Georg Gracher :
"Kiebitzjagd"
Kriminalroman
2016, Emons Verlag GmbH
243 Seiten + 2 Seiten Glossar
ISBN 978-3-95451-971-2
In einem Seminar, das gestreßte Menschen wieder auf Ruhe und Besinnung bringen sollte, wird bei einem meditativen Spaziergang eine Frau getötet. Die Polizei entdeckt, daß einige Beteiligte nicht den Lebenslauf leben den sie angeben. Ein pädophiler Priester ist vorhanden, eine Drogensüchtige, Opfer und Täter eines dubiosen Handels mit Wertpapieren, und mindestens zwei Menschen sind gute Schauspieler. Leider gibt es noch einen Toten und zwei Menschen werden außer Gefecht gesetzt, bis einer der Polizisten einer Geheimdienstsache auf die Spur kommt.
Die Menschen, die hier in Ruhe und schöner Landschaft (Pinzgau) zusammentreffen, sind sehr unterschiedlich geschildert. Vor Ort ist der etwas überhebliche aber gescheite Jesuitenpater Franz Mayer, ihm zur Seite steht eine attraktive Schwester Elisabetta die energisch zupackt, der etwas unsympathische Bruder Nikodemus und eine alte Freundin vor Ort. Als Besucher kommen die verhärmte Bankfrau Fliegenschnee, die schöne aber unstete Journalistin Barzani, die unglückliche Ärztin Unbescheid, der überreizte Manager Rauner, der ewig besser wissende Headhunter Pökelschot, der junge Wirtschaftstreuhandanwärter Schatzmann und der ehemalige Vizebürgermeister Krautstingl. Als Polizisten werden der sehr attraktive aber kühle Inspektor Vogelsang sowie der große vierschrötige Major Redl, und später durchsetzungsfähige und ortskundige Major Jacobi den anderen Personen gegenübergestellt.
Ich habe beim Lesen die Personen immer wieder durcheinander gebracht, was aber der Spannung keinen Abbruch tat.
Das Gemisch aus Wirtschaftskriminalität, in die Pädophilie gemengt wird, später Drogen, bis alles in einer etwas eigenartigen Mischung aus Vatikan und Geheimpolizei endet. Mitraten des 'who dunnit' ist möglich. Viel Spaß beim Lesen.
Georg Gracher wurde 1949 in Bad Gastein geboren. Er unterrichtete Deutsch und Geschichte in Bad Hofgastein. In der Pension schreibt er Kriminalromane - als erster erschien 2009 der Alpenkrimi "Hahnbalz".
Donnerstag, 19. Dezember 2019
Georg Gracher : "Kiebitzjagd"
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2016,
Autor,
Drogen,
Krimi,
Landschaft,
Ö - Salzburg,
Polizei,
Religion
Mittwoch, 18. Dezember 2019
Jean-Yves Ferri + Didier Conrad: "Die Tochter des Vercingetorix" (Asterix Band 38)
Jean-Yves Ferri + Didier Conrad: "Die Tochter des Vercingetorix" (Asterix Band 38)
original "La fille de Vercingetorix"
2019, Editions Albert René
aus dem Französischen übersetzt von Klaus Jöken
2019, Egmont Comic Collection
46 Seiten
ISBN 978-3-7704-3638-5
Die Tochter des großen Helden der Gallier wird heimlich ins Dorf gebracht, da ein Verräter der schon den Vater verraten hatte, auch hinter ihr her ist. Die Kids im Dorf sind begeistert über den eigenwilligen Besuch. Adrenalie läßt sich nichts sagen und büxt - wie befürchtet - aus. Zusammentreffen mit alten Bekannten wie den Römern, den Piraten und einem Händler, unterhalten. Ein junger blonder Mann malt Blumen auf ein Schiff und die Utopie alle Kinder auf einer Insel zu versammeln scheint greifbar. Der Verräter dürfte Haifutter werden, ein alter Halsring des Vercingertorix verschwindet im Meer, und alle feiern Aufbruch in die Zukunft.
Gewiefte Leser von Harry Potter werden vermutlich über die Formulierung 'die Tochter von du weißt schon wem' köstlich unterhalten. Idefix-fans finden jede Menge netter Kleinigkeiten gezeichnet.
Die Idee den Sohn des Fischer Surimix zu nennen, finde ich köstlich und den Helm den der Sohn des Schmieds - Selfix - bastelt, bei dem Helm und Schirmkappe kombiniert sind, ebenfalls.
Einige Jugendliche wollen zwar die Welt verändern, aber auch die Erleichterungen durch den Zaubertrank.
In Summe genieße ich den neuen Asterix, da viele nette Kleinigkeiten gezeichnet sind.
Biographien von Autor und Illustrator bei Band 35 (Asterix bei den Pikten).
original "La fille de Vercingetorix"
2019, Editions Albert René
aus dem Französischen übersetzt von Klaus Jöken
2019, Egmont Comic Collection
46 Seiten
ISBN 978-3-7704-3638-5
Die Tochter des großen Helden der Gallier wird heimlich ins Dorf gebracht, da ein Verräter der schon den Vater verraten hatte, auch hinter ihr her ist. Die Kids im Dorf sind begeistert über den eigenwilligen Besuch. Adrenalie läßt sich nichts sagen und büxt - wie befürchtet - aus. Zusammentreffen mit alten Bekannten wie den Römern, den Piraten und einem Händler, unterhalten. Ein junger blonder Mann malt Blumen auf ein Schiff und die Utopie alle Kinder auf einer Insel zu versammeln scheint greifbar. Der Verräter dürfte Haifutter werden, ein alter Halsring des Vercingertorix verschwindet im Meer, und alle feiern Aufbruch in die Zukunft.
Gewiefte Leser von Harry Potter werden vermutlich über die Formulierung 'die Tochter von du weißt schon wem' köstlich unterhalten. Idefix-fans finden jede Menge netter Kleinigkeiten gezeichnet.
Die Idee den Sohn des Fischer Surimix zu nennen, finde ich köstlich und den Helm den der Sohn des Schmieds - Selfix - bastelt, bei dem Helm und Schirmkappe kombiniert sind, ebenfalls.
Einige Jugendliche wollen zwar die Welt verändern, aber auch die Erleichterungen durch den Zaubertrank.
In Summe genieße ich den neuen Asterix, da viele nette Kleinigkeiten gezeichnet sind.
Biographien von Autor und Illustrator bei Band 35 (Asterix bei den Pikten).
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2019,
Autorenteam,
Comic,
Frankreich,
Historie,
Humor,
Illustrationen,
Umwelt
Samstag, 14. Dezember 2019
Pedro Badrán : "Der Mann mit der magischen Kamera"
Pedro Badrán :
"Der Mann mit der magischen Kamera" - Roman aus Cartagena de Indias
original "El hombre de la cámera mágica"
2015, Random house Kolumbien
Aus dem kolumbianischen Spanisch von Peter Schultze-Kraft und Rainer Schultze-Kraft / die deutsche Übersetzung berücksichtigt geringfügige spätere Änderungen des Autors
2019, Edition 8
209 Seiten + 6 Seiten Worterklärungen (zugleich eine kleine Kolumbienkunde, verfaßt von den Übersetzern)
Lesebändchen
ISBN 978-3-85990-359-3
Alle erzählen über Tony Lafont. Dieser war vor vielen Jahren mit seiner Polaroidkamera und Logbuch in Cartagena in Stadt, Strand und Strandhotel unterwegs. Besucher aus den USA ermutigen ihn weiterzumachen, während sich in seiner Familie und Bekannten die Begeisterung teilt.
In den Kapiteln werden aus verschiedenen Seiten über das Zusammensein mit dem jungen Photographen, bis zum endgültigen Niedergang des Hotels erzählt.
Tony selbst kommt nicht zu Wort, nur sein Logbuch und die Beschreibung seiner Photos.
