Dienstag, 15. November 2011

Bo Balderson : "Der Fall des Staatsministers"

Bo Balderon (Pseudonym) :
"Der Fall des Staatsministers"
2000, Bengt Nordin Agency Schweden
original 'Sta°tsradets fall'
2002, Typographische Werkstatt & Verlag Stegemann
übersetzt aus dem Schwedischen von Dagmar Mißfeldt
274 Seiten
+ 1 Seite am Anfang : Mitwirkende
+ 1 Seite am Schluß : Glossar
ISBN 3-9808037-4-0

Studienrat Vilhelm Persson, ein etwas betulicher und biederer Einzelgänger, wird vom Mann seiner Schwester (die beiden haben 15 Kinder gemeinsam) in die Aufdeckung eines Mordfalles gezogen.
Sein Schwager ist Staatsminister, ein Mensch mit sprunghaften Gedankengängen und eine bei der Bevölkerung beliebte Gestalt.

In Ich-form beschreibt der Studienrat, wie Staatssekretär Svanberg wird erwürgt im Schrank des Arbeitszimmers des Staatsministers - in seiner Villa - aufgefunden wird.
Der Staatsminister meint, daß er es seiner Funktion als Polizeiminister schuldig ist diesen Mord aufzuklären und fordert die permanente Unterstützung mit Zeit und Mitdenken des Studienrats.
Menschen die als mögliche Täter in Betracht kommen sind die Tennis spielende Gattin, Justizschef Rylander und Gattin, Konsul Karling - ein Unternehmer -, Ministerialrat Da°a°bh, sowie der Unternehmer in Sache Toilettenherstellung Johann Johansson mit seiner sehr attraktiven Gattin, die Assistentin von Herrn Svanberg ist und sich 2 Liebhaber (beide unter den Verdächtigen) hält.
Leider gibt es noch einen Mord. Am Schluß löst der Staatsminister mit einer Falle die Morde auf - und erfährt daß er zum 16. Mal Vater wird.

Unterhaltsam und leicht böse wird die Politik, die Politiker, das Fäden ziehen, das Umsetzen der eigenen Wünsche und auch Gerechtigkeitssinn in der Politik geschildert.
Der Absatz in dem sich der Staatsminister bei einem Auftritt nicht an die vorgeschriebene Rede hält, sondern sagt was die logischen denkende Bürger denken aber damit seine politische Security schwer beunruhigt ist vergnüglich gut geschrieben (übersetzt).

Das Buch ist etwas mühsam zu lesen, da ich mit den schwedischen Namen und wer-ist-jetzt-wer etwas Probleme hatte, aber die etwas respektlosen (aber nie untergriffigen) Personenschilderungen oder andere nette kleine boshafte Halbsätze machen den Aufwand wett.
Ich kann den Krimi guten Gewissens allen Lesern mit Sinn für Humor empfehlen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen