Martin Windrow :
"Die Eule, die gern aus dem Wasserhahn trank - Mein Leben mit Mumble"
original "The Owl liked Sitting on Caesar. Life With a Lovable Tawny Owl"
2014, Bantam Press, London
aus dem Englischen von Sabine Hübner
2015, Carl Hanser München
307 Seiten + 2 Seiten Vorwort des Autors + 2 Seiten Inhaltsverzeichnis
ISBN 978-3-446-44328-0
Ein britischer Militärhistoriker erzählt auf humorvolle Weise über seine wunderbare Beziehung zu einem bezaubernden Waldkauz, einer Dame namens Mumble.
Der Autor sah bei der Familie das Zusammenleben mit dem Waldkauz "Wol" und versuchte zuerst mit einer kleinen Eule (Athene noctua) namens "Wellington"; leider war diese schon zu weit in ihrem Erwachsen werden, sodaß ein Zusammenleben mit dem Menschen nicht mehr möglich war.
"Mumble" war das erste Ei eines Geleges und wurde vom Neffen mit Hand gefüttert; der erste Name war "Nutellabrot" (im englischen Original "Marmite Sandwich") und ist ein Waldkauz (Strix aluco).
Der Autor schmuggelt die Eule in seine Dachgeschoßwohnung im 7. Stock in London und langsam gewöhnen sich er und das zerrupfte Flauschi mit den großen Augen aneinander.
Liebevoll schildert er wie die Eule fliegen lernt, welche die Lieblingsplätze sind, wie oft Lampenschirme zerfetzt werden, die Nutzbarkeit von gesammelten Militärkopfbedeckungen gegen scharfe Eulenkrallen und wie die halbwüchsige Eule auf Freunde und Nachbarn reagiert. Als Mumble erwachsen wird, schränkt sich ihr Freundschaftskreis ein und er ist die alleinig wichtige Bezugsperson / füttern dürfen auch andere Menschen.
Der Autor übersiedelt nach Sussex, baut eine Voliere und die beiden leben gemütlich zusammen in dem sie das Jahr mit Mauser, Distanz-Nähe, Winter, Mäuse fressen etc. genießen. Leider wollte ein Unbekannter Mumble gewaltsam ins Freie (und die sogenannte Freiheit) bringen, was deren Herz durch die Aufregung und das Eindringen in ihr Terrain (die Voliere) vermutlich nicht ausgehalten hatte.
Der Autor ist Wissenschaftler; dementsprechend erzählt er nicht einfach sein Leben mit diesem faszinierenden Lebewesen, sondern er schreibt auch über die Abstammung der Eulen, deren Körperbau, Physik des Fliegens (hier bin ich ausgestiegen), die verschiedenen Laute und Geräusche, das unterschiedliche Federkleid, Ablauf der Mauser und vieles theoretische mehr. Am Ende "rettet" er sich ins Abstrakte um die Zuneigung zu diesem Wesen, mit dem er 15 Jahre in einer Beziehung gelebt hat irgendwie erklären zu können; in dem Wissen daß er scheitert.
Mumble hat es übrigens geliebt aus dem tropfenden Wasserhahn Wasser in den Schnabel zu nehmen und sie hatte in der Londoner Wohnung einen ihrer Lieblingsplätze auf der Kopfskulptur des Germanicus (Bruder des Claudius).
Martin Widrow beschreibt mit Humor und Zärtlichkeit wie ihn die Eule um die Kralle wickelt; ein kleines Piepsen, oder Köpfchen drehen um etwas Schmusen zu initiieren. Es ist berührend zu lesen wie er die Schmusestunde am Samstag vormittag beschreibt (auch wenn die Eule durch das Frühstück zu ihm trabt und dabei Mist macht).
Im Vorwort warnt der Autor eindringlich davor angeblich gestrandete Eulenküken retten zu wollen; er plädiert dafür den Kauzeltern die sicher in der Umgebung sind, Zeit zu lassen sich um ihren Nachwuchs zu kümmern und nichts zu tun.
Das Buch ist für Eulenfans ein "muß", weil viel Wissenswertes und Lebenswertes erzählt wird. Nicht ganz so intensive Eulenfans könnten die Kapitel 2, 4, etc in deren sehr theoretisches Wissen transportiert wird, etwas ermüdend finden.
Ich habe das Buch langsam und bewußt gelesen und sehr genossen; mich hat der Charme dieser Kauzdame und Autor / Übersetzerin fasziniert und in eine andere Welt eintauchen lassen. Diese Freude wünsche ich auch anderen Lesern.
Martin C. Windrow wurde 1944 geboren und im Wellington College erzogen. Er ist britischer Historiker, mit Konzentration auf das Militär. 2004 erschien sein Buch über den ersten Indochina Krieg. Er ist Mitglied der "Royal Historical Society" und lebt in Sussex.
