Werner Bergengruen :
"Der Tod von Reval"
1939 geschrieben
1949 Peter Schifferli, Verlags-AG "Die Arche", Zürich
1979, Deutscher Taschenbuchverlag, München
dtv-Großdruck 2524
168 Seiten
ISBN 3-423-02524-7
Reval ist der deutschsprachige Name für Tallinn, die estnische Landeshauptstadt. In skurrilen Geschichten wird hier ein dichtes Porträt von eigenwilligen Charakteren, die diese Stadt im Mittelalter und bis in die Neuzeit geprägt haben können gezeichnet.
'Die Stadt der Toten' ist quasi das Vorwort und lädt ein sich zu jeder Menge Alkohol Geschichten erzählen zu lassen.
'Bericht vom Lebens- und Todeslauf eines merkwürdigen Mannes' ist die längste Geschichte und handelt vom Herzog von Croy der ein leutseliger unverläßlicher Mann in der Zeit des 30-jährigen Krieges gewesen sein. Er war vielen Herrschern treu oder untreu gewesen und strandete in Reval, wo er ohne Gedanken an Schulden sein Leben genoß, und es ihm leutseligerweisen niemand verbot. Als er starb versuchte man zuerst die Leiche gegen Schuldendeckung zu verhandeln, als die mangels Interesse nicht möglich war mutierte der durch alkohol quasi balsamierte Mann nach seinem Tod zum Geldbringer bis nach weiteren 200 Jahren ein Machtwort gesprochen wurde und er endlich unter der Erde verschwand.
'Der Seeteufel' war die Kapitänin, Frau eines Kapitäns, die Alkohol an Bord verbot, aber die leider an Bord starb, und in einem Faß mit Alkohol wieder heim gebracht wurde. Der Zustand der Mannschaft brach Bände.
'Jakubsons Zuflucht' war das Totenbett der gottfrömmigen Witwe Heydenacker, was leider der armen vorgeworfen wurde.
'Die wunderliche Herberge' war wunderlich, da sie von Doktor Brag eingerichtet worden war, falls jemand lebendig begraben worden war und nun neben dem Friedhof eine Herberge suchte. Seine Haushälterin, die Sebberische, hatte dafür nach seinem Tod zu sorgen. Sie sorgte bei Nachfrage aber auch für junge Paare, leider auch für einen entflohenen Sträfling. Der Polizist erzählte nichts, da er keine Schwierigkeiten wollte.
'Kaddri in der Wake' erzählt die eigenartige Liebesgeschichte zwischen dem Fischer Tönno und seiner trinkfreudigen Frau Kaddri, die er eines Tages nicht mehr findet. Die Aale fanden die arme Frau, worauf Tönno sich der Liebe besinnt und ihr ein großes Begräbnis ausrichtet.
'Schneider und sein Obelisk' ist eine glüclich-unglückliges Liebesgeschichte. Schneider liebt seine erste Frau Ebba die zu rasch stirbt, er macht es sich auf dem Friedhof ihr zu ehren gemütlich und lernt Alwine kennen. die beiden heiraten. er stirbt, sie heiratet den Prokuristen "mit schwärzlichem Favoris", sie stirbt, er stirbt - alle 4 haben ein Relief am Grab der Ebba.
'Der Kopf' gehört dem in der Heimat nicht anerkannten Dichters Magnus Rutz. In Italien leben möchte er seinen Leib in Italien, seinen Kopf aber in Reval bei der "literärischen" Gesellschaft bestattet wissen. Es geht schief, da die Kisten mit Honig und Topf verwechselt werden.
'Die gelbe Totenvorreitersche' ist eine Frau die es sich zu Ehre gemacht hat jeden Totenzug anzuführen - in gelbem Wams. Sie denkt damit, daß in Ferne jemand ihrem Mann diese Ehre hatte angedeien lassen. Bei ihrem Totenzug gehen auch eine paar Gespenster (lange schon tot Seiende) mit.
'Abschied' ist der Dank sich diese Geschichten erzählen zu lassen.
Die Geschichten sind ziemlich skurril aber unterhalten gut. Die Personen sind dicht und gut vorstellbar beschrieben. Manches bleibt schräg - die Totenkulte, die Aktionen der Besoffenen und die Reaktionen darauf. Manches ist sehr hinterfragt (Liebe, langanhaltende Trauer, Totenriten etc.), dafür manches überhaupt nicht (junge Paare in Herberge, wer zahlt Schulden, wieso ist der Ruf der Toten befleckt wenn ein Betrunkener nicht merkt daß er neben einer Toten schläft etc.)
Das Buch ist in Großdruck gedruckt, was mir erlaubte die Lesebrille nicht suchen zu müssen.
Wer in dichtes Beschreiben alter Zeit von Mittelalter und Grafen bis zur Neuzeit und hart arbeitenden Fischern eintauchen möchte, ist bei diesen Erzählungen gut aufgehoben. Viel Freude damit !
