach Gerechtigkeit und Chancen für mehr Menschen nicht erfüllte, ist greifbar.

Greifbar sind die Menschen, die das Buch bevölkern, wie die Freunde Conde's, der Händler Yogi, der Rollstuhlfahrer "der Dünne", Cantido, aber auch der Polizist Manolo bis zu der ehemaligen Prostituierten, Puffmutter und Näherin Elsa Contreras.

Schön sind für mich die Passagen, in denen dem die Liebe des Buchhändlers zu Büchern beschrieben wird, und daß ihm die Beziehung der Menschen zu Büchern wichtig ist. Die Art wie über Bücher geschrieben wird, deren Entstehungsgeschichten, wie auf das Besondere in Druck, in Farbgestaltung bis zur teilweise exklusiven Verpackung in Leder und Geld habe ich beim lesen sehr genossen.

Leider kann ich nicht genug spanisch um das Buch in seiner Originalsprache zu lesen - aber Formulierungen wie 'Erinnerungsfetischist', 'auf das Wohl der tapferen Leber geleert' und 'Mitglied der Vereinigung unbekehrbarer Alkoholiker' machten mir beim Lesen großes Vergnügen (und danke an den Übersetzer, denn ich erhoffe mir hier den Einfluß seines Sprachgefühls).

Was mir abgeht bei dem Buch ist ein bzw. mehrere Glossare: eines für die spezfisch kubanischen Wörter (auch wenn sie nachher im Text erklärt werden) z.b. torreja, Bolero, teniente, anejo; ein anderes Glossar wäre schön über all die Bücher die angeführt werden, und ebenso die Musikernamen.

Das Buch kann ich jedem empfehlen, der gerne sich in eine andere Welt begeben will, eine Welt mit Musik, Lebenswillen, und Büchernarren, um dessen Lebensart ein Krimi mit etwas Brutalität erzählt wird.

Sonntag, 1. August 2010

Maria Norowska : "Der russische Geliebte"

Maria Norowska :
"Der russische Geliebte"
1996 'Rosyjski kochanek" bei Wydawnictwo W.A.B.,Warschau
aus dem Polnischen von Karin Wolff
2000 Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt
254 Seiten
ISBN 3-596-14876-6

Ein Buch von einer Frau eher mit Zielgruppe für Frauen geschrieben, das von einer großen, oder der richtigen Liebe glauben machen kann, oder zumindest Mut auf Liebe.

Julia, ist Literaturprofessorin in Warschau, Mutter und vielfache Großmutter (was ihr nicht angenehm ist), und auf ein Jahr an die Universtität in Paris als Dozentin eingeladen. Ihre Nachbarn im Hotel sind ein russisches Päarchen - Aleksander ist Historiker und schreibt an einem Buch über die letzten Tage des letzten russischen Zaren und Nadja, die Friseuse ist und über alle Ohren und Zellen in Aleksander verliebt. Nachdem Najda im Streit zurück fuhr, gehen Julia und Aleksander öfters miteinander essen, bis sie nach einem Streit miteinander das Bett teilen. Während für Aleksander die Beziehung kein Problem zu haben scheint, tut sich Julia mit dem Altersunterschied schwer / mehr noch der Beginn der biologischen Menopause führt ihr ihr Alter noch mehr vor Augen. Nach einem gemeinsam Urlaub auf Mallorca - wie vor langer Zeit auch Frederic Chopin und George Sand - zieht das Paar in eine Pariser Mansardenwohnung. Aleksanders Buch wird ein großer Erfolg. Im letzten Kapitel schreibt Julia ihrer Tochter einen Brief und schildert ihr ihr Leben als Ehefrau eines Historikers in Moskau.

In Rückblenden rollt Julia ihre Kindheit auf, die sie bei ihrer hilflosen Mutter und dem lieblosen autoritären Großvater verbracht hat. In der gleichen Beiläufigkeit und Lieblosigkeit wird sie beim Erstkontakt mit einem Mitstudenten schwanger. Die Tochter Ewa baut sich ihre Familie auf, in dem sie innerhalb kürzester Zeit einen liebenvollen Mann und mehrere Kinder hat - etwas das Julia lange suspekt ist.