Montag, 27. Juli 2015
Sonntag, 26. Juli 2015
Elis Fischer : "Die Tarotmeisterin"
Elis Fischer :
"Die Tarotmeisterin"
2015, Gmeiner Verlag
277 Seiten + 2 Seiten Nachwort zum historischen Handlungsstrang (Fakt + Fiktion)
ISBN 978-3-8392-1724-5
Theresa "Thesi" Valier möchte Aufträge als Graphikerin ankurbeln und überlegt einem Frauennetzwerk beizutreten. Da sie eine alte Kollegin gelistet sieht, gehen sie und ihre beste Freundin Flora zum Treffpunkt beim Wiener Heurigen. Die Frauen sind sehr unterschiedlich - von sehr esoterisch bis sehr geschäftsorientiert. Die alte Graphikerkollegin wird verletzt aufgefunden und Thesi & Flora beginnen - sehr zum Mißfallen von Thesi's Ehemann der wieder Angst um seine Frau hat - Hintergründe zu recherchieren. Sie finden gefälschte Designerware, Affären, und Verdacht auf gefälschte Kunstwerke - und esoterische Spielkartenentwürfe. Ein Mord passiert doch noch. Der ziemlich rasche Schluß erklärt die Fälschungsgeschichte.
Parallel sind zwei Handlungsstränge. In einem aus 1939 wird die fiktive Geschichte erzählt in der Aleister Crowley fingierte Zeichnungen erhält und vernichtet, im anderen wird der Sohn eines unverbesserlichen Nazis geschildert der sich versucht aus dem Alptraum durch seinen mittlerweile zwar toten, aber immer noch überdominanten Vater zu befreien.
Die Frauen des Netzwerks sind gut geschildert: die Typen sind unterschiedlich von glamourös-eiskalt, bis mütterlich-ausnutzend-manipulierend bis esoterisch durchsichtig, aber wenigstens nicht ungut. Netterweise ist keine Frau wirklich abfällig geschildert, sondern jeder wird ihre Eigenheit gelassen.
Die Männer der Umgebung sind Ehemann Leon der seine Frau gut kennt, Sohn Dino mit seiner Schatzkiste, und ein ehemaliger Verehrer von Flora und wichtiger Polizist Robert. Dieses Team ist gut eingespielt wie sie einander die Puzzleteile zuspielen.
Szenerien sind Wien 19. Bezirk, der Naschmarkt, eine Boutique am Gürtel, ein Antiquitätenladen beim Naschmarkt. Die Tarotkarten-Elemente sind richtig recherchiert und schön umgesetzt.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und lenkte mich, die ich gerade zwei grandiose aber deprimierend-spannende Bücher (konkret : "Das Ufer" von Rafel Chirbes + "I am Malala" von Malala Yousafzai) lese, gut ab. Viel Spaß beim Lesen!
Elis Fischer wurde 1965 in Graz (Österreich) geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und machte eine Ausbildung zu Werbung und Verkauf; nach Arbeit im Marketing folgte eine Goldschmiedeausbildung. 2013 erschien der erste Kriminalroman mit "Thesi" Valier namens "Kunstjägerin". Sie lebt mit ihrer Familie im Burgenland.
"Die Tarotmeisterin"
2015, Gmeiner Verlag
277 Seiten + 2 Seiten Nachwort zum historischen Handlungsstrang (Fakt + Fiktion)
ISBN 978-3-8392-1724-5
Theresa "Thesi" Valier möchte Aufträge als Graphikerin ankurbeln und überlegt einem Frauennetzwerk beizutreten. Da sie eine alte Kollegin gelistet sieht, gehen sie und ihre beste Freundin Flora zum Treffpunkt beim Wiener Heurigen. Die Frauen sind sehr unterschiedlich - von sehr esoterisch bis sehr geschäftsorientiert. Die alte Graphikerkollegin wird verletzt aufgefunden und Thesi & Flora beginnen - sehr zum Mißfallen von Thesi's Ehemann der wieder Angst um seine Frau hat - Hintergründe zu recherchieren. Sie finden gefälschte Designerware, Affären, und Verdacht auf gefälschte Kunstwerke - und esoterische Spielkartenentwürfe. Ein Mord passiert doch noch. Der ziemlich rasche Schluß erklärt die Fälschungsgeschichte.
Parallel sind zwei Handlungsstränge. In einem aus 1939 wird die fiktive Geschichte erzählt in der Aleister Crowley fingierte Zeichnungen erhält und vernichtet, im anderen wird der Sohn eines unverbesserlichen Nazis geschildert der sich versucht aus dem Alptraum durch seinen mittlerweile zwar toten, aber immer noch überdominanten Vater zu befreien.