Werner Max Oskar Paul Bergengruen wurde am 16. September 1892 in Riga geboren, war nach dem Ersten Weltkrieg Journalist und begann ab 1923 zu veröffentlichen. 1936 trat er zum Katholizismus über, 1937 wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und lebte danach zurückgezogen in Bayern und Tirol, später in der Schweiz. Er schrieb Romane, Novellen, Erzählungs-bände und Lyrik. Asl bekanntes Buch gilt "Der Großtyrann und das Gericht" dem er die Probleme mit der Kammer verdankte. Er starb am 4. September 1964 in Baden-Baden.
PS: Seine Literatur waren in der kommunistischen Zeit unbekannt und werden jetzt auf estnisch und lettisch übersetzt um die Zeit und Kultur der Deutschbalten der jetzigen Bevölkerung zum Lesen anzubieten.
Samstag, 6. August 2016
Werner Bergengruen : "Der Tod von Reval"
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Mittwoch, 3. August 2016
Alfred Komarek : "Polt"
Alfred Komarek :
"Polt"
Kriminalroman
2009, Haymon Verlag Innsbruck-Wien
163 Seiten
ISBN 978-3-85218-604-7
Simon Polt, ist ex-Gendarm im Wiesbachtal. Er hilft im Nahversorgungsladen des Ortes aus und sitzt damit bei Frau Aloisa an der Quelle des Dorftratsches; die Abende verbringt er mit Freundin Karin oder mit alten Freunden vor oder in deren Presshäusern und Weingärten. Als ein unbekannter Toter in den Weingärten gefunden wird, wird ein ortsfremder Kriminalist geschickt, gegen den eine Wand des Schweigens entsteht. Auch Polt kommt auf seine Art hier zu klären wenig weiter. Am Schluß ist Gewalt der Schlüssel des Mordes.
Die Menschen sind zurückhaltende Weinbauern, die niemandem, schon gar keinem fremden Polizisten trauen. Polt ist einer von ihnen; der Kommisar Primel der geschickt wird hat es schwer, auch weil er als ehemaliger Alkoholiker keinen Wein mehr anrührt. Ortspolizist Nobert gilt als ehrgeiziger Mann, der durch einen Weingarten und Presshaus aber ernst genommen wird. Häusliche Gewalt, v.a. gegen Frauen, ist leider etwas normales, wird aber weniger selbstverständlich akzeptiert als in der Generation davor.
Die getrunkenen Weine sind sehr unterschiedlich: von sehr saurem irgendwie gemischten Trauben bis zu önologisch feinen Tropfen wird alles beschrieben.
Polt liebt die Kellerstraße. Leider geben immer mehr Weinhauer diese Kellerlokale auf. Witzig sind die Situationen, indenen für eine Filmszene plötzlich Schulkinder organisiert und ein Festl verschoben wird, damit sich in der Kellergasse was tut. Auch aus dem Nachbardorf kommen Menschen, woraus sich wider alle Üblichkeiten Kontakte für die Zukunft ergeben.
Die Zukunft für Polt wird auch privat anders, da ihm eröffnet wird daß seine langjährige Freundin von ihm schwanger ist. Wie die beiden die ihr gewohntes sehr eigenes Leben habe, diese Situation besprechen, ist langsam und sehr liebevoll beschrieben.
Sein Kater heißt Czernohorski, kurz Czerno genannt. (Im Film ist es ein dicker roter Kater).
In Summe ein schön lesbares Buch, bei dessen Lesen, mir der Film (u.a. mit den Schauspielern/-innen Steinhauer, Karl, Orth, Rehberg, Obonya, etc.) vor Augen war, der sich v.a. in den Dialogen sehr genau an das Buch hält. Viel Freude beim Lesen !
Alfred Komarek wurde am 5. Oktober 1945 in Bad Aussee geboren. Er arbeitete neben dem Jus-Studium am Journalist und schrieb Texte, später wurde daraus Texte fürs Radio. Seine Texte wurden im ORF, und auch dem Bayerischen und Hessischen Rundfunk ausgestrahlt. Am bekanntesten sind diejenigen für die Natur Serie "Universum".
1998 erschien der erste von bisher sieben Kriminalromanen mit dem Gendarmen "Polt" der im niederösterreichischen Weinviertel nahe der tschechischen Grenze spielt. 2004 erschien der erste der bisher vier Kriminalromane mit Daniel Käfer, die in und um Bad Aussee spielen
Er lebt als freier Autor in Wien, Bad Aussee und in Niederösterreich.
"Polt"
Kriminalroman
2009, Haymon Verlag Innsbruck-Wien
163 Seiten
ISBN 978-3-85218-604-7
Simon Polt, ist ex-Gendarm im Wiesbachtal. Er hilft im Nahversorgungsladen des Ortes aus und sitzt damit bei Frau Aloisa an der Quelle des Dorftratsches; die Abende verbringt er mit Freundin Karin oder mit alten Freunden vor oder in deren Presshäusern und Weingärten. Als ein unbekannter Toter in den Weingärten gefunden wird, wird ein ortsfremder Kriminalist geschickt, gegen den eine Wand des Schweigens entsteht. Auch Polt kommt auf seine Art hier zu klären wenig weiter. Am Schluß ist Gewalt der Schlüssel des Mordes.