Die Menschen in dem Buch sind schön gezeichnet - die Persönlichkeiten der verschiedenen Freunde Aleksanders in Paris klar und nachfühlbar geschildert. Auch die Szenerien sind fast filmhaft - sei es in Paris, auf Mallorca oder in Moskau.

Kurz kommt das Thema Krieg zu Wort, als einer der Freunde Aleksanders als Photograph ins zerfallende Jugoslawien geschickt wird, und Julia in einem Absatz die Greueltaten und Unmenschlichkeiten der Sieger schildert.

Das Buch ist gut geschrieben, macht das Frau sein und geht schön mit den Veränderungen des Körpers um. Die Liebe des jüngeren Mannes ist für mich romanhaft, denn das Gemisch aus Sensibilität und Sorgen-um-die-Frau ist zwar eine schöne Idee, aber unglaubhaft. Wer die Idee genießen möchte, ist in dieser Geschichte gut aufgehoben.

Samstag, 24. Juli 2010

Erich Maria Remarque : "Liebe Deinen Nächsten"


Erich Maria Remarque :
"Liebe Deinen Nächsten"
Roman
1941 in USA unter "Flotsam" erschienen
1953 dt. Erstausgabe Kurt Desch Verlag, München
3. Auflage 2004 Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
319 Seiten
27 Nachwort von Tilman Westphalen über Remarques Biographie, Zeitgeschichte der Zwischenkriegszeit, Zeitgeschichte von Flucht und Überleben ohne Papiere im Ist-Roman-Vergleich
3 Seiten Anmerkungen aus Fußnoten
ISBN 3-463-02730-1

Es ist ein sehr gut geschriebener Roman, in denen das Leben dreier Menschen in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg schildert, als Menschen aus politischen Gründen nicht nur ihre Existenz sondern auch Identität mangels gültigem Paß verlieren (können).

Die Geschichte hat zwei Teile und schildert als quasi ersten roten Faden wie es Josef Steiner als Kellner, als Falschspieler, als Wiener Praterbelustigung etc. ergeht. Der zweite rote Faden ist Ludwig Kern, den es als Halbarier zuerst in die Tschechoslowakei, dann Österreich, dann wieder die Tschechoslowakei mit Ausweisungen verschlägt, der sich aber verliebt, und dann wieder Mut in der Trostlosigkeit faßt und via Österreich, und dann Schweiz nach Paris schafft. Die Geschichte des Mädchens, Ruth Holland, ist der dritte rote Faden, in dem sie zuerst mit enttäuschter Liebe fertig werden muß, aber es legal, weil sie noch einen Paß hat (im Gegensatz zu den beiden anderen), nach Österreich schafft, in Wien leider nicht mehr weiterstudieren kann, und gemeinsam mit Ludwig in die Schweiz und dann nach Paris schafft. Ihnen beiden ermöglicht Josef Steiner und Glück daß sie nach Mexiko auswandern können.

Am Anfang des Buches wird die Trostlosigkeit, die Mutlosigkeit, die angst geschildert erwischt zu werden und mangels Papieren ausgewiesen zu werden. Der markante Satz “Ein Mensch ohne Paß ist eine Leiche auf Urlaub” schildert die Grundstimmung. Steiner und Kern lernen sich bei ersten Gefangennahme Kerns kennen, und Steiner nutzt die Zeit Kern Kartenspielen und falls notwendig Falschspielen beizubringen. (Auch später wird Gefängniszeit zum Lernen benutzt – in dem Kern bei einem Mitinsassen französisch lernt).
Später wird der Umgang mit keinen Papieren fast zur Selbstverständlichkeit und man lernt mit Hilfe gutorganisierter und wohlmeinender Menschen die Grenzen zu nehmen; immer hoffend daß man nicht von der Polizei geschnappt wird.