Die Frauen des Netzwerks sind gut geschildert: die Typen sind unterschiedlich von glamourös-eiskalt, bis mütterlich-ausnutzend-manipulierend bis esoterisch durchsichtig, aber wenigstens nicht ungut. Netterweise ist keine Frau wirklich abfällig geschildert, sondern jeder wird ihre Eigenheit gelassen.
Die Männer der Umgebung sind Ehemann Leon der seine Frau gut kennt, Sohn Dino mit seiner Schatzkiste, und ein ehemaliger Verehrer von Flora und wichtiger Polizist Robert. Dieses Team ist gut eingespielt wie sie einander die Puzzleteile zuspielen.
Szenerien sind Wien 19. Bezirk, der Naschmarkt, eine Boutique am Gürtel, ein Antiquitätenladen beim Naschmarkt. Die Tarotkarten-Elemente sind richtig recherchiert und schön umgesetzt.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und lenkte mich, die ich gerade zwei grandiose aber deprimierend-spannende Bücher (konkret : "Das Ufer" von Rafel Chirbes + "I am Malala" von Malala Yousafzai) lese, gut ab. Viel Spaß beim Lesen!
Elis Fischer wurde 1965 in Graz (Österreich) geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und machte eine Ausbildung zu Werbung und Verkauf; nach Arbeit im Marketing folgte eine Goldschmiedeausbildung. 2013 erschien der erste Kriminalroman mit "Thesi" Valier namens "Kunstjägerin". Sie lebt mit ihrer Familie im Burgenland.
Dienstag, 14. Juli 2015
Peter Gaymanns "Katzen"
Peter Gaymann :
"Katzen"
2006, Mosaik Verlag - Wilhelm Goldmann Verlag München
88 Seiten
ISBN 978-3-442-39098-4
Arrogante, witzige, bösartige und verspielte Katzen haben in diesem Buch Platz. Sie spielen mit Mäusen, Hunden, Menschen, Dosen, Essen und im Regen.
Die Katzen sind meist als kuschelige graue Fellkäul gemalt; es gibt auch einige sehr adrette rote Katzen. Unterhaltsame kleine Tuschzeichnungen stellen Mäuse dar, die entweder lachen oder gut in die Szenerie passen.
Zum Schmunzeln brachte mich u.a. "die Abwesenheit der Maus" eines Katerkünstlers, "seit wann miezen wir uns" bis zu "Ich war gestern beim Tierarzt - Und? sieht er so gut aus wie alle behaupten? und andere mehr.
Auch das Innencover ist mit Katzen gestaltet - im vorderen ist Kater noch mit Maustapete beschäftigt, im rückseitigen Bereich ist das Werk vollbracht und der Katz' sitzt entspannt davor.
Für Katzenfans ist das Buch eine wunderbare Unterhaltung; und ideal als Geschenk geeignet.
Peter Gaymann wurde am 26. Juni 1950 in Freiburg im Breisgau (Baden - Württemberg / Deutschland) geboren. Er studierte Sozialwesen, arbeitete als Pädagoge und Kunsterzieher und seit 1976 als freischaffender Cartoonist und Illustrator. Seine Cartoons sind mit "P.Gay" gekennzeichnet. Peter Gaymann ist verheiratet und Vater von zwei Kindern, hat fünf Jahre in Italien gelebt und lebt derzeit bei Köln.
"Katzen"
2006, Mosaik Verlag - Wilhelm Goldmann Verlag München
88 Seiten
ISBN 978-3-442-39098-4
Arrogante, witzige, bösartige und verspielte Katzen haben in diesem Buch Platz. Sie spielen mit Mäusen, Hunden, Menschen, Dosen, Essen und im Regen.
Die Katzen sind meist als kuschelige graue Fellkäul gemalt; es gibt auch einige sehr adrette rote Katzen. Unterhaltsame kleine Tuschzeichnungen stellen Mäuse dar, die entweder lachen oder gut in die Szenerie passen.
Zum Schmunzeln brachte mich u.a. "die Abwesenheit der Maus" eines Katerkünstlers, "seit wann miezen wir uns" bis zu "Ich war gestern beim Tierarzt - Und? sieht er so gut aus wie alle behaupten? und andere mehr.
Auch das Innencover ist mit Katzen gestaltet - im vorderen ist Kater noch mit Maustapete beschäftigt, im rückseitigen Bereich ist das Werk vollbracht und der Katz' sitzt entspannt davor.
Für Katzenfans ist das Buch eine wunderbare Unterhaltung; und ideal als Geschenk geeignet.
Peter Gaymann wurde am 26. Juni 1950 in Freiburg im Breisgau (Baden - Württemberg / Deutschland) geboren. Er studierte Sozialwesen, arbeitete als Pädagoge und Kunsterzieher und seit 1976 als freischaffender Cartoonist und Illustrator. Seine Cartoons sind mit "P.Gay" gekennzeichnet. Peter Gaymann ist verheiratet und Vater von zwei Kindern, hat fünf Jahre in Italien gelebt und lebt derzeit bei Köln.