Im Hotel ist Rezeptionist Charlie der die Reste verwaltet. Ein junger Künstler, der glückbringende Eulen aus Metalldose und Draht herstellt, verbringt einige Zeit im Hotel und lernt die dort lebenden Menschen mit ihren Träumen kennen, wobei er selber leider wenig Glück hat. Einige Frauen die im Hotel leben und lebten kommen zu Wort - erst spät fügt sich alles zusammen, da hier in Zeiten gesprungen wird, und Lebende und Tote gemischt werden.
Die rundliche Karen wird geschildert, die überhaupt kein Gefühl für passende Kleidung hat, aber ein wunderbares Lachen. Maribel wirft sich jedem Ausländer an den Hals, in der Hoffnung aus dem Elend heraus zu kommen. Claudia Soraya kommt aus den USA, und genießt das gemeinsame Leben mit Tony. Ein Tango Orchester wird genannt, große Schachweltmeister, ein Mönch sucht den Sinn des Lebens, ein pensionierter Arzt sitzt oft mit Zigarre in dem Patio des Hotels umgeben von Katzen.
Danke für die Erklärung der Worte aus Kolumbien und die Ergänzung der kolumbianischen Geschichte.
Die Geschichte wird spröde, sprunghaft und stellenweise sinnlich erzählt. Man erfährt viel über die Träume der Menschen aus ihrem elenden Leben herauszukommen, oder auch nicht. Am Schluß hebt der Surrealismus zumindst für mich ab.
Gutes Lesen und eine andere Welt genießen !
Pedro Badrán wurde 1960 in der Nähe des Rio Magdalena in Magangué (Departamento Bolívar) , einem heissen Ort im Hinterland der karibischen Küste Kolumbiens, geboren. Er ist Nachkomme palästinensisch-syrischer Einwanderer und wuchs in Cartagena auf. Er studierte Linguistik in Bogotá, wo er heute als freier Schriftsteller lebt. Mit je fünf Romanen und Erzählungsbänden gilt er in der kolumbianischen Literatur als einer der herausragenden Vertreter der Post-post-García-Márquez-Generation.
"Der Mann mit der magischen Kamera" - Roman aus Cartagena de Indias
original "El hombre de la cámera mágica"
2015, Random house Kolumbien
Aus dem kolumbianischen Spanisch von Peter Schultze-Kraft und Rainer Schultze-Kraft / die deutsche Übersetzung berücksichtigt geringfügige spätere Änderungen des Autors
2019, Edition 8
209 Seiten + 6 Seiten Worterklärungen (zugleich eine kleine Kolumbienkunde, verfaßt von den Übersetzern)
Lesebändchen
ISBN 978-3-85990-359-3
Alle erzählen über Tony Lafont. Dieser war vor vielen Jahren mit seiner Polaroidkamera und Logbuch in Cartagena in Stadt, Strand und Strandhotel unterwegs. Besucher aus den USA ermutigen ihn weiterzumachen, während sich in seiner Familie und Bekannten die Begeisterung teilt.
In den Kapiteln werden aus verschiedenen Seiten über das Zusammensein mit dem jungen Photographen, bis zum endgültigen Niedergang des Hotels erzählt.
Tony selbst kommt nicht zu Wort, nur sein Logbuch und die Beschreibung seiner Photos.
Im Hotel ist Rezeptionist Charlie der die Reste verwaltet. Ein junger Künstler, der glückbringende Eulen aus Metalldose und Draht herstellt, verbringt einige Zeit im Hotel und lernt die dort lebenden Menschen mit ihren Träumen kennen, wobei er selber leider wenig Glück hat. Einige Frauen die im Hotel leben und lebten kommen zu Wort - erst spät fügt sich alles zusammen, da hier in Zeiten gesprungen wird, und Lebende und Tote gemischt werden.