Rund um diese drei Hauptprotagonisten gibt es Menschen, die immer wieder den Weg eines der drei oder aller drei kreuzen, wie “der Poulet” oder Moritz Rosenthal, andere die kurzfristig da sind wie Lilo die Steiner in Wien im Prater beherbergt, Dr. Bree in der Schweiz der Ruth Holland im Krankenhaus unterbringen kann etc.
Polizisten und rechtssprechende Personen werden im weiten Spektrum zwischen faktischem neutralen Gesetz anwenden, genüßlicher Machtausübung bis zu das System hinterfragend aber keine Lösung findend (aber mi kleinen Gutes zu tun versuchend) geschildert.
Der Völkerbund, der über die ausweislosen Menschen und deren Leben Bescheid weiß, aber nichts effektives tut, wird nur geschildert (nicht kommentiert).

Die Schilderungen von Personen, Gefühlen und Gedanken sind sehr klar, und produzieren fast ein Filmscript im Kopf. Auch die Gegenden, die Umgebung, die Ort sind klar gezeichnet und fast zu greifen, fast ist die Nase versucht mitzuschildern.

Das Buch ist “gefährlich”, weil es mit seiner menschlichen Unmenschlichkeit unter die Haut geht und berührt. Situationsbedingte Lösungen werden nicht gezeigt. Das was Mut gibt ist, daß Menschen Menschen helfen können.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Rafael Arozarena : "Mararía"


Rafael Arozarena :
"Mararía"
1973, unter Mararía
Verlag Noguer, Barcelona
aus dem Spanischen von Gerta Neuroth übersetzt
1998, Gustav Lübbe Verlag GmbH
232 Seiten
1 Seite Glossar
4 Seiten Nachwort der Übersetzerin
ISBN 3-7857-1503-X

Es ist ein sprödes Buch bei dem man so langsam weiterkommt wie man durch den Sand waten kann, oder bei Hitze einen kargen Berg erklettert. Es ist die Geschichte einer wunderschönen Frau auf einer Insel in einer Männergesellschaft, die zwar Erwartungen für das Schöne entzündet aber keiner damit glücklich wird.

Ort des Romanes ist die Insel Lanzerote, die als Skelett eines Kamels beschrieben wird, der Kampf ums Überleben in einem Dorf mit Gasthaus, Landwirtschaft, aber von dem die Männer weggehen um als Matrosen zu arbeiten.
Sprunghaft wird durch Erzählungen von ausschließlich Männern die Geschichte einer wunderschönen jungen Frau erzählt, die im Alter nur noch abends außer Haus geht und den Ruf als Hexe hat.
Sie hatte eine Kind von einem Mann, wollte einen anderen heiraten der am Tag der Hochzeit von betrunkenen Männern ihres Dorfes spaßhalber erschlagen wurde, verlor ihren Sohn an das Meer das ihn nicht mehr hergab, und bewahrte ihre Würde und ihre kerzengerade Haltung aber auch das Feuer in ihren Augen bis ins hohe Alter.
Männer wollten sie heiraten, sie besitzen, mit ihr angeben, verloren durch sie Berechnung oder Ziele aus den Augen, oder beteten sie einfach nur an.

Die Erzähler sind der Gasthausbesitzer, der Bucklige, der Pfarrer, ein Landbesitzer, ein Matrose der mittellos heimkehrt, ein Arzt am Strand etc. Andere Frauen haben keine Chance und hier auch keine Stimme zur Äußerung.

Die Geschichte fasziniert, aber sie ist trocken und spröde wie die baumlosen Berge, die herumliegende Gerippe der Tiere, und erst langsam baut sich auf warum die kerzengerade Gestalt, vor der sich die Hunde fürchten, so ein Faszinosum birgt.

Das Buch ist jedem zu empfehlen der sich die Zeit und Lust nimmt, langsam eine Landschaft und auch Art des Lebens auf sich einwirken zu lassen und dabei die Personenschilderungen zu genießen.

Samstag, 3. Juli 2010

Juan Madrid : "Der Schein trügt nicht"

Juan Madrid :
"Der Schein trügt nicht"
Originaltitel "Las apariencias no enganan"
1981, Ediciones Jucar, Madrid
aus dem Spanischen übersetzt von Hans-Joachim Hartstein
1993, Piper Gmbh München
184 Seiten
2 Seiten Anmerkungen des Übersetzers (Übersetzungen, Anmerkungen zu den Abkürzungen oder Informationen über typische nicht übersetzbare Vokabel oder Worte)
ISBN 3-492-15606-1

Ein Kriminalroman der desillusioniert über Macht (und Ohnmacht) von Polizisten, Wirtschaft, bis kleinen Ladenbesitzern und jeder Menge Leichen erzählt.