Mittwoch, 1. Juli 2015
Thomas Sautner : "Die Älteste"
Thomas Sautner :
"Die Älteste"
2015, Picus Verlag
134 Seiten und 2 Seiten Nachwort
ISBN 978-3-7117-2021-4
In diesem schmalen Buch steckt ein wunderbarer dichter Roman über eine alte charismatische Frau, die als Heilerin, einer kopflastigen Stadtfrau mit Krebs hilft mit diesen in Einklang zu kommen.
Lisbeth, ist die Heilerin, die in Einklang mit der Natur, Teich, Tieren, in einem Wohnwagen lebt. Sophie kommt zu ihr - sie hat einen Hirntumor, dessentwegen ihr die Ärzte wenig Hoffnung machen.
Lisbeth übermittelt ihr Liebe, Freude am Leben, Akzeptanz ihres Körpers und Loslassen vom "Egoverstand"; und hilft mit Substanzen aus dem Wald.
Das Buch war für mich wunderbar zu Lesen. Es ist ein bißchen 'zu schön um wahr zu sein', wie Weiblichkeit, Intuition und Freude in Sophie wieder stärker werden. Zum Grinsen brachte mich der Satz : "Der Verstand schaute nur blöd".
Die Geschichte ist dicht und ohne Schnörksel geschrieben, aber trotzdem niemals schwer(fällig). Faszinierend finde ich, daß das Buch über zwei Frauen und durchaus esoterisch anmutenden Ansichten von einem Autor und nicht von einer Autorin geschrieben wurde.
Im Roman und im Nachwort ist das Thema "die Jenischen" angesprochen; sie sind eine Gruppe nicht-seßhafter Menschen mit eigener Sprache über die in Deutschland und der Schweiz viel bekannt ist - in Österreich weniger. Sie sind zwar blau-äugig und hell-haarig, waren aber den Rasse-denkenden im 2. Weltkrieg nicht genehm. Erst jetzt wird man sich langsam der Stärken dieser Gruppe bewußt(er).
Im Summe ein Buch das mich sehr beeindruckt hat und das ich einigen Freundinnen persönlich weiterempfehlen und schenken werde. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnnen das gleiche Vergnügen und das Gefühl leicht-zu-werden beim Lesen, das ich hatte !
Thomas Sautner wurde 1970 in Gmünd im Waldviertel (Niederösterreich/Österreich) geboren. Er studierte Zeitgeschichte und Politikwissenschaften; arbeitete als Journalist. Sein erster Roman "Fuchserde" erschien 2006. Er lebt in Wien oder im nördlichen Waldviertel.
"Die Älteste"
2015, Picus Verlag
134 Seiten und 2 Seiten Nachwort
ISBN 978-3-7117-2021-4
In diesem schmalen Buch steckt ein wunderbarer dichter Roman über eine alte charismatische Frau, die als Heilerin, einer kopflastigen Stadtfrau mit Krebs hilft mit diesen in Einklang zu kommen.
Lisbeth, ist die Heilerin, die in Einklang mit der Natur, Teich, Tieren, in einem Wohnwagen lebt. Sophie kommt zu ihr - sie hat einen Hirntumor, dessentwegen ihr die Ärzte wenig Hoffnung machen.
Lisbeth übermittelt ihr Liebe, Freude am Leben, Akzeptanz ihres Körpers und Loslassen vom "Egoverstand"; und hilft mit Substanzen aus dem Wald.
Das Buch war für mich wunderbar zu Lesen. Es ist ein bißchen 'zu schön um wahr zu sein', wie Weiblichkeit, Intuition und Freude in Sophie wieder stärker werden. Zum Grinsen brachte mich der Satz : "Der Verstand schaute nur blöd".
Die Geschichte ist dicht und ohne Schnörksel geschrieben, aber trotzdem niemals schwer(fällig). Faszinierend finde ich, daß das Buch über zwei Frauen und durchaus esoterisch anmutenden Ansichten von einem Autor und nicht von einer Autorin geschrieben wurde.
Im Roman und im Nachwort ist das Thema "die Jenischen" angesprochen; sie sind eine Gruppe nicht-seßhafter Menschen mit eigener Sprache über die in Deutschland und der Schweiz viel bekannt ist - in Österreich weniger. Sie sind zwar blau-äugig und hell-haarig, waren aber den Rasse-denkenden im 2. Weltkrieg nicht genehm. Erst jetzt wird man sich langsam der Stärken dieser Gruppe bewußt(er).
Im Summe ein Buch das mich sehr beeindruckt hat und das ich einigen Freundinnen persönlich weiterempfehlen und schenken werde. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnnen das gleiche Vergnügen und das Gefühl leicht-zu-werden beim Lesen, das ich hatte !