Die Menschen sind zurückhaltende Weinbauern, die niemandem, schon gar keinem fremden Polizisten trauen. Polt ist einer von ihnen; der Kommisar Primel der geschickt wird hat es schwer, auch weil er als ehemaliger Alkoholiker keinen Wein mehr anrührt. Ortspolizist Nobert gilt als ehrgeiziger Mann, der durch einen Weingarten und Presshaus aber ernst genommen wird. Häusliche Gewalt, v.a. gegen Frauen, ist leider etwas normales, wird aber weniger selbstverständlich akzeptiert als in der Generation davor.
Die getrunkenen Weine sind sehr unterschiedlich: von sehr saurem irgendwie gemischten Trauben bis zu önologisch feinen Tropfen wird alles beschrieben.
Polt liebt die Kellerstraße. Leider geben immer mehr Weinhauer diese Kellerlokale auf. Witzig sind die Situationen, indenen für eine Filmszene plötzlich Schulkinder organisiert und ein Festl verschoben wird, damit sich in der Kellergasse was tut. Auch aus dem Nachbardorf kommen Menschen, woraus sich wider alle Üblichkeiten Kontakte für die Zukunft ergeben.
Die Zukunft für Polt wird auch privat anders, da ihm eröffnet wird daß seine langjährige Freundin von ihm schwanger ist. Wie die beiden die ihr gewohntes sehr eigenes Leben habe, diese Situation besprechen, ist langsam und sehr liebevoll beschrieben.
Sein Kater heißt Czernohorski, kurz Czerno genannt. (Im Film ist es ein dicker roter Kater).
In Summe ein schön lesbares Buch, bei dessen Lesen, mir der Film (u.a. mit den Schauspielern/-innen Steinhauer, Karl, Orth, Rehberg, Obonya, etc.) vor Augen war, der sich v.a. in den Dialogen sehr genau an das Buch hält. Viel Freude beim Lesen !
Alfred Komarek wurde am 5. Oktober 1945 in Bad Aussee geboren. Er arbeitete neben dem Jus-Studium am Journalist und schrieb Texte, später wurde daraus Texte fürs Radio. Seine Texte wurden im ORF, und auch dem Bayerischen und Hessischen Rundfunk ausgestrahlt. Am bekanntesten sind diejenigen für die Natur Serie "Universum".
1998 erschien der erste von bisher sieben Kriminalromanen mit dem Gendarmen "Polt" der im niederösterreichischen Weinviertel nahe der tschechischen Grenze spielt. 2004 erschien der erste der bisher vier Kriminalromane mit Daniel Käfer, die in und um Bad Aussee spielen
Er lebt als freier Autor in Wien, Bad Aussee und in Niederösterreich.
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Freitag, 29. Juli 2016
Arthur Escroyne (Pseud.) : "Schüsse im Shortbread"
Arthur Escroyne (Pseud.):
"Schüsse im Shortbread"
Kriminalroman
aus dem Englischen von Rudolf Katzer
2016, Piper Verlag Gmhb
244 Seiten
ISBN 978-3-492-30915-8
In diesem Krimi verschlägt es die frisch verheirateten Arthur Escroyne und seine Frau Rosemary, Polizeikommissarin, statt in die Provence nach Schottland wo sie de bildhübschen Gwendolyn Trout bei einem Amoklauf recherchierend unter die Arme greifen. Auf einem Schloß waren vier Menschen erschossen worden. Trotz Risikoschwangerschaft durchblickt Rosemary nach einigen Gesprächen die Hintergründe, und vor allem, daß kein Amoklauf, sondern gezieltes Töten am Werke war. Gemeinsam mit Ehemann und Gwen wird der Mörder erwischt.
Der Roman ist in Ich-form aus der Sicht des Ehemanns, Graphikers und x-ten Generation eines Phantasie-grafen-stammbaums beschrieben. Er ist auch Lilienzüchter, weshalb er seine Frau auch mit Lilienblick beschreibt.
'Shortbread' ist in dem Roman nicht das britische Mürbspeisen-Knabbergebäck, sondern ein Lokal dieses Namens.
Die Personen sind unterhaltend beschrieben: er ist hauptsächlich verliebt und besorgt, seine Frau tough logisch und zielbewußt, Gwenn bildhübsch cool und überraschend unsicher, der Schloßbesitzer kühl und politisch, ein Politiker der Bewegung schottische Unabhängigkeit beredtsam und unklar, eine Pagen ziemlich aufschlußreich, den Arzt sachlich und gut.
Der Stil ist gemütlich aber nicht wirklich tiefsinnig, aber die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben.