Antonio Carpintero, als Boxer unter dem Namen Toni Romano bekannt, war jahrelang Polizist und arbeitet als Rausschmeißer einer Diskothek. An einem Abend in einem heruntergekommenen Laden eines Freundes startet eine Schießerei an einem Tisch, bei der Toni in Notwehr einen der Schützen trifft.
Damit beginnt für ihn eine Suche nach den Hintermännern, da er sowohl von Polizei, Ex-Chef, Ex-Kollegen, Männern mit Einfluß in verschiedene Richtungen gedrängt wird.
Es sind eine Menge Alkohol, Pistolenkugeln, die unterschiedlichsten Faustfeuerwaffen, einige Frauen und jede Menge Leichen im Spiel, bis am Schluß klar wird, daß die Schießerei am Beginn simple Erpressung wegen Seitensprung gewesen war, die allerdings ziemlich schief ging.

Niemand steigt bei diesem Kriminalroman gut aus - v.a. die negative bis desillusionierte Stimmung bis Bestechung/Lenkung der Polizei wird genau geschildert. Ob das ein Abbild der Polizei in Spanien Anfang der 80-er Jahre des letzten Jahrhundert ist, ist möglich.

Das Buch ist gut lesbar, die Personen sind zwar manchmal stereotyp, aber doch ziemlich anschaulich geschildert. Die Szenerien sind in ihrer Trostlosigkeit spürbar. Ob die Schußwechsel und Trinkszenen so sein mögen, muß der Leser selber entscheiden.

Christiane Martini : "Venezianischer Mord"

Christiane Martini :
"Venezianischer Mord" - "Carusos zweiter Fall"
2006 Piper München Zürich
161 Seiten Krimi + 3 Seiten Personenregister + 3 Seiten italienisch + deutsches Glossar + 1 Seite Rezeptverzeichnis + 2 Seiten Stadtplan Venedig
ISBN 978-3-492-24468-8

Nett und rasch lesbarer Krimi, der ideal für Schokolade- und Katzenfans ist. Caruso, der rote Kater, hilft mithilfe seiner Katzengang den Mord wegen eines alten Kampfes um ein altes Buch mit Schokoladepralinenrezepten zu lösen (Geheimrezept mit Schokolade, Zimt, Anis, Harrisa und bisserl Giftpilz). Auch Gnocci, eine kleine dicke Ratte, der es nebenbei schafft seinen Spitznamen, als Kartoffelfresser, zu überwinden und ab nun Dispedanzo, der Schlaue, genannt wird, schafft es mit dem gefährlichen schwarzen Katerbrüderpaar Neri eine Kooperation herzustellen und auch die Rattengang zur Hilfe zu überzeugen.
Inspettore Castello, der Mensch für Camilla, die Carusos Gefährtin ist, kann den Fall durch aktive Mithilfe von Katz & Ratz lösen (Hilfe durch Hervorzaubern von Beweismaterial bis Stoppen des Verdächtigen indem die vielen vorhandenen Vierbeiner sich in besagtes Individuum verknabbern). Leider ist seinem Chef die vierpfötige Hilfe weniger willkommen.
In den Katzenkrimi sind Rezepte von Rosenlimonade, über kandierte Blumen bis Pistazienpralinen etc. eingebaut - manche reizen zum nachbasteln.
Stars des Buches sind die Tiere, sie sind genau und schön vorstellbar gezeichnet sind. Auch der schokobraune Kater Burma, dessen Mensch sich leider als sein Mörder zeigt.
Die Menschen bleiben bis auf den Inspettore schemenhaft und reduziert auf Schuhe, Mantel und Geruch.
Für Venedigfans ist schön genau geschildert auf welchen Wegen sich die Katzen (und Ratten) bewegen, und immerwieder wird kurz innegehalten, um 2 Zeilen über das schneetreiben und damit Zauber der Stadt in den Schneeflocken (der auch Spaß für Katzen sein kann) zu schildern. arrivederci cioccolata !