Thomas Sautner wurde 1970 in Gmünd im Waldviertel (Niederösterreich/Österreich) geboren. Er studierte Zeitgeschichte und Politikwissenschaften; arbeitete als Journalist. Sein erster Roman "Fuchserde" erschien 2006. Er lebt in Wien oder im nördlichen Waldviertel.
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Freitag, 26. Juni 2015
Becky Durfee : "Driven"
Becky Durfee :
"Driven (A Jenny Watkins Mystery Book 1)"
Dateigröße: 1165 KB
2013
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
Jenny Watkins und ihr Mann Greg übersiedeln von Kentucky nach Georgia und beginnen ein schönes altes, aber heruntergekommenes Haus zu renovieren. Jenny beginnt eine Stimme zu hören, die Namen sagt, macht sich auf die Suche und findet eine 60 Jahre alte Liebesgeschichte heraus, die leider mittels ungelösten Mordes beendet worden war. Eleanor Whitby, die alte charismatischeDame im Pflegeheim, war die Gründerin eines Frauenmagazins gewesen, die Frauen aufrüttelte und sie an ihre Träume und Wünsche erinnerte. Die große Liebe Steve O'Dell, war ein herumwandernder Handwerker gewesen, der Menschen wie Menschen behandelte. Der Mord war bezahlt gewesen.
Parallel zur Aufklärung des uralten Mordes und immer wieder Einfluß von Überirdischem wird die Basis der Ehe von Jenny und Greg in Frage gestellt. Ein neuer Anwärter wird angedeutet.
Die Geschichte ist nett geschrieben, es ist alles gut vorstellbar.
Mir hat die Figur der alten Dame gut gefallen, die sich ihren Humor gewahrt hatte und Jenny mit Hausverstand, Verständnis und Ermunterung zur Seite steht.
Das Englisch ist schön zu lesen. Es sind keine Unmengen von Slangausdrücken verwendet, sondern Vokabel die gut beschreiben, die fein abstufen und in der Geschichte weiterführen.
Dieses Jenny Watkins - Buch ist der Auftakt zu einer Serie, die mittlerweile aus sechs Bänden besteht. Sie erhält immer Informationen Toter und wird ausgesandt deren Geheimnisse zu lösen.
Da es darum geht, daß eine junge Frau ihren Weg geht und lernt zu sich und ihren Wünschen zu stehen, vermute ich, daß es Frauen mehr ansprechen wird, als männliche Leser.
Da ich gerade ein anspruchsvolles Buch lese, ist diese Geisterliebesgeschichte als harmlose nette Auflockerung gut geeignet.
Becky Durfee ist Stastistik Lehrerin, die seit Jahren Geschichen schreibt. Sie hat mehrere Kinder. Leider konnte ich weder ihr Geburtsdatum noch ihren Lebensbezirk (die USA sind groß) herausfinden.
"Driven (A Jenny Watkins Mystery Book 1)"
Dateigröße: 1165 KB
2013
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
ASIN: B00CXX0LOC
Jenny Watkins und ihr Mann Greg übersiedeln von Kentucky nach Georgia und beginnen ein schönes altes, aber heruntergekommenes Haus zu renovieren. Jenny beginnt eine Stimme zu hören, die Namen sagt, macht sich auf die Suche und findet eine 60 Jahre alte Liebesgeschichte heraus, die leider mittels ungelösten Mordes beendet worden war. Eleanor Whitby, die alte charismatischeDame im Pflegeheim, war die Gründerin eines Frauenmagazins gewesen, die Frauen aufrüttelte und sie an ihre Träume und Wünsche erinnerte. Die große Liebe Steve O'Dell, war ein herumwandernder Handwerker gewesen, der Menschen wie Menschen behandelte. Der Mord war bezahlt gewesen.
Parallel zur Aufklärung des uralten Mordes und immer wieder Einfluß von Überirdischem wird die Basis der Ehe von Jenny und Greg in Frage gestellt. Ein neuer Anwärter wird angedeutet.
Die Geschichte ist nett geschrieben, es ist alles gut vorstellbar.
Mir hat die Figur der alten Dame gut gefallen, die sich ihren Humor gewahrt hatte und Jenny mit Hausverstand, Verständnis und Ermunterung zur Seite steht.
Das Englisch ist schön zu lesen. Es sind keine Unmengen von Slangausdrücken verwendet, sondern Vokabel die gut beschreiben, die fein abstufen und in der Geschichte weiterführen.
Dieses Jenny Watkins - Buch ist der Auftakt zu einer Serie, die mittlerweile aus sechs Bänden besteht. Sie erhält immer Informationen Toter und wird ausgesandt deren Geheimnisse zu lösen.