Netterweise ist das Buch in etwas größeren Lettern gedruckt, sodaß ich meine Brille nicht suchen mußte. In Summe aber ein unterhaltsames Buch v.a nach sehr anstrengenden Tagen, in denen der Leser/die Leserin gemütliche Entspannung sucht.
Arthur Escroyne ist ein Pseudonym. Ob ein Mann namens Rudolf Katzer wirklich der bzw ein Übersetzer sei, ist auch nicht klar zu recherchieren.
"Schüsse im Shortbread"
Kriminalroman
aus dem Englischen von Rudolf Katzer
2016, Piper Verlag Gmhb
244 Seiten
ISBN 978-3-492-30915-8
In diesem Krimi verschlägt es die frisch verheirateten Arthur Escroyne und seine Frau Rosemary, Polizeikommissarin, statt in die Provence nach Schottland wo sie de bildhübschen Gwendolyn Trout bei einem Amoklauf recherchierend unter die Arme greifen. Auf einem Schloß waren vier Menschen erschossen worden. Trotz Risikoschwangerschaft durchblickt Rosemary nach einigen Gesprächen die Hintergründe, und vor allem, daß kein Amoklauf, sondern gezieltes Töten am Werke war. Gemeinsam mit Ehemann und Gwen wird der Mörder erwischt.
Der Roman ist in Ich-form aus der Sicht des Ehemanns, Graphikers und x-ten Generation eines Phantasie-grafen-stammbaums beschrieben. Er ist auch Lilienzüchter, weshalb er seine Frau auch mit Lilienblick beschreibt.
'Shortbread' ist in dem Roman nicht das britische Mürbspeisen-Knabbergebäck, sondern ein Lokal dieses Namens.
Die Personen sind unterhaltend beschrieben: er ist hauptsächlich verliebt und besorgt, seine Frau tough logisch und zielbewußt, Gwenn bildhübsch cool und überraschend unsicher, der Schloßbesitzer kühl und politisch, ein Politiker der Bewegung schottische Unabhängigkeit beredtsam und unklar, eine Pagen ziemlich aufschlußreich, den Arzt sachlich und gut.
Der Stil ist gemütlich aber nicht wirklich tiefsinnig, aber die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben.
Netterweise ist das Buch in etwas größeren Lettern gedruckt, sodaß ich meine Brille nicht suchen mußte. In Summe aber ein unterhaltsames Buch v.a nach sehr anstrengenden Tagen, in denen der Leser/die Leserin gemütliche Entspannung sucht.
Arthur Escroyne ist ein Pseudonym. Ob ein Mann namens Rudolf Katzer wirklich der bzw ein Übersetzer sei, ist auch nicht klar zu recherchieren.
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Dienstag, 19. Juli 2016
Viveca Sten : "Tod im Schärengarten"
Viveca Sten :
"Tod im Schärengarten" - ein fall für thomas andreasson
Roman
original "I den innersta krestsen"
2009, Forum Bokförlag, Stockholm
Aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt
2011, Kiepenheuer & Witsch
355 Seiten
ISBN 978-3-462-04396-9
Bei einer renommierten Segelwettfahrt wird im Moment des Startschusses ein reicher, eingebildeter Machtmann auf seinem neuen Schiff (einer Swan 601) ermordet. Kommissar Thomas Andreasson und sein Team ermitteln im privaten (es gibt reihenweise Geliebte) und beruflichen (der Tote war Konkursanwalt) Umfeld, und ist teilweise mit den Adeligen in Schweden konfrontiert. Rasch wird klar, daß der Tote zwar sehr charmant, aber nicht beliebt war; seine Machtspiele wurden ihm zum Verhängnis.
Parallel geht es um Nora Linde, eine alte Jugendfreundin von Thomas Andreasson, die ein altes Haus geerbt hat, das ihr Mann gerne verkaufen möchte um sich was Besseres zu gönnen. Nora entscheidet sich anders, was zu ziemlichen Problemen in der Ehe führt.
Immer wieder sind Gedanken und Erinnerungen in kursiv gedruckt. Erst rückwirkend lassen sie sich verschiedenen Menschen zuordnen.
Das Polizeiteam besteht aus dem Mentor Göran Persson, dessen Tochter Carina (mit der Thomas ein Verhältnis hat), Margit (mit der Thomas am besten und eingespielt zusammenarbeitet), sowie Kalle und Eric.
Diesmal stehen sie einer Gruppe aus einer traditionsreichen Segelvereinigung gegenüber: der dynamische Hans Rosensjöö, der 2 Perioden lang der Geschäftsführer gewesen war; dessen Ehefrau Britta; Ingmar von Hahne, den sein Benehmen und Abstammung auszeichnet, aber wenig Konturen zeigt; dessen schöner kühler Ehefrau Isabelle; dem Bankmenschen Martin Nyrén. Es wird hier zeitweise reiches abgehobenes Leben geschildert, als auch die Doppelbödigkeit der Gesellschaft, aber auch daß Menschen für ihren Lebensstandard arbeiten müssen (oder betrügen).