Die rundliche Karen wird geschildert, die überhaupt kein Gefühl für passende Kleidung hat, aber ein wunderbares Lachen. Maribel wirft sich jedem Ausländer an den Hals, in der Hoffnung aus dem Elend heraus zu kommen. Claudia Soraya kommt aus den USA, und genießt das gemeinsame Leben mit Tony. Ein Tango Orchester wird genannt, große Schachweltmeister, ein Mönch sucht den Sinn des Lebens, ein pensionierter Arzt sitzt oft mit Zigarre in dem Patio des Hotels umgeben von Katzen.
Danke für die Erklärung der Worte aus Kolumbien und die Ergänzung der kolumbianischen Geschichte.
Die Geschichte wird spröde, sprunghaft und stellenweise sinnlich erzählt. Man erfährt viel über die Träume der Menschen aus ihrem elenden Leben herauszukommen, oder auch nicht. Am Schluß hebt der Surrealismus zumindst für mich ab.
Gutes Lesen und eine andere Welt genießen !
Pedro Badrán wurde 1960 in der Nähe des Rio Magdalena in Magangué (Departamento Bolívar) , einem heissen Ort im Hinterland der karibischen Küste Kolumbiens, geboren. Er ist Nachkomme palästinensisch-syrischer Einwanderer und wuchs in Cartagena auf. Er studierte Linguistik in Bogotá, wo er heute als freier Schriftsteller lebt. Mit je fünf Romanen und Erzählungsbänden gilt er in der kolumbianischen Literatur als einer der herausragenden Vertreter der Post-post-García-Márquez-Generation.
Samstag, 30. November 2019
Robert Galbraith (Pseud.) : "Die Ernte des Bösen"
Robert Galbraith (Pseud.) :
"Die Ernte des Bösen"
Roman
"Career of Evil"
2015, Brown Group Book
Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz
2016, Blanvalent Verlag
Lesebändchen
654 Seiten
ISBN 978-3-7645-0574-5
Cormorans Strikes Assistentin Robin Ellacott bekommt ein abgeschnittenes Bein zugeschickt. Cormoran hat drei Verdächtige, und alle wollen sich eigentlich an ihm rächen. Da die offizielle Polizei kein Engagement zeigt, machen sich Robin und Cormaran auf die Suche nach drei sehr unsympathischen Männern, die sich alle durch Mißbrauch, Manipulation und Ausnutzen von Menschen auszeichnen. Während Robins Verlobter vor Eifersucht tobt, fahren Detektiv und Assistenin durchs Land, besuchen Menschen in sehr desolaten Lebensverhältnissen und versuchen damit dem Phantom auf die Spur zu kommen. Der Frauen zerschnippelnde Bösewicht schafft es kurz an Robin heranzukommen, bis dann doch eine Falle zuklappt.
Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, auch wenn mir die drei unsypathischen Bösewichte immer wieder durcheinander geraten. In eigenen Kapiteln sind die Gedanken und Aktionen des tatsächlichen Mörders geschildert, der seiner Wut auf Cormoran freien Lauf läßt.
Faszininierend wird das Leben von Cormorans Mutter als Popstar-grupie beschrieben, und wie der ungute Stiefvater vieles falsch einschätzte.
Ich wurde das Gefühl nicht los, daß Robins Verlobter Matthew, der bieder und gutaussehend und etwas hinterhältig geschildert wird, von der Autorin gerollt wird.
Heftig ist die Vorgeschichte Robins, die sie aus dem Profilerwunsch gekippt hatte.
Den Kapiteln sind Zeilen aus der Cultband Blue Öyster Cult vorangestellt, die manchmal passen, manchmal aber gar nicht.
In Summe hat es mir Spaß gemacht den dritten Band mit diesen Protagonisten zu lesen, weil er so spannend geschrieben ist. Viel Freunde beim Lesen !