Da es darum geht, daß eine junge Frau ihren Weg geht und lernt zu sich und ihren Wünschen zu stehen, vermute ich, daß es Frauen mehr ansprechen wird, als männliche Leser.
Da ich gerade ein anspruchsvolles Buch lese, ist diese Geisterliebesgeschichte als harmlose nette Auflockerung gut geeignet.
Becky Durfee ist Stastistik Lehrerin, die seit Jahren Geschichen schreibt. Sie hat mehrere Kinder. Leider konnte ich weder ihr Geburtsdatum noch ihren Lebensbezirk (die USA sind groß) herausfinden.
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in englischer Originalfassung gelesen,
Roman,
USA,
Zwischenkriegszeit
Dienstag, 23. Juni 2015
"Die andere sicht : sammlerin und künstlerin"
"Die andere sicht : sammlerin und Künstlerin"
Ausstellung 19.03. - 21.09. 2014
Katalog Essl Museum Kunst der Gegenwart
ISBN 978-3-902001-81-8
2014 gab sich die Sammlerin Agnes Essl das Vergnügen ausschließlich Werke von Künstlerinnen auszustellen; manches enstand erst aus Gesprächen in den Ateliers zwischen Frau Essl und den Künstlerinnen.
Werke der bekannten großen Damen der österreichischen Kunst sind ausgestellt - mich fasziniert immer wieder die Weise wie Elke Krystufek den Pinsel zieht, einiges von Maria Lassnig ist präsent, Hasen von Deborah Sengl, Buntes von Kiki Kogelnik, Aquarelle von Martha Jungwirth, Klassiker von Valie Export (ohne die die Ausstellung nicht komplett wäre) ...
Es gibt auch "haptisches" : wie den roten Bildteppich von Franka Lechner, eine Gegenzeitfigur von Meina Schellander, Alu-arbeiten von Barbara Szüts und Peddigrohrarbeiten von Ilse Haider ...
Sehr gut gefielen mir auch die Landschaften von Brigitte Bruckner, und die Lichtarbeiten von Astrid Bechtold.
Es gibt zwar ein Abbildungsverzeichnis, aber leider kein Information über die Vitae der Künstlerinnen; bei manchen hätte mich interessiert in welchem Metier die Ausbildung gewesen war und wohin der Weg zum Zeitpunkt der Ausstellung geführt hat.
In Summe aber ein ziemlich gelungener Katalog nach einer sehr schönen Ausstellung.
Ausstellung 19.03. - 21.09. 2014
Katalog Essl Museum Kunst der Gegenwart
ISBN 978-3-902001-81-8
2014 gab sich die Sammlerin Agnes Essl das Vergnügen ausschließlich Werke von Künstlerinnen auszustellen; manches enstand erst aus Gesprächen in den Ateliers zwischen Frau Essl und den Künstlerinnen.
Werke der bekannten großen Damen der österreichischen Kunst sind ausgestellt - mich fasziniert immer wieder die Weise wie Elke Krystufek den Pinsel zieht, einiges von Maria Lassnig ist präsent, Hasen von Deborah Sengl, Buntes von Kiki Kogelnik, Aquarelle von Martha Jungwirth, Klassiker von Valie Export (ohne die die Ausstellung nicht komplett wäre) ...
Es gibt auch "haptisches" : wie den roten Bildteppich von Franka Lechner, eine Gegenzeitfigur von Meina Schellander, Alu-arbeiten von Barbara Szüts und Peddigrohrarbeiten von Ilse Haider ...
Sehr gut gefielen mir auch die Landschaften von Brigitte Bruckner, und die Lichtarbeiten von Astrid Bechtold.
Es gibt zwar ein Abbildungsverzeichnis, aber leider kein Information über die Vitae der Künstlerinnen; bei manchen hätte mich interessiert in welchem Metier die Ausbildung gewesen war und wohin der Weg zum Zeitpunkt der Ausstellung geführt hat.
In Summe aber ein ziemlich gelungener Katalog nach einer sehr schönen Ausstellung.
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Sonntag, 14. Juni 2015
Edle Astrup Hubay : "Licht und Schatten"
Edle Astrup Hubay :
"Licht und Schatten" - Autobiographie
original "Medljen har to sider"
1980, H. Aschehoug & Co
aus dem Norwegischen übersetzt von Alexia Gerhardus
Verlag Publication PN Bibliothek der Provinz
Hrsg Richard Pils
233 Seiten inkl. Vorwort, Epilog und Nachwort der Übersetzerin
ISBN 3 85252 534 9
In dieser Autobiographie erzählt eine junge Frau über ihr Leben in der Zwischenkriegszeit in Europa, im Krieg und nach dem Krieg in Ungarn und der Flucht aus dem diktatorischen kommunistischen Ungarn.