Die Orte der Handlung sind entweder das Meer um die Inseln und im Schärenmeer, Stockholm mit Banken, Polizei-Konferenzräumen und Bibliotheken.
Die Beziehungen sind meist nicht glücklich : entweder lange anspruchslos laufend, oder kur und intensiv, manchmal sehr einseitig, oder auch von Änderungen in Ansprüchen und Werten ausgeliefert.
Die Menschen sind gut vorstellbar. Bei den Orten tue ich mir schon schwerer.
In Summe ein gut lesbarer Kriminalroman bei dem Mitraten nach dem Mörder und dem Motiv möglich ist. Viel Freude beim Lesen !
Viveca Anne Bergstedt Sten wurde am 18. Juni 1969 in Stockholm geboren. Sie studierte Jus, und arbeitet als Juristin bei der schwedischen Post. 2008 wurde der erste Kriminalroman mit den beiden Figuren Kommissar Thomas Andreasson und dessen Jugendfreundin Nora Linde veröffentlicht. Die Romane spielen in den Schären auf Sandhamn, wo sie auch privat lebt.
"Tod im Schärengarten" - ein fall für thomas andreasson
Roman
original "I den innersta krestsen"
2009, Forum Bokförlag, Stockholm
Aus dem Schwedischen von Dagmar Lendt
2011, Kiepenheuer & Witsch
355 Seiten
ISBN 978-3-462-04396-9
Bei einer renommierten Segelwettfahrt wird im Moment des Startschusses ein reicher, eingebildeter Machtmann auf seinem neuen Schiff (einer Swan 601) ermordet. Kommissar Thomas Andreasson und sein Team ermitteln im privaten (es gibt reihenweise Geliebte) und beruflichen (der Tote war Konkursanwalt) Umfeld, und ist teilweise mit den Adeligen in Schweden konfrontiert. Rasch wird klar, daß der Tote zwar sehr charmant, aber nicht beliebt war; seine Machtspiele wurden ihm zum Verhängnis.
Parallel geht es um Nora Linde, eine alte Jugendfreundin von Thomas Andreasson, die ein altes Haus geerbt hat, das ihr Mann gerne verkaufen möchte um sich was Besseres zu gönnen. Nora entscheidet sich anders, was zu ziemlichen Problemen in der Ehe führt.
Immer wieder sind Gedanken und Erinnerungen in kursiv gedruckt. Erst rückwirkend lassen sie sich verschiedenen Menschen zuordnen.
Das Polizeiteam besteht aus dem Mentor Göran Persson, dessen Tochter Carina (mit der Thomas ein Verhältnis hat), Margit (mit der Thomas am besten und eingespielt zusammenarbeitet), sowie Kalle und Eric.
Diesmal stehen sie einer Gruppe aus einer traditionsreichen Segelvereinigung gegenüber: der dynamische Hans Rosensjöö, der 2 Perioden lang der Geschäftsführer gewesen war; dessen Ehefrau Britta; Ingmar von Hahne, den sein Benehmen und Abstammung auszeichnet, aber wenig Konturen zeigt; dessen schöner kühler Ehefrau Isabelle; dem Bankmenschen Martin Nyrén. Es wird hier zeitweise reiches abgehobenes Leben geschildert, als auch die Doppelbödigkeit der Gesellschaft, aber auch daß Menschen für ihren Lebensstandard arbeiten müssen (oder betrügen).
Die Orte der Handlung sind entweder das Meer um die Inseln und im Schärenmeer, Stockholm mit Banken, Polizei-Konferenzräumen und Bibliotheken.
Die Beziehungen sind meist nicht glücklich : entweder lange anspruchslos laufend, oder kur und intensiv, manchmal sehr einseitig, oder auch von Änderungen in Ansprüchen und Werten ausgeliefert.
Die Menschen sind gut vorstellbar. Bei den Orten tue ich mir schon schwerer.
In Summe ein gut lesbarer Kriminalroman bei dem Mitraten nach dem Mörder und dem Motiv möglich ist. Viel Freude beim Lesen !
Viveca Anne Bergstedt Sten wurde am 18. Juni 1969 in Stockholm geboren. Sie studierte Jus, und arbeitet als Juristin bei der schwedischen Post. 2008 wurde der erste Kriminalroman mit den beiden Figuren Kommissar Thomas Andreasson und dessen Jugendfreundin Nora Linde veröffentlicht. Die Romane spielen in den Schären auf Sandhamn, wo sie auch privat lebt.