Bio siehe Robert Galbraith (Pseud.) : "Der Ruf des Kuckucks"
"Die Ernte des Bösen"
Roman
"Career of Evil"
2015, Brown Group Book
Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz
2016, Blanvalent Verlag
Lesebändchen
654 Seiten
ISBN 978-3-7645-0574-5
Cormorans Strikes Assistentin Robin Ellacott bekommt ein abgeschnittenes Bein zugeschickt. Cormoran hat drei Verdächtige, und alle wollen sich eigentlich an ihm rächen. Da die offizielle Polizei kein Engagement zeigt, machen sich Robin und Cormaran auf die Suche nach drei sehr unsympathischen Männern, die sich alle durch Mißbrauch, Manipulation und Ausnutzen von Menschen auszeichnen. Während Robins Verlobter vor Eifersucht tobt, fahren Detektiv und Assistenin durchs Land, besuchen Menschen in sehr desolaten Lebensverhältnissen und versuchen damit dem Phantom auf die Spur zu kommen. Der Frauen zerschnippelnde Bösewicht schafft es kurz an Robin heranzukommen, bis dann doch eine Falle zuklappt.
Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, auch wenn mir die drei unsypathischen Bösewichte immer wieder durcheinander geraten. In eigenen Kapiteln sind die Gedanken und Aktionen des tatsächlichen Mörders geschildert, der seiner Wut auf Cormoran freien Lauf läßt.
Faszininierend wird das Leben von Cormorans Mutter als Popstar-grupie beschrieben, und wie der ungute Stiefvater vieles falsch einschätzte.
Ich wurde das Gefühl nicht los, daß Robins Verlobter Matthew, der bieder und gutaussehend und etwas hinterhältig geschildert wird, von der Autorin gerollt wird.
Heftig ist die Vorgeschichte Robins, die sie aus dem Profilerwunsch gekippt hatte.
Den Kapiteln sind Zeilen aus der Cultband Blue Öyster Cult vorangestellt, die manchmal passen, manchmal aber gar nicht.
In Summe hat es mir Spaß gemacht den dritten Band mit diesen Protagonisten zu lesen, weil er so spannend geschrieben ist. Viel Freunde beim Lesen !
Bio siehe Robert Galbraith (Pseud.) : "Der Ruf des Kuckucks"
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England,
Gewalt,
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Mißbrauch,
Roman,
Übersetzer
Sonntag, 24. November 2019
Hannah O'Brien : "Irische Totenwache"
Hannah O'Brien :
"Irische Totenwache"
2019, dtv
400 Seiten + 3 Seiten Glossar von irischen Wörtern + 2 Seiten Personen + 2 Seiten Landkarte von Irland
ISBN 978-3-423-21780-4
Das ist der fünfter Fall mit Kommissarin Grace O Malley, unterstützt von Rory Coyne. Ein bekannter und provokanter Umweltaktivst ist ermordet worden. Mit der Ehefrau hatte er ein Arrangement, die Geliebte und Sohn kurz davor verlassen, und er war einem verschuldeten Geschäftsmann mit dubiosen Waldaktionen auf der Spur. Nebenbei tut Grace Freund, der Detektiv Peter, eine Spur auf in der aus alten geschützten Bäumen Amulette für viel Geld verkauft werden.
Grace - irisch Grainee - genannt, wird mit dem Unfalltod ihres Vaters konfrontiert, der durch Fahrerflucht verursacht war, und hätte bei rechtzeitiger Hilfe gerettet werden können.
Am Schluß wird Vergangenheit aufgelöst und Krankheit diagnostiziert.
Hauptort der Handlung ist Galway und Umgebung. Allerdings wird auch nach Dublin geflogen und einsame Seen und Inseln besucht.
Grace wird als starke Frau geschildert, die das Gefühl für den Wald und die Umwelt behalten hat. Rory recherchiert als Polizist gut, hat aber auch das zweite Gesicht und damit Gespür für unausgesprochenes. Detektiv Peter ist flexibel, phantasiereich im Job und weiß wie er mit Grace umgehen muß. Journalistin Laura ist jung, schön, deckt etwas auf. Erin, die Gattin des Toten, richtet sich ihr Leben zurecht. Tochter Kelly ist eine wunderschöne Frau, die mit Menschen spielt. Jim Taylor ist Graces Vorgesetzer in Dublin, sehr attraktiv, und erfüllt Erwartungen nicht. Caitlin ist PR Managerin, hat einen Sohn mit dem Mordopfer, und ein Problem.