Edle, das ist ein norwegischer Vorname, kein deutschsprachiger Titel, erlebt als in Norwegen geborenes Mädchen aus wohlhabenden Verhältnissen die europäische Zwischenkriegszeit in Oslo, London und Paris. Über eine Freundin aus der Schulzeit lernt sie in Ungarn den Maler und Sohn des Komponisten Jenö Hubay Andor Hubay kennen. Sie heiraten und binnen einen Jahres lernt sie ungarisch, das sie braucht um sich mit den Hausangestellten und den Menschen in der Landwirtschaft unterhalten zu können. Sie leben in einen Palais in Budapest, oder zwei Stunden entfernt auf einem Landgut, das auf mittlerweile tschechischen Boden steht; der dritte Wohnsitz ist weiter entfernt, aber sehr charismatisch. Auf den Reisen durch Europa sehen sie das Aufkommen des Nationalsozialismus, der Andor empört. Vor dem Krieg kommt noch ihre Tochter auf die Welt. Dann kommen die Flüchtlingsströme aus der Tschechoslowakei und Polen - alle auf der Flucht vor den Nationalsozialisten und dem Krieg. Erst als die Russen Ungarn überrollen wird es massiv schlechter; Frauen müssen sich in Sicherheit bringen, was oft nicht gelingt, viele schöne oder einfach nur notwendige Hausratssachen werden ruiniert oder mit dem Argumente, daß Krieg ist, gestohlen. Freundschaften werden in dieser Zeit aufgebaut, mit Menschen die sie Jahre später als in Ungarn der Kommunismus eingebrochen ist, in der Ferne auch weiterhalten. Nachdem Krieg helfen zuerst alle zusammen um das Land aufzubauen - Andor geht wieder zu Herend (Porzellanfabrik). Als nach den freien Wahlen die Kommunisten trotz nur 17% Wahlanteil die Macht übernehmen und zu verstaatlichen beginnen, flüchtet die kleine Familie mit Glück zuerst nach Norwegen, wo der Sohn Laszlo auf die Welt kommt. Später reisen sie in das fernste, aber noch europäischste Land : Portugal. Auch hier arbeitet Andor wieder als Chef der Porzellanfabrik, bis die Nelkenrevolution über das Land bricht. Andor wird Lehrer, und die Familie ist trotzdem glücklich. Andor starb am 19. Februar 1971 in Portugal.
Im Nachwort wird erzählt, daß alle Bemühungen der Familie Hubay wenigstens einiges an Grund und Boden von Ungarn zurückzuerhalten, abgeschmettert werden. Immerhin schaffen sie es in Ungarn, daß das Gedenken an den Komponisten und Violinisten Jenö Hubay wieder existent ist. Seine Kompositionen und Violinbearbeitungen werden jetzt wieder gespielt und auf CD eingespielt.
Das Buch ist faszinierend, weil zuerst die Leichtigkeit mit der Kontakte und Menschen der Zwischenkriegszeit beschrieben werden. Als es dann hart auf hart geht, ums Überleben, ums Nahrung auftreiben, Freunde die an Regime verloren gehen, und die Frage ist welche Werte gelten und wie man innerlich durchhält, stark berühren.
Die Abschnitte russischer Übergriffe, Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Frauen und allem was nicht niet- und nagelfest ist, gehen ziemlich unter die Haut.
Die Zeit nach dem Weltkrieg als die früheren Schloßbesitzer als Angestellte für Amerikaner arbeiteten, und das Leben von dieser Seite kennen lernten, war mit Realismus und zartem Humor geschildert.
Die Sprachen die in dem Buch als Selbstverständlichkeit gesehen werden, haben mich beeindruckt. Frau Astrup Hubay dürfte norwegisch, englisch, französisch, deutsch, italienisch (?), ungarisch und dann portugiesisch gesprochen haben. Die Tochter Rozanne lernte ungarisch, hatte ein Schweizer Kindermädchen für deutsch und französisch, dann kamen englisch, portugiesisch dazu.
Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beschreibt meist linear die Ereignisse. Die Sprache ist klar und direkt, ohne zu verletzen.
In Summe ein faszinierendes Buch, das ich nicht weglegen konnte, da ich wissen wollte wie es weiter geht, ob die Reisen/Flucht klappen/klappt und wie das Leben ohne Paß aber durch hilfreiche Menschen funktionierte. Für mich ein Stück europäischer Geschichte.
Edle Astrup Hubay starb am 3. Februar 1989 in Portugal.
"Licht und Schatten" - Autobiographie
original "Medljen har to sider"
1980, H. Aschehoug & Co
aus dem Norwegischen übersetzt von Alexia Gerhardus
Verlag Publication PN Bibliothek der Provinz
Hrsg Richard Pils
233 Seiten inkl. Vorwort, Epilog und Nachwort der Übersetzerin
ISBN 3 85252 534 9
In dieser Autobiographie erzählt eine junge Frau über ihr Leben in der Zwischenkriegszeit in Europa, im Krieg und nach dem Krieg in Ungarn und der Flucht aus dem diktatorischen kommunistischen Ungarn.