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Dienstag, 12. Juli 2016
Petra Hartlieb : "Meine wundervolle Buchhandlung"
Petra Hartlieb :
"Meine wundervolle Buchhandlung"
2014, DuMont Buchverlag Köln
201 Seiten
ISBN 978-3-8321-6343-3
Mit viel Begeisterung erzählt die Autorin, Ex-Literaturkritikerin und doppelte Buchhandlungsbesitzerin von dem Entstehen der ersten Buchhaltung im 18. Wiener Gemeindebezirk. Aus einem Konkurs erhalten sie und ihr Mann den Zuschlag eine Buchhandlung in einer gut frequentierten Einkaufsstraße und guter Gegend zu erwerben. Sie sind selbst überrascht und springen mit beiden Beinen in das Projekt. Der große Vorteil für beide ist, daß sie beide aus der Verlagsbranche kommen und damit ein großes berufliches Netzwerk haben. Auch ihre privates Netzwerk mit vielen Menschen die viel helfen funktioniert. Glück ist auch daß die gemeinsame kleine, dann heranwachsende Tochter leicht zum organisieren ist; der ältere Sohn aus einer früheren Beziehung hat mit Wien seine Probleme und bleibt lieber in Hamburg mit Freunden. Allen Unkenrufen zum Trotz wird die Buchhandlung ein Erfolg, und eine zweite Buchhandlung, die sich auf Sprachen spezialisiert, wird später auch aufgemacht.
Die Geschichte ist gut lesbar erzählt und unterhaltend, obwohl manche Situationen mit Baustelle, Computerchaos oder Schnee auf der Markise wenig unterhaltend sind.
Schön ist das Gefühl, daß offenbar immer wieder die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt in das Leben der beiden Buchhandlungsbesitzer gekommen sind. Sei es Mitarbeiter oder auch die richtigen Kunden (ohne die kein Erfolg möglich ist).
Witzig wird es wenn erzählt wird daß Kundenwünsche manchmal unterhalten oder auch schwierig sind, denn ein 'gutes Buch' ist für jeden anders; und als Geschenk noch schwieriger.
Da die Autorin aus der Buchszene kommt, kennt sie viele Schriftstellernamen bereits von früher. Hier kann es anstrengend werden, wenn manche Autorennamen mit Selbstverständlichkeit genannt werden, die aber vielleicht nicht jedem Leser/jeder Leserin vertraut sind. Man kann durchaus eine Anregung sich mit diesen Autoren auseinanderzusetzten verstehen ;-)
In Summe ein empfehlenswertes Buch, das v.a. Publikum das gerne Literatur liest, wirklich genießen kann.
Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren. Sie wuchs in Oberösterreich auf und studierte Psychologie und Geschichte an der Uni Wien: Später arbeitete als Pressefrau und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. Ab 2001 ändert sich ihr Leben, wovon dieses Buch erzählt.
"Meine wundervolle Buchhandlung"
2014, DuMont Buchverlag Köln
201 Seiten
ISBN 978-3-8321-6343-3
Mit viel Begeisterung erzählt die Autorin, Ex-Literaturkritikerin und doppelte Buchhandlungsbesitzerin von dem Entstehen der ersten Buchhaltung im 18. Wiener Gemeindebezirk. Aus einem Konkurs erhalten sie und ihr Mann den Zuschlag eine Buchhandlung in einer gut frequentierten Einkaufsstraße und guter Gegend zu erwerben. Sie sind selbst überrascht und springen mit beiden Beinen in das Projekt. Der große Vorteil für beide ist, daß sie beide aus der Verlagsbranche kommen und damit ein großes berufliches Netzwerk haben. Auch ihre privates Netzwerk mit vielen Menschen die viel helfen funktioniert. Glück ist auch daß die gemeinsame kleine, dann heranwachsende Tochter leicht zum organisieren ist; der ältere Sohn aus einer früheren Beziehung hat mit Wien seine Probleme und bleibt lieber in Hamburg mit Freunden. Allen Unkenrufen zum Trotz wird die Buchhandlung ein Erfolg, und eine zweite Buchhandlung, die sich auf Sprachen spezialisiert, wird später auch aufgemacht.
Die Geschichte ist gut lesbar erzählt und unterhaltend, obwohl manche Situationen mit Baustelle, Computerchaos oder Schnee auf der Markise wenig unterhaltend sind.
Schön ist das Gefühl, daß offenbar immer wieder die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt in das Leben der beiden Buchhandlungsbesitzer gekommen sind. Sei es Mitarbeiter oder auch die richtigen Kunden (ohne die kein Erfolg möglich ist).
Witzig wird es wenn erzählt wird daß Kundenwünsche manchmal unterhalten oder auch schwierig sind, denn ein 'gutes Buch' ist für jeden anders; und als Geschenk noch schwieriger.
Da die Autorin aus der Buchszene kommt, kennt sie viele Schriftstellernamen bereits von früher. Hier kann es anstrengend werden, wenn manche Autorennamen mit Selbstverständlichkeit genannt werden, die aber vielleicht nicht jedem Leser/jeder Leserin vertraut sind. Man kann durchaus eine Anregung sich mit diesen Autoren auseinanderzusetzten verstehen ;-)
In Summe ein empfehlenswertes Buch, das v.a. Publikum das gerne Literatur liest, wirklich genießen kann.
Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren. Sie wuchs in Oberösterreich auf und studierte Psychologie und Geschichte an der Uni Wien: Später arbeitete als Pressefrau und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg. Ab 2001 ändert sich ihr Leben, wovon dieses Buch erzählt.
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Kinderbuch,
Wien
Samstag, 9. Juli 2016
Carsten Sebastian Henn : "Der letzte Whisky"
Carsten Sebastian Henn :
"Der letzte Whisky" - ein kulinarischer Krimi
2016, Piper Verlag GmbH
324 Seiten Roman, 10 Seiten Rezepte, 11 Seiten Whisky-Glossar, sowie 2 Seiten Karte von Islay mit Destillerien
ISBN 978-3-492-30815-1
Prof Adalbert Bietigheim wird ein unwiderstehliches Angebot gemacht : er klärt einen Mord auf - im Tausch gegen ein Whiskeyfaß seiner Entscheidung. Er reist mit Terrier Benno von Saber an, quartiert sich in einer Pension mit sauertöpfischer Wirtin, die genial kocht ein und geht auf die Suche. Auf Anraten gibt er sich als unehelicher Sohn eines Vermißten aus, um endlich durch Gespräche etwas zu erfahren. Leider gibt es noch zwei weitere Morde, neben einigem an Radfahren und Whiskeytrinken bis der Professor einen uralten Mord und die aktuellen klärt.
Bietigheim zerreißt es diesmal zwischen seinen Passionen Essen, Trinken, Morde aufklären und seiner Liebe zur beeindruckenden, wortgewaltigen Hildegard von Trömmsen. Sein Freund und Rocker Pit hat ebenfalls die Liebe auf die Insel verschlagen; und Hund Benno entflammt für Terrierdame Maria.
Hintergrund dieses kulinarischen Romans ist Whiskey - schottischer Whiskey : seine Geschichte, verschiedene Hersteller, noch mehr Geschmacksbeschreibungen. Sehr unterhaltsam wird es als Bietigheim mit Minze kocht, und dabei seinen Widerwillen gegen dieses von ihm ungeliebte und ungeschätzte Gewürz präzise vermeldet.
Orte sind die Insel Islay, die oft mit dem Rad erobert werden und wo auch passenderweise ein Wolkenbruch darüber geht, sowie Edinburgh, wo Pit recherchiert.
Die Menschen werden knorrig und mißtrauisch beschrieben, aus Stolz wird einiges nicht gesagt, was zu sehr langen Mißverständnissen führt.
Der Roman ist sehr unterhaltend, und läßt sich auch ohne feinen Whisky in der anderen Hand genießen. Slante !
"Der letzte Whisky" - ein kulinarischer Krimi
2016, Piper Verlag GmbH
324 Seiten Roman, 10 Seiten Rezepte, 11 Seiten Whisky-Glossar, sowie 2 Seiten Karte von Islay mit Destillerien
ISBN 978-3-492-30815-1
Prof Adalbert Bietigheim wird ein unwiderstehliches Angebot gemacht : er klärt einen Mord auf - im Tausch gegen ein Whiskeyfaß seiner Entscheidung. Er reist mit Terrier Benno von Saber an, quartiert sich in einer Pension mit sauertöpfischer Wirtin, die genial kocht ein und geht auf die Suche. Auf Anraten gibt er sich als unehelicher Sohn eines Vermißten aus, um endlich durch Gespräche etwas zu erfahren. Leider gibt es noch zwei weitere Morde, neben einigem an Radfahren und Whiskeytrinken bis der Professor einen uralten Mord und die aktuellen klärt.
Bietigheim zerreißt es diesmal zwischen seinen Passionen Essen, Trinken, Morde aufklären und seiner Liebe zur beeindruckenden, wortgewaltigen Hildegard von Trömmsen. Sein Freund und Rocker Pit hat ebenfalls die Liebe auf die Insel verschlagen; und Hund Benno entflammt für Terrierdame Maria.
Hintergrund dieses kulinarischen Romans ist Whiskey - schottischer Whiskey : seine Geschichte, verschiedene Hersteller, noch mehr Geschmacksbeschreibungen. Sehr unterhaltsam wird es als Bietigheim mit Minze kocht, und dabei seinen Widerwillen gegen dieses von ihm ungeliebte und ungeschätzte Gewürz präzise vermeldet.
Orte sind die Insel Islay, die oft mit dem Rad erobert werden und wo auch passenderweise ein Wolkenbruch darüber geht, sowie Edinburgh, wo Pit recherchiert.
Die Menschen werden knorrig und mißtrauisch beschrieben, aus Stolz wird einiges nicht gesagt, was zu sehr langen Mißverständnissen führt.
Der Roman ist sehr unterhaltend, und läßt sich auch ohne feinen Whisky in der anderen Hand genießen. Slante !