Die Wälder sind Spielball für einige Menschen. Während einige sich viel um Bäume kümmern und Menschen für unwichtig halten, sehen andere Wälder nur als Element zur Gewinnerreichung.
Der Roman ist gut geschrieben, die Szenerien und Menschen gut vorstellbar. Ein Mitraten des who-dunnit ist möglich. Viel Spaß beim Lesen.
"Irische Totenwache"
2019, dtv
400 Seiten + 3 Seiten Glossar von irischen Wörtern + 2 Seiten Personen + 2 Seiten Landkarte von Irland
ISBN 978-3-423-21780-4
Das ist der fünfter Fall mit Kommissarin Grace O Malley, unterstützt von Rory Coyne. Ein bekannter und provokanter Umweltaktivst ist ermordet worden. Mit der Ehefrau hatte er ein Arrangement, die Geliebte und Sohn kurz davor verlassen, und er war einem verschuldeten Geschäftsmann mit dubiosen Waldaktionen auf der Spur. Nebenbei tut Grace Freund, der Detektiv Peter, eine Spur auf in der aus alten geschützten Bäumen Amulette für viel Geld verkauft werden.
Grace - irisch Grainee - genannt, wird mit dem Unfalltod ihres Vaters konfrontiert, der durch Fahrerflucht verursacht war, und hätte bei rechtzeitiger Hilfe gerettet werden können.
Am Schluß wird Vergangenheit aufgelöst und Krankheit diagnostiziert.
Hauptort der Handlung ist Galway und Umgebung. Allerdings wird auch nach Dublin geflogen und einsame Seen und Inseln besucht.
Grace wird als starke Frau geschildert, die das Gefühl für den Wald und die Umwelt behalten hat. Rory recherchiert als Polizist gut, hat aber auch das zweite Gesicht und damit Gespür für unausgesprochenes. Detektiv Peter ist flexibel, phantasiereich im Job und weiß wie er mit Grace umgehen muß. Journalistin Laura ist jung, schön, deckt etwas auf. Erin, die Gattin des Toten, richtet sich ihr Leben zurecht. Tochter Kelly ist eine wunderschöne Frau, die mit Menschen spielt. Jim Taylor ist Graces Vorgesetzer in Dublin, sehr attraktiv, und erfüllt Erwartungen nicht. Caitlin ist PR Managerin, hat einen Sohn mit dem Mordopfer, und ein Problem.
Die Wälder sind Spielball für einige Menschen. Während einige sich viel um Bäume kümmern und Menschen für unwichtig halten, sehen andere Wälder nur als Element zur Gewinnerreichung.
Der Roman ist gut geschrieben, die Szenerien und Menschen gut vorstellbar. Ein Mitraten des who-dunnit ist möglich. Viel Spaß beim Lesen.
Montag, 18. November 2019
Sophie Bonnet : "Provenzalisches Feuer"
Sophie Bonnet :
"Provenzalisches Feuer" - ein Fall für Pierre Durand
2017, Blanvalet in Random House gmbh
300 Seiten + 2 Seiten Anmerkungen der Autorin + 3 Seiten Glossar + 7 Seiten Rezepte
Innenklappe vorne mit Karte von Occitánia, Innenklappe hinten mit Saint Valérie
ISBN 978-3-7645-0613-1
Der Bürgermeister veranstaltet ein traditionelles Fest mit Mittelaltergestaltung und Fackeln in der Provence mit vielen Touristen und Journalisten. Polizist vor Ort, Pierre Durand, genießt den Auftritt der schönen Sängerin Aurelie und ihre Band, als ein älterer Journalist ermordet wird. Durand wird von seinem Vorgesetzten aus Paris lange Leine gelassen und er deckt eine ältere Geschichte auf, in der ein feinsinniger Schriftsteller zu Tode gekommen war. Die Wünsche das alte Okzitanien zu vereinen, werden von einigen Menschen fein bis grob verfolgt. Durand kommt gerade noch rechtzeitig um den Fall zu lösen.
Das ist der vierte Fall, indem Pierre Durand ermittelt.
Geschichtlich wird viel über das alte Okzitanien, die alten Kreuzzüge, das dominante franzöische Paris gegen andere Sprachen und Kulturen innerhalb Frankreichs erzählt.
Es wird viel über gutes und bodenständiges Essen geschrieben, das oft mit ziemlichem Aufwand zum Zubereiten ist. Einiges wird während der Krimihandlung beschrieben, es gibt aber Rezepte im Anhang.
Die Geschichte ist gemütlich und spannend erzählt, mitraten nach dem Mördert ist möglich.
Viel Spaß beim Lesen !
Die Autorin hat hier ein Pseudonym gewählt. Sie wurde 1967 geboren und lebt in Deutschland.
"Provenzalisches Feuer" - ein Fall für Pierre Durand
2017, Blanvalet in Random House gmbh
300 Seiten + 2 Seiten Anmerkungen der Autorin + 3 Seiten Glossar + 7 Seiten Rezepte
Innenklappe vorne mit Karte von Occitánia, Innenklappe hinten mit Saint Valérie
ISBN 978-3-7645-0613-1
Der Bürgermeister veranstaltet ein traditionelles Fest mit Mittelaltergestaltung und Fackeln in der Provence mit vielen Touristen und Journalisten. Polizist vor Ort, Pierre Durand, genießt den Auftritt der schönen Sängerin Aurelie und ihre Band, als ein älterer Journalist ermordet wird. Durand wird von seinem Vorgesetzten aus Paris lange Leine gelassen und er deckt eine ältere Geschichte auf, in der ein feinsinniger Schriftsteller zu Tode gekommen war. Die Wünsche das alte Okzitanien zu vereinen, werden von einigen Menschen fein bis grob verfolgt. Durand kommt gerade noch rechtzeitig um den Fall zu lösen.
Das ist der vierte Fall, indem Pierre Durand ermittelt.
Geschichtlich wird viel über das alte Okzitanien, die alten Kreuzzüge, das dominante franzöische Paris gegen andere Sprachen und Kulturen innerhalb Frankreichs erzählt.
Es wird viel über gutes und bodenständiges Essen geschrieben, das oft mit ziemlichem Aufwand zum Zubereiten ist. Einiges wird während der Krimihandlung beschrieben, es gibt aber Rezepte im Anhang.
Die Geschichte ist gemütlich und spannend erzählt, mitraten nach dem Mördert ist möglich.
Viel Spaß beim Lesen !
Die Autorin hat hier ein Pseudonym gewählt. Sie wurde 1967 geboren und lebt in Deutschland.
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AutorIn-Pseudonym,
Essen,
Frankreich,
Historie,
Krimi,
Liebe,
Provence
Sonntag, 27. Oktober 2019
Philipp Weiss : "Am Weltenrand sitzen die Menschen und Lachen" / Jona Jonas : "Terrain vague"
Philipp Weiss :
"Am Weltenrand sitzen die Menschen und Lachen" / Jona Jonas : "Terrain vague" - Erzählung
2018, Suhrkamp Verlag (2. Auflage 2019)
152 Seiten
ISBN 978-3-518-42817-7
Den Text erzählt in ich-Form der fiktive Autor Jona Jonas, der Photograph ist, seiner großen Liebe der Naturwissenschaftlerin Chantal - die älter als er ist - nachtrauert und sich nach Japan quasi gerettet hat. Hier lernt er Abra kennen, und erlebt Erdbeben inkl. Nachbeben in Tokyo mit.