Edle, das ist ein norwegischer Vorname, kein deutschsprachiger Titel, erlebt als in Norwegen geborenes Mädchen aus wohlhabenden Verhältnissen die europäische Zwischenkriegszeit in Oslo, London und Paris. Über eine Freundin aus der Schulzeit lernt sie in Ungarn den Maler und Sohn des Komponisten Jenö Hubay Andor Hubay kennen. Sie heiraten und binnen einen Jahres lernt sie ungarisch, das sie braucht um sich mit den Hausangestellten und den Menschen in der Landwirtschaft unterhalten zu können. Sie leben in einen Palais in Budapest, oder zwei Stunden entfernt auf einem Landgut, das auf mittlerweile tschechischen Boden steht; der dritte Wohnsitz ist weiter entfernt, aber sehr charismatisch. Auf den Reisen durch Europa sehen sie das Aufkommen des Nationalsozialismus, der Andor empört. Vor dem Krieg kommt noch ihre Tochter auf die Welt. Dann kommen die Flüchtlingsströme aus der Tschechoslowakei und Polen - alle auf der Flucht vor den Nationalsozialisten und dem Krieg. Erst als die Russen Ungarn überrollen wird es massiv schlechter; Frauen müssen sich in Sicherheit bringen, was oft nicht gelingt, viele schöne oder einfach nur notwendige Hausratssachen werden ruiniert oder mit dem Argumente, daß Krieg ist, gestohlen. Freundschaften werden in dieser Zeit aufgebaut, mit Menschen die sie Jahre später als in Ungarn der Kommunismus eingebrochen ist, in der Ferne auch weiterhalten. Nachdem Krieg helfen zuerst alle zusammen um das Land aufzubauen - Andor geht wieder zu Herend (Porzellanfabrik). Als nach den freien Wahlen die Kommunisten trotz nur 17% Wahlanteil die Macht übernehmen und zu verstaatlichen beginnen, flüchtet die kleine Familie mit Glück zuerst nach Norwegen, wo der Sohn Laszlo auf die Welt kommt. Später reisen sie in das fernste, aber noch europäischste Land : Portugal. Auch hier arbeitet Andor wieder als Chef der Porzellanfabrik, bis die Nelkenrevolution über das Land bricht. Andor wird Lehrer, und die Familie ist trotzdem glücklich. Andor starb am 19. Februar 1971 in Portugal.
Im Nachwort wird erzählt, daß alle Bemühungen der Familie Hubay wenigstens einiges an Grund und Boden von Ungarn zurückzuerhalten, abgeschmettert werden. Immerhin schaffen sie es in Ungarn, daß das Gedenken an den Komponisten und Violinisten Jenö Hubay wieder existent ist. Seine Kompositionen und Violinbearbeitungen werden jetzt wieder gespielt und auf CD eingespielt.
Das Buch ist faszinierend, weil zuerst die Leichtigkeit mit der Kontakte und Menschen der Zwischenkriegszeit beschrieben werden. Als es dann hart auf hart geht, ums Überleben, ums Nahrung auftreiben, Freunde die an Regime verloren gehen, und die Frage ist welche Werte gelten und wie man innerlich durchhält, stark berühren.
Die Abschnitte russischer Übergriffe, Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Frauen und allem was nicht niet- und nagelfest ist, gehen ziemlich unter die Haut.
Die Zeit nach dem Weltkrieg als die früheren Schloßbesitzer als Angestellte für Amerikaner arbeiteten, und das Leben von dieser Seite kennen lernten, war mit Realismus und zartem Humor geschildert.
Die Sprachen die in dem Buch als Selbstverständlichkeit gesehen werden, haben mich beeindruckt. Frau Astrup Hubay dürfte norwegisch, englisch, französisch, deutsch, italienisch (?), ungarisch und dann portugiesisch gesprochen haben. Die Tochter Rozanne lernte ungarisch, hatte ein Schweizer Kindermädchen für deutsch und französisch, dann kamen englisch, portugiesisch dazu.
Das Buch ist chronologisch aufgebaut und beschreibt meist linear die Ereignisse. Die Sprache ist klar und direkt, ohne zu verletzen.
In Summe ein faszinierendes Buch, das ich nicht weglegen konnte, da ich wissen wollte wie es weiter geht, ob die Reisen/Flucht klappen/klappt und wie das Leben ohne Paß aber durch hilfreiche Menschen funktionierte. Für mich ein Stück europäischer Geschichte.
Edle Astrup Hubay starb am 3. Februar 1989 in Portugal.
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