Dienstag, 5. Juli 2016
Helen & Morna Mulgray : "Die Teneriffa-Connection"
Helen & Morna Mulgray :
"Die Teneriffa-Connection" - Lady Detektive Smith und Gorgonzola auf heißer Spur
original "Under Suspicion"
2008, Allison & Busby Ltd, London
Aus dem Englischen von Anke und Eberhard Kreutzer
2010 Bloomsbery Berlin
325 Seiten
ISBN 978-3-8270-0835-4
Schwungvoll wird beschrieben wie Lady Detektiv Deborah (Debs) Smith mit ihrer zerfransten roten Katze namens Gorgonzola wegen eines Mordes nach Teneriffa gerufen wird. Sie schleust sich - Dank ihrer Katze - bei einem Immobilienbüro für Top-Objekte ein, betreut mit exklusiven extravaganten Touren mögliche Kunden und kommt einem Drogenschmuggel auf die Spur. Sie übersteht sogar einen trickreichen Mordanschlag und die feine Nase der Katze führt zum Drogenversteck.
Es gibt zwar einige Leichen, trotzdem ist die Geschichte mit Humor und vielen unterschiedlichen Menschen unterhaltsam geschrieben. Deborah ist engagiert, fantasiebegabt, sportlich, hat eine komische Sache mit Jason hinter sich, und löst Probleme mit ziemlicher Flexibilität. Ihr Chef im Geheimdienst Gerry ist eher karg an Informationen, ihr Chef im Immobilienbereich ist ein kalter reicher Mann dessen einzige Zuneigung seinem Kater The Prince gehört. Während im Geheimdienst die wunderbare Jayne eine grandiose Fassade für ein Reisebüro aufgebaut hat, ist Deborah im Immobereich mit der bildschönen, kalten, intriganten Monique konfrontiert. Als Gäste stehen Deborah ein pingeliger Mann, eine neugierige Journalistin und als einzig netter Mensch eine Witwe gegenüber.
Die Orte auf Teneriffa sind Hafen, luxuriöse Hotels, halbwegs gemütliche Reihenhausanlagen, Berge und auch das Meer.
Am Ende ist alles gut, die bösen erwischt, so manchem netten Menschen geholfen, und auch den Katzen geht es gut. Viel Spaß bei diesem unterhaltsamen Kriminalroman, der in der Sonne spielt.
Helen und Morna Mulgray sind ein-eiige Zwillinge und wurden 1939 in Juppa/Edinburgh geboren. Nach ihrer Pensionierung als Englisch Lehrerinnen begannen sie zusammen Kriminalgeschichten zu schreiben. 2007 erschien der erste Roman "No Suspicious Circumstances"
"Die Teneriffa-Connection" - Lady Detektive Smith und Gorgonzola auf heißer Spur
original "Under Suspicion"
2008, Allison & Busby Ltd, London
Aus dem Englischen von Anke und Eberhard Kreutzer
2010 Bloomsbery Berlin
325 Seiten
ISBN 978-3-8270-0835-4
Schwungvoll wird beschrieben wie Lady Detektiv Deborah (Debs) Smith mit ihrer zerfransten roten Katze namens Gorgonzola wegen eines Mordes nach Teneriffa gerufen wird. Sie schleust sich - Dank ihrer Katze - bei einem Immobilienbüro für Top-Objekte ein, betreut mit exklusiven extravaganten Touren mögliche Kunden und kommt einem Drogenschmuggel auf die Spur. Sie übersteht sogar einen trickreichen Mordanschlag und die feine Nase der Katze führt zum Drogenversteck.
Es gibt zwar einige Leichen, trotzdem ist die Geschichte mit Humor und vielen unterschiedlichen Menschen unterhaltsam geschrieben. Deborah ist engagiert, fantasiebegabt, sportlich, hat eine komische Sache mit Jason hinter sich, und löst Probleme mit ziemlicher Flexibilität. Ihr Chef im Geheimdienst Gerry ist eher karg an Informationen, ihr Chef im Immobilienbereich ist ein kalter reicher Mann dessen einzige Zuneigung seinem Kater The Prince gehört. Während im Geheimdienst die wunderbare Jayne eine grandiose Fassade für ein Reisebüro aufgebaut hat, ist Deborah im Immobereich mit der bildschönen, kalten, intriganten Monique konfrontiert. Als Gäste stehen Deborah ein pingeliger Mann, eine neugierige Journalistin und als einzig netter Mensch eine Witwe gegenüber.
Die Orte auf Teneriffa sind Hafen, luxuriöse Hotels, halbwegs gemütliche Reihenhausanlagen, Berge und auch das Meer.
Am Ende ist alles gut, die bösen erwischt, so manchem netten Menschen geholfen, und auch den Katzen geht es gut. Viel Spaß bei diesem unterhaltsamen Kriminalroman, der in der Sonne spielt.
Helen und Morna Mulgray sind ein-eiige Zwillinge und wurden 1939 in Juppa/Edinburgh geboren. Nach ihrer Pensionierung als Englisch Lehrerinnen begannen sie zusammen Kriminalgeschichten zu schreiben. 2007 erschien der erste Roman "No Suspicious Circumstances"
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