Im zweiten Teil sitzt er am Krankenbett eines Mannes der als Tagelöhner Seebeben, Tsunami und Zerstörung der Atomkraftwerke miterlebte. Die Strahlungen denen er und andere ausgesetzt waren, zerlegen letztendlich auch seinen Körper.
Faszinierend sind die Klimamodelle die Chantal entwickelt.
Unter die Haut gingen mir die Teile in denen aus dem Inneren des Atomkraftwerkes und dann von den Riesenwellen des Tsunami erzählt wird.
Orte der Handlung sind Wien, Frankreich, Antarktis und viel in Japan.
In Wien hat Jonas eine Katze, die er Ophelia nennt.
Der Schreibstil sind lange Sätze, die teilweise assoziativ wirken, die mich sehr ansprechen. Es gibt jede Menge für mich neue Fremdworte, die v.a. Chantal in die Sprache gelegt werden.
Leider sind immer wieder Worte die nicht österreichisch, sondern deutsch sind gedruckt - was mir weh tut, wenn man weiß, daß der Autor Wiener ist.
Ich hatte bei diesem fünf-teiligen Werk eigentlich mit dem Manga, bei dem Abra erzählt angefangen, wechselte dann zum klassischen Element der Erzählung. In welcher Reihenfolge ich die anderen Teile des Werkes lesen werde, habe ich noch nicht entschieden.
Die Erzählung war für mich anfangs anstrengend, hat mich aber dann in Bann gezogen. Viel Freude beim Lesen !
"Am Weltenrand sitzen die Menschen und Lachen" / Jona Jonas : "Terrain vague" - Erzählung
2018, Suhrkamp Verlag (2. Auflage 2019)
152 Seiten
ISBN 978-3-518-42817-7
Den Text erzählt in ich-Form der fiktive Autor Jona Jonas, der Photograph ist, seiner großen Liebe der Naturwissenschaftlerin Chantal - die älter als er ist - nachtrauert und sich nach Japan quasi gerettet hat. Hier lernt er Abra kennen, und erlebt Erdbeben inkl. Nachbeben in Tokyo mit.
Im zweiten Teil sitzt er am Krankenbett eines Mannes der als Tagelöhner Seebeben, Tsunami und Zerstörung der Atomkraftwerke miterlebte. Die Strahlungen denen er und andere ausgesetzt waren, zerlegen letztendlich auch seinen Körper.
Faszinierend sind die Klimamodelle die Chantal entwickelt.
Unter die Haut gingen mir die Teile in denen aus dem Inneren des Atomkraftwerkes und dann von den Riesenwellen des Tsunami erzählt wird.
Orte der Handlung sind Wien, Frankreich, Antarktis und viel in Japan.
In Wien hat Jonas eine Katze, die er Ophelia nennt.
Der Schreibstil sind lange Sätze, die teilweise assoziativ wirken, die mich sehr ansprechen. Es gibt jede Menge für mich neue Fremdworte, die v.a. Chantal in die Sprache gelegt werden.
Leider sind immer wieder Worte die nicht österreichisch, sondern deutsch sind gedruckt - was mir weh tut, wenn man weiß, daß der Autor Wiener ist.
Ich hatte bei diesem fünf-teiligen Werk eigentlich mit dem Manga, bei dem Abra erzählt angefangen, wechselte dann zum klassischen Element der Erzählung. In welcher Reihenfolge ich die anderen Teile des Werkes lesen werde, habe ich noch nicht entschieden.
Die Erzählung war für mich anfangs anstrengend, hat mich aber dann in Bann gezogen. Viel Freude beim Lesen !
Philipp Weiss wurde am 5. Februar 1982 in Wien geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Deutsch-als-Fremdsprache in Wien. Er arbeitet einige Zeit in Baku / Aserbeitschan. Sein erster Text "Egon" erschien 2008, mit "Blätterliebe" nahm er 2009 am Ingeborg-Bachmann-Preis teil, 2010 wurde sein Stück "Seifenblasenoper" am Burgtheater präsentiert.
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Wien